Nach langem Leidensweg habe ich nur noch den Wunsch nach Erwerbsminderungsrente und bitte um Rat.

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Donnie

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Hallo zusammen,

Ich versuche mal meine Situation so kurz wie möglich zu schildern. Ich entschuldige mich schon jetzt für diesen Roman.:wink:

Vor ca. 25 Jahren hatte ich eine Partnerschaft mit einer Frau über fast 5 Jahren. Das Problem war, daß diese Person an Borderline litt, was ich nicht wußte. Nach 5 Jahren war ich dann ein seelisches und körperliches Wrack, so das ich dann endlich die Reißleine gezogen habe. Aus einer Klink für manuelle Therapie. Weil ständig im Nacken Wirbel blockierten und Schwindel vorhanden war. Da war ich so ca. 28 Jahre alt. Durch das viele einrenken und meiner hypermobilen Wirbelsäule passiert das bis heute ständig. Ich war zu dem Zeitpunkt auch ein halbes Jahr krankgeschrieben.

Hinzu kam direkt nach der Trennung, daß ich mich von meinem Bruder hab überreden lassen, eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage zu kaufen. Um euch nicht zu langweilen mach ich es kurz. Das Haus ging den Bach runter, viele wurden finanziell ruiniert. Ich schaffte es dann endlich nach 16 Jahren aus dieser Situation rauszukommen.

Ich hatte dann 8 Jahre nach der Trennung eine psych. Therapie(diese 23 bewilligten Stunden?!) die meiner Vergangenheit plötzlich einen Sinn und eine Erklärung gaben. Dann ging es etwas bergauf. Allerdings wurde es vor 5-6 Jahren so schlimm das ich freiwillig in einer Tagesklinik wollte. Ich entschied mich dann doch dagegen, weil ich meine Krankheit bei der Arbeit nicht offen legen möchte. Zur Zeit bin ich wieder in einer psych. Therapie(diese bewilligten 44 Stunden?!). Hinzu kommt, das durch meinem Beruf in den letzten 4-5 Jahren die Finger und Handgelenke schmerzen, so das ich beruflich nur von Tag zu Tag denke. Durch das Bossing der letzten 5 Jahre , dem ich ausgesetzt bin, hat dazu beigetragen, dass ich mich stationär einweisen lassen habe(unter anderen wegen Suizid….). 8 Wochen war ich dort. Nach 2 1/2 Wochen rief der AG in der Klinik an und fragte das Personal aus, nach meinem Befinden…… Trotz Krankenhausbescheinigung und tel. Krankmeldung. Ich sehe es als unmöglich an, dort weiterhin arbeiten zu gehen. Es wäre nur eine Frage der Zeit bis ich mich wieder einweisen lassen würde. Interner Arbeitsplatzwechsel…. ist aussichtslos.

In der Klinik hat sich heraus kristallisiert, dass für mich das Beste wäre EM Rente einzureichen, um endlich diesen ganzen Druck…… und ich mich auf meiner gesundheitlichen Situation konzentrieren kann. Die Klinik unterstützt diese Meinung. Was für Ratschläge für die Zukunft könnt ihr mir da geben? Im VDK bin ich im November schon eingetreten. Mit Hilfe dessen wollte ich auch die EM-Rente beantragen. Mein Hausarzt hat mich erst einmal 4 Wochen krank geschrieben und mich mit ADs versorgt und gleichzeitig eine Überweisung zum Neurologen ausgefüllt. Das ist ihm wohl zu Anspruchsvoll. :biggrin: Zum Neurologen wollte ich dann spätestens in 4 Wochen gehen, einmal wegen AU und um den Bericht der Klinik zu besprechen. Die Klinik hat mich auch als AU entlassen. Prozente hab ich keine. Ich bin für jede Hilfe dankbar.


Viele Grüße
Donnie
 
E

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NAja, ob der VDK da so hilfreich sein wird, das kommt auf die Mitarbeiter vor Ort an, das wird man sehen. Ansonsten lass Dic weiter AU schreiben, geh zu Fachärzten (Neben dem Neurologen brauchst Du wohl auch noch einen Psychiater, ein Orthopäde könnte wegen Deiner Wirbelsäule auch hilfreich sein.) Lass Dich behndeln und wenn Du dann bei den Ärzten warst und die genug über Dich wissen, um aussagekräftige Befundberichte erstellen zu können, solltest Du den Rentenantrag stellen. Alles Weitere ergibt sich dann.
 

Donnie

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@Kerstin_K

Zuerst möchte ich dir danken.

Der Neurologe ist auch Psychiater. Den Orthopäden werde ich dann auch noch aufsuchen. Meine größte Befürchtung ist, dass der Neurologe/Psychiater mich nicht so lang AU schreiben wird und der Meinung ist Arbeit ist die beste Therapie. Da sind die Ärtze doch manchmal schon sehr eigen. Wenn die von ihrer Meinung so überzeugt sind.

Viele Grüße
Donnie
 

Donnie

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Ja, du hast ja recht. Ich versuch es mal. Werde dann mal den aktuellen Stand der Dinge posten.

Viele Grüße
Donnie
 

Larsson

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Ich kann dir nurvon mir berichten. Seit der Jugend Depressionen, trotzdem habe ich jahrelang gearbeitet, in 2 verschiedenen Jobs. Dann ein Studium begonnen, da wurden die Depressionen so schlimm, dass ich es nicht beendet habe. Somit in Harzt IV, aber nur 2 Monate, dann hatte ich wieder einen Job im erlernten Beruf. Aufgrund meiner Gesundheit nur Teilzeit, es ging nicht mehr, nach 3 Monaten wieder Harzt IV, diverse Klinikaufenthalte. Ich weiss nicht mehr, wer mir riet EMR zu beantragen, habe ich gemacht.
Formloses Schreiben an die RV Nord. Nach 3 Wochen hatte ich einen Termin, wo ich die Sozialversicherungsnachweise erbringen musste, bzw. es wurde abgeglichen, dort fehlten tatsächlich Zeiten im System, ich hatte aber den Nachweis. Dann 5 Monate nix gehört. Dann kam Termin zur Begutachtung. Dort bin ich mit sämtl. Klinikberichten hin. Gespräch dauerte ca 30min, ich erinnere mich nicht an den Inhalt, war zu depressiv. Nach 4 Wochen war die Rente durch, natürlich erst befristet, das war 2010. 3 mal wurde sie ohne erneute Begutachtung verlängert, meine behandelnde Ärtzin musste etwas ausfülken und ich die Selbstauskunft. Im Sommer 2018 musste ich dann erneut zur Begutachtung, diesmal, aufgrund von Umzug, RV RLP die RV Nord bat um Amtshilfeersuchen, konnte ja nicht 500 km fahren dafür. Diese Begutachtung ging auch ca 30 min, Ärztin sehr nett und verständnisvoll, hatte auch wieder alle Klinikberichte und Behandlungsberichte mit. Nach 3 Wochen Bescheid, meine Rente ist nun dauerhaft durch bis zur Altersrente.
Es kann also alles sehr reibungslos laufen. Kann, leider ist die Erfahrung diverser früherer Mitpatienten von mir eine völlig andere. Ich habe bisher niemanden kennengelernt, bei dem dues so reibungslos durchging wie bei mir. Viele Anträge gingen von der RV Nord zur DRV Berlin, warum weiss ich nicht und die haben wohl grundsätzlich abgelehnt. Und ich bin schon länger Mitleserin hier im Forum, konnte mich allerdings erst heute registrieren und hier müssen auch die Meisten wohl wirklich kämpfen um ihre Rente.
 

Donnie

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@Larsson

Ich danke dir für deine Offenheit. Ich denke dein Leidensweg und diverse Klinikaufenthalte sind da schon aussagekräftig für die EMR.


Viele Grüße
Donnie
 

Larsson

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Ich kann dir eigentlich auch nur den Tipp geben, nicht immer davon auszugehen, das alle nur "etwas Böses" von dir wollen. Ich habe an so etwas nie gedacht, ich habe immer ehrlich meine Situation geschildert und man ist mir immer hilfsbereit begegnet. Vielkeicht mal ein paar Beispiel, um das zu verdeutl.
Als ich nach dem abgebrochenen Studium in AlG II gelandet bin. Da hatte ich einen Handyvertag, diesen hatte ich gekündigt, allerdings eine Woche zu spät, mit meinem dusseligen Kopf. Der sollte also noch ein Jahr weiterlaufen, was ich mir schlicht nicht leisten konnte. Also habe ich eine Email an den Anbieter geschrieben und gesagt, ich bin schwer krank geworden und in Hartz IV gerutscht, ich weiss der Fehler liegt bei mir mit der zu späten Kündigung, aber ich kann das nicht bezahlen. Einen Tag später hatte ich Antwort, man hat Verständnis für meine Situation und der Vertrag ist zum Monatsende beendet.

Für das Studium hatte mir mein Arbeitgeber ein Darlehen gewährt, natürlich unter der Prämisse, dass ich nach dem Studium im Unternehmen verbleibe, ansonsten würde es fällig. Mein Vater hat dann die Hälfte gezahlt.
Und ich habe dem Unternehmen mitgeteilt, wie meine Situation ist. So wurden die Zinsen ausgesetzt und die Restschuld erstmal eingefroren. Als ich dann berentet war, habe ich mit Ihnen eine kleine, für mich tragbare Rückzahlungsrate vereinbart und 8 Jahre gezahlt nd zwar nur due Restschuld, ohne Zinsen.

Da ich Hartz IV bezog, musste ich natürlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, somit also immer eine AU abgeben, um einigermassen Ruhe zu haben. Was für mich, schwerst depressiv, Schwerstarbeit war. Also Termin mit SB gemacht und gesagt, ich bin einfach zu krank derzeit zum Arbeiten und die EMR ist beantragt. Er hat mich sofort aus der Vermittlung herausgenommen und gesagt eine AU sei damit hinfällig, bräuchte er nicht mehr.
Er müsse das zwar dem äD mitteilen, könnte sein dass ich da dann mal hin müsste, da hätte er keinen Einfluss drauf, aber ansonsten war er ganz meiner Meinung, dass das alles keinen Sinn macht und ich Ruhe brauche.
Vom äD habe ich nie etwas gehört.

Nachdem abgebrochenen Studium, dachte ich ja auch, wenn ich wieder arbeite geht es mir bestimmt wieder besser. Vollzeit, das wusste ich, schaffe ich nicht. Dachte aber Teilzeit wird gehen. Mein Arbeitgeber mit dem Darlehen hatte aber keine Teilzeitstelle. Ich hatte aber das JC im Nacken. Ich habe auch innerhalb von 4 Wochen Arbeit gefunden. Das Angebot kam vom JC und war selbstverständlich Vollzeit. Beworben habe ich mich trotzdem und auch diesen Arbeitgeber nicht im unklaren gelassen. Er wollte Vollzeit eigentl. Ich habe gesagt, ich habe Depressionen und kann erstmal nur Teilzeit. Ok er hat such darauf eingelassen, fürs JC war es auch ok, trotz das sie halt aufstockend zahlen mussten. Nach 4 Monaten war sowohl mir, als auch meinem Arbeitgeber klar, dass ich das nicht schaffe. Wir waren uns aber wohlgesonnen, haben uns zusammengesetzt und waren uns einig, dass wir uns keine Steine in den Weg legen möchten. So hat er mir gekündigt.
 

Larsson

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Und auch als ich zur Begutachtung von der DRV ging, habe ich mir nichts gedacht, ok, das war ich aber dann auch schon so krank, dass ich tatsächlich im Schlafanzug hin bin, weil ich zu kraftlos war an dem Tag mich anzuziehen.
 
E

ExUser 2606

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Larsson, im Prinzip gebe ich Dir recht, dass man erstmal ohne vorgefasste Meinung auf alles zugehen sollte. Aber Du hast auch verdammt viel Glück gehabt, dass Du auf so viele verständnisvolle Menschen getroffen bist (und dass Du denen Deine Situation klarmachem konntest, viele sind nichtmal dazu in der Lage), wenn ich da alleine an den Mobilfunkanbieter denke, zumindest die grossen Anbieter sind meist extrem harte Verhandlungspartner.

Ich habe meine Behinderung von Geburt an, als mein Vate , der sich um alles gekümmert hatte, starb, war ich 16 und meine Mutter war eher von dem Schlag "Wird schon stimmen, wenn das von einem Amt kommt." Ich bin zum Glück "nur" körperlich eingeschränkt und weiss mich zu wehren und ich weiss auch, wie man sich Informationen beschafft und kann zum Glück komplexe Zusammenhänge relativ schnell erfassen, sagt man zumindest von mir.

Inzwischen geht es aber selbst mir so, dass wenn ich Post von bestimmten Stellen, inbesondere Sozialversicherungsträger, bekomme, ich schon von Haus aus davon ausgehe, dass da Mist drinsteht, bevor ich überhaupt den Umschlag öffne. Leider habe ich meistens recht. irgendwas ist immer. Und der Widerspruch fast schon ein Reflex.

Früher waren es Rechenfehler, heuzutage sind es meistens Begründungen, die so an den Haaren heerbeigezogen sind, dass es wesentlich schwerer ist, dagegen anzugehen. Es ist ja kein Zufall, dass die Sozialgerichtte derart überlastet sind. Da ist nicht nur die mit der heissen Nadel verfasste Harz IV-Gesetzgebung dran Schuld, sondern zu grossen Teilen der Hang aller Sozialleistungsträger, Kosten einzusparen um jeden Preis.

Leider betrifft dieser Rechtskreis aber genau die Personengruppe, die wegen Alter, Krankheit, Behinderung, kein Geld usw. am wenigsten wehren kann. Deshalb möchte ich gar nicht wissen, wieviele Menschen im Sozialrecht die Ihnen zustehenden Leistungen nicht bekommen, weil sie das entweder nichtmal wissen oder weil sie schlicht nicht die Kraft haben, sich gegen diese Fehlentwicklung des Kostensparens um jeden Preis zu wehren.
 
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Larsson

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Ja, da hast du schon auch Recht Kerstin_K. Ich möchte das auch nicht schön reden, oder sagen lass mal, wird schon alles. Ich wollte eigentl. insofern vermitteln, die Erwartungshaltung etwas abzuschalten.
Hätte ich z.B. dem Mobilfunkanbieter gegenüber die Erwartung gehabt, ach dieser riesen Konzern mit den magentaroten Lettern, dem bin ich Scheissegal, dann hätte ich die Email vermutlich nicht geschrieben.
Und wenn ich gewusst hätte, was so manchen nach einem Antrag zur EM Rente erwartet, dann hätte ich vermutlich Angst gehabt. Was mich da aber erwartet bzw. erwarten könnte, davon hatte ich Null Ahnung, ich hatte nicht mal Ahnung was das eigentlich ist. Irgendwer sagte, ich solle die beantragen und ich habs gemacht, weiss nicht mal mehr, wer das war. Was das für mich bedeutet hat mir dann meine Betreuerin erklärt, die ich kurz vor dem Rentenbescheid bekam. Weil ich von nix Ahnung hatte und auch den Briefkasten nicht mehr gelehrt habe, etc. wurde eine Betreuung aus der Klinik heraus beantragt. Ich war von der EM Rente mehr als überrascht, dass ich jetzt Geld bekomme für zunächst 2,5 Jahre ohne irgendwelchen Anträge. Ich bin also ziemlich ahnungslos und naiv durch die Welt gewandelt, weil ich einfach innerlich ein Zombie war, mit ein paar lichten Momenten.

Und wenn mam schon an eine Sache herangeht mit der Einstellung das wird nix, dann strahlt man das auch ein bisschen aus.

@Donnie
Stell deinen Antrag und dann schau, was die DRV entscheidet. Sollten die negativ entscheiden, dann gibt es hier Menschen die dir helfen werden. Ich drücke dir in jedem Fall die Daumen und sende dir einfach mal ein bisschen Kraft. Ich kann deinen Wunsch nach Ruhe nämlich sehr sehr gut verstehen.
 

Larsson

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Noch etwas Donnie,
als ich zur Begutachtung war hatte ich 2 Klinikberichte die über meine Erwerbsfähigkeit überhaupt nichts gesagt haben, denn es waren keine Rehakliniken. Ich war nie in einer Reha, immer nur über die Krankenkasse als Kostenträger in der Klinik. Und ich hatte 1 Gutachten von einer Psychiaterin des Gesundheitsamtes, welches gemacht wurde, um darüber zu entscheiden ob eine gesetzl. Betreuung von Nöten ist.

Bei den folgenden 3 Verlängerungsanträgen, denn die Rente war ja immer erstmal befristet, da habe ich dann immer die Berichte von weiteren Klinikaufenthalten mitgeschickt, die zu meiner Erwerbsfähigkeit auch nie etwas besagten.
 

Donnie

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Heute war ich dann beim Neurologen/Psychiater. Er war nicht so begeistert, dass ich erst einmal zum Hausarzt ging. Dann las er sich den Klinikbericht durch. Er fragte dann auch was ich denn die 4 Wochen gemacht habe. Da sagte ich das einem alles so schwer gefallen ist und....... "Sie müssen auch aktiv mitarbeiten. Wie sieht es mit ihrem Therapeuten aus?" Da hab ich natürlich auch noch nicht wieder den Kontakt aufgenommen. Dann fragte er: "Wie es denn weiter gehen soll. Ich sehe Sie im Moment eher in der Klinik". Da wußte ich noch nicht, dass in dem Bericht meine EM-R Entscheidung drin steht. Daraufhin erklärte ich ihm was ich möchte. Daraufhin: "Was Sie sich wünschen kenne ich jetzt, aber haben Sie in den 4 Wochen den Antrag eingereicht? Das dauert ja auch bis da was passiert. Daraufhin erklärte ich ihm noch den Besuch zum Orthopäden und ich das vorher noch dokumentiert haben möchte. Es klingt jetzt härter als es war. Ich glaube er möchte helfen. Dazu gehört nun mal meine aktive Mitarbeit. Er hat mich jetzt erstmal für 3 Wochen AU geschrieben. Dann ist die eine Sorte ADs verbraucht, dann muss ich eh wieder hin.

Da ich am Montag mein Termin beim Orthopäden habe, wollte ich dazu noch eine Frage stellen. Ist es eigentlich sinnvoll dem Orthopäden von meiner Depression zu erzählen. Meine Gedanken gehen in dieser Richtung, dass ich eh nicht ernst genommen werde. "Ach, das ist sowieso psychosomatisch". Anderseits, wenn ich eh Depressionen habe, können die orth. Leiden auch nicht besser werden.

Viele Grüße
Donnie
 
E

ExitUser

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Ist es eigentlich sinnvoll dem Orthopäden von meiner Depression zu erzählen
Meine Erfahrung und Meinung dazu = Auf jeden Fall!

Ich habe alle meine Ärzte auf den gleichen Wissensstand, egal welche Fachrichtung jeder hat. So kann ich für mich sicherstellen das zum einen alles dokumentiert ist und zum anderen, Therapien auch aufeinander abgestimmt sind.
 

Donnie

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O.K. Das sind gute Argumente die ihr da vorgebracht habt. Dann werde ich mal ganz offen das Gespräch suchen.


Viele Grüße
Donnie
 

Donnie

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Hallo zusammen,

nach so langer Zeit möchte ich mal den aktuellen Stand mitteilen.

Also, mein Psychiater schreibt mich noch immer alle 4 Wochen AU.
Als ich ihm damals meine Absicht EMR zu beantragen mitteilte, war er nicht so begeistert.
"Ich bin doch noch so jung und außerdem den ganzen Tag nichts..... Man braucht doch auch
eine Erfüllung." Das hab ich dann mal nicht kommentiert.

Ich hab dann mal meine letzten 25 Jahre in Stichworten niedergeschrieben und ihm überreicht.
Damit er meine Beweggründe besser verstehen kann. Ich hatte das Gefühl, dass ihm das weiter hilft.
So kann er mich auch besser verstehen, ich bin darin sehr schlecht, wenn es darum geht
über meinen Gesundheitsstand zu sprechen. Vor ca. 3 Monaten sagte er dann aber:" Immer weiter krank schreiben...
bringt mich nicht weiter." Ich soll einen Reha Antrag soweit schonmal ausfüllen und ihm dann übergeben.
Er schreibt dann noch ein Gutachten und schickt es dann zur DRV. Außerdem müsste ich sowieso eine Reha besuchen,
wenn ich EMR haben möchte. Gesagt getan. Die Unterlagen gingen dann auch zur DRV. Man merkt schon, das er helfen will.

Parallel liefen meine 24 Stunden Therapie bei meinem Therapeuten aus. Also beantragten wir nochmals 45 Stunden.
Für die Bewilligung hatte mein TP ein Gutachten erstellt, das wohl sehr deutlich zu verstehen gab, das ich "EMR fähig" sei.
Er sieht es genauso, daß ich erst einmal für zwei Jahre aus dem Hamsterrad raus muss.
Daraufhin wurden die Stunden bewilligt, gleichzeitig aber auch eine Aufforderung zum Reha Antrag.
Da mein gesundheitlicher Zustand so stark gefährdet ist. Hab denen dann schriftlich mittgeteilt, dass der Antrag
schon bei meinem Psychiater vorliegt. Die KK wollte dann noch eine Bestätigung, dass der Antrag auch wirklich bei der DRV
ankommt. Die Reha wurde dann auch bewilligt. "Als bevorzugter Patient." Am 27.08. geht es dann in die Reha.
Wenn ich mir die Unterlagen der Klinik anschaue(Würzburger Fragebogen), stehen einem die Nackenhaare zu berge.

Ach so, zum Thema Orthopäde. Der Orthopäde brachte mich leider nicht weiter. "Alles halt altersbedingter Verschleiß.
Entweder Umschulung oder damit leben. Aber das ist nicht mein Bereich, da hab ich keine Ahnung."
Da fehlt einem die Kraft, da noch tätig zu werden.


Viele Grüße
Donnie
 

Wolllaus

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ich kann dir nur raten, hol dir noch eine zweite oder dritte Meinung bei anderen Orthopäden. Manche Ärzte sind einfach fix, wenn sie einen wieder raushaben wollen, weil sie nichts verdienen können. Die guten Ärzte muss man leider oft lange suchen und viel Nerven investieren. Und was wichtig ist, fang da nicht selber von an mit EMR oder so, das mögen Ärzte auch nicht so, wenn man ihnen vorgreift. "Jammer" (nicht falsch auffassen bitte) lieber rum was du für Schmerzen hast und dass es dich fertig macht, dass viele snicht mehr geht wegen der Schmerzen usw.
 

SusaHa

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Warst du mal bei einem Arzt mit dem Fachgebiet Schmerztherapie? Ich habe eine chronische Erkrankung und bin seit einigen Jahren bei einer Anästhesistin in Behandlung. Was vorher niemand ernst genommen (kann man nix machen, muss man mit Leben, Bitteschön ein Rezept) wurde plötzlich sehr ernst genommen. Ich bekam eine ausführliche Diagnostik verordnet inkl MRT, Szintigrafie usw. und fühle mich dort sehr ernst genommen. Bei so einer ausführlichen Diagnostik werden natürlich auch andere Kleinigkeiten gefunden welche einem vorher gar nicht so richtig bewusst waren, damit muss man umgehen können.
Um einen Termin zu bekommen muss man natürlich auch erhebliche Wartezeit einplanen aber in meinem Fall hat sich das sehr gelohnt, da ich nun Befunde habe und mich sehr gut aufgehoben fühle.
Solche Ärzte sind meistens eine Art Endstation, wenn Patienten nicht mehr weiter wissen z.B. Weil sie durch starke Schmerzen beeinträchtigt sind. Das sind aber dann auch Fachleute für Rentenanträge und Co. Die wissen ziemlich genau was in den Berichten auftauchen muss

Ich drücke dir die Daumen. Ich bin zwar auf starke Medikamente (BTM) angewiesen aber meine Erkrankung wird regelmäßig kontrolliert und ich habe das Gefühl ich habe es dadurch im Griff. Ändern kann ich es ja sowieso nicht.
 

Donnie

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Zuerst vielen Dank für eure Antworten.

Ich befürchte, daß werde ich vor der Reha nicht mehr schaffen. Eine Ärztin, die auch Schmerztherapie zu den orthopädischen Dingen anbietet, ist erst ab 09.09 ein Termin frei. Bei den anderen Ärzten wird das wohl auch nicht besser aussehen. Ohne Termin wird man ja größtenteils abgewiesen. Zumindest bei denen die gute Bewertungen haben. Selbst schon mehrmals erlebt. Da kann man diskutieren wie man will. Da bekommt man dann oft zu hören: "Wenn Notfall dann ins Krankenhaus".

Viele Grüße
Donnie
 

saurbier

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Hallo SusaHa,

Solche Ärzte sind meistens eine Art Endstation, wenn Patienten nicht mehr weiter wissen z.B. Weil sie durch starke Schmerzen beeinträchtigt sind. Das sind aber dann auch Fachleute für Rentenanträge und Co. Die wissen ziemlich genau was in den Berichten auftauchen muss

Nun ja, obdas so stimmt, da hab ich meine Zweifel. Ich bin seit 2007 bei einem sehr guten Schmerztherapeuten, der hat mich optimal eingestellt und in den ersten Jahren war ich dort bis 2010 sogar häufiger. Ab 2010 brauchte ich dort nun nicht mehr hin, weil ich mit dem Medikament bisher sehr gut zurecht kam.

Erst jetzt möchte meine neue Hausärztin welche die Praxis übernommen hat, daß ich mir mal einen neuen Befund hole.

Von meinem Freund weis ich, daß auch der Schmerztherapeut mit den Anträgen der DRV nicht viel anfangen kann, aber und das stimmt, er kann der DRV sehr wohl eine ausgiebige ärztliche Stellungnahme als Befund erstellen. In Fall meines Freundes hat dies dann gereicht, daß er nach vielen Jahren Kampf um die Rente nun endlich eine unbefristete volle EMR erhält. Aber bitte wir wollen dabei nicht vergessen, jede Krankheit ist anders und jeder reagiert anders darauf.

In meinem Fall als auch bei meinem Freund z.B. war die jahrelange Schmerztherapie kein Grund für eine volle EMR, nach deren Auffassung kann man auch mit BTM einer Arbeit nach gehen, womit es dann keine EMR bedarf.


Grüße saurbier
 

Wolllaus

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sie schreibt ja, dass diese Ärzte genauer dokumentieren und die Patienten mehr ernst nehmen. Das ist doch ein Fortschritt. Es kommt ja auch immer noch auf die Situation an. Es ist doch so, die meisten Fachärzte katapultieren dich schnell wieder raus. Ich hab Hochleistungssport gemacht, ich kann noch gezielt gut atmen und zwar besser als jeder ohne Sport. Deshalb ist meine Lungenfunktion bei den Tests auch fast immer sehr gut. Granulome, monströse Lymphknoten, Infiltrate und Blut in der Lunge, juckt nicht..Lufu ist ja super...
Aber die DRV hat sich trotzdem für die Befunde interessiert und nach Aktenlage die EMR gegeben und auch verlängert. Allerdings liegt es bei mir wohl auch daran, dass keiner die Verantwortung übernehmen möchte, wenn was passiert. Unser Betriebsarzt hatte es vor der Rente schon abgelehnt mich arbeiten zu lassen, wegen der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.

Aber es geht ja auch darum, dass einen jemand ernst nimmt und vielleicht auch hilft, also seitens der Ärzte. geht ja nicht nur darum eine EMR zu bekommen, gerade bei Schmerzen ist es eine große Hilfe, wenn da drauf eingegangen wird.Jetzt mal unabhängig von einer EMR.

Donnie, mach Termine, egal wie lange sie dauern, jeden Tag den du rauszögerst, wird es länger dauern. Mach die Reha und schau was dich erwartet. Und zur Not lass dich von deinem Hausarzt in ein antrosophisch arbeitendes Krankenhaus einweisen und mal durchchecken. Da wird der Mensch als Ganzes behandelt. also so die Theorie, aber meistens klappt es ganz gut. ich hab das auch noch vor. Dauert aber wegen der Termine auch noch länger.

Übrigens, was gute Bewertungen angeht, ich war im Winter bei einem Kieferchirurgen, nur allerbeste Bewertungen.... nie wieder. Mein Zahnarzt hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als er sah, was der da gemacht hat. Dann war ich bei einem Arzt, da hat mir der Terminservice der Krankenkasse den Termin gemacht, grottenschlechte Bewertungen, aber was soll ich sagen, der Arzt war super.
 

Donnie

Elo-User*in
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Zuerst möchte ich mich entschuldigen, da ich jetzt erst antworte.
Meine Entscheidung war dann auch so, wie vorgeschlagen, den mir zugewiesenen Termin bei einem Schmerzarzt nach der Reha in Ruhe wahrzunehmen.

Eine Frage möchte ich aber gerne noch stellen. Nachdem ich jetzt hier in der Reha in der dritten Woche bin. Zwei Wochen noch garantiert, von einer Verlängerung wurde noch nicht gesprochen, aber ich befürchte, die kommt noch. In den ersten zwei Wochen durfte ich 5 Therapeuten meine Lebensgeschichte erzählen, ich hatte das Gefühl, jeder wollte mal.:cry:

Nachdem mein Bezugstherap. in der zweiten Woche Urlaub hatte, ist er diese Woche wieder anwesend. Der fängt auch wieder von vorn an. Ich darf jetzt von Beginn an ins Detail gehen damit er sich ein besseres Bild machen kann. Und das mit 25 min. Einzelth. in der Woche. Dann gibt es noch zweimal die Woche Gruppenth. knapp 1.5 Stunden pro Termin. Wobei ich sagen muss, dass ich mittlerweile auch große Probleme mit der Kommunikation anderer Menschen habe. Ich gehe sogar schon den Tischnachbarn beim Essen aus dem Weg. Ich ertrage diese erzwungene Kommunikation nicht mehr. Dementsprechend habe ich auch kein Bedürfniss in der Gruppenth. mich zu äussern. Ich empfinde das in meinem Fall nicht als Reha sondern eher als Folterkammer. Dementsprechend fühle ich mich schlechter als vor der Reha.

Einer der Therapeuten äusserte sich, was ich denn nach der Reha für weitere Schritte sehe. Um es kurz zu machen, versuchte man mir indirekt eine Tagesklinik aufs Auge zu drücken und sprach noch vom Sozialpsychiologischen Dienst. Gestern hatte ich dann ein Termin, der nannte sich "Einzelsozialberatung". Da kam dann die Tagesklinik zur Sprache. Sie wollte auch schon ein Termin machen. Nachdem die Sozialarbeiterin merkte, dass ich doch nicht so überzeugt bin, haben wir das Thema nochmals um eine Woche verschoben.

Jetzt noch eine Tagesklinik empfinde ich einfach nur als Belastung. Ich möchte einfach mal zur Ruhe kommen und mich einfach nur auf mich konzentrieren und nicht wieder irgendwelchen Zwängen folgen müssen. Hätte das negative Folgen wenn ich das ablehnen sollte? Oder wollen die mich nur wieder zu einem anderen Kostenträger, in diesem Fal die KK, schieben?


Viele Grüße
Donnie
 
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