Nachrechnen lohnt (fast) immer

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wolliohne

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Text:Tacheles Forum: Anhörung/Entscheidung 10 Verfahren ab Mrz 07 heute SG HH

vor gut zwei Jahren hatte ich im Rahmen eines Neumandates Widerspruch gegen einen aktuellen Bewilligungsbescheid eingelegt, Akteneinsicht genommen und dann hinsichtlich aller Leistungszeiträume seit 1.1.2005 Überprüfungsanträge gestellt, weil sich aus den Akten ziemlich viele fehlerhafte Sachverhaltsbeurteilungen erkennbar waren ...

Vor einem Jahr kamen dann bereits erste Änderungsbescheide, wo einigem schon stattgegeben wurde in einigen Leistungszeiträumen. Klar, daß dann wegen der üblichen Fehler (übersehene Rundung z.B.) sofort Widerspruch gegen die Änderungsbescheide eingelegt wurde, diese Widersprüche sind für die seinerzeit beschiedenen Leistungszeiträume zwischenzeitlich unter Hinweis auf die Vorlagebeschlüsse und der Bedenken an der Regelleistungshöhe ergänzt worden.

Heute trudelten wieder 3 Abhilfebescheide hinsichtlich dreier noch offener Überprüfungszeiträume ein, wieder mit dem alten Fehler bzgl. Rundung, dafür aber auch -wie schon in den Änderungsbescheiden vom letzten Jahr- höhere KdU ...

natürlich wird auch hier wegen Rundung und Regelleistungshöhe sofort wieder Widerspruch eingelegt ...

erfreulich ist das ganze trotzdem:

der betroffenen Person wurden schon mal höhere KdU bewilligt, zwei ursprünglich abgelehnte Nebenkostennachzahlungen nachbewilligt -das war schon letztes Jahr-

aus den heute eingetrudelten Änderungsbescheiden kommt auch so grob zusammengerechnet 500,00 € Nachzahlung raus, letztes Jahr waren es knapp 1.500,00 € ...

dazu wurden 2 Rückforderungsbescheide (knapp 900,00 €) endgültig aufgehoben ...

das Nachrechnen dieses Falles seit 1.1.2005 hat sich für die betroffene Person also schon gelohnt, alle Verästelungen haben wir noch nicht geklärt, Rundung und Regelleistungshöhe seit 1.1.2005 sind noch offen und können erstmal vor sich hinschmoren ...

Warum ich das schreibe?

Es lohnt nicht immer unbedingt für den eingeschalteten Anwalt, alte Leistungszeiträume wieder aufzumachen, weil Gebühren für erfolgreiche Überprüfungsanträge nicht erstattungsfähig sind und die ARGE deshalb die Kosten für solche Anträge nicht übernimmt ...

für Betroffene lohnt es sich allerdings häufig durchaus, alte Leistungszeiträume mit Überprüfungsanträgen wieder aufzumachen!

Danke Claudia,ich füge hinzu: "trau schau wem"!
 
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