Nach DIA-AM, jetzt auch noch der medizinische Dienst (1 Betrachter)

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Trixi2011

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Heute hatte ich meinen Termin beim JC - Nochmals danke an meinen netten Beistand, der Protokoll geführt hat -.

Jedenfalls hatte ich die Hoffnung, dass heute endlich nach mehr als 6 Jahren sich das Kapitel Hartz IV für mich schließt und ich die Aufforderung Grundsicherung zu beantragen.

PUSTEKUCHEN - vorerst! :icon_dampf:

Ich hatte ja eine Diagnosemaßnahme für Arbeitsmarktfähigkeit von schwerbehinderten Personen (DIA-AM) teilgenommen und bekam die Empfehlung für eine Behindertenwerkstatt.

Im Grunde, zu mindestens für mich, ist damit doch die Sache klar und alles könnte, wenn es nach mir ginge, ganz einfach von statten gehen... Passende Werkstatt aussuchen, angemeldet werden, fertig!

Aber NEIN... Nach Aussage der netten SB ist es nach Statuten notwendig mich jetzt noch zum medizinischen Dienst der AfA zu schicken, die auch nochmal eine Diagnose mit mir machen.

Im Juni 2011 hatte ich bereits eine Untersuchung und bereits da stand in der Diagnose, dass ich DAUERHAFT erwerbsgemindert bin. Damals hatte ich noch keinen GdB!

Mittlerweile verfüge ich über einen GdB von 80% mit MZ G / B, der UNBEFRISTET ist.

Was soll dieser Schei$$?

DAS SCHÄRFSTE WÄRE JA, WENN DIE DER DIA-AM DIAGNOSE WIDERSPRECHEN UND MICH FÜR ERWERBSFÄHIG EINSTUFEN.
 
H

HolgerKanns

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Die Anerkennung als Schwerbehinderte hat nichts mit der Erwerbsfähigkeit zu tun.
Der Schwerbehindertenstatus ist lediglich ein Nachteilsausgleich.
 

gila

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Trixi - schau doch mal in der HEGA nach ... "Notwendigkeit Einschaltung ÄD", ob das für deinen Fall überhaupt angezeigt ist.
Denn aus "Jux und Dollerei" DARF der ÄD nicht einfach eingeschaltet werden.
 

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Trixi2011

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Trixi - schau doch mal in der HEGA nach ... "Notwendigkeit Einschaltung ÄD", ob das für deinen Fall überhaupt angezeigt ist.
Denn aus "Jux und Dollerei" DARF der ÄD nicht einfach eingeschaltet werden.
Danke für den Link!

Ja....:icon_dampf: von den Notwendigkeiten (Punkt 3.1.1) her, wenn man es im allgemeinen Licht betrachtet, kann man viele Gründe finden, warum die mich nochmal untersuchen wollen.

Sollen sie es machen und wenn sie meinen dass ich trotz Schwerbehinderung erwerbsfähig bin um Zementsäcke zu schleppen oder Bäume mit den Händen auszureißen, dann geht der ganze Terz halt weiter.

Echt ich habe keinen Bock mehr auf die Schei§§e!

Warum glauben diese Ä... immer das sie alles besser wissen als man es selber tut?

Ich will ja arbeiten, aber halt in dem Rahmen in dem ich es mit meinen Einschränkungen für möglich halte und nicht in dem Rahmen den diese Saubande für mich als möglich empfindet.
 

gila

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Hallo Trixi!

Mach dir nicht so viele Gedanken vorab.
Ich denke mal, der Medizinische Dienst an sich dürfte KAUM in der Lage sein, eigenständige Untersuchungen oder gar Diagnosen zu stellen, die bereits bestehende Einschränkungen "außer Kraft setzen". Sie müssen sich im Prinzip an den bisherigen Befunden orientieren. Bei dir dürfte die Aktenlage doch eindeutig sein, oder?

Ich wäre mal der Meinung, ein MDK oder ein ÄD kann sich mit seiner Beurteilung nicht über sämtliche Fachärzte, Untersuchungen und Befunde hinweg setzen.
Wahrscheinlich geht es nur um die Bestätigung - vielleicht solltest du versuchen, dass die "nach Aktenlage" entscheiden. Dann müsstest du allerdings von der Schweigepflicht entbinden, damit die Befunde eingesehen werden können.
Es sei denn, es wären bisher schon genügend "Akten" vorhanden, die eine Beurteilung ermöglichen.
 

gelibeh

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§ 44a
Feststellung von Erwerbsfähigkeit und Hilfebedürftigkeit


(1) Die Agentur für Arbeit stellt fest, ob die oder der Arbeitsuchende erwerbsfähig ist. Der Entscheidung können widersprechen:

1. der kommunale Träger,
2. ein anderer Träger, der bei voller Erwerbsminderung zuständig wäre, oder
3. die Krankenkasse, die bei Erwerbsfähigkeit Leistungen der Krankenversicherung zu erbringen hätte.
ES kann gut sein, dass die Maßnahme, in der Du warst nur eine Empfehlung abgeben darf, es aber ein Gutachten von einem Amtsarzt bedarf um das rechtsfest zu machen.
Die Grundsicherungsstelle wird das natürlich anders sehen und Dich auffordern einen Rentenantrag zu stellen. Sie können Dich auch so von der Rentenversicherung begutachten lassen. In einigen Kommunen machen die das. Stellt dieser Gutachter fest, Du kannst, wenn auch mit Einschränkungen, arbeiten, dann hat sich das Jobcenter daran zu halten. Das heißt, die Rentenversicherung hat das letzte Wort.
Arbeiten, die Du nicht machen kannst, musst Du nicht machen.
 
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