Nach SGB I §44 muss zustehende Gelder verzinst werden: Frage

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Massouv

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Hallo ihr,

mal eine Frage:

Ich bekomme von der Familienkasse noch 1386 € Kindergeld nachgezahlt welches aus meiner Zeit vor dem ALG2 Bezug stand. Das Kindergeld soll für die Zeit vom 01.11.2004 bis 31.07.2004 nachgezahlt werden, der Anspruch ist über 2 Jahre alt und wurde damals nicht gezahlt. Nun durch einen Überprfüfungsantrag wurde mir es nach langer Qual mit dem Amt bewilligt.

Jetzt höre ich das zustehendes Geld laut SGB I §44 nach 6 Monaten der Fälligkeit mit 4% verzinst werden muss.

Meine Frage wie errechne ich das?
1386*0,04 = 55,44€?

Aber normal müssen doch Zinsen für jeden vollen Monat gezahlt werden? das wären in meinen Fall derzeit für über 1,5 Jahre.

Oder sehe ich das falsch? Vielleicht kann mir jemand sagen wie ich das genau rechne, weil normal müssen Zinsen so wie ich das weiß für jeden Kalendermonat zahlt werden!

Und muss ich das der Arge melden und wird als Vermögen angerechnet oder muss ich meinen Lebensunterhalt damit bestreiten?

Liebe Grüße aus Berlin
 

Martin Behrsing

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Deine Berechnung ist falsch.

Zinsen werden nach der Laufzeit berechnet

Z = K * p * t
100*360

Ergibt die Zinsen bei 540 Tagen

Z= Zinsen täglich
K= Kapital
p= Prozentsatz
t= Tage


In Deinem Fall Z = 1386 *4*540
100*360

Z= 83,16 EUR
 

Willi_

Elo-User*in
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Ich bekomme von der Familienkasse noch 1386 € Kindergeld nachgezahlt welches aus meiner Zeit vor dem ALG2 Bezug stand. Das Kindergeld soll für die Zeit vom 01.11.2004 bis 31.07.2004 nachgezahlt werden, der Anspruch ist über 2 Jahre alt und wurde damals nicht gezahlt. Nun durch einen Überprfüfungsantrag wurde mir es nach langer Qual mit dem Amt bewilligt.

Jetzt höre ich das zustehendes Geld laut SGB I §44 nach 6 Monaten der Fälligkeit mit 4% verzinst werden muss.
:evil:

BFH, Urteil vom 20.04.2006, Az. III R 64/04

Kindergeld bei verzögerter Gewährung nicht zu verzinsen. :!:

Die Unverzinslichkeit ist sachlich gerechtfertigt, weil durch das Absehen von der Verzinsung im umgekehrten Fall auch die zur Rückzahlung verpflichteten Kindergeldbezieher entlastet werden. Grundsätzlich besteht kein allgemeiner Rechtsgrundsatz auf Verzinsung rückständiger Leistungen des Staates.
 
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