Nachträglich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben?

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krossi

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nach ausgiebigen diskussionen im bekanntenkreis meinerseits bin ich zum entschluss gekommen meine frage diesbezüglich hier einzustellen:

folgender fall: 2004 wurde ich zu einer Weiterbildung (6 monate, vollzeit, mit 4 wochen praktikum) geschickt (zum zeitpunkt der weiterbildung war ich bereits 60% schwerbehindert wusste aber noch nichts von der teilhabe und den damit verbundenen mehrbedarf von +35 % die mir in diesem fall zugestanden hätten ), kann ich die teilhabe jetzt noch geltend machen?
 

wolliohne

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Aber immer!

hau in die Tasten und stelle einen formlosen Antrag.

Viel Glück
 

kalle

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Also, grundsätzlich sind natürlich solche Leistungen , wie alle Leistungen, im vorwege zu beantragen. Wenn Du allerdings schon zu dem Zeitpunkt 60 % hattest und dieses Deiner Arge bekannt war, dann solltest Du einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGBX stellen. Diesen findest Du auf unserer Portalseite unter Downloads.

Wenn es Deiner Arge bekannt war, das Du yu 60 % Schwerbehindert warst, dann h'tten Sie Dich dahingehend beraten muessen und in den Bescheid mit einarbeiten muessen.
Haben sie dieses nicht getan, besteht ausreichend Chancen, das Geld nachtraeglich yu erhalten.

Evtl. wirst Du Dich aber darauf einstellen muessen, das SG zu bemuehen.
 

krossi

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danke für den hinweis mit dem überprüfungsantrag.
ähm ich glaub ich bin blind... ich finde unter keiner der kategorien den überprüfungsantrag.
 
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Arco

Gast
krossi meinte:
danke für den hinweis mit dem überprüfungsantrag.
ähm ich glaub ich bin blind... ich finde unter keiner der kategorien den überprüfungsantrag.
.... ich bin auch blind ;) ;) aber stelle doch einfach formlos den Antrag nach § 44 SGB 10 und bitte um Überprüfung deiner Daten und Bescheide der Vergangenheit ....

Das Gesetz lautet:

Sozialgesetzbuch Zehntes Buch
Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz


§ 44
Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsaktes
(1) Soweit sich im Einzelfall ergibt, dass bei Erlass eines Verwaltungsaktes das Recht unrichtig angewandt oder von einem Sachverhalt ausgegangen worden ist, der sich als unrichtig erweist, und soweit deshalb Sozialleistungen zu Unrecht nicht erbracht oder Beiträge zu Unrecht erhoben worden sind, ist der Verwaltungsakt, auch nachdem er unanfechtbar geworden ist, mit Wirkung für die Vergangenheit zurückzunehmen. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt auf Angaben beruht, die der Betroffene vorsätzlich in wesentlicher Beziehung unrichtig oder unvollständig gemacht hat.

(2) Im Übrigen ist ein rechtswidriger nicht begünstigender Verwaltungsakt, auch nachdem er unanfechtbar geworden ist, ganz oder teilweise mit Wirkung für die Zukunft zurückzunehmen. Er kann auch für die Vergangenheit zurückgenommen werden.

(3) Über die Rücknahme entscheidet nach Unanfechtbarkeit des Verwaltungsaktes die zuständige Behörde; dies gilt auch dann, wenn der zurückzunehmende Verwaltungsakt von einer anderen Behörde erlassen worden ist.

(4) Ist ein Verwaltungsakt mit Wirkung für die Vergangenheit zurückgenommen worden, werden Sozialleistungen nach den Vorschriften der besonderen Teile dieses Gesetzbuches längstens für einen Zeitraum bis zu vier Jahren vor der Rücknahme erbracht. Dabei wird der Zeitpunkt der Rücknahme von Beginn des Jahres an gerechnet, in dem der Verwaltungsakt zurückgenommen wird. Erfolgt die Rücknahme auf Antrag, tritt bei der Berechnung des Zeitraumes, für den rückwirkend Leistungen zu erbringen sind, anstelle der Rücknahme der Antrag.
Viel Glück
 

Gast

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nach ausgiebigen diskussionen im bekanntenkreis meinerseits bin ich zum entschluss gekommen meine frage diesbezüglich hier einzustellen:

folgender fall: 2004 wurde ich zu einer Weiterbildung (6 monate, vollzeit, mit 4 wochen praktikum) geschickt (zum zeitpunkt der weiterbildung war ich bereits 60% schwerbehindert wusste aber noch nichts von der teilhabe und den damit verbundenen mehrbedarf von +35 % die mir in diesem fall zugestanden hätten ), kann ich die teilhabe jetzt noch geltend machen?

Hast du bei Antragsabgabe auf ALGII den Mehrbedarf geltend gemacht und beweiskräftige Unterlagen eingereicht?
 

krossi

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Gast meinte:
Hast du bei Antragsabgabe auf ALGII den Mehrbedarf geltend gemacht und beweiskräftige Unterlagen eingereicht?
wie bitte was?
wenn ich mich recht erinnere gibt es alg 2 erst seit 2005 was hat der mehrbedarf damit zu tun. die weiterbildung war in 2004 (von märz bis august). irgendwie verstehe ich nicht was du willst?
 
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