Nachweis einzelner Positionen bei abschl. EKS

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vilad

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Hallo Forum, bin neu hier und habe auch gleich eine Frage. Mein Leistungssachbearbeiter möchte zu meiner abschliessenden EKS auch noch die Nachweise für die einzelnen Positionen. Er kann angeblich nur anhand der Einzelnachweise prüfen, ob es eine Hilfebedürftigkeit gab.:confused:

Meine Angaben in der EKS entsprechen den gleichen Angaben fürs Finanzamt. Ich mache keine unterschiedlichen EKS (eine fürs FA, eine für Arge).

Muss ich meine Einzelbelege (Rechnungen, Quittungen ... ) vorlegen? Ich denke nicht, da er den Angaben Glauben schenken muss oder nicht?:confused:

Meine EKS wird durch einen befreundeten Steuerfachgehilfen erstellt.

Danke fürs Lesen und die evtl. Antworten.

gruss
 
E

ExitUser

Gast
Die Rechnungen und Quittungen für die Ausgaben musst du vorlegen. Das Amt kann schließlich Nachweise für deine Ausgaben verlangen.
Nur mit den Einnahmebelegen würde ich vorsichtig sein. Kundendaten jedenfalls musst du nicht rausrücken.

Finanzamt und ARGE sind zwei Paar Schuhe. Bei der ARGE zählt das Zuflussprinzip. Das heißt Abschreibungen gibt es nicht. Die ein Prozent Besteuerung für Fahrzeuge kannst du auch vergessen.

Der größte Unterschied, nur notwendige Ausgaben werden anerkannt. Also bitte keinen Porsche kaufen!

Der geschulte gut ausgebildete Sachbearbeiter entscheidet also, was für deine Firma gut und wichtig ist. :icon_twisted: Er ist für dich so eine Art Firmen-Gott.
Werden Ausgaben nicht anerkannt, solltest du in Widerspruch und notfalls vors Sozialgericht gehen.
 

vilad

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Danke erst mal für deine Antwort.

Einnahmebelege werden die sowieso nicht zu sehen bekommen. Datenschutz ist mir äusserst wichtig. Ich glaube einen Punkt in der EKS ausgemacht zu haben, der eine Sanktion nach ziehen könnte. Es ist der Punkt der Reisekosten. Diese habe ich zwar immer am WE (Sa.) um z.B. auswärtige Kundentermine wahrnehmen zu können. Daraus könnte man schnell eine "unerlaubte Abwesentheit" machen. Bis das geklärt werden kann, hat man selbst mal erst keine Aufstockung zum eigenen verdienten Geld. Unsere Arge hier, ist so drauf. Da werden auch mal Ausländer als "Sch... Ausländer" bezeichnet und zwar öffentlich und es kümmert niemanden.

Bin selbst seit ca. zwei Jahren AlgII und bin seit Beginn nur am Widerspruch, Klage, EA ... schreiben.

Es müsste sowieso bald auch der Steuerbescheid 08 kommen, der müsste doch auch reichen, ohne dass ich Einzelnachweise vorlegen muss.

FA u Arge sind zwei Paar Schuhe, da hast du Recht. Aber die Unterschiede zwischen ARGE-EÜR und FA-EÜR sind dermaßen widersprüchlich, dass ich doch nach der FA-EÜR gehe. Egal ob es einer Arge passt oder nicht.

Schon witzig, dass bei der Arge keine Abschreibungen möglich sind, d.h. doch im Umkehrschluss volle Anrechnung, oder?

gruss
 

michaelulbricht

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hmm laß mich mal raten ?

wenn du nicht unter die ereichbarkeitsanordnung fällst als Selbständiger wie kannst du dann eine unerlaubte Abwesenheit machen ?

Als Selbständiger bist du einem normalen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer gleichgestellt.


BA Randziffer 7.58a
 
E

ExitUser

Gast
Ich glaube einen Punkt in der EKS ausgemacht zu haben, der eine Sanktion nach ziehen könnte. Es ist der Punkt der Reisekosten. Diese habe ich zwar immer am WE (Sa.) um z.B. auswärtige Kundentermine wahrnehmen zu können. Daraus könnte man schnell eine "unerlaubte Abwesentheit" machen.

Da ist tatsächlich Vorsicht geboten. Zum Wochenende können sie dir nichts. Aber eine Dienstreise (Ortsabwesenheit) in der Woche musst du dir genehmigen lassen. Bei kurzfristigen Aufträgen steht dem allerdings entgegen, dass du jede zumutbare Arbeit annehmen musst - also ab auf die Piste. Da ist Streit vorprogrammiert.
Nachtrag:
Ziehe diesen Abschnitt zurück. *schähm*
Michael Ulbricht hat vollkommen recht. Da hab ich gerade was dazu gelernt.


Bin selbst seit ca. zwei Jahren AlgII und bin seit Beginn nur am Widerspruch, Klage, EA ... schreiben.

Willkommen im Club.


Es müsste sowieso bald auch der Steuerbescheid 08 kommen, der müsste doch auch reichen, ohne dass ich Einzelnachweise vorlegen muss.

Der reicht leider nicht. Der ist denen seit 01.01.2008 vollkommen egal.

FA u Arge sind zwei Paar Schuhe, da hast du Recht. Aber die Unterschiede zwischen ARGE-EÜR und FA-EÜR sind dermaßen widersprüchlich, dass ich doch nach der FA-EÜR gehe. Egal ob es einer Arge passt oder nicht.

Die ARGE geht aber nach der ARGE-EÜR.


Schon witzig, dass bei der Arge keine Abschreibungen möglich sind, d.h. doch im Umkehrschluss volle Anrechnung, oder?

Richtig!

Aber Vorsicht! Investitionen immer vorher vom SB genehmigen lassen. Ich allerdings warte schon seit zwei Wochen auf eine Antwort wegen einer 400 EURO Investition.
...
 

vilad

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@michaelulbricht
danke, dass wusste ich nicht. Vielen Danke für diesen Hinweis, und wieder was gelernt.:biggrin:

@patenbrigade
Wenn der Arge mein Steuerbescheid egal ist, werde ich es wohl darauf ankommen lassen ob es vor Gericht landet.


Was die ARGE-EÜR angeht, stellt sich mir die Frage:"Ob man später, falls man es aus dem AlgII-Bezug schafft, keine Probleme mit dem FA bekommt wg dem sofortigen Abzug der Investition?". Meiner einfachen Meinung nach, ist dass eigenlich Steuerhinterziehung.

Wer bezahlt dann eigentlich den Aufwand für diese unsinnige doppelte Buchführung? Gibt es darüber schon irgendwelche Urteile?

So muss jetzt was arbeiten. Schönen Tag noch.

gruss
 
E

ExitUser

Gast
Was die ARGE-EÜR angeht, stellt sich mir die Frage:"Ob man später, falls man es aus dem AlgII-Bezug schafft, keine Probleme mit dem FA bekommt wg dem sofortigen Abzug der Investition?". Meiner einfachen Meinung nach, ist dass eigenlich Steuerhinterziehung.

Nö warum?
Die Investitionen ziehst du ja nur in der ARGE-EÜR sofort ab. In der Finanzamt-EÜR bleibt ja alles beim Alten.


Wer bezahlt dann eigentlich den Aufwand für diese unsinnige doppelte Buchführung? Gibt es darüber schon irgendwelche Urteile?

Die materiellen Aufwendungen sind aus meiner Sicht Betriebsausgaben. Der ganze Unfug vermindert also die Einnahmen. Die Arbeit, die du hast, dürften unter die Mitwirkungspflichten fallen.
.
 
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