Nachweise

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Harmagedon

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Habe vor ein paar Tagen einem SB der zusätzlich Nachweise von mir forderte, geschrieben das ich diese nur persönlich vorlege. Da ich kein Interesse habe meine Lieferantenadressen, Kundendaten usw. preiszugeben müssten auch die Beleglisten als Nachweise an einem persönlichen Termin ausreichen. Gibt es darüber persönliche Erfahrungen?

LG Harmagedon
 

Koelschejong

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Beleglisten sind nach meiner Meinung kein ausreichender Nachweis. Sie eignen sich aber hervorragend als Vorlage für den SB, der darauf ordentlich und säuberlich ein Häkchen hinter jeden gelisteten Beleg machen kann "Jawoll, wurde vorgelegt und geprüft".

Mehr braucht es nicht, mehr macht auch das Finanzamt bei einer Außenprüfung im Normalfall nicht.
 

DeppvomDienst

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Meiner Ansicht nach sowieso quatsch, die Belege vorzeigen zu müssen.
Was weist ein Beleg faktisch nach?
Doch nur, dass er erstellt wurde. Dass der Beleg bezahlt wurde, weist er jedoch nicht nach, das kann einzig und alleine der Kontoauszug klären.

Daher reicht (meiner persönlichen Meinung nach) es vollkommen aus, wenn man die geschwärzten Kontoauszüge über die Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben zur Einsichtnahme (nicht zum Verbleib!) vorlegt.

Der Beleg selbst beweist im Grunde gar nichts.
Aber mach das mal einem Sesselpuper verständlich, der beharrlich die Belege verlangt.
Letzten Endes bleibt nur, die Belege zu schwärzen (oder besser: einzuscannen, die entsprechenden irrelevanten Felder weiß zu übermalen und auszudrucken, spart Toner) und dann doch entweder per Post einzusenden oder bei einem persönlichen Termin zur Einsichtnahme vorzulegen.

Das ist von Jobcenter zu Jobcenter verschieden, selbst ich habe unterschiedlichste Erfahrungen, schalte jedoch generell erst einmal auf stur und biete die stichprobenhafte Einsichtnahme (ohne Verbleib) in meinem persönlichen Beisein an. Klappt aber nicht immer.

Das ist eben der Kontrollwahnsinn, dem man unterliegt, völlig ohne Sinn und Verstand, auf Misstrauen basierend und grundsätzlich die schwebende Unterstellung einer Betrugsabsicht.
Und die Arbeit, die es oftmals macht, ist enorm... so als hätte man nichts anderes zu tun, als ständig dem Jobcenter zuzuarbeiten.
 

Koelschejong

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Das hat mit Kontrollwahnsinn nicht viel zu tun. Da wird einfach eine der heiligen Buchführungskühe durch's Dorf getrieben - keine Buchung ohne Beleg, und das ist eben nicht der Kontoauszug.

Auch das FA macht mit großer Begeisterung Häkchen und prüft Beleg für Beleg.
 

The_Vulcan

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Kontoauszüge sind ja auch blödsinnig...

Ich sollte per Kontoauszug nachweisen wann meine Betriebskostenrückerstattung angekommen ist.. ganz neue Methoden gab es früher auch nicht...

Aber Einnahmen darüber nachweisen oder ausgaben ist etwas paradox.. man hat ja Rechnungsbelege.. und manche Sachen werden BAR bezahlt.. da helfen Auszüge sowieso nicht. Schlimm nur das überall so ein Misstrauen herrscht heutzutage und man alles nachweisen muss.. sogar das man wirklich das Geld eingenommen hat das man angibt und nicht weniger....

Ein alter Bekannter der nach 3 Jahren aus ALGII raus ist hatte allerdings soweit ich weis mal Maßnahmen angegeben die er nicht gemacht hatte.. Kosten wurden anerkannt und Belege nicht gefordert... dabei hatte der sogar eine erweiterte Förderung... sonst wäre der sicher so auch nicht nach nur 3 Jahren ausm ALGII raus ....
 

DeppvomDienst

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Das hat mit Kontrollwahnsinn nicht viel zu tun. Da wird einfach eine der heiligen Buchführungskühe durch's Dorf getrieben - keine Buchung ohne Beleg, und das ist eben nicht der Kontoauszug.

Auch das FA macht mit großer Begeisterung Häkchen und prüft Beleg für Beleg.

Nunja, das Jobcenter möchte sich doch aber vom Finanzamt signifikant unterscheiden. Agieren tun die jedoch wie das Finanzamt, bzw. noch wesentlich schlimmer, weil das Finanzamt nicht willkürlich Geschäftskosten aberkennen kann, eine der Hauptsportarten in den Jobcentern. Vielleicht werden da auch an den eifrigsten Geschäftskostenzusammenstutzer Medaillen vergeben? Wer weiß das schon so genau.
Ich will nicht wissen, wie vielen Menschen sie auf dieser Basis bereits die Existenzgrundlage entzogen haben, weil die Betroffenen sich nicht gewehrt haben oder eben gar nicht wussten, dass sie sich meist erfolgreich wehren können.

Die Belege sagen aber erstmal rein gar nichts aus.
Beim Jobcenter heisst es jedoch, dass Tatsachen anzugeben sind. Zur Angabe von Tatsachen sind Belege jedoch in der Tat völlig unbrauchbar.

Ich kann doch jederzeit Rechnungen ohne Ende drucken, einmal das Telefonbuch rauf und wieder runter... solange jedoch keine Buchung auf dem Konto erfolgt, hat das Null Aussagekraft.

Mit dem Finanzamt hatte ich bisher noch nicht zu tun. Da ich ohnehin nicht steuerpflichtig bin, bin ich für die bezüglich einer Prüfung wohl auch gänzlich uninteressant.
 
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