Nächster Schritt "Werkstatt für behinderte Menschen" wegen seelischer Erkrankung und Wohnungssuche (1 Betrachter)

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ChrisNiedersachsen

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Hallo liebe Elo-Freunde,

in den letzten Jahren hat sich einiges getan. Ich beziehe seit 1 1/2 Jahren Grundsicherung wegen Erwerbsminderung und habe seit dem 20.12.2019 eine einjährige medizinische Reha mit Internats-Unterbringung hinter mir, um weiter an meiner Selbständigkeit zu arbeiten. Meine beiden Hauptziele waren es nach der Reha dort eine Ausbildung zu machen und das erste Mal in eine eigene Wohnung zu ziehen. Das mit der Ausbildung kann ich leider (noch) nicht machen, weil ich in einer schulischen Testung sehr viele Sachen nicht mehr konnte besonders in Mathe die ganzen Rechenwege nicht mehr wusste und ich es sowieso schwer habe mich zu konzentrieren.
Ich bin auch schon sehr lange aus der Schule und habe halt sehr sehr viele Jahre isoliert gelebt und lebe halt immer noch mit bei meiner Mutter aufgrund dieser Probleme, die nicht mehr so groß sind wie früher, aber halt immer noch vorhanden sind. Gründe waren/sind halt eine mittelgradige Depression, eine Soziophobie und ADS (Konzentration) die durch mein zurückgezogenes Leben entstanden sind.
Insgesamt arbeite ich jetzt 4 Jahre daran und jetzt soll stattdessen der nächste Schritt in eine WfbM erfolgen. Eigentlich eine Alternative mit der ich mich erst mal gar nicht anfreunden wollte bzw. ich mich anfangs geschämt habe, das es jetzt eine Werkstatt wird, ohne jetzt abwertend darüber zu sprechen. Ich hab es mir halt vorher anders vorgestellt und nach langen Gedankengängen bin ich nun doch bereit diesen Schritt in diese Maßnahme zu gehen.


Der Antrag ist auch schon bei der Agentur für Arbeit beantragt worden und habe die benötigten Unterlagen dann eingereicht. Ich musste daraufhin zum ärztlichen Dienst, wo ich nach deren Überprüfung grünes Licht bekommen habe, das die Maßnahme vom Arbeitsamt übernommen wird. Die Bewilligung ist mit im Anhang

Jetzt muss ich noch auf die Zustimmung vom Sozialamt warten. Jetzt würde ich gerne wissen, ob ich die volle Grundsicherung bei Antritt der Maßnahme weiterhin bekomme. Da man in der Werkstatt ja auch finanziell ein wenig Geld bekommt würde mich noch interessieren, ob ich das Geld zusätzlich behalten kann oder würde man das anrechnen? Und stehen mir noch irgendwelche Mehrbedarfe zu?
Ich besitze noch einen GdB 50 ohne Merkzeichen.

Parallel bin ich noch auf Wohnungssuche und hatte schon meine erste Wohnungsbesichtigung. Daraus ist aber nichts geworden, so das ich weiterhin bemüht bin nach der ersten eigenen Wohnung zu suchen.

Sorry für diese vielen Fragen, aber die sind sehr wichtig für mich und ich sage schon mal ganz groß DANKE für hilfreiche Antworten. :0)


Grüße vom

ChrisNiedersachsen
 

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Seepferdchen 2010

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Guten Tag ChrisNiedersachs

Jetzt muss ich noch auf die Zustimmung vom Sozialamt warten. Jetzt würde ich gerne wissen, ob ich die volle Grundsicherung bei Antritt der Maßnahme weiterhin bekomme. Da man in der Werkstatt ja auch finanziell ein wenig Geld bekommt würde mich noch interessieren, ob ich das Geld zusätzlich behalten kann oder würde man das anrechnen?
Ich stelle dir mal ein Link rein zum nachlesen, dort findest du auch ein Beispiel wie der Lohn von der Werkstatt
bei Grundsicherung gerechnet wird, dazu mal vorab ein Zitat:

5.Muss das Werkstatteinkommen in voller Höhe eingesetzt werden? Werkstattbeschäftigte müssen ihr Einkommen nicht in voller Höhe zur Deckung ihres Grundsicherungsbedarfs einsetzen. Sie dürfen eine Arbeitsmittelpauschale in Höhe von 5 Euro, das Arbeitsförderungsgeld in Höhe von 26 Euro sowie einen gesetzlich festgelegten Freibetrag vom Werkstatteinkommen abziehen. Die Höhe des Freibetrages beläuft sich auf ein Achtel des Eckregelsatzes (43 Euro) zuzüglich 25 Prozent des diesen Betrag übersteigenden Entgelts. Anhand eines Beispiels soll die Berechnung des einzusetzenden Werkstatteinkommens verdeutlicht werden.
Bitte im Link weiterlesen ab Seite 3, zu deiner anderen Frage werden bestimmt noch Hinweise kommen.


 

ChrisNiedersachsen

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Ich habe mich vorweg im Internet schon informiert und auch gelesen, dass das Werkstatteinkommen nicht angerechnet werden darf und man widersprechen sollte.

Das hat man mir sogar beim Arbeitsamt gesagt,das es nicht angerechnet werden darf. Um mehr Sicherheit zu bekommen, habe ich mich hier bei Euch nochmal gemeldet.
Das Einkommen was man bekommt ist sowieso ein Witz und man trotzdem weiterhin auf Grundsicherung angewiesen ist, zieht mich immer wieder runter. Und dann würden die es eventuell noch anrechnen wollen? Ist wirklich heftig, wie man teilweise behandelt wird. Rumgammeln will ich aber auch nicht, weil ich sonst wahrscheinlich wieder in alte Muster verfallen würde.

Vielen Dank erstmal :)
 
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Seepferdchen 2010

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Parallel bin ich noch auf Wohnungssuche und hatte schon meine erste Wohnungsbesichtigung. Daraus ist aber nichts geworden, so das ich weiterhin bemüht bin nach der ersten eigenen Wohnung zu suchen.
Hierzu Chris noch ein Hinweis für dich, bitte schau in die örtliche Richtlinie deiner Stadt und beachte auch weiter unten
in der Web-Seite den fachlichen Hinweis für Erstausstattung, eventuell ist deine Stadt dort mitaufgeführt.

 
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