Nach Schwerbehinderung jetzt zum Integrationsfachdienst. Was ist dort zu erwarten?

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Stefanastisch

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Guten Tag Leute,

mein SB hat mich beim Integrationsfachdienst angemeldet. Von diesem Dienst, der im Gebäude der Arge sitzt, habe ich nun eine Einladung bekommen. Bei mir liegt eine Schwerbehinderung vor (50%, psychisch + physisch) und bekomme seit 3 Jahren H4. Alter: 56. Ausbildung: Industriekaufmann. Was habe ich dort zu erwarten? Muss ich jede vermittelte Arbeit annehmen? Ich meine jetzt auch Praktika oder Arbeiten in einer Behinderten-Werkstatt? Werden dort auch irgendwelche Maßnahmen durchgeführt?

Ich hätte gerne gewusst was auf mich zukommen kann, und welche Fehler ich vermeiden sollte. Sicherlich bekomme ich auch einen Vertrag vorgelegt, den ich unterschreiben muss. Mein SB hat mir schon gesagt, dass er einen Bericht von diesem Dienst bekommt. In meiner EGV steht nur, dass ich den Einladungen dieses Dienstes folgen leisten werde.

Danke für eure Hilfe und frohe Ostern
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Hallo! Der IFD ist meiner Erfahrung nach harmlos. Die schauen deine Bewerbung durch und besprechen dann, was in Frage kommt. Am Ende gibt es einen Bericht über deine beruflichen Perspektiven und Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Es wundert mich etwas, dass du dort hingeschickt wirst. Ich musste als Bittsteller auftreten, um das bezahlt zu bekommen.

Bei mir haben sie damals schon versucht, mich auch für Hilfstätigkeiten zu interessieren, aber alles ohne Zwang oder offizielle Vermittlungsvorschläge. Man schaute gemeinsam in die Jobbörse und mir war es dann freigestellt, ob ich mich auf die Stellen bewerben wollte. Es gab ohnehin nichts Passendes. Man merkte schon, dass sie etwas bemüht sind, Erfolge vorzuweisen, aber dennoch war es auf Augenhöhe. Leiharbeit wurde direkt ausgeschlossen. Später hat mich der Berater noch einmal kontaktiert und mir eine Stelle in meinen Beruf vorgeschlagen, die aber gar nicht zu erreichen war. Also mal wieder außer Spesen nichts gewesen.

Arbeit in Reha- oder Behindertenwerkstätten ist immer freiwillig. Mach dich bitte nicht verrückt! In deiner Situation kannst du dir eigentlich aussuchen, wo du arbeiten möchtest.

Gruß

p.s. Reha- und Rentenantrag würde ich auch mal drüber nachdenken, je nach Einschränkungen. Wie sieht es denn aus mit der Leistungsfähigkeit? Bist du vollschichtig belastbar? Hast du schon mal LTA (Teilhabe am Arbeitsleben) bekommen? Ich würde den IFD nutzen, um auch das anzusprechen. Die wissen, was möglich ist.
 

Stefanastisch

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2 x Reha (1 x physisch und 1 x psychologisch) und Teilhabe am Arbeitsleben habe ich schon hinter mir. Aufgrund meiner Einschränkungen bin ich eigentlich nur im kaufmännischen Bereich einzusetzen. Auszuschließen sind laut Gutachten: gewerbliche Tätigkeiten, Nachtschicht, Schichtarbeit, Stress wie z.B. in einem Callcenter usw.

An einen Rentenantrag habe ich noch nicht gedacht. Mit 20 hatte ich einen schweren Unfall, der mich seitdem immer wieder beeinträchtigt hat. Daher werde ich auch eine geringe Rente bekommen und sogar von Grundsicherung abhängig sein. Dann werden wohl meine Eltern und Kinder zur Kasse gebeten.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Na bitte! Wovor hast du Angst? Du kannst dir ganz in Ruhe und ohne Stress einen Job suchen und dir entspannt anhören, ob der IFD dir dabei helfen kann. Meist kann er es nicht, weil eben solche Stellen kaum vorhanden sind. Ich kenne allerdings auch einen Fall, wo er eine Stelle vermitteln konnte.

Mit Schwerbehinderung würde ich mich nun auf die entsprechenden Stellen im öffentlichen Dienst und bei größeren Unternehmen konzentrieren. Wenn du LTA schon durch hast und jetzt keine Verschlechterung eingetreten ist, macht eine Rentenantrag derzeit wenig Sinn, denke ich.
 

Kerstin_K

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Mit Schwerbehinderung würde ich mich nun auf die entsprechenden Stellen im öffentlichen Dienst und bei größeren Unternehmen konzentrieren.
Sehe ich anders.gerade in kleineren Unternehmen kann man da manchmal auch eine Nische finden, weil dort manchmal individuelle Lösungen leichter möglich sind. Aber es gehört Glück dazu, so etwas zu finden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast

Ich bin auch bei einem Kleinunternehmer untergekommen. Das hat Nachteile, weil es oft keinen Tarif und keine Behindertenvertretung gibt. Allerdings haben diese AG mich auch fast nie zu Vorstellungsgesprächen eingeladen.

Bei St. kommen noch das Alter und ein völlig überlaufener Beruf als "Vermittlungshemmnisse" dazu. Da sehe ich fast nur noch die Chance auf eine Quotenstelle. Einfach nicht aufgeben und nicht verrückt machen lassen!
 

Kerstin_K

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Kein Tarifvertrag muss aber nicht heissen, das schlechter bezahlt wird. Und wenn es keine Behindertenvertretung gibt, regelt man seinen Kram eben selber.

Ich habe auch einige Jahre in einem kleinen Unternehmen gearbeitet. Einmal im Winter sah der Geschäftsführer vom Fenster oben, ie ich bei Glatteis von meinem Auto zum Eingang schlitterte. Seine Reaktion: Er räumte seine überdachten Parkplatz diekt am Haus und meinte zu mir, ich solle doch in Zukunft bitte dort parken, er könne durchaus die paar Meter laufen. Irgendwann hatte ich extrem viel im Kopierruam zu tun, musste dort auch immer wieder Unterlagen sortieren und binden. Als erste benatragte ich eine Tisch, denn so in der Luft oder im Regal war das etwas blöd. Und dan kam vor den Tisch ein Stuhl, extra für ich, damit ich nicht so lange stehen musste. Geht alles ind in kleinen Unternehmen kann man oft viel leichter miteinander reden.
 

Realo

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Ich bin selbst schwerbehindert mit einem GdB von 50%... Multiple Sklerose seit 27 Jahren.. und habe jetzt im Januar einen neuen Job angefangen bei einem der größten deutschen technologieunternehmen... Ich glaube nicht , dass man das unbedingt an der Größe des Unternehmens festmachen sollte... Wenn du das hast, was der Arbeitgeber sucht..
 

Kerstin_K

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Natürlich nicht. Ich habe das nur angrmerkt, weil cibernauta meinte, der TE solle sich auf Großunternehmen konzentrieren.
 

Muzel

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Ich habe vom Integrationsfachdienst nur dämliche Frage bekommen. Hilfe war 0. Pass auf, was du sagst. Das könnte zum Arbeitsamt gehen. Ich spreche ausschließlich über meine Erfahrungen. Der Landeschwerbehindertenberater findet dieses Amt geil.
 

Stefanastisch

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Hatte jetzt erste Besuche beim Integrationsfachdienst. Die Dame war nett und verständnisvoll. Bisher hat Sie mir Vermittlungsvorschläge gemacht, wo ich mich bewerben soll. So wie mein SB. Zum Teil hatte ich mich schon selber auf diese Stellen beworben.

Jetzt sagt sie, dass ich es mal mit Praktika versuchen soll, wo keine Chance auf Übernahme besteht. Ich solle mal wieder einen geregelten Arbeitsalltag kennen lernen und ein Praktikum würde meine Vermittlungschancen erhöhen. Es wäre meine Entscheidung, aber mein SB würde es gerne sehen, wenn ich mich “bewegen“ würde. Wenn ich dies nicht machen würde, müsste sie sich “Alternativen“ ??? überlegen.

Ich sagte ihr, dass ich mit solchen Praktika schlechte Erfahrungen gemacht habe und deshalb nur Praktika machen würde, wenn die Change auf eine Übernahme besteht. Sie sagte mir, dass ich mir das nochmal überlegen sollte.

Ein Praktikum erhöht, meiner Ansicht nach, nicht unbedingt die Vermittlungschancen. Aber die Dame vom Integrationsfachdienst sagte, dass sie sich gegenüber meinem SB verantworten muss, etwas getan zu haben. So hat sie mir das gesagt.

Wie seht ihr das?
 
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Muzel

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Gehe zu dem Gespräch hin und mache einen interessierten Eindruck. Du kannst ruhig Nachfragen stellen, was deinen Eindruck noch verstärkt. Für alles andere brauchst du noch Überlegenszeit. Mich hat so ein Sozialheini mit unerträglichen Sprüchen voll getextet.
 

DonOs

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Ich beziehe mich hier auf den anderen Thread, der auf einmal weg war, als ich Antworten wollte.

Aber die Dame vom Integrationsfachdienst sagte, dass sie sich gegenüber meinem SB verantworten muss, etwas getan zu haben.

Ihr Problem.

Die von Ihr angedachte Alternative ist bestimmt eine schöne Maßnahme oder ein Praktikum bei einen Arbeitgeber aber auch ein Praktikum muß bezahlt werden, umsonst Malochen ist nicht.

Ich solle mal wieder einen geregelten Arbeitsalltag kennen lernen

Anhand deiner Äußerung aus dem anderen Beitrag hast du das ja bereits vor kurzem:

Teilhabe am Arbeitsleben habe ich schon hinter mir

Mit dem "hohem" Alter und dazu die Behinderung von 50% hat man es ohnehin schon sehr schwer eine Anstellung zu finden. Soll se halt palavern.

Nachtrag: Ich sehe gerade, die Beiträge wurden zusammen geführt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Mit dem "hohem" Alter und dazu die Behinderung von 50% hat man es ohnehin schon sehr schwer eine Anstellung zu finden.
Der GDB alleine sagt doch nichts aus.
Es gibt da so viele unterschiedliche Gründe.

Offensichtliche und weniger offensichtliche.
Habe selber GDB 60 und ich behaupte mal, dass das kein Mensch merkt oder gar die Jobsuche behindert, wenn ich das nicht offen rausposaune und meine gesundheitlichen Probleme in den Vordergrund stelle.

Deshalb sollte man auch je nach Fall die Strategie im Aussenumgang mit dem GDB überlegen.
Dass AG bei Bekanntgabe und Extrahinweis in der Regel abgeneigt sind, ist klar.

ÖD halt wegen der Bevorzugung anderer Umgang.
 

Birt1959

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Ehrlich gesagt - dass einzige, womit der IFD den AGs schwerbehinderte Bewerber/innen schmackhaft machen kann, ist die Unterstützung bei den Anträgen auf diverse Leckerlis, die der Staat spendiert, wenn mal ein/e Schwerbehinderter/e angestellt wird. Bei Großkonzernen und Vater Staat ist das nicht mal nötig, deren Personalabteilungen sind auf das Abgreifen von Subventionen dressiert.

Ich war da jahrelang in Betreuung. Nur suchte und fand ich die Stellen selbst. Das einzige, was ich bei Interesse des AGs machte, war auf die Frage nach Subventionen auf die SB dort zu verweisen. Für mich war das lediglich ein Abschieben des/der SBs/in von AfA bzw. JC auf eine andere Stelle, um mich los zu werden.

Ansonsten wollte ein Mitarbeiter des IFDs das Bewerbungsfoto in schwarz-weiß, die andere farbig. Außerdem ist der Draht zu AfA und JC ultrakurz.

Interessant wird der IFD eigentlich nur, wenn ein AG einem/einer Schwerbehinderten nach einer Betriebszugehörigkeit von mehr als 6 Monaten kündigen will, weil er der Kündigung zustimmen muss. Allerdings habe ich noch nie gehört oder gesehen, dass die eine Kündigung ablehnen. Können sie auch nur, wenn der Grund der Kündigung behinderungsbedingt ist. Das wird eh kein AG schreiben. Wenn ein Vertrag ausläuft, interessiert es sie auch nicht besonders.
 

Stefanastisch

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Ich solle mal wieder einen geregelten Arbeitsalltag kennen lernen
Anhand deiner Äußerung aus dem anderen Beitrag hast du das ja bereits vor kurzem:

Seit 3 Jahren bin ich arbeitssuchend. Mein letztes Praktikum liegt 6 Jahre zurück.

Habe selber GDB 60 und ich behaupte mal, dass das kein Mensch merkt oder gar die Jobsuche behindert, wenn ich das nicht offen rausposaune und meine gesundheitlichen Probleme in den Vordergrund stelle.
Deshalb sollte man auch je nach Fall die Strategie im Aussenumgang mit dem GDB überlegen.
Dass AG bei Bekanntgabe und Extrahinweis in der Regel abgeneigt sind, ist klar.

Bei meinen Bewerbungen schreibe ich nichts von meiner Behinderung. Nur bei öffentlichen Arbeitgebern füge ich diese Information ein.

Die von Ihr angedachte Alternative ist bestimmt eine schöne Maßnahme oder ein Praktikum bei einen Arbeitgeber aber auch ein Praktikum muß bezahlt werden, umsonst Malochen ist nicht.

Ich könnte also auf eine Bezahlung bei einem Praktikum bestehen? Mir wurde nur gesagt, dass ich eine Fahrtkostenerstattung bekommen würde. Auch die Schikanen der Eingliederungsvereinbarung laufen ja weiter.

So wie ich die IFD-Dame verstanden habe, bekommt ein AG Zuschüsse wenn er mir eine Praktikumsstelle anbietet, auch ohne die Chance auf eine Übernahme. Sie sagte, dass der AG ja für mich einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen muss.

Aber helfen solche Praktika bei der Vermittlung in reguläre Arbeit?
 

Birt1959

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Ich könnte also auf eine Bezahlung bei einem Praktikum bestehen? Mir wurde nur gesagt, dass ich eine Fahrtkostenerstattung bekommen würde.

Du kannst darauf bestehen und wirst mit freundlichem Aufwiedersehen auf Nimmerwiedersehen verabschiedet. Die meisten Praktika sind für die AGs für lau zu haben. Es gibt genügend, die die ohne Entgelt machen. Warum sollte Dir dann einer was zahlen? Ich finde das Verhalten auch nicht toll, aber leider ist es so.

Du musst deine Forderung also so formulieren, dass der AG Dir keinen Strick drausdrehen kann. Eine Meldung an den IFD als verlängertem Arm von AfA oder JC und du hast den Salat.

Denn natürlich dient das Praktikum ja nur dazu, Dir die betrieblichen Abläufe genau zu vermitteln. Es gibt ja keine Probe- oder Einarbeitungszeit oder befristete Arbeitsverträge für soetwas. Gott behüte den Arbeitgeber vor regulären Arbeitsverhältnissen mit regulären Vergütungen. Vorsicht Sarkasmus!

So wie ich die IFD-Dame verstanden habe, bekommt ein AG Zuschüsse wenn er mir eine Praktikumsstelle anbietet, auch ohne die Chance auf eine Übernahme. Sie sagte, dass der AG ja für mich einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen muss.

Aber helfen solche Praktika bei der Vermittlung in reguläre Arbeit?

Darum geht es und nur darum geht es!

Die bösen Zaffen wollen vom Arbeitgebergeld sehen und die Urlaubszeit steht vor der Tür. Da kommen dem AG unfreiwillige Freiwillige, die dann für Gottes Lohn sprich nichts arbeiten, mehr als gelegen. Und die Boni, die der Staat dem AG für die Beschäftigung der Freiwilligen zahlt, gibt es noch extra. Mit Ausnahme der Urlaubszeit gilt das Geschrieben auch so.

Und eine Übernahme in ein reguläres Arbeitsverhältnis nach einem Praktikum ist möglich, aber nur gaaaaaaaaaaaaaanz selten. Ich bin nicht auf der Tastatur hängengeblieben und es war nicht ironisch gemeint. Meiner Erfahrung nach waren die AGer, die auf dies uralte Konzept reagieren, eigentlich schon pleite als sie reagierten. Die versuchten nur mit Ausbeutung von Praktikanten über die Runden zu kommen.

Merkst du jetzt, was ein IFD ist?

Bestimmt nichts für Schwerbehinderte wie das Integrationsamt immer behauptet. Wie hieß das noch vor ein paar Jahren? Versorgungsamt. Wie lästerte meine schwerbehinderter, kriegsversehrter Vater als er noch lebte immer: Das "wir-sorgen-für-uns-selbst"- Amt. Recht hatte er - leider.
 
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Stefanastisch

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Darum geht es. Die bösen Zaffen wollen vom Arbeitgebergeld sehen und die Urlaubszeit steht vor der Tür. Da kommen dem AG unfreiwillige Freiwillige, die dann für Gottes Lohn sprich nichts arbeiten, mehr als gelegen.

Lustig. Sowas hat sie auch gesagt. Das kurz vor der Urlaubszeit nur Praktika ohne Übernahmechancen zu vergeben seien. Erst ab September sehe es wieder besser aus.

Ich suche eine Arbeit von der ich leben kann. Ich habe immer gerne gearbeitet. Auch mit Überstunden. Jetzt bin ich länger raus aus dem Beruf. Daher habe ich auch immer schlechtere Chancen wieder im Beruf zu arbeiten, auch wegen meines prekär Gesundheitszustandes. Über das zu erwartende Gehalt möchte ich gar nicht sprechen. Das mit Betriebswirt- und Kaufmann-Ausbildung. Jetzt soll ich allen Ernstes ein Praktikum für einen Hilfs-Bürojob machen, weil ich ja keine Ahnung von gar nichts habe.

Arbeit - Ja, Verarschung - Nein.
 
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Birt1959

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Ich hoffe mal, dass Du der Dame diese dreiste Lüge nicht abnimmst. Wenn es hundert Praktika gibt, ist nur eins davon mit Aussicht auf Übernahme versehen. Das ist genauso wie mit den befristeten Arbeitsverträgen, wo eine Übernahme angedacht ist. Klingt besser, wenn ich so etwas sage oder schreibe. Dann sind am Ende von Praktikum und Arbeitsvertrag leider unüberwindbare Hindernisse, um das Angedachte umzusetzen.

In klaren Worten: vergiß es!

Mach ein Praktikum, wenn Dir was geboten wird, was dich interessiert und was du so noch nicht gemacht hast. Wenn nicht und Du Dich dort vorstellen sollst, willst Du einen Praktikantenlohn. Dann ist das Thema auch durch.
 

Kerstin_K

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So wie ich die IFD-Dame verstanden habe, bekommt ein AG Zuschüsse wenn er mir eine Praktikumsstelle anbietet, auch ohne die Chance auf eine Übernahme. Sie sagte, dass der AG ja für mich einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen muss.
Praktikanten für lau und noch Zuschüsse obendrauf? Die Gier kennt keine Grenzen.🤑
 
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