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Nach Umzug: Keine Neuberechnung der Bezüge

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#1
Nach Umzug: Keine Neuberechnung der Bezüge

Hallo,

ich hoffe mir kann jemand helfen. Ich habe in einer WG gewohnt, die sich aufgelöst hat, da drei der vier ausziehen wollten. Ich habe dies meiner Ansprechpartnerin beim Amt mitgeteilt und habe mich auf Wohnungssuche begeben. Wir wurden alle recht schnell fündig und konnten die Kündigungsfrist für die WG auf einen Monat kürzen. Es musste also alles recht schnell geschehen. Von meiner Ansprechpartnerin habe ich leider keine Reaktion erhalten und bin mit meinem neuen Wohnungsvertrag direkt zum Amt.

Mir wurde mitgeteilt, dass ich Anspruch auf den bisher gezahlten Betrag habe. Mir wurde nahe gelegt, dass ich wieder zurückziehen sollte/muss. Ausserdem habe ich wohl keinerlei Möglichkeit, dass ich eventuelle Nachzahlungen bei Betriebskosten geltend machen kann...generell nicht! Das WG Zimmer ist natürlich etwas günstiger als eine Wohnung und ich bekomme vom Amt 570 Euro, die Wohnung kostet warm (ohne Strom) 310 Euro. Um die Wohnung nicht zu verlieren zahle ich den Differenzbetrag von den erhaltenen Leistungen und habe jeden Monat somit nicht knapp 350 Euro sondern nur 260 Euro.

Ich will hier nicht rumweinen weil ich ja selber schuld bin, aber ich bin in einer Sackgasse. Ich kann weder in meine alte Wohnung zurück noch kann ich mir einen zweiten Umzug leisten zumal ich einen gültigen Vertrag unterschrieben habe. Dazu kommt noch, dass ich eine negative Schufa habe und es mehr als Glück war, dass ich überhaupt eine Wohnung gefunden habe. Es bleibt mir nicht viel anderes als in der neuen Wohnung zu bleiben.

Mir wurde beim Amt gesagt, dass ich niemals mehr bekommen würde als jetzt, da es mir durch den Umzug generell nicht mehr zusteht. Selbst wenn ich eine Arbeit finden sollte und dann wieder arbeitslos werden sollte (wenn ich z.B. einen befristeten Vertrag unterschreiben würde), würden meine Bezüge nicht neu berechnet werden (wenn man von ALGII ausgeht, ALGI sollte anders aussehen). Mich würde daher interessieren ob diese effektive Kürzung meiner Bezüge evtl sogar eine zeitliche Begrenzung hat oder ich mir erstmal irgendeine Arbeit nehmen sollte um aus diesem Teufelskreislauf raus zu kommen.

Ich bin mir bewusst, dass die Schuld bei mir liegt, aber ist aufgrund der Situation und der zeitlichen Begrenzung nun leider so geschehen. Es ist für mich nachzuvollziehen, dass nicht jeder Hinz & Kunz umziehen darf wie er will. Ich hoffe dennoch auf hilfreiche Tipps.

Grüße
 

Mario Nette

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#2
Also: Die anderen drei wollten alle ausziehen, also musstest du als vierter mit ausziehen? Dann ist es doch legitim, dass du dir etwas Neues gesucht hast. Die ARGE hätte sonst die gesamte Wohnung für sechs Monate zahlen müssen - das wäre ihr teurer gekommen. Außerdem hätte sie auch einen Umzug zahlen müssen, wenn du das beantragt hättest.

Dass sie jetzt nur das übernimmt, was du für dein WG-Zimmer gezahlt hattest, ist peinlich - im Prinzip aber nach den Regeln der ARGE. Diese sagen nämlich, dass jemand, der von sich aus umzieht, nur die bishereigen KdU bekommt. Du hättest also in der WG-Wohnung weiter leben müssen und der ARGE melden müssen, dass deine Mietkosten jetzt ganz hoch sind. Dann hätte die ARGE gesagt, du sollst dir eine neue Bleibe suchen mit Kostenhöhe der maximal zu übernehmenden KdU. Dann wäre deine jetzige Bleibe vermutlich kein Problem. Fazit: Du warst viel zu schnell für die ARGE.

Vielleicht wichtig ist: Wer hatte denn den Hauptmietvertrag in der WG? Du?

Wenn die jetzigen KdU nach Richtlinie angemessen sind, solltest du das unbedingt durchfechten. Ein Job wäre natürlich noch besser.

Dass nach Arbeitsaufnahme und anschließender Erwerbslosigkeit deine Unterkunftskosten auch nur in Höhe der WG-Zimmer-Kosten übernommen werden, ist Unsinn.

Mario Nette
 
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