Nach Ende meines ALG1-Anspruchs möchte ich auf den Bezug von ALG2 verzichten. Brauche ich dafür tatsächlich für die Arbeitsagentur eine Bescheinigung vom Jobcenter?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

NNBezug

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Januar 2021
Beiträge
13
Bewertungen
0
Hallo liebe Elo's

ich hätte mal eine relativ kurze Frage. Nach dem nun mein ALG I Anspruch ausgelaufen ist, ich aber die Notwendigkeit zur Beantragung und Prüfung eines möglichen ALG II Anspruches NICHT gegeben sehe, fordert mich die zuständige Bearbeiterin zur vorlage einer Bescheinigung des hiesigen Jobcenters auf, die Nachweisen kann das von mir keine Leistung beantragt oder bezogen werden. Die Argumenation diesbezüglich lies sich nur schwer da am Telefon nachvollziehen und aufgrund einschlägiger schlechter Erfahrung bezüglich recht u.a. fragwürdiger Methoden im Bereich der Erstellung und Aufforderung zur Zeichnung von Eingliederungsvereinbarungen bin ich ein wenig skeptisch, was dies soll und ob es da vielleicht einen Harken gibt.

Hat jemand von euch schon mal eine ähnliche Aufforderung erhalten, wenn ich meine Sachbearbeiterin richtig verstanden hab soll dies ja nun bei schon 300 anderen "Fällen" problemlos so geklapt haben ?

Hat schon von euch jemand so eine Bescheinigung beantrag oder erhalten ?

Danke und bleibt gesund !
 
Zuletzt bearbeitet:

NNBezug

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Januar 2021
Beiträge
13
Bewertungen
0
Wenn sie sowas von dir will, dann soll sie das schriftlich anfordern mit Rechtsgrundlage.
Danke für deine sachliche Einschätzung ABER vielleicht meint Sie es ja gut mit mir? Gebranntes Kind scheut das Feuer aber manchmal findet ja auch ein blindes Huhn ein Korn oder ähnliches.

Bisher war ich in vergleichbaren Situationen immer bemüht meine intensiven Bewerbungsbemühungen aufrecht zu erhalten, primär natürlich um arbeit zu finden aber auch um später also quasi sollte ich es mit (Prognose Renteneintrittsalter)85 nicht ganz auf meine (Prognose Grundrente Nettoversicherungsjahre) 60 gebracht haben, durch eben diese intensiven Bewerbungsbemühungen meine verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt irgendwie glaubhaft zu machen, das ist ja auch das was die AFA macht. Die meldet dem Rentenversicherungsträger das man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stand und wahrscheinlich auch je nach Aktenlage mehr oder weniger Vermittlungshemmnis festgestellt oder abgebaut wurden.

Also so hatte ich mir das mal vor ein paar Jahren aus der Rechtslage zusammen gereimt bin ja auch nicht vom Fach und die Rechtslage bewegt sich ja auch schneller als ich meine Taler im prognostizierten Rentenalter von 85 ins trockene bringen kann (Bin nicht so der Kapitalmarktanleger halte das im großen und ganzen für gesellschaftlich nicht nachhaltiges Glückspiel). Zusammen mit den bereinigten Statistiken, könnte man dann ja ne Sammelklage gegen die vermutlich prognostizierten notwendigen 60 Jahre Netto beschäftigung die für sone Grundrente notwendig wären auf den Weg bringen. Hatte ja schon gesehen das hier im Rahmen der deskriptiven Statistik durchaus schon andere Berechnungsmodelle zum Thema Arbeitslosenquote vs. Verfügbarer (nicht präkärer) Beschäftigung im Forum rumgeisterten. Und den einzigen Vorwurf den ich mir dann machen lassen müsste ist das ich nicht Lotto gespielt habe :) kleiner Scherz.

Hat noch keiner hier sone Aufforderung erhalten, von seinem Sachbearbeiter oder Fallmanager vor Ablauf des Anspruches oder dannach?
 

Fox29

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 Februar 2020
Beiträge
779
Bewertungen
1.229
Letztendlich kann des deiner Beraterin völlig egal sein, was du nach dem AlG Bezug so machst. Theoretisch kannst du dich auch von der Agentur abmelden und hast deine Ruhe, dann werden die Zeiten der Arbeitslosigkeit aber nicht mehr an die Rentenversicherungen geschickt. Würde mich ggf mal mit der DRV in Verbindung setzen und besprechen wie du die ohne Agentur nachweisen kannst. Das ist nämlich durchaus möglich.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.484
Bewertungen
19.589
Letztendlich kann des deiner Beraterin völlig egal sein, was du nach dem AlG Bezug so machst.
Nicht ganz, denn die Vermittlung der AFA kann man auch in Anspruch nehmen wenn man keine Leistungen mehr von der AFA bezieht oder ein anderer Leistungsträger zuständig ist. Wenn TE also weiterhin die Vermittlung der AFA in Anspruch nehmen will benötigen diese eine Bescheinigung das er keine Leistungen nach SGB II oder nach einem anderen Sozialgesetzbuch bezieht. Würde er Leistungen nach dem SGB II bekommen wäre die AFA bei der Vermittlung raus weil dies dann das Jokecenter übernimmt.
 

Fox29

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 Februar 2020
Beiträge
779
Bewertungen
1.229
Völlig richtig, wobei die Bescheinigung nur bei einer Optionskommune Sinn macht. Wenn es ein "normales" Jobcenter ist, kann die SB im System sehen, ob SGB II Leistungen beantragt wurden.
Die Grundfrage ist ob TE weiter geführt werden möchte ohne Leistungen zu beziehen oder nicht. Wenn nicht wird er abgemeldet und dann ist Ruhe (aber Obacht mit den Anrechnungszeiten für die Rente)
 

BerndB

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2016
Beiträge
1.199
Bewertungen
679
Ich stimme @Fox29 und @HermineL voll zu.
Nur zur Ergänzung für @NNBezug : Eine Optionskommune erkennt man daran, dass nur die Kommune (Kreis oder Stadt) Träger des Jobcenters ist und nicht Kommune und Arbeitsagentur (gemeinsame Trägerschaft).
 

NNBezug

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Januar 2021
Beiträge
13
Bewertungen
0
Danke für die klärenden Rückmeldungen. Ich werde also eine entsprechende Bescheinigung beantragen. Gibt es einen plausiblen Tonus oder reicht eine formlose Erklärung eine mögliche zukünftige Antragsstellung bekannt zugeben gegen über der AFA.
 

isso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
2 August 2017
Beiträge
562
Bewertungen
525
Ich weiß jetzt nicht, wie es deutschlandweit ist. Aber anders als beim Arbeitslosengeld I gibt es zumindest in meiner Region keine sogenannte Negativbescheinigung für den SGB II Bezug. Kann natürlich wo anders anderd sein, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dir gesagt wird, dass so was nicht ausgestellt werden kann (einfach, weil es das nicht gibt) ist relativ hoch.
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.316
Bewertungen
9.745
Du arbeitest ja auch in einer gE. Ich vermute, im Gebiet des TE ist eine OK zuständig. Und da die Agentur an Leistungsempfänger nach dem SGB II keine Beratung und Vermittlung erbringen darf (§ 22 Abs. 4 SGB III), wird die Agentur für Arbeit den Nachweis brauchen, dass der TE kein ALG 2 Empfänger ist, denn Zugriff auf die Programme einer OK wird keine Agentur für Arbeit haben.
 

isso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
2 August 2017
Beiträge
562
Bewertungen
525
Deswegen schrieb ich ja auch, dass ich nicht sagen kann, wie es Deutschlandweit ist. Und ich habe nicht gesagt, dass es ausgeschlossen ist, dass man es bekommt. Auch in einer gE soll es tatsächlich vorkommen, dass so etwas verlangt wird, wenn auch eher selten für das SGB III. Aber aich das kommt durchaus vor. Und du musst mich auch nicht belehren, denn mir ist der Vorgang und Grund durchaus bekannt.
 

NNBezug

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Januar 2021
Beiträge
13
Bewertungen
0
Es gibt nach Telefonischer Rücksprache eine erste Rückmeldung das eine entsprechende Bescheinigung erstellt wird. Ich halte euch auf dem laufenden. Was mich natürlich noch interessiert ist wie oft so eine Bescheinigung vorgelegt und eingefordert werden kann und ob nicht generell oder aber im folgenden die Erklärung genügt eine Beantragung bekannt zu geben.

Wenn ich die Gesetzeslage richtig lese und dem Hinweis von Helga folge, habe ich solange kein anderer Träger zuständig ist rechtwohl auf Leistungen (Beratung/Vermittlung) selbst wenn der Anspruch auf GELD-Leistungen erloschen/verbraucht ist, ein anrecht. Das dies zusätzlich auch noch auf die Rentenzeiten dings bums auswirkt bin ich nur zufällig aufmerksam geworden. Ist aber für die Gesprächspartner und Ansprechpartner scheinbar der plausibelste Grund der nach meinem dafür halten aber durch aus Aufgrund des für mich nicht wirklich schlüssigen Konzepts Rente in 40++ Jahren eher hinten ansteht. Es macht doch grade was aktuell in Arbeit bringt deutlich mehr Sinn, also warum darauf verzichten.

Ich hatte auch schon mal kontakt mit der Rentenversicherung die war sichtlich überrascht und überfordert mit der Anfrage und wollte mich gleich wieder an die AFA abwimmeln, weshalb ich den dennoch anberaumten Beratungstermin nicht wahr genommen habe. Wenn man schon bei der Nachfrage am Telefon die hochgezogene Nase und den Ekel höhrt das da jemand ist der keine Arbeit hat, dann kann man sich wohl anbetracht der bereits demonstrierten Ahnungslosigkeit bzgl. der Problematik auch die Beratung sparen.

Deswegen nochmal meinen Dank und meine Wertschätzung an die fleissige Statistik Biene, deren Statistik sollte man geneigt sein ihr zu folgen in der Lage ist das Konzept von "Florida Frank" der wohl dank Bild und Konsorten noch in vielen Köpfen rumgeistert zu utermineren. Weiterso!

--------

:) die haben keinen schmudel bereich für themen die nicht ins marketing konzept passen xD
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.316
Bewertungen
9.745
Und du musst mich auch nicht belehren, denn mir ist der Vorgang und Grund durchaus bekannt

Das konnte ich leider anhand deiner Antwort nicht erkennen, dass dir die Zuständigkeit einer OK bewusst war, denn wenn es dir bekannt gewesen wäre, dann war das
aber die Wahrscheinlichkeit, dass dir gesagt wird, dass so was nicht ausgestellt werden kann (einfach, weil es das nicht gibt) ist relativ hoch.

doch wohl Nonsens.

Insofern darfst du natürlich gern dazulernen.
 

NNBezug

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Januar 2021
Beiträge
13
Bewertungen
0
Insbesondere möchte ich mich für den didaktischen Einsatz von Helga bedanken ;) sobald die Bescheinigung vorliegt und nicht komplet formlos ist stelle ich Sie entsprechend zu verfügung und melde mich nochmal sollte sich ein Turnus der Bescheinigung herauskristallisieren.

Ich gehe inzwischen auch von einer Optionskummune aus!
 
E

ExUser 2606

Gast
Ich hatte auch schon mal kontakt mit der Rentenversicherung die war sichtlich überrascht und überfordert mit der Anfrage und wollte mich gleich wieder an die AFA abwimmeln, weshalb ich den dennoch anberaumten Beratungstermin nicht wahr genommen habe. Wenn man schon bei der Nachfrage am Telefon die hochgezogene Nase und den Ekel höhrt das da jemand ist der keine Arbeit hat, dann kann man sich wohl anbetracht der bereits demonstrierten Ahnungslosigkeit bzgl. der Problematik auch die Beratung sparen.
Nach meiner Erfahrung is das, was man in den Auskunfts-und Beratungsstellen der DRV läuft um klassen besser, als das was die DRV am Telefon liefert. Ich habe es sogar schon erlebt, als dort einen Widerspruch abgegeben habe, dass man mir sagte: "Lassen Sie sich nichts gefallen, die in Berlin bauen soviel Mist!"

Zumindest be uns ist es so, dass man dort eine Eingangsbestätigung bekommt, ohne dass man danach fragen muss und dass man im Beratungsgespräch auf Dinge hingewiesen wird, die man selber nicht auf dem Schirm hatte. Also wirklich Beratung, wie sie eigentlich sein soll, keine Spur von"hochgezogener Nase", alles sehr freundlich.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.484
Bewertungen
19.589
Nach meiner Erfahrung is das, was man in den Auskunfts-und Beratungsstellen der DRV läuft um klassen besser, als das was die DRV am Telefon liefert. Ich habe es sogar schon erlebt, als dort einen Widerspruch abgegeben habe, dass man mir sagte: "Lassen Sie sich nichts gefallen, die in Berlin bauen soviel Mist!"
Das stimmt denn die Mitarbeiter dort sind geschult darauf einem Honig um den Bart zu schmieren und sich demonstrativ auf die Seite des Deliquenten zu stellen. Alles nur um einen in Sicherheit zu wiegen bevor man dann so oder so alles ablehnt oder es in die Klage vor dem Sozialgericht laufen lässt. Mehrfach bei mir selber und bei vielen anderen erlebt. Wer sich darauf verlässt oder herein fällt der der ist verlassen.

Zumindest be uns ist es so, dass man dort eine Eingangsbestätigung bekommt,
Das ist je nach Beratungsstelle vollkommen unterschiedlich. Bei manchen gibt es das in der Tat unaufgefordert bei anderen muss man mit Nachdruck darauf bestehen.


ohne dass man danach fragen muss und dass man im Beratungsgespräch auf Dinge hingewiesen wird, die man selber nicht auf dem Schirm hatte.
Na klar um zu sondieren ob der Deliquent geneigt ist sich auch dort zur Wehr zu setzen damit man darauf direkt vorbereitet ist.


Also wirklich Beratung, wie sie eigentlich sein soll, keine Spur von"hochgezogener Nase", alles sehr freundlich.
Ich will gar nicht ausschließen das es an der einen oder anderen Stelle auch super Sachbearbeiter dort gibt die einem helfen wollen aber die Regel ist das dies alles aus rein taktischen Gründen passiert und man nicht so dumm sein sollte darauf reinzufallen.
 

NNBezug

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Januar 2021
Beiträge
13
Bewertungen
0
Interessant nagut aktuell für mich da ja weiter in der Betreung/Vermittlung durch die AFA nicht akkut. Aber beide Taktiken bzw. Ausprägungen konnte ich bei anderen Sozialleistungsträgern in Bezug auf die Definition von "Beratung" und ihrem Zweck auch selbst beobachten. Vielleicht macht es am Ende der Mensch aus, der mit einem redet, und ob die Chemie stimmt. Auf der anderen Seite stehen natürlich auch Ängste das durch eine falsch Beratung oder Missverständnisse eventuell "Klagen" kommen.

Es gibt eine kurze Rückmeldung meiner Sachbearbeiterin das es aufgrund der aktuellen Arbeitslosigkeit keiner Folgebestätigung bedarf, sobald die einmal Bestätigung der zuständigen Optionskommune bei ihr eingeht. Ob sollte die Pandemie sich relativieren von meiner erteilten Freigabe die Informationen ggf. selbst zu erfragen um unnötige Verwaltungsaufwände zu sparen, dann aufgegriffen wird oder ich wieder Postweiterleiten darf, kann ich ja mal zurückmelden.

Tausend dank für eure Erfahrungen und Einschätzungen, ich stelle noch insofern nicht komplet formlos die Bescheinigung ein, kann man ja seiner jeweiligen Optionskommune so ggf. anbieten sollte die sich erstmal Querstellen oder nicht klar kommen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Das stimmt denn die Mitarbeiter dort sind geschult darauf einem Honig um den Bart zu schmieren und sich demonstrativ auf die Seite des Deliquenten zu stellen. Alles nur um einen in Sicherheit zu wiegen bevor man dann so oder so alles ablehnt oder es in die Klage vor dem Sozialgericht laufen lässt. Mehrfach bei mir selber und bei vielen anderen erlebt. Wer sich darauf verlässt oder herein fällt der der ist verlassen.
Mag sein,dass du recht hast.Bei mir ging es bisher nur 2x um enen Antrag auf Kontenklärung undda war ich sehr zufrieden, weil man mich eben ungefragt zum Beispiel darauf aufmerksam machte, dass es sinnvoll sei, noch meinen Gesellenbrief als Anchweis eier abgeschlossenen Ausbildung vorzulegen, um die Ausbildungszeiten renterechtlich anerkannt zu bekommen.

Sonstige Anträge habe ich selber ausgefüllt und die beratungsstelle nur als Abgabestelle genutzt.
 
Oben Unten