Nach einer Nierenresektion das Muster 20 (Wiedereingliederung) erhalten

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Willi Klein

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Zuerst einmal einen schönen guten Tag an alle hier.
Ich bin neu hier und versuche mich deshalb langsam voran zu tasten.
Meine Frage bezieht sich auf den Wortlaut in meiner Überschrift.
Kurze Erklärung zum o.g. Fall:
Schwerbehinderung (mit Ausweis GDP60, Gleichstellung)
Langzeitarbeitslos, Minijob max 100€
Ich habe schon eine längere Zeit Krebs an der linken Niere, dieser wurde mir in mehreren Schritten über die Jahre hinweg entfernt.
Da bei der letzten Untersuchung (2018) festgestellt wurde, das sich ein neues Karzinom gebildet hatte
und es keine andere Möglichkeit gab als das Organ zu entfernen, musste ich mich einer Resektion unterziehen.
Nach der OP auf eigenen Wunsch keine Reha.
Mein Genesungszustand zog sich sehr in die Länge (3 Monate). Aktuell kann ich nur sehr erschwert den Minijob wahrnehmen.
Meine Sachbearbeiterin habe ich über meinen Gesundheitszustand in Kenntniss gesetzt.
Mitte diesen Monat (nach einer Untersuchung beim Urologen) händigte er mir das Muster 20 aus, mit der Bitte um Vorlage beim AG des Minijobs und des JC.
Ich bin aktuell nur ca. 1 Stunde Eisatzfähig und leide unter sehr großen Schmerzen.
Meine SB schlug mir jetzt zusätzlich eine AGH vor, trotz dieses Muster 20.
Termin zum AGH Vorgespäch liegt vor.
Wie soll ich mich nun verhalten, was kann ich dagegen tun?
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Ich bin aktuell nur ca. 1 Stunde Eisatzfähig und leide unter sehr großen Schmerzen.
Warum bist Du damit nicht AU geschrieben? Hast Du mal daran gedacht, EU-Rente zu beantragen?
Der zuständige SB sollte mit der beschriebenen Sachlage eigentlich wissen, daß in dem Fall die Erwerbsfähigkeit infrage gestellt ist
und er sich, statt Dich in eine AGH zu drücken, um die Abklärung Deiner Erwerbsfähigkeit kümmern müsste.
§ 16d SGB II Arbeitsgelegenheiten
(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte können zur Erhaltung oder Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit,
die für eine Eingliederung in Arbeit erforderlich ist, in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden ...
§ 8 SGB II Erwerbsfähigkeit
(1) Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist,
unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein ...
Ich denke, unsere Spezialistin @Doppeloma wird sich heute abend ausführlicher um Dein Anliegen kümmern. :icon_wink:
Ansonsten wie schon von @Kerstin_K geraten: Schleunigst zum Arzt AU schreiben lassen und den AGH-Termin nachweisbar absagen.
Mit der Begründung, daß Du gesundheitlich nicht in der Lage bist, eine deratige Maßnahme zu leisten.
 

saurbier

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Hallo Willi Klein,

vorab wäre hier vielleicht interessant wenn du uns mitteilen würdest wie alt du bist, denn das wäre für weitere Überlegungen nicht ganz unbeachtlich, genauso ob bei dir noch andere nicht unerhebliche Erkrankungen vorliegen die einem Erwerbsleben entgegen stehen könnten.

Also ich persönlich hab auch vor vielen Jahren mehr durch Zufall im Rahmen einer Untersuchung von meiner kranken Niere erfahren, was mich jedoch glücklicher Weise noch nicht erheblich beeinträchtigt, da so wie es mir der Prof. der hiesigen Urologie erklärte meine andere Niere dies noch gut kompensieren kann.

Also ich würde an deiner Stelle mir jetzt umgehend eine AUB vom behandelnden Arzt besorgen und mich solange du unter Schmerzen leidest AU schreiben lassen.

Das du keine Reha gemacht hast, ist sicherlich nicht von Vorteil, denn da hätte die DRV zumindest mal deine Leistungsfähigkeit grundsätzlich bei abklären können, denn wer weiß schon wie weit der Krebs deinen Körper geschädigt hat.

Bei einem 100,-€/mtl. Minijob mit einer stufenweisen Wiedereingliederung zu kommen, nun das finde ich schon sehr merkwürdig, denn wieviel Stunden am Tag hast du da denn so gearbeitet um da überhaupt einen positiven Effekt erzielen zu können. Sowas ist doch blödsinn, wenn man im Monat bei einem aktuellen Mindestlohn von 9,19 €/Std. ingesammt lediglich 11 Std./mtl. arbeitet. Lass es !

Auch der Versuch des SB dich jetzt auch noch mit einer AGH zu kommen zeigt doch wieviel Verstand dir da gegenüber sitzt.

Du hast Schmerzen, wohlmöglich nicht unerhebliche und da gehört man nicht in eine AGH sondern in ärztliche Behandlung.

Also wie gesagt, hol die schnellstmöglich eine AUB und leg die dem SB nachweislich vor. Damit bist du zuerst mal aus seinem AGH Versuch raus. Sollte die AUB länger anhalten, dann soll der SB dich bitte dem ärztlichen Dienst vorstellen, damit dieser abklärt was duaktuell überhaupt noch arbeiten kannst, denn mit Kranken kann und darf er nichts machen.

Vielleicht solltest du mal mit deinem behandelnden Arzt gemeinsam darüber nachdenken, ob nicht wohlmöglich ein Rentenantrag ein möglicher Weg wäre.


Grüße saurbier
 

Willi Klein

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Hallo Willi Klein,

vorab wäre hier vielleicht interessant wenn du uns mitteilen würdest wie alt du bist, denn das wäre für weitere Überlegungen nicht ganz unbeachtlich, genauso ob bei dir noch andere nicht unerhebliche Erkrankungen vorliegen die einem Erwerbsleben entgegen stehen könnten.

Ich bin 60 Jahre alt (Jahrgang 1958)

Ja es bestehen noch weitere Krankheiten, Herzinfarkt 2008, Koronare Herzkranheit, Bluthochdruck etc.pp.
 

Sowhat

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An dieser Stelle wird es ja unmenschlich und absolut geschmacklos beim JC. Was soll ein 60jähriger, der so schwer krank ist auch noch in eine AGH geschickt werden.
Es wird wirklich Zeit, dass du einen Rentenantrag stellst. Wenn du irgendwann wieder fit genug werden solltest, dann kannst du dir ja einen kleinen Minijob dazu suchen. Aber sich von irgendwelchen JC-SBs schickanieren lassen, also das solltest du dir nicht länger als unbedingt nötig antun. Das tut deiner Gesundheit auch gar nicht gut.
Alles Gute!
 

Susanne42

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Ich würde dir dringend empfehlen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Deinen Minijob kannst du damit, wenn es dir mal besser geht, immer noch machen.
Bei Erwerbsminderungsrente darfst du 6300€ dazu verdienen im Jahr
 

verona

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Ich würde dir dringend empfehlen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Deinen Minijob kannst du damit, wenn es dir mal besser geht, immer noch machen.
Bei Erwerbsminderungsrente darfst du 6300€ dazu verdienen im Jahr
Sofern die Rente zum Leben ausreicht, sonst kommt Grusi hinzu. Damit sind die Hinzuverdienstgrenzen andere.
 

Willi Klein

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An dieser Stelle wird es ja unmenschlich und absolut geschmacklos beim JC. Was soll ein 60jähriger, der so schwer krank ist auch noch in eine AGH geschickt werden.
Es wird wirklich Zeit, dass du einen Rentenantrag stellst. Wenn du irgendwann wieder fit genug werden solltest, dann kannst du dir ja einen kleinen Minijob dazu suchen. Aber sich von irgendwelchen JC-SBs schickanieren lassen, also das solltest du dir nicht länger als unbedingt nötig antun. Das tut deiner Gesundheit auch gar nicht gut.
Alles Gute!

Irgenwo denkt die SB wohl nur an sich, denn sie will ja auch im Amt (auf Kosten ihrer Kunden) vorwärts kommen. Wer weis was sie für Auflagen erhalten hat von ihrem Teamleiter.
Desweiteren kann ich sie ja mal beim nächsten Termin an die Menschenwürde erinnern, die sie einzuhalten hat.
Ich habe bereits bei der ersten Nachuntersuchung seitens des Urologen empfohlen bekommen, das ich die Rente beantragen könnte.
Die DRV hatte mich auch im Dez. 2018 angeschrieben wegen einer Kontenklärung die aktuell noch läuft.
Ich muss noch einige Unterlagen zur DRV hinschicken.
 

saurbier

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Hallo Willi Klein,

wie schon angesprochen.

Ich gehe doch mal davon aus, daß du vor deiner Langzeitarbeitslosigkeit bereits ausreichend Rentenansprüche in deinem Arbeitsleben erworben hast, oder, auch wenn das jetzt mal zweitrangig wäre.

Also mit 60 Jahren und dann noch entsprechenden Erkrankungen, sorry da kann ich den Arzt nicht verstehen.

Mach dich auf zu deinem Hausarzt und bespreche mit dem ob für es für dich nicht besser wäre wenn du eine EMR beantragen würdest.

Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt dürfte es für dich auch in Zukunft eh nicht rosig aussehen, also was bitte gibt es da zu verlieren.

Stell einen EMR-Antrag - lieber heute als morgen -, denn damit wärst du auch aus den irren Fängen des JC SB erst mal raus. Dann müßte die DRV entscheiden wie es mit dir weiter geht und die würde wohl als erstes mal eine Rehabilitation in die Weg leiten (deine letzte hast du ja abgelehnt), weil eben der Grundsatz gilt - Reha vor Rente -.

Je nach Ausgang der Rehabilitation würde dann die DRV entscheiden wie man weiter mit dir verfährt, denn ungeachtet deines Alters kommt es ja nur auf deine Erwerbsfähigkeit an, also in welchem Umfang die ggf. noch vorhanden ist. Danach würde sich dann der Umfang einer möglichen EMR richten und das würde ich dir als Krebspatient dringend an s Herz legen, denn wer weiß schon ob das ganze jetzt mit der letzten OP entgültig ausgestanden ist.

Zögere nicht lange herum, pack es an, es ist doch deine Zukunft und die möchtest du doch sicherlich nicht mit solch einem SB verbringen wollen, oder.

Wenn du aktuell schwere Schmerzen hast, dann lass dich als erstes einmal von deinem Arzt (Hausarzt) AU schreiben. Dann kannst du den EMR-Antrag in Ruhe auch von zuhause stellen, denn die Antragsunterlagen kannst du Online bei der DRV herunter laden.

Deutsche Rentenversicherung - Rente - Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit einschließlich Krankenversicherung der Rentner

Wenn du Fragen zu den Anträgen haben solltest, frag hier nach, wir werden versuchen zu helfen - so es uns möglich ist.

Gut wäre es, wenn du dem EMR-Antrag entsprechend aktuelle Arztberichte beifügen würdest die deinen schlechten Gesundheitszustand belegen, z.B. auch den letzten OP Bericht.

Deine aktuelle Wiedereingliederung in den Minijob würde ich ganz schnell vergessen, denn sowas bringt für einen Minijob mit dem man nur 100,-€/mtl. verdient überhaupt nichts, solche arbeiten sind eher Freizeitbeschäftigungen/Hobby aber kein Arbeit.

Für dich zählt wenn überhaupt nur eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle, dabei liegt aber die Betonnung immer auf sozialversicherungspflichtige Arbeit.

Das der SB hier mit einer AGH kommt, ist schon irre. Vergiß auch das. Teile dem SB mit, daß du einen EMR-Antrag stellen wirst, weil du wegen deiner Schmerzen einfach nicht arbeiten kannst. Das wird dem sicherlich freuen, ist er dich dann doch vorerst mal los.

Desweiteren kann ich sie ja mal beim nächsten Termin an die Menschenwürde erinnern, die sie einzuhalten hat.

Also mit sowas brauchst du einem SB nicht zu kommen, denn da wird sie wohl kaum drauf reagieren, wozu auch. Du sitzt bei ihr in einer Behörde und die fahren heutzutage stur nach schema F, da zählt der Mensch nicht mehr. Fürs JC und dem SB bist du eben nur ein Kostenfaktor, welcher der Kommune solange Geld kostet bis man dich los ist. Das muß man eben ganz nüchtern sehen, deshalb sagen wir ja auch nicht umsonst immer wieder - man solle sich von dort nicht alles gefallen lassen -.

Ich habe bereits bei der ersten Nachuntersuchung seitens des Urologen empfohlen bekommen, das ich Die Rente beantragen könnte.

Ja nun, dann hast du doch jetzt die Bestätigung, also was hindert dich dann noch daran nicht umgehend den EMR-Antrag zu stellen. Auf gehts.


Grüße saurbier
 

Willi Klein

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Hallo Willi Klein,

wie schon angesprochen.

Ich gehe doch mal davon aus, daß du vor deiner Langzeitarbeitslosigkeit bereits ausreichend Rentenansprüche in deinem Arbeitsleben erworben hast, oder, auch wenn das jetzt mal zweitrangig wäre.

Also mit 60 Jahren und dann noch entsprechenden Erkrankungen, sorry da kann ich den Arzt nicht verstehen.

Mach dich auf zu deinem Hausarzt und bespreche mit dem ob für es für dich nicht besser wäre wenn du eine EMR beantragen würdest.

Ja mein Rentenanspruch ist ausreichend.
Es läuft aber noch eine Kontenklärung seit Dez. 2018.
Ich werde direkt morgen Früh zu meinem Hausarzt gehen um einen Termin zu erhalten (ohne T. geht das bei dem Dok leider nicht, außer es ist lebensbedrohlich)
Desweiteren versuche ich sofort eine AU zu bekommen.
Diverse KH Berichte liegen dem Hausarzt vor.

Ich werde im weiteren Verlauf zum Rentenantrag, deinen Vorschlag annehmen und dazu hier Fragen stellen.
 
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