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ralf_tainer

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hallo,

ich hoffe, mir kann jemand genaueres sagen?

ich mache nun noch ca. 1 1/2 jahre ein reha-umschulung, befinde mich momentan noch in einer bedarfsgemeinschaft wohne also NOCH mit meiner exfrau und unseren drei kleinen kindern in EINER wohnung.

ab 01.03.09 ziehe ich in eine eigene wohnung(wir trennen uns, weil die beziehung keine basis mehr hat -wir sind nicht verheiratet); die finanzierung der umschulung läuft über JC und Arbeitssamt.

meine ex behält die drei kinder in der alten wohnung; sie bekommt noch bis september hartz 4; geht dannach wieder in ihren alten beruf zurück.

nun meine frage; momentan kann ich KEINEN UNTERHALT für die kinder aufbringen, sogern ich das auch tun würde...ich bin froh, wenn ich einigermaßen meine wohnung wohnlich einrichten kann; aber das nur am rande....

soweit ich informiert bin, läuft der unterhaltsanspruch dann wohl genau nach meinem auszug also ab 01.03.09

wie gesagt, meine ex bekommt hartz 4, heißt das jetzt, sie kann zum jugendamt gehen und unterhaltsvorschuß ZUSÄTZLICH zu hartz4 beantragen?
oder wird das irgendwie verrechnet?

und das Jungendamt kommt dann nach der Umschulung auf mich zu und FORDERT eine Summe von mir, die mich nicht mehr schlafen läßt???
oder fordert gar den abbruch der REHA-UMSCHULUNG?

grundsätzlich habe ich folgende "ängste"

* ich heufe dadurch, dass ich nun die umschulung mache, einen schuldenberg wg. dem unterhaltsanspruch der kinder an

* ich sehe schon den gerichtsvollzieher in meiner neuen wohnung; der alles pfändet*

gibt es einen antrag auf befreiung von unterhaltszahlungen beim familiengericht? (habe da mal was im internet gelesen????)

Ich drehe momentan irgendwie am rad und würde mich freuen, wenn mir jemand genau schildern könnte, welche möglichkeiten ich habe...

danke ralf

p.s. ICH MÖCHTE NICHT FALSCH VERSTANDEN WERDEN, ICH MÖCHTE DEN UNTERHALT FÜR DIE KINDER ZAHLEN, SEHE ALLERDINGS ERST EINE MÖGLICHKEIT NACH DEN 1 1/2 JAHREN - also nach der UMSCHULUNG !!!
und will jetzt einfach nur wissen, ob ich dann 10.000 Euro oder mehr Schulden habe oder es andere wege gibt????
 
E

ExitUser

Gast
gibt es einen antrag auf befreiung von unterhaltszahlungen beim familiengericht? (habe da mal was im internet gelesen????)
So viel ich weiß, häuft man keine Schulden an, wenn man nur zahlungsunfähig ist und dies auch festgestellt wird.

Schade, dass das bei normalen Schulden nicht auch geht. Verstehen tue ich den Sinn nicht, dass es bei Zahlungsunfähigkeit im Unterhaltsrecht keine Schulden gibt.
Aber vielleicht irre ich auch ...dieses Thema ist irgendwie so unüberschaubar.
 

catwoman666666

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So viel ich weiß, häuft man keine Schulden an, wenn man nur zahlungsunfähig ist und dies auch festgestellt wird.

Schade, dass das bei normalen Schulden nicht auch geht. Verstehen tue ich den Sinn nicht, dass es bei Zahlungsunfähigkeit im Unterhaltsrecht keine Schulden gibt.
Aber vielleicht irre ich auch ...dieses Thema ist irgendwie so unüberschaubar.

Dann bestellt man munter bei Versandhäusern und schickt seinen ALG-2 Bescheid als Beweis, daß man nicht zahlungsfähig ist..............
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Unterhaltsfähig ist nur wer damit seinen eigenen angemessenen Unterhalt nicht gefährdet.
Solange wie Du den Unterhaltsberechtigten die Leistungsunfähigkeit nachweist, verfällt der Anspruch. Ersatzweise kann der Unterhaltsberechtigte Sozialleistungen beantragen. §§ 1601 ff BGB.
Was angemessen sein könnte, sagt uns derzeit die Düsseldorfer Tabelle.
 
R

Rounddancer

Gast
Es gibt auch weiterhin den Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen, denn das Gesetz weiß, daß, wer eine Kuh melken will, sie nicht umbringen darf.

Das bedeutet: Wenn jemand ohne eigenes Verschulden so wenig verdient, daß er, ohne den eigenen Selbstbehalt zu gefährden, keinen Unterhalt zahlen kann, dann braucht der das auch nicht. Und da bleibt auch nichts an Schulden hängen.
Wenn er keinen, oder nur den den Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen übersteigenden, teilweisen Unterhalt zahlen kann, dann hat er davon nur einen Nachteil: Er hat in dieser Zeit nicht das Recht, die Hälfte des an die Unterhaltsberechtigte bezahlten Kindergeldes auf seine Unterhaltspflicht anzurechnen.

Wenn der Unterhaltspflichtige seiner Arbeit nachgeht, oder ohne eigenes Verschulden arbeitslos ist, -sich dann jedoch nachweislich um eine neue Arbeit bemüht,- bzw. darum bemüht, durch Weiterbildung und/oder der Suche nach einer besser bezahlten Stelle anzustreben, genug zu verdienen, um den regulären Unterhalt zahlen zu können, und dazu
kann auch eine Umschulung ein gangbarer Weg sein,- bleiben an ihm keine Unterhaltsschulden hängen.

Anders wäre es, wenn der Unterhaltspflichtige z.B. ganz bewußt seine Arbeit weggeworfen hätte, damit er nichts oder nur seinen Selbstbehalt als Einkommen hat, zum Beispiel gerade damit er Kindern und ggf. Ex./Nochfrau nichts zahlen müsse,- oder auch, wenn er wegen einer Straftat im Knast landet,- sowas gibt dann zurecht "Pfanne",- und da häufen sich die Unterhaltsschulden dann auch an.

Also: Keine Sorge. Du tust Dein Bestes, auch in der Umschulung, um künftig mehr als nur den Selbstbehalt zu verdienen. Wer das bestreitet, dem bringst Du einen Zettel, auf dem Dein Umschulungsträger Dir die regelmäßige Anwesenheit im Unterricht bescheinigt,- bzw. die Kopie der Liste der Bewerbungen, die Du ausgeschickt hast.

Infos dazu gibts z.B. bei ISUV e.V., Väteraufbruch für Kinder e.V., etc.

Heinz
geschieden., 3 Kinder,
und so auch zeitweise
nur Teil-Leistungsfähig beim Unterhalt.
 
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