Nach Praktikum bei einem AG ein weiteres monatelanges Praktikum als Voraussetzung für einen Ausbildungsvertrag

Kranth

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Hallo zusammen, auch ich hoffe dass ich hier im richtigen Bereich bin. Ansonsten denke ich, hätte es noch Allgemeine Fragen passen können. Ich brauche euren Rat und daher muss ich etwas ausholen.

Ich hatte mich ohne VV bei einem Unternehmen beworben für einen Ausbildungsplatz (IT). Ich hatte ein Vorstellungsgespräch und da hatten wir uns auf ein unbezahltes Praktikum geeinigt. Das Praktikum war 5 Tage die letzte Woche und beim Jobcenter genehmigt (MAG). Im Praktikum haben wir uns so gegenseitig kennen gelernt und vor allem wurden aber meine Fähigkeiten getestet, ich bringe ziemlich viel Vorwissen mit. Ich hatte aber eigentlich keine Arbeitsleitung erbracht. Festgelegt hat der AG für mich 40 Stunden. Das Praktikum lief soweit gut, AG gefiel mir soweit.

Am Freitag hatten wir dann ein Abschlussgespräch. Problem war für mich eigentlich nur die Fahrtzeit mit den ÖPNV. Wegen dem Sturm gab zwar Probleme bei der Bahn, aber vor allem war der örtliche Busverkehr ein Problem, der anscheinend aufgrund von Schulkindern jeden Tag Verspätung hatte und somit ich insgesamt pro Tag zwischen 3 und 3:30 Stunden gependelt hab, geplant laut Fahrplanauskunft waren eigentlich eher so 2:30 Stunden...

Das Problem hatten wir aber soweit geregelt. Den alten Firmenwagen könnte ich nutzen. Der AG möchte aber gerne, dass ich da vor dem Ausbildungsbeginn noch ein bis zu 3 Monate langes Praktikum mache. Wie viele Monate und ob das mit dem Firmenwagen für mich in Ordnung ist, sollte ich überlegen und wir wollten am Montag dann telefonieren.

Soweit lief eigentlich alles gut. Für mich natürlich eine gute Chance daher gestern angerufen und ich hab gesagt, dass ich da gerne die Ausbildung beginnen möchte und ich noch einen Monat Praktikum vorher machen möchte.
Das hat beim Chef scheinbar die Stimmung gekippt, da ich nur einen Monat Praktikum machen möchte. Während des Telefonat, wo fast nur er geredet hatte, kamen zusammenfassend eben von AG Seite heraus:
Da ich anstelle der 3 Monate nur ein Monat machen möchte, scheine ich mich nicht sonderlich für die Ausbildungsstelle zu interessieren, wenn ich mehr machen würde, würde ich das eben beweisen, dass dem nicht so ist, was auch Bereitschaft als Azubi mit einschließt.
Im Mai verlässt ein Azubi den AG, weil er mit der Ausbildung fertig ist. Azubis werden derzeit grundsätzlich nicht übernommen, weil die nicht mehr Angestellte wollen, somit würde ich den Platz rechtzeitig auffüllen.
Trotz Praktikum möchte der AG dann die Probezeit in der Ausbildungszeit mit 4 Monaten voll nutzen.
Die Bereitschaft, mir das Praktikum dann eigentlich zu bezahlen damit das Jobcenter mir das ALG 2 nicht mehr bezahlen muss, ist nicht vorhanden.

Zudem, weil auch so ehrlich war und gesagt hatte, dass es derzeit noch einen AG gibt wo ich lieber anfangen würde. Sollte da von den vergebenen 2 Ausbildungsplätzen jemand abspringen, würde ich den Ausbildungsplatz bekommen. Grundsätzlich war das kein Problem, ich sollte nur bis Mai dann fest zu sagen damit er Sicherheit hat, was nachvollziehbar ist.
Der andere AG hat auch einen guten Eindruck gemacht, ist eine öffentlichen Verwaltung (persönlich finde ich es besser anstelle Gewinn im privaten Sektor zu erwirtschaften, wenn ich denn die Wahl habe...). Da wurde der Chef auch persönlich, meine Leistungsbereitschaft generell anzuzweifeln weil Beamte und Leute in öffentlichen Verwaltungen fast immer Leistungsscheu sind und Schmarotzer des Steuerzahlers sind und er sich jetzt fragt, ohne mir das unterstellen zu wollen, ob ich auch so ein Typ bin.

Nun solle ich mir das noch einmal überlegen und beim Jobcenter fragen, ob ich noch 8 Wochen Praktikum genehmigt bekomme, wenn denn eben ein Ausbildungsvertrag mit erstellt wird.

Nach der Geschichte möchte ich da eigentlich nicht mehr eine Ausbildung beginnen.
Ein weiteres Praktikum wird mir wahrscheinlich erlaubt, da ja eben ein Ausbildungsvertrag unterschrieben wird, wenn das Praktikum genehmigt wird.
Dem Jobcenter bzw. meinem Betreuer kann es ja egal sein wenn das Praktikum dazu genutzt wird, betriebliche Engpässe zu kompensieren (wie es so schön bei den Hinweisen der MAG steht), wenn ich eben mit der Ausbildung aus ALG 2 raus bin. Was ja auch mir egal wäre, da es ja auch mein Ziel ist eine Ausbildung zu finden, aber nach dem Telefonat nicht mehr unbedingt bei dem Arbeitgeber.
Wenn es ich jetzt aber ohne nein sagen zu können das Praktikum machen muss, bin ich nochmal weniger flexibel bei einem anderen AG ein Praktikum in diesem Zeitraum machen zu können und das ist derzeit mein Hauptproblem.
Derzeit bin ich noch bei ein paar Arbeitgebern im Auswahlverfahren. Letztes Jahr hatte ich auch noch 1 1/2 Monate vor dem Beginn des Ausbildungsjahrs ein Praktikum. Aber dieser AG wollte zu viele Azubis und hatte Probleme mit der IHK und daher hat es nicht geklappt. Daher möchte ich nur einen Monat Praktikum machen, nur einen Monat vor dem Beginn des Ausbildungsjahr ist unwahrscheinlicher noch ein Praktikum für einen anderen AG zu bekommen.
 
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faalk

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Meine Meinung? Schieß den AG in den Wind. "Zu viel ich will, du nix zu haben wollen". Monate lange kostenlose Arbeitskraft. Übernommen wird eh nicht etc. pp.
und beim Jobcenter fragen, ob ich noch 8 Wochen Praktikum genehmigt bekomme
MAG dürfen höchstens sechs Wochen laufen. Wenn die 5 schon genehmigten MAG Tage dazu zählen, sieht es sowieso schlecht aus für den AG.
Daher möchte ich nur einen Monat Praktikum machen
Bei einen vernünftigen Ausbildungbetrieb würde man sich über so einen Vorschlag warscheinlich wundern.
 

erwerbsuchend

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Wofür möchte der AG nach der 1 Woche Praktikum noch 3 weitere Monate Praktikum von dir haben? Wie hat er dies begründet? Seit wann ist die Probezeit in der Ausbildung 4 Monate? Waren dies nicht eigentlich nur 3 Monate?
 

faalk

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Probezeit 1 bis max 4 Monate
Aber selber in dem Link wird geschrieben:

Grundsätzlich ist auch eine Verkürzung der Probezeit möglich, wenn du vor der Ausbildung schon in deinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet hast, zum Beispiel als Praktikant.
Der AG will anscheinend nur eine kostenlose Arbeitskraft. Ab in die Tonne...

Probezeit etc.

Ich weis zwar nicht ob ein solches Vorgehen schon reicht......aber ich würde trotzdem der IHK ein nettes Briefchen schreiben und fragen, ob solche vorgehen seitens Ausbildungsbetrieben usus ist. :wink:
 

Kranth

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Bei einen vernünftigen Ausbildungbetrieb würde man sich über so einen Vorschlag warscheinlich wundern.
Vielleicht habe ich mich da nicht richtig ausgedrückt (oder ich verstehe die Aussage falsch). Das ist erst jetzt meine Hoffnung geworden bzw. wo ich nun hin möchte, nachdem ich das Telefonat am Montag hatte, also dass das Praktikum so kurz wie möglich sein sollte.
Da ich mir weiterhin eine andere Ausbildungsstelle suchen möchte, aber eben ein Praktikum akzeptieren muss, damit ich keine Sanktion bekomme. Einfach jetzt nein sagen kann ich doch nicht, dann habe ich doch eine Möglichkeit nicht wahrgenommen nicht mehr arbeitslos zu sein? :confused:

Vor dem Anruf, wo ich bei dem AG noch die Ausbildung machen wollte, hatte ich mich nur für einen Monat entschieden, weil ich denke, dass der Monat eigentlich ausreichen sollte um sich noch etwas weiter kennen zu lernen oder die Entscheidung zu festigen. Wenn es Spaß macht ist es ja auch gut, ich fand es in Ordnung. Aber die Fahrzeit stört mich dann doch etwas zu sehr, trotz Auto.

Eigentlich finde ich ein zweites Praktikum generell nicht für sinnvoll vor ein Ausbildungsbeginn. Vor allem weil es eben noch die Probezeit gibt. Aber komplett auf ein Praktikum zu verzichten macht ja erst recht keinen guten Eindruck.
Daneben gab es nur noch das mit dem anderen AG wenn noch ein Platz für mich frei wird. Aber halt auch nur bis Mai. Ansonsten hatte ich mich voll für den AG entschieden - zuerst garantieren und dann kurz vor Ausbildungsbeginn nicht anzutreten ist natürlich nachvollziehbar, dass das der AG nicht gut findet.

@erwerbsuchend
Am Freitag hieß es noch um sich weiter besser kennen zu lernen und um die Entscheidung beidseitig zu festigen (was von meiner Seite in der Hinsicht sowieso keine Rolle spielt, weil ich von meiner Seite aus das doch sowieso nicht ohne schwerwiegenden Grund abbrechen darf).
Was nun am Telefon daraus geworden ist hatte ich ja im ersten Beitrag soweit geschrieben. Generell geht es vordergründig wohl darum, einen Azubi so schnell wie möglich zu ersetzen.
 

faalk

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aber eben ein Praktikum akzeptieren muss, damit ich keine Sanktion bekomme
Auch das JC kann niemanden zur kostenlose Arbeit zwingen. Klar wird SB das ganze unter MAG laufen lassen, um den ELO dann doch kostenlos arbeiten zu lassen. Aber da gibt es wie schon geschrieben Fristen.

Aber komplett auf ein Praktikum zu verzichten macht ja erst recht keinen guten Eindruck.
Du hast doch bei dem AG schon 5 Tage Probearbeit geleistet. Wenn der AG sich dann noch keinen Eindruck vom Auszubildenen gemacht hat, traurig.

P.S. Die Firmen jammern, dass sie ihre Ausbildungsplätze nicht voll bekommen. Bei den Forderungen kein Wunder. Ist das heute so?

Zu meiner Zeit hat man sich auf einen Ausbildungsplatz beworben, hat seine Zeugnisse vorgezeigt und gut. Sollte es dennoch nicht passen, gibt es immer noch die normale Probezeit.
 

Hyena

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Klingt ja fast schon nach Erpressung . . . , bekommst nen Firmenwagen und den Ausbildungsplatz - aber nur wenn du auch 3 Monate vorher umsonst arbeitest und nochmals 4 Monate Probezeit absolvierst.
Und dann? Letzte Tag der Probezeit: Ne sorry, du passt hier nicht rein.

Hervorragend, 7 Monate für die Tonne.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du bei der anderen Stelle genommen wirst, die du als bessere Alternative in petto hast
 

Kerstin_K

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Ich würde mir während eines Praktikums da mal ansehen, was die Azubis so machen. Ihchabe den Eindruck, die sind nicht da um ausgebildet zu werden, sondern werden als bilige Arbeitskräft missbraucht.
 
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