Nachspeicherheizung Kosten?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

nachtwind

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2012
Beiträge
71
Bewertungen
1
Hallo,

bestimmt hat jemand die Frage schon mal gestellt, aber ich mach mir doch langsam ein wenig Sorgen über die kommende Nebenkostenabrechnung und vielleicht könnt Ihr mich da ein bisschen beruhigen.
Und zwar wohne ich alleine und habe eine Nachtspeicherheizung, mit ich im Großen und Ganzen ganz gut zurecht komme.
Jetzt beziehe ich noch nicht solange ALG 2 und bin total verunsichert, was die Heizkosten angeht.
Was ich laut JC weiß, dass man eine Euro pro qm von den Nebenkosten übernimmt und den Rest muss ich selbst bezahlen. Ist das Richtig so? ich dachte immer, dass JC müsste die kompletten Heizkosten übernehmen.

Meine Nachtspeicherheizung hat eigene Zähler und mein Stromanbieter hat genau aufgelistet was Hausstrom und was Nachtstrom, also Heizstrom, ist. Bis jetzt hat das JC auch den Nachtstromabschlag übernommen.

Da auch bei mir der Nachstrom ab dem nächsten Jahr teurer wird, würde ich gerne mal wissen, ob es beim JC eine Grenze für die Übernahme des Nachtstromabschlags gibt oder können sie sogar einen Umzug verlangen, weil der Abschlag zu Hoch ist?

Und wie ist es denn mit den Nebenkosten für Wasser usw. Denn wenn das JC nur einen Euro pro qm übernimmt und ich davon Wasser usw. plus Heizkosten bezahlen soll, wird es aber echt eng.

Gibt es für die Heizkostennachzahlung nicht eine Regelung? Wie läuft das denn bei Euch? Und hat noch jemand das Vergnügen eine Nachtspeicherheizung zu haben und wie wird das beim JC geregelt?

Danke für Eure Hilfe und Eure Antworten!

Viele Grüße
nachtwind
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.663
Bewertungen
17.055
Die müssen die kompletten Heizkosten bezahlen. Pauschalieren ist nicht. Wenn die das tun, würde ich dem widersprechen und notfalls klagen.
 

nachtwind

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2012
Beiträge
71
Bewertungen
1
Kann man das irgendwo nachlesen? Denn ich bekomme immer die Auskunft, dass nur ein Euro pro qm übernommen wird.

Viele Grüße
nachtwind
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.157
Bewertungen
18.368
3. Entscheidungen der Sozialgerichte zur Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II)

3.1 Sozialgericht Hildesheim Beschluss vom 08.09.2011, - S 54 AS 1404/11 ER -

Zu den Kosten der Unterkunft und Heizung gehören - Stromkosten - die durch den Betrieb von Nachtspeicheröfen entstehen.

Auf derartige Kosten können zur Prüfung, ob extrem unwirtschaftliches Heizverhalten i.S.d. Rechtsprechung des BSG vorliegt (vgl. Urteil vom 2. Juli 2009 - B 14 AS 36/08 R -, BSGE 104, S. 41 ff.), die Werte des Bundesweiten Heizspiegels nicht herangezogen werden, da dieser nur Richtwerte für den Heizungsbetrieb mit Heizöl, Erdgas oder Fernwärme vorgibt (vgl. Urteil der 23. Kammer des erkennenden Gerichtes vom 16. Juni 2010 - S 23 AS 742/09 -, n.v.).

Durch das e.g. Urteil des BSG vom 2. Juli 2009 (a.a.O., juris Rn. 16) ist auch geklärt, dass in Fällen wie dem vorliegenden, in denen es nach Abrechnung der tatsächlich verbrauchten Wärme zu Nachzahlungsverlangen des Vermieters oder - wie hier - des Energieversorgers kommt, solche einmalig geschuldeten Zahlungen zum aktuellen Bedarf im Fälligkeitsmonat gehören. In diesem Monat standen die Antragsteller im laufenden Leistungsbezug beim Antragsgegner; Zweifel an ihrer Hilfebedürftigkeit bestehen nicht.

Von dem Jahresverbrauch der Antragsteller i.H.v. 11.542 kWh zieht die Kammer im Wege richterlicher Überzeugungsbildung gemäß § 202 SGG i.V.m. § 287 Abs. 2 ZPO (zur Anwendbarkeit bei Schätzung des Betriebsstromverbrauchs von Heizungsanlagen vgl. LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 25. März 2011 - L 12 AS 2404/08 -, Rn. 22; vgl. auch LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. November 2010 - L 10 AS 2064/10 B PKH -, info also 2011, S. 30 (31)) einen Wert von 2.700 kWh für Haushaltsenergie ab, die die Antragsteller aus der vom Antragsgegner gewährten Regelleistung zu bestreiten haben.

Die Position Grundpreis ist dagegen als KdU nicht übernahmefähig; es handelt sich um die Grundgebühr für einen einfachen Stromzähler, die auch von Leistungsberechtigten ohne Wohnung mit Nachtspeicheröfen aus der Regelleistung zu bestreiten ist.

https://www.elo-forum.org/aktuelle-...htsprechungsticker-tacheles-kw-47-2011-a.html

sozialrechtsexperte: Zu den Kosten der Unterkunft und Heizung gehören - Stromkosten - , die durch den Betrieb von Nachtspeicheröfen entstehen.

In einem aktuellen veröffentlichtem Beschluss des SG Hildesheim AZ: S 54 AS 1404/11 ER stellt das Gericht fest , dass in der Rechtsprechung des erkennenden Gerichtes bereits entschieden ist, dass zu den Kosten der Unterkunft und Heizung (KdU) insbesondere Stromkosten zählen, die durch den Betrieb von sog. Nachtspeicheröfen verursacht werden.

Lies dich mal hier durch, es sind Koster der Unterkunft, wie dein JC da auf einen 1€ kommt, keine Ahnung.

Hast du auch mal in die örtlichen Richtlinien geschaut?

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 
E

ExitUser

Gast
Wenn es übhaupt ein Deckelung gibt, dann darf sich die üblicherweise an den durchschnittlichen Verbräuchen in kWh orientieren, nicht aber am Energiepreis.

Ich habe dazu einen kommunalen Heizspiegel bekommen.

Es gibt aber zahlreiche Gründe, die überdurchschnittliche Verbräuche auch bei sparsamem Heizverhalten rechtfertigen.
 
S

silka

Gast
Hallo, nachtwind
wer mit Strom heizt (egal, ob über Nacht-oder Tagtarif), der hat Heizkosten vom Stromversorger.
Wenn dein JC nach der Jahresabrechnung nicht die kompletten Heizkosten erstattet, weil es bei dir mehr ist, als in der örtl. Richtlinie steht,
dann wirst du Widerspruch einlegen müssen.
Du kannst den Widerspruch auch begründen, das muß aber nicht sein.

Ich würde das tun und etwa so begründen:
Hiermit widerspreche ich dem Ablehnungsbescheid zur Erstattung der Heizkosten-Nachzahlung 2012.
Ich heize absolut angemessen und kann wegen der Nachtstromversorgung auch nicht unbedingt zu anderen Anbietern wechseln.
Für die Erhöhung der allg. Strompreise kann ich nicht verantworlich gemacht werden.
Insofern verlange ich die Übernahme der tatsächlichen Aufwendungen für meine Heizkosten oder den Nachweis Ihrerseits, daß mein Heizverhalten unwirtschaftlich bzw. unangemessen ist.
Andernfalls stelle ich gleichzeitig einen Antrag auf Umzug bzw. Übernahme der Umzugskosten.
Unter Umständen finde ich eine Wohnung mit angemessenen Heizkosten.
Bis dahin erstatten Sie mir jedoch bitte meine tatsächlichen und angemessenen Heizkosten.
-----

Hast du schon geprüft, ob du zu einem anderen Stromversorger wechseln kannst?
Manchmal muß man beim Grundversorger bleiben, wenn man Nachtstrom hat.
Mach dich bitte schlau!

Ein kommunaler Heizspiegel oder auch ein bundesweiter ist KEIN Nachweis, daß gerade DU vielleicht unangemessen heizt.

Nur den Anteil an Haushaltsstrom mußt du selbst aus dem Regelbedarf zahlen. Das ist bei Alleinstehenden derzeit eine Summe von 28,60.
Der Rest wäre bei dir ---Heizkosten---.
Für die WW-Bereitung bekommst du jeden Monat schon 8,60 ???
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten