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Nachfolgeprogramm für Bürgerarbeit: acht Monate Praktikum

Hartzeola

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Je länger jemand arbeitslos ist, desto schwerer fällt in der Regel der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt. Von jetzt auf gleich ist da ein Vermittlungserfolg fast aussichtslos. Das Jobcenter Landkreis Lörrach plant daher ein Projekt, das Langzeitarbeitslose über ein achtmonatiges Praktikum mit sozialpädagogischer Betreuung auf die Arbeitswelt vorbereiten und einem neuen Bundesprogramm vorgeschaltet werden soll. Als Nachfolgeprogramm für die auslaufende Bürgerarbeit sollen zudem 100 Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden

Zum 1. Januar 2015 legt der Bund ein neues Programm auf, das Langzeitarbeitslose für den ersten Arbeitsmarkt vermitteln soll, berichtete Dirk Werner, Leiter des Bereichs Markt und Integration beim Jobcenter, im Sozialausschuss des Lörracher Kreistages. Ohne Weiteres werde das nicht funktionieren. Betriebe seien nicht bereit, diese Menschen, denen es häufig an sozialen Kompetenzen mangele und die neben der Arbeitslosigkeit mit weiteren Problemen zu kämpfen haben, zu beschäftigen. Bei Bewerbungsgesprächen seien diese chancenlos, weiß Werner. Um Langzeitarbeitslose an geregelte Arbeit zu gewöhnen, plant das Jobcenter daher ein Projekt, das je zur Hälfte aus eigenen Mitteln zur Eingliederung und einem Zuschuss aus dem regionalen Europäischen Sozialfonds finanziert werden soll.
Kreis Lörrach: Jobcenter: Langzeitarbeitslose sollen acht Monate ins Praktikum | SÜDKURIER Online
 

XxMikexX

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und einem neuen Bundesprogramm vorgeschaltet werden soll
Sind das die Null-Euro Jobs?


Vorgesehen ist, dass 100 Langzeitarbeitslose zunächst je zwei Wochen auf ihre Eignung getestet werden. Die Hälfte wird für das Langzeitpraktikum ausgewählt. Werner spricht von einer motivierenden Konkurrenzsituation.
Lol soll man sich den ***** aufreißen um so ein Praktikum für lau zu bekommen?

Fünf Monate dauert das Praktikum bei einem der Beschäftigungsträger SAK, PVD, JWW, AfA/O.M.A., BBV und Fördergesellschaft der Handwerkskammer. Realistisch betrachtet, sagt Werner, werden etwa 20 Teilnehmer die Voraussetzungen für ein anschließendes dreimonatiges Betriebspraktikum erfüllen
Nach dem Praktikum bei einem Träger, winkt für die Durchsetzungsstarken, ... ein weiteres Praktikum für lau, diesmal in einem Betrieb.

Bei den übrigen werde das Trägerpraktikum verlängert. In den acht Monaten hätten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Leistungsfähigkeit zu zeigen und Entwicklungen würden sichtbar.
Der Rest verbleibt beim Träger, oh je.

Für die 30 Teilnehmer, die erfahrungsgemäß trotz Förderung keine Chance auf eine Beschäftigung haben, stehen unter anderem Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung. Besondere Bedeutung misst das Jobcenter der sozialpädagogischen Betreuung bei. „Arbeit allein stabilisiert nicht“, erklärte Werner. Daher ist während des Praktikums ein Wochentag reserviert für Fragen der Lebens- und Tagesgestaltung.
Dann gibt es noch eine Gruppe die man für geistig umnachtet erklärt, für die hat man auch eine Lösung.



Fazit:


Von Qualifizierung irgendeiner Art keine Rede! Im bestmöglichen Fall ist da höchstens ein Handlanger-Job drin, mit dem man als Aufstocker im Hartz-System verbleibt.

Ein Horror-Programm, daß Träger und Betriebe pampert und Arbeitslose wie kleine Kinder behandelt und chancenlos läßt.

Ach ja die Arbeitslosenstatistik wird auch schön bereinigt.
 

götzb

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Eine Annahmepflicht gibt es zum Glück nicht.
 

0zymandias

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Arbeit alleine stabilisiert nicht - nein, auch Lohn gehört dazu.

Laut Knödelhuber, dem Leiter des Lörracher Amtes für Money-Usability, wollen die meisten Erwerbslosen einkaufen,
können es aber nicht, da sie der Geldwelt völlig entwöhnt sind.

In der beschriebenen Maßnahme werden die Erwerbslosen allmählich wieder mit psychologisch ausgeklügelten Simulationsräumen
an eine alltagstaugliche Kaufkompetenz herangeführt, um dann im Weiteren von einigen Tausend Sozialpädagogen begleitet
tatsächlich Einkaufen zu gehen.

Auch einfache Lohnarbeitszusammenhänge werden vermittelt.
"Tue A und bekomme dafür B,", so Dipl.-Soz.päd. Föttjesföhler, der zur Zeit die sozialpädagogische Leitung inne hat, "ist ein Konzept,
das vielen Niedriglöhnern und Ein-Euro-Jobbern komplett fremd geworden ist. Hier bei uns lernen sie langsam wieder, dass Arbeit
kein Selbstzweck ist, sondern zu realem Einkommen führt.
Führen kann, rein theoretisch gesprochen.
Wenn man z.B. Sozialpädagoge wäre."
 

USERIN

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Wer braucht denn schon Praktikanten im Zeitalter des deutschen Mindestlohns?

Für weniger kann man sich ja kaum krummlegen....was für ein sozialstaatlicher Treppenwitz ....
 

ThisIsTheEnd

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Betriebe seien nicht bereit, diese Menschen, denen es häufig an sozialen Kompetenzen mangele und die neben der Arbeitslosigkeit mit weiteren Problemen zu kämpfen haben, zu beschäftigen.
Alles soziale Krüppel, darum werden die da auch als "sozial schwach" und nicht als finanziell schwach bezeichnet.

In einem zweistufigen Nachfolgegramm will das Jobcenter zunächst versuchen, die rund 130 Menschen mit Bürgerarbeitsplatz in reguläre Arbeit zu vermitteln, und dann 100 zusätzliche Arbeitsgelegenheiten schaffen.
Also wissen die selber, dass das eh nichts wird mit der regulären Arbeit. Hauptsache die Leute werden beschäftigt, der Maßnahmeträger hat auch was davon und die sozialen Krüppel sind nicht mehr in der Statistik.

Der Sozialausschuss begrüßte das Praktikumsprojekt des Jobcenters. Das Wichtigste sei, dass die Menschen eine Tagestruktur bekommen, befand Günter Halter (Freie Wähler).
Ach so, die sozialen Krüppel in einen Arbeitsplatz zu vermitteln ist also nicht die wichtigste Sache bei diesem "Projekt". Ja dann. Auf gutes Gelingen im Kreis Lörrach.
 

PeterMM

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ja, demnächst wird man vorher noch entmündigt..
 

Kaleika

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Lörracher Jobcenter: Langzeitarbeitslose sollen acht Monate ins Praktikum

KreisLörrach

Jobcenter: Langzeitarbeitslose sollen acht Monate ins Praktikum


Kreis Lörrach - Jobcenter plant Projekt für Langzeitarbeitslose. Nachfolgeprogramm für auslaufende Bürgerarbeit.


Je länger jemand arbeitslos ist, desto schwerer fällt in der Regel der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt. Von jetzt auf gleich ist da ein Vermittlungserfolg fast aussichtslos. Das Jobcenter Landkreis Lörrach plant daher ein Projekt, das Langzeitarbeitslose über ein achtmonatiges Praktikum mit sozialpädagogischer Betreuung auf die Arbeitswelt vorbereiten und einem neuen Bundesprogramm vorgeschaltet werden soll. Als Nachfolgeprogramm für die auslaufende Bürgerarbeit sollen zudem 100 Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden.
(...)
Kreis Lörrach: Jobcenter: Langzeitarbeitslose sollen acht Monate ins Praktikum | SÜDKURIER Online
 

Kaleika

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Uppppps, dann verbinde ich mal...
 

Texter50

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ja, demnächst wird man vorher noch entmündigt..
Wieso demnächst? Dazu stellen die nicht mal nen Antrag. Das ziehen die jetzt schon in vielen Bereichen durch - einfach so. :mad:
Schön ist es dann allerdings zu hören, wie in meinem Falle, dass das betreuende Monster ohne Betreuungsvollmacht mittlerweile ihren Sessel im Amte abgegeben hat... :icon_daumen:
Solche Schreiben der Regionalagentur liest man dann mit breitem Grinsen... :icon_lol:
 

JulieOcean

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Betriebe seien nicht bereit, diese Menschen, denen es häufig an sozialen Kompetenzen mangele und die neben der Arbeitslosigkeit mit weiteren Problemen zu kämpfen haben, zu beschäftigen. Bei Bewerbungsgesprächen seien diese chancenlos, weiß Werner. (gemeint ist Dirk Werner, Leiter des Bereichs Markt und Integration beim Jobcenter, im Sozialausschuss des Lörracher Kreistages.)

Was labert der denn? "Diese Menschen" nennt er uns. Sind wir so merkwürdige und fremde Subjekte, dass man uns nicht schlicht und einfach als "Menschen" bezeichnen kann?

Und wenn besagter Dirk Werner meint, mir mangelnde soziale Kompetenzen unterstellen zu müssen, nur weil ich arbeitslos bin, dann will ich sein Vorurteil gerne mit einem kräftigen Fußtritt in seinen verlängerten Rücken bestätigen.
 

XxMikexX

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Das wundert nicht.

Arbeitslose befinden sich nach der Hartz-Doktrin außerhalb der Gesellschaft!

(Deshalb z.B. "Eingliederungsvereinbarung")

Ihnen wird schlicht und einfach alles abgesprochen, sie sind de fakto entmündigt und keine Menschen mehr.

Störenfriede in der Kapital-Welt, die es zu beseitigen gilt.
 

JulieOcean

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Störenfriede in der Kapital-Welt, die es zu beseitigen gilt.
Aber bevor wir sie abservieren, pressen wir sie noch ordentlich aus: als kostenlose Praktikanten, Ein-Euro-Schufter, kostenlose Probearbeiter, Futter für Maßnahmenträger, Zeit- und Sklavenarbeiter, Billiglöhner ohne Mindestlohn - die Liste kann beliebig erweitert werden. :mad:
(Das war jetzt Ironie!)
 

snafu

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Ich denke die Beteiligten aus Politik und Verwaltung benoetigen folgende Hinweis: Hier zu den Daten - statistik.arbeitsagentur.de
Sagt aus: Im Juni 2014 hatte Loerrach 7851 Arbeitssuchende, denen standen 1342 offene Stellen gegenueber.

Und nun fuer unsere Schoenrechner aus Politik und Verwaltung: Wenn nun diese das Gesaess hochgebraecht haetten und 1300 offene Stellen besetzt haetten, das liesse doch noch 6500 Menschen arbeitssuchend. Und nun wollen diese verlorenen fuer 100 Personen [welche angeblich eine Tagesstruktur brauchen] weitere unterbezahlte / nicht bezahlte Stellen schaffen. Was machen wir mit dem Rest von 6400 ?

Wenn hier glaubhaft gemacht werden soll, dass 7851 Personen benoetigen eine Tagesstruktur bzw. 'Social Skills' dann denke ich:

My Dear
elected or appointed Officials,
I have five fingers on my hand
and on the count of three,
I'll show you that extension of my palm,
that I think you deserve. Let me assure you
it's not thumbs up.
And I don't care if you count from
the [political] left or right.
 

götzb

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Natürlich, Bürgerarbeit war auch freiwillig...:icon_cry:
Ja da handelte es sich aber um ein Arbeitsverhältnis.
Ein Praktikum zudem unbezahlt ist es nicht.
Gibt da auch Urteile das der Abbruch nicht sanktionierbar ist.

Also bitte net verwechseln.
 
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