Nachberechnung (1 Betrachter)

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Adlerpapi

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Alle 6 Monate wird bei mir eine Nachberechnung erstellt. Ich arbeite, habe wechselndes Einkommen, dass um die 50 bis 100€ im Monat schwankt. Grundsätzlich bin ich mit dieser Regelung einverstanden, da ich mit dem Geld im Monat auskomme. Alle 6 Monate erhalte ich dann eine Nachzahlung von ca. 200€.

Jetzt habe ich nur einen Brief vom JC erhalten. Da steht folgendes drin:

Sehr geehrter Herr (Adlerpapi)

die Nachberechnung habe ich durchgeführt für die Monate Januar 2012 bis Juni 2012.

Dies ergab eine Rückforderung in Höhe von 504,49€ sowie eine Nachzahlung in Höhe von 627,01€

Bitte teilen Sie mir mit, ob die Beträge verrechnet werden sollen.

Mit freundlichen Grüßen
JC
Kann mir das jemand erklären?

Einen endgültigen Bescheid habe ich noch nicht für diesen Zeitraum.

Was passiert, wenn ich sage, die sollen das nicht verrechnen? Ich habe vorher das mal selber ausgerechnet und nach meiner Berechnung müßte ich ca. 600€ als Nachzahlung bekommen, aber ohne Rückforderung.

Gruß Adlerpapi
 

wommi

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Zuerst solltest Du nachfragen, wie die Beträge zustande kommen - vorher kann man doch nur spekulieren !

Wie soll jemand anderes Dir das erklären können ???
 

biddy

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Ich habe mal irgendwo gelesen (frag' mich nicht, wo ...) dass das Jobcenter nicht einfach Nachzahlungen mit Rückforderungen verrechnen darf ohne Einwilligung des Leistungsberechtigten. Hatte diesbezüglich auch schon Nachfragen vom JC, war aber immer einverstanden (Erhalt von Änderungsbescheiden, um die Nachzahlung und Rückf. überprüfen zu können, natürlich vorausgesetzt).


Was passiert, wenn ich sage, die sollen das nicht verrechnen?
Dann mache sie es nicht, sonst hätten sie ja nicht gefragt - dürften sie jedenfalls nicht. Du bekommst dann die Nachzahlung und erhältst einen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid für die zurückgeforderte Summe.

Ich habe vorher das mal selber ausgerechnet und nach meiner Berechnung müßte ich ca. 600€ als Nachzahlung bekommen, aber ohne Rückforderung.
Ich verlange immer Änderungsbescheide. Darauf hast Du ein Recht, denn nur so kannst Du überprüfen, ob sie richtig gerechnet haben (§ 35 SGB X).

Ich habe ebenfalls monatlich unterschiedlich hohes Erwerbseinkommen. Jedem Weiterbewilligungsantrag lege ich die Einkommensnachweise für den zurückliegenden Bewilligungsabschnitt bei und fordere die Neu- bzw. Nachberechnung und auch gleich Änderungsbescheide an bzw. den endgültigen Bescheid inkl. Berechnungsbögen für den zurückliegenden Bewilligungsabschnitt. Klappt endlich, endlich, endlich nach neuer Sachbearbeiterin, die mir auch in einem Extraschreiben genau erklärt, welches Durchschnittseinkommen sie nun zukünftig ansetzt und warum und wie es inklusive meiner "Übungsleiterpauschale" aussieht, wie im Schnürchen. Und alles korrekt - fast nicht zu glauben.
 
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