Nach Kündigung: Neuer Job ab 01.07.......

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Stabilo Boss

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......nur wie damit umgehen? Was ist eure Meinung dazu?

Beziehe mich auf diesen Fall Können die mich einfach so kündigen? (450€-Job)

So ist die Situation:

Job ist bei nem Paketdienstleister als Lagerhelfer, 25 Std./Woche, 9,50€/Std. (ab 01.01.19 9,70€/ab 01.07.19 9,90€), Vertrag ist ein Jahr befristet inkl. 6 Monate Probezeit.
Arbeitszeit ist Nachmittags/Abends von 15:00 bis 20:00 Uhr Montag bis Freitag.

War nach meiner Ausbildung (Kaufmann Großhandel) ein Jahr lang ELO, habe da einige Probearbeiten, Praktika und ne Weiterbildung gemacht (Office/SAP), habe insgesamt 2 mal ne Anstellung bekommen, aber diese jeweils nach wenigen Tagen wieder verloren (abgehauen wegen Überforderung). Habe dann ab November als Lagerhelfer bei einem Onlinehändler gearbeitet (450€-Job), wo ich vor 4 Wochen aufgrund "der geringen Auftragslage" entlassen wurde.

So, und da bin ich nun und fange übermorgen an und zermater mir den Kopf und jetzt zweifle ich wieder an mir selber, ob ich nicht doch hätte warten und den Arbeitsmarkt ein wenig gründlicher hätte sondieren sollen und nicht adhoc die nächst beste Stelle anzunehmen. Habe auch Angst, das ich jetzt die negativen Gefühle mit zur Arbeit trage, nichts richtig hinkriege, aufmüpfig werde und mich ständig frage "Wozu das alles"?

Denn mein Umfeld zeigt völliges Unverständnis; ich zitiere mal einige Aussagen:
"Warum verkaufst du dich so unter Wert"/"Das machen doch nur Idioten"/"Das ist doch nichts für ewig"/"Das ist pure Ausbeutung"/"Da verdienst du doch nichts"/"Mit Hartz IV bekommse mehr"/Dafür würde ich nicht aufstehen" etc.

Ganz unrecht haben sie ja nicht: Ich habe Fachabitur und ne abgeschlossene Ausbildung; ist dafür natürlich zu wenig Geld. Aber in meinem gelernten Job habe ich halt nichts gefunden bzw. ist es immer irgendwie schief gegangen, so das ich jetzt keine Wahl habe.
Auf ne weitere Lehre habe ich keine Lust, ein Studium traue ich mir nicht zu und ne Umschulung kriege ich nicht bewilligt, da (O-Ton Amt) "es doch genug Kaufmannsstellen gibt".

Andererseits habe ich jetzt 8 Monate nichts in die RV eingezahlt und meine KV selbst gezahlt (immerhin 190€), so dass das jetzt doch ne Verbesserung meiner Situation ist.

Habe allerdings auch Glück, das ich bei meiner Freundin wohne und sie (deutlich) mehr verdient, sonst könnte ich davon so nicht leben und müsste noch nebenbei jobben oder aufstocken.

Und ja, wahrscheinlich würde ich mit Hartz IV mehr Geld bekommen, aber ich will mit dem Amt so wenig wie möglich zu tun haben, das eine Jahr voller Sinnlosigkeit hat mir schon gereicht ;D
Ich habe keine Lust auf Bevormundung, Demütigung, Schikane, blödsinnige Maßnahmen, irgendwelche Zwangspraktika und MAGs, in die man mich unter Androhung des Nehmens des Exzistensminimums quetscht.
Klar, wenn man die Paragraphen kennt, dreist/frech genug ist und das Umfeld mitspielt, kann man das alles bestimmt dolle Umgehen, aber für das ganze Gedönse habe ich auch einfach die Nerven (nicht mehr).
Leide nebenher ja noch unter Depressionen (bipolar) und Angststörungen (ist mittlerweile aber besser als noch vor einigen Jahren), da kann ich Psychoterror nicht gebrauchen.

Und würde eh kein Hartz IV bekommen, da meine Freundin Vollzeit arbeitet, ihre Mutter auch (wohnt mit im Haus) und der Vater (wohnt auch da) ne nicht kleine Rente bezieht; ergo ist zu viel Geld im Haus ;D
Klar, könnte mir offiziell ne eigene Bude suchen, tatsächlich aber weiter bei der Freundin leben und einmal am Tag zum Briefkasten, um nach der Post zu schauen. Aber auf diese Show habe ich ehrlich gesagt nicht viel Bock........

Habe mir vorgenommen, das beste draus zu machen, mich zusammenzureißen und einfach mein Zeug zu machen und mich nebenher natürlich weiter umzuschauen, ob nicht doch noch was "richtiges" rauspringt, wo ich mal mehr als 1.800€ brutto verdiene ;D (wäre übrigens nach meiner Lehre das Einstiegsgehalt in meinem alten Ausbildungsbetrieb gewesen).
Bin jetzt mittlerweile 25 und immer noch nicht richtig im Berufsleben angekommen und immer noch nicht richtig unabhängig; das kann es auf Dauer nicht sein......

Bin ich ein Trottel oder mache ich alles richtig? Oder was dazwischen? Was sagt ihr dazu?

Hätte gerne eure Meinungen!
 

Nena

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Auch aus einer "schlechten" Stelle bewirbt es sich leichter als aus Erwerbslosigkeit. Ich putze (nachdem ich vorher viele Jahre gut bezahlt im Büro gesessen hatte). Ich suche nicht wirklich nach einem neuen Bürojob. Offensichtlich sind 10,56 nicht so schlimm...
Guck, wie es Dir gefällt. Meine Freundinnen/Familie finden mich wesentlich ausgeglichener/entspannter als "früher". Und die, die studiert haben, haben selbst alle mal irgendwie geputzt.

Unter Wert? Diese Art Wert bestimmen leider die AG, nicht die Erwerbslosen.

Probier es aus! Weitersuchen kannst Du immer noch!
 

atasteofbunny

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Bin auch der Meinung, dass man ruhig mal einen Job annehmen sollte, der vielleicht nicht so toll bzw. ausbildungsfremd ist. Wichtig wäre natürlich, dass die Arbeitsbedingungen akzeptabel sind.

Du schreibst aber von Depressionen und Angststörungen. Wenn es dir damit derzeit eher schlecht geht, ist es wohl doch empfehlenswerter, erstmal an deiner Gesundheit zu arbeiten. Evtl. kommt auch eine berufliche Reha für dich in Frage.
 

Katzenstube

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Ich musste mir auch schon sagen lassen: * für das Geld für dass du arbeitest würde ich nicht aufstehen*

Ich bin nunmehr Rentner wegen Behinderung und werde trotz schmalem Lohn mit der Rente auskommen weil ich über 35 Jahre gearbeitet habe.

Ich finde, es gibt keine schlechte Arbeit sondern vielmehr schlechte Einstellungen. Manchmal ist der Spatz in der Hand wertvoll. Mein Spatz sorgte fürs aufstehen, wo andere ausgeschlafen haben.... Einer dieser Schläfer hat mit 55 Jahren 5 Jahre Berufstätigkeit zu bieten....

Einfach testen Stabiloboss .... vielleicht passt es.

Gruss von Katzenstube
 

vidar

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Moin @ Stabilo Boss (Lumpi99)

Wenn ich mir so deine (berufliche) Vita betrachte, solltest du vielleicht allmählich mal damit anfangen dich selbst besser zu organisieren bzw. neu auszurichten, damit du nicht weiterhin derart unschlüssig durch das Berufsleben spazierst. Mit deiner bisherige Unbeständigkeit wirst du jedenfalls für dich künftig keine Lorbeeren einheimsen können.

Beweise also jetzt mal in deinem neuen Job, dass du auch befähigt bist eine Tätigkeit länger ausüben zu können. Aus einer Anstellung heraus ist auch besser nach einen neuen Job zu suchen, der dann auch deinen Wünschen/Forderungen entsprechen könnte.
.
 

Birgit63

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Du bist in deinem gelernten Beruf überfordert. Dann musst du halt was ungelerntes machen, was nicht so anspruchsvoll ist. Immer diese Sprüche von wegen verkauf dich nicht unter Wert. Diesen Spruch musste sich mein Mann auch schon anhören. Er hat sich aber in seinem Job (Altenpflegehelfer) sehr wohl gefühlt. Er hat Kaufmann gelernt. Diesen Job hat er nie gemocht. Den Job in der Altenpflege liebt er. Das ist für ihn Berufung. Dass er als Pflegehelfer nicht so viel verdient, ist dann eben Nebensache. Ich verdiene ja einigermaßen und so kommen wir gut über die Runden. Lass dir nicht so viel von Freunden reinreden. Mache das, was du für richtig hälst. Aber eines kann ich dir sagen. Je länger man arbeitslos ist, desto schwieriger ist es, sich wieder an einen geregelten Tagesablauf zu gewöhnen. Aus einem schlecht bezahlten Job kannst du dich immer auf einen besser bezahlten Job bewerben.
 

Badener

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......nur wie damit umgehen? Was ist eure Meinung dazu?

Habe mir vorgenommen, das beste draus zu machen, mich zusammenzureißen und einfach mein Zeug zu machen und mich nebenher natürlich weiter umzuschauen, ob nicht doch noch was "richtiges" rauspringt, wo ich mal mehr als 1.800€ brutto verdiene ;D (wäre übrigens nach meiner Lehre das Einstiegsgehalt in meinem alten Ausbildungsbetrieb gewesen).

Bin ich ein Trottel oder mache ich alles richtig? Oder was dazwischen? Was sagt ihr dazu?

Hätte gerne eure Meinungen!

Hallo,

genau so würde ich es machen!!!

Umso länger man ALOS war desto schwieriger wird es ... an gute Stellen zu kommen.

Viel Glück
LG
 

Nena

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Aus einem schlecht bezahlten Job kannst du dich immer auf einen besser bezahlten Job bewerben.
Mir haben schon einige Personaler (u.ä.) gesagt, dass es abschreckend "wirken könnte", dass ich putze. Aber, echt, auf so Firmen (sind alles nur kleine hier in der Region) pfeif' ich - und putze weiter...
 

Badener

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Mir haben schon einige Personaler (u.ä.) gesagt, dass es abschreckend "wirken könnte", dass ich putze. Aber, echt, auf so Firmen (sind alles nur kleine hier in der Region) pfeif' ich - und putze weiter...

Hallo,
sicher, das mag schon durchaus sein ... bei weitem nicht so abschreckend wie ALOS !!!
LG
 

Stabilo Boss

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Kleines Update vo mir:

Habe geschmissen :(
Nach 3 Stunden war ich körperlich schön völlig im Eimer, wurde in dem großen Container alleine gelassen und durfte allerhand schwere Pakete kreuz - und quer stapeln. Kam nicht hinterher, das Band staute sich schon, die Kollegen machten blöde Kommentare, keiner hat mir wirklich geholfen.....das sind mir ein wenig die Sicherungen durchgebrannt, hab meine Sachen gepackt und bin rausgetürmt, weggefahren und nicht mehr wiedergekommen.

Habe mega anschiss von meiner Freundin und von meiner Mom bekommen, da das ja nicht das erste Mal war, das sowas passiert ist. Ich dachte, ich hätte es im Griff, aber anscheinend doch nicht.....

Ich meine; ich brauche die Kohle und habe die kacke gewaltig am dampfen und trotzdem scheint mich das nicht genug zu motivieren, um einfach durchzuhalten. Das ist nicht mehr normal :(

Versuche die Firma jetzt dazu zu bringen, mir entweder den Vertrag aufzulösen oder micn einfach fristlos zu entlassen. Hingehen werde ich da sowieso nicht mehr; bin da jetzt natürlich verbrannt.

Und ne die Amtsperre ist mir eh egal, da ich da eh nicht hingehe und weiter versuchen werden, mich so durchzuschlagen.
Meine Freundin will mich im Moment eh nicht sehen und hat gesagt, sie bräuchte erstmal Zeit zum nachdenken und ich solle mir überlegen, wie es weitergehen soll und meine Mom überlegt auch noch, ob sie mich (wieder) aufnehmen wollen würde.....die Woche fängt ja toll an ;)
 

vidar

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Moin @Stabilo Boss,

Wäre ja auch ein Wunder, wenn es diesmal anders verlaufen wäre. Du bist einfach nicht für die „normale“ Arbeitswelt geeignet. Den richtigen Job für dich gibt es anscheinend sowieso nicht.

Dein bisheriges destruktives Verhalten wird dich jedenfalls nicht weiterbringen. Mittlerweile sind dir auch noch sämtliche dir angeboten Hilfen egal. Lebe also künftig dein Leben so, wie du es für dich selbst als richtig betrachtest.

Da du ja wahrscheinlich auch dann künftig niemand mehr auf dem Geldbeutel liegen möchtest, hast du dir zumindest jetzt schon mal die besten Voraussetzungen geschaffen, dich weiterhin intensiv selbst nach deinem Gusto verwirklichen zu können. Damit du künftig nicht auf der Straße liegst, solltest du dir jetzt schon mal Gedanken darüber machen, wo künftig dein Domizil ist. Denke auch daran, dass du verpflichtet bist dich bei einer Krankenversicherung anzumelden (ca. 190 € / Monat).
.
 

wheelie

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Konstruktiv wäre jetzt, zum Arzt zu gehen, Dir bescheinigen zu lassen, dass Du derzeit nicht arbeitsfähig bist, und dann zum Psychologen, um dringend an Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und ähnlichem zu arbeiten, das ist nämlich möglich. Dann könntest Du auch weiter von etwas mehr leben als Luft und Liebe, und hättest die Möglichkeit, vielleicht irgendwann etwas ausgeglichener zu sein. Und vielleicht auch zu verstehen, warum das bei Dir so ist, um damit besser klarkommen zu können und zu wissen, was für Dich möglich ist und wie.

Ansonsten wirst Du leider immer weiter tiefer fallen, aber es ist letzten Endes ganz allein Deine Entscheidung- beide Wege sind kein Spaziergang, aber ein Weg hat wenigstens die Perspektive auf Veränderung, wenn Du es denn willst.



Lg wheelie
 

Stabilo Boss

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Konstruktiv wäre jetzt, zum Arzt zu gehen, Dir bescheinigen zu lassen, dass Du derzeit nicht arbeitsfähig bist, und dann zum Psychologen, um dringend an Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und ähnlichem zu arbeiten, das ist nämlich möglich. Dann könntest Du auch weiter von etwas mehr leben als Luft und Liebe, und hättest die Möglichkeit, vielleicht irgendwann etwas ausgeglichener zu sein. Und vielleicht auch zu verstehen, warum das bei Dir so ist, um damit besser klarkommen zu können und zu wissen, was für Dich möglich ist und wie.

Ansonsten wirst Du leider immer weiter tiefer fallen, aber es ist letzten Endes ganz allein Deine Entscheidung- beide Wege sind kein Spaziergang, aber ein Weg hat wenigstens die Perspektive auf Veränderung, wenn Du es denn willst.



Lg wheelie

Ach, ist doch alles schon passiert!
Krankschreibungen, Geschlossene, Tagesklinik,Therapie, Medikamente und das seit gut 5 Jahren.
In vielen Sachen habe ich halt schon (große) Fortschritte gemacht und Privat komme ich auch super klar, aber sobald es in den Job geht tue ich mich auch weiter unglaublich schwer.

Meine Ausbildung war ja schon ne ziemlich Katastrophe, da ich in der schon mehrere Nervenzusammenbrüche hatte und deswegen bspw. fast das komplette zweite Lehrjahr verpasst habe, da ich in ner Klinik war.
Und ich konnte froh sein, das man nicht Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, um mich loszuwerden.So hat man mir dann in dritten Lehrjahr nur HiWi-Zeugs gegeben, damit ich mich voll auf die Schule konzentrieren konnte, damit ich ja die Prüfungen bestehe und die mich los sind ;D
Vllt. hat man mir damit auch keinen Gefallen getan.....

Dann 8 Monate ELO, währenddessen Praktika und Probearbeiten gemacht und da auch ein mal abgehauen nach ein paar Tagen.
Dann im März letzten Jahres ne Stelle gefunden, für die ich allerdings pendeln musste (ca. 20 Minuten mit dem Rad zum Bhf, dann 40 Minuten Zug und dann noch 15 Minuten laufen).
Da war der erste Tag die Hölle, da ich für einen riesigen Bereich komplett alleine zuständig gewesen wäre zzgl. Kommisionierung, Bestellungen, Außendienstkoordination etc..
Die Dame, die selber gekündigt und mich angelernt hatte, hat mich auch direkt gewarnt, wie stressig und anspruchsvoll es sei und das sie selbst nach 2 Jahren noch nicht den vollen Durchblick hatte und froh sei, bald weg zu sein. Mir wurde gleichzeitig heiß - und kalt und ich sackte immer mehr in mich zusammen.
Als dann noch der Chef kurz vor Feierabend anrief und mich in sein Büro zitierte, mir dann einen dicken Produktkatalog in die Händ drückte und sagte, das ich mir das alles anschauen sollte und er mich in den nächsten Tagen/Wochen abfragen wird, dann war es aus mit mir; bin dann nach Hause und habe mir geschworen, dort nie mehr hinzugehen. Hatte mich dann ca. ne Woche mit denen am Streiten, haben mir dann aber einfach den Vertrag aufgelöst und fertig.

Dann im August ne Stelle bei nem großen Paketdienstleister gefunden, wo ich aber nach 4 Tagen (immerhin ;D ) geschmissen habe, weil ich mit der Akkordmaloche nicht klar kam und vor allem nicht mit der Frühschicht (Beginn 3:30 Uhr). Außerdem war der Umgangston sehr "rau" und pünktlich war ich auch nicht immer. War einfach überfordert und habe dann die Reißleine gezogen.
Man hat mich dann gekündigt und mich für die Frist freigestellt, so das ich immerhin noch für den Monat Geld bekommen habe.

In November dann nen Job bei nem großen Onlinehändler gefunden als Picker/Packer für 450€ 1-2mal die Woche. Tat mich am anfang gewohnt schwer, kam aber immer besser zurecht. Um die Weinachtszeit war es sehr stressig (10-11 Stunden waren keine seltenheit), aber das habe ich auch überstanden. Da habe ich mich dann zum ersten mal sowas wie wohl und nicht überfordert gefühlt. Tja und jetzt wollte ich eigentlich mal Stunden aufstocken bzw. mal wegen Vollzeit nachhören und just in this moment flattert die Kündigung in den Briefkasten!
Auf Nachfrage bekam ich nur zu Hören, das man jetzt keine Verwendung mehr für mich hätte, aber man sich ja immer zweimal im Leben sieht und ich ja richtung Weihnachten wiederkommen könnte......

Story Of My Life.........
 

Katzenstube

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Grundsätzlich, lieber Stabiloboss,
finde ich gut, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt und bemüht bist in einem Job tätig zu werden und auch an Deiner Stabilität arbeitest! Am Besten dürfte das wirklich mit fachmännischer Hilfe sein. Eigentlich drehen wir uns alle immer wieder im selben Hamsterrad. Ein neutraler Beobachter/Psychotherapeut kann helfen aus dem Hamsterrad auszusteigen und sich selber andere Spielregeln zu basteln.

Vielleicht sollte es auch eine Arbeit mit anderer Anleitung sein, also womöglich der 2. Arbeitsmarkt. Als Start um Selbstbewußtsein zu erhalten?

Es ist nicht Deine Schuld, wenn nach der Weihnachtszeit ein Job endet. Es ist sehr oft nicht unsere Schuld, wenn ein Arbeitsvertrag ausläuft weil der Mohr seine Schuldigkeit getan hat Auch hat der Mohr selten schuld, wenn ein Projekt ausläuft und er auch wieder gehen kann.

Da es menschlich nicht mehr die Supermoral gibt wird kaum ein Arbeitgeber ehrlich sein und vorab und nach dem Ende des Jobs sagen: "Das war so geplant und hat nichts mit Dir zu tun.". Leider, da wir aber wissen, dass wir oft nur Kanonenfutter sind finde ich es richtig, dass Du weitere Versuche starten willst. Irgendwann kann ja die richtige Kombination dabei sein. Und wenn Du den einen oder anderen Job nicht schaffst, dann heisst es nicht, dass es an Dir liegen muss, sondern eventuell auch an den Anforderungen mancher Arbeitgeber.

Ich habe einen Therapeuten, der neben meinen Schmerzgeschichten auch in Sachen Psyche aktiv ist. Ich denke, mir hat das sehr gut getan. Eventuell hast Du auch die Möglichkeit, Deinen Arbeitsweg in Gesprächen mit einem Psychotherapeuten zu begleiten. Da lässt sich dann das eine oder andere bearbeiten und vor allen Dingen auch aus der persönlichen Bewertung nehmen.

In der ganzen Arbeitsmarktlage ist dass nämlich meiner Meinung nach das übelste, dass das Selbstwertgefühl immer weniger wird und man - zumindest ging es mir so - sich als Fallobst fühlt. So hatte ich mich auch lange verkauft und wurde dementsprechend auch so behandelt. Erst als ich bockig wurde, hat sich das geändert. Erst als für mich klar war, ich bin nicht der Fußabreter der Nation hat sich das Verhalten des Umfeldes geändert, dadurch auch meine Leistung und last not least mein Selbstbewußtsein.

Laß Dich nicht unterkriegen!

Gruß von Katzenstube
 

wheelie

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Moin,

da kann ich bei Katzenstube nur unterschreiben...

Und nach dem, was du darüber geschrieben hast, kann ich den Tipp mit krankschreiben und dann schauen, wo es hingehen kann, wirklich nur nochmal bekräftigen. Es gibt so viele Möglichkeiten, in Arbeit zurück zu finden, wenn es so weit ist, aber eigentlich ist doch erstmal das wichtigste, dass Du Dein Leben mit Dir selber auf die Kette bekommst. Dann kannst Du sicher auch so arbeiten, dass es für Dich ok ist, aber nicht umgekehrt, denn das führt immer wieder zu Druck und Überforderung und ist auf dauer auf jeden Fall absolut kontraproduktiv.

Im Grunde ist die Erwartung der Gesellschaft/ Gesetze wie auch immer ja, dass Du, wenn Du nicht arbeitsfähig bist, alles dafür tust, um die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Das klingt dann nur so nutzbringend, aber Du kannst es ja auch für Dich selber sehen: Nur wenn ich einigermaßen stabil in mir selber bin, kann ich auch arbeiten, und vor allem geht es mir nur dann selber auch besser. Im Grunde hast Du selber ja als erster was davon, wenn es Dir besser geht.

Erstmal brauchst Du dafür dann einen Arzt, der Dich so lange aus dem Verkehr ziehst, wie Du das brauchst, um so stabil und sicher im neuen Verhalten zu sein, dass Dich nicht alles sofort komplett aus der Bahn wirft. Wenn Du dann noch Verhaltensweisen lernen kannst, wie Du aus einer Situation, die im Grunde einfach nur ätzend ist, herauskommen kannst, ohne innerlich Dein Gesicht zu verlieren oder gegen überkochende Emotionen anzukämpfen, dann kannst Du wieder versuchen, etwas zu finden, was Deiner Situation an Arbeit angemessen ist. Aber so wie Du hier schreibst, habe ich das Gefühl, dass das einfach noch zu früh ist.

Ich wünsche Dir die KRaft, und die Begleitung, dass Du jetzt eine gute Lösung findest, nicht nur aus dem Impuls heraus, sondern auch in Richtung Zukunft, und dass Du für Dich einen Weg mit Dir und irgendwann Arbeit findest, der Dich nicht kaputt macht.

Lg wheelie
 
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