Nach Deutschland übersiedeln - wie vorgehen?

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danza

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Hallo liebe Community,

meine Cousine möchte mit ihrem Mann und ihrem Kind aus Polen hier nach Deutschland umsiedeln. Ihr Mann möchte hier so schnell wie möglich eine Arbeit aufnehmen. Dennoch kann er natürlich nicht einfach mal so herkommen und loslegen.

Die beiden brauchen natürlich zunächst eine Wohnung, Deutschunterricht, Essen etc...

Ich versuche den beiden, so gut es geht zu helfen, aber dazu müsste erst mal mir geholfen werden :biggrin:

Wie geht man denn überhaupt vor, wenn man dauerhaft in Deutschland leben möchte? Welche Ämter sind zuständig, hat man überhaupt Anspruch auf Hilfen? Da Polen zur EU gehört, sollte das doch kein Problem sein?
 

Roter Bock

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Das vernünftigste was Du machen kannst, ist Ihnen das auszureden. Die Polen in Deutschland werden chronisch auf der Billiglohnschiene missbraucht.

Es hat keinen Sinn hierher zu kommen - wenn es um ein besseres Leben geht.

Bessere Chancen haben sie überall nur nicht in Germoney.

Roter Bock
 

Erolena

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Ich kenn mich mit dem Thema Einwanderung nicht weiter aus. Aber schau mal in die Links.

Einwandererberatung - Polnischer Sozialrat
Polskarada.de - Die Internetseite des Polnischen Sozialrates e.V.

Anerkennung ausländischer Schul-, Berufs- und Studienabschlüsse
Die Bundesrepublik hatte sich in der Vergangenheit ziemlich knickrig gezeigt bei der Anerkennung ausländicher Abschlüsse.
Diese Situation soll ab 2012 endlich verbessert werden.
FAQ ? Häufig gestellte Fragen

Regionale Ansprechstellen für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Beratung IQ-Netzwerk

Anerkennung von Rentenansprüchen zwischen Polen und Deutschland
EU-Info.Deutschland - Rente und Krankenversicherung in Polen
 

Tinka

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saida25

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Für Menschen wie Erich will Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) jetzt 1000 zusätzliche Betten schaffen. Ein ambitioniertes Ziel.
Traurig!!!
Ist nicht die Vorstellung von vielen, die von auswärts kommen.
Und hier bei uns werden es auch immer mehr, die von Obdachlosigkeit bedroht sind.
:icon_kinn: Kenne den Herrn Scheele nicht (SPD)!
 

Erolena

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Es gibt ein Anrecht auf Sprachförderkurse.

Einige Infos aus:
Fachliche Hinweise zur Deutschförderung
SGB II und SGB III

Zentrale PEG 12, Aktenzeichen II 1201.4 / 5775, Stand: November 2012
Seite 15 von 39

1.2.2. Fahrtkosten
Das BAMF erstattet erwerbsfähigen, leistungsberechtigten Teilnehmenden aus der Grund-
sicherung auf Antrag die notwendigen Fahrtkosten (§ 4a IntV), wenn sie durch eine Einglie-
derungsvereinbarung zur Teilnahme verpflichtet wurden.
Teilnehmenden, die nach § 9 Abs. 2 S. 2 IntV von der Kostenbeitragspflicht befreit wurden
(z. B. SGB III-Kundinnen und -Kunden, die unter die Härtefallregelung des § 9 Abs. 2 S. 2
IntV fallen), soll das BAMF bei Bedarf einen Fahrtkostenzuschuss gewähren (§ 4a IntV).

Voraussetzungen für die Erstattung von Fahrtkosten
• Es wird der nächstgelegene Kurs besucht und
• die Strecke zwischen Kursort und Wohnort beträgt mindestens drei Kilometer.​
Ausnahmen
• Der nächstgelegene Träger bietet den erforderlichen Integrationskurstyp nicht an. In
diesem Fall ist der nächstgelegene Träger, der den entsprechenden Integrations-
kurstyp anbietet, aufzusuchen.
• Der nächstgelegene Träger kann voraussichtlich innerhalb der nächsten drei Monate
keinen Kurs beginnen. Darüber muss der Träger auf Nachfrage einen Nachweis
ausstellen. Mit diesem Nachweis kann ein früher beginnender Kurs bei einem weiter
entfernten Träger begonnen werden, und das BAMF erstattet dennoch die Fahrtkos-
ten.​
Eine Übernahme von Fahrtkosten aus SGB II- oder SGB III-Mitteln ist, auch darlehensweise,
nicht möglich.


1.2.3. Lernmittel
Kosten für Lernmittel übernimmt das BAMF nicht. Auswirkungen auf die Zumutbarkeit sind in
Kapitel B.1.5.4 („Wichtiger Grund für Nichtteilnahme“) erläutert.


1.2.4. Kinderbetreuung
Kinderbetreuung beim Träger des Integrationskurses ist möglich. Originär Berechtigte für
Kinderbetreuung sind die Kinder von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern. Kinder von
Teilnehmenden an Eltern-, Frauen- und Alphabetisierungskursen werden ebenfalls als Be-
rechtigte für eine Kinderbetreuung angesehen, sofern kein Regelangebot der Kinderbetreu-
ung zur Verfügung steht. Kinder anderer Teilnehmender können teilnehmen, wenn der Trä-
ger für drei berechtigte Kinder bereits eine Kinderbetreuung eingerichtet hat. Kinder im Alter
von über drei Jahren, die einen gesetzlichen Anspruch auf Kinderbetreuung haben, können
grundsätzlich nicht in die integrationskursbegleitende Kinderbetreuung aufgenommen wer-
den.
Wenn die Frau ein Kind unter drei Jahren betreut, kann sie freiwillig einen Sprachkurs zu besuchen.
Wenn sie den freiwillig besuchten Deutschkurs später abbricht, darf sie nicht sanktioniert werden.
(steht sinngemäß auf Seite 19 von 35)

Auf dieser Seite kann man die Fachlichen Hinweise für Deutschkurse herunterladen (ganz unten auf der Seite)
HEGA 11/2012 - 11 - Fachliche Hinweise zur Deutschförderung SGB II und SGB III - www.arbeitsagentur.de

Im Anhang ein Flyer in polnischer Sprache.
 

Anhänge

  • lernen-sie-deutsch_pl.pdf
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S

silka

Gast
@danza
dazu kann man eigentlich nur vorschlagen:
Der Mann macht es so, wie es Tausende Polen machen.
Die haben sich erstmal allein hier einen Job gesucht und eine Unterkunft.
Wenn das gut geht und sie einen guten AG erwischt haben, wird es auch mit der Übersiedlung und Unterstützung gut klappen.

Wenn alle 3 so Knall auf Fall herkommen, wird es große Probleme für alle 3 geben.
Man sollte eine *Auswanderung* langsam angehen.
Die EU-Freizügigkeit ermöglicht das.

Überlegt mal und fragt andere Polen, die hier arbeiten und alle paar Wochen nach Hause zur Familie fahren.
Fragt, ob die das nochmal tun würden und ob sie die Familie nachholen würden.

Viel Glück!
 

Claus.

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Die beiden brauchen natürlich zunächst eine Wohnung, Deutschunterricht, Essen etc...
Für die Wohnungssuche gibt es u.a. Anzeigenblätter, Makler und Internetseiten. Für Deutschunterricht gibt es Sprachschulen (zu finden über die gelben Seiten, Internet, ...). Und Essen kann man in dafür extra vorgesehenen Betrieben (gerne bezeichnet als Restaurant, Imbiss, ...). Es ist aber auch möglich, und auch immer wieder mal erlaubt, sich die entsprechenden Einzelteile für eine Mahlzeit in z.B. einem Supermarkt zu kaufen.

Tut mir leid, aber ... Wow! :icon_eek:
Vielleicht geht es deiner Cousine nebst Mann und Kind in ihrer Heimat nicht so gut, in D (allg. im Ausland?) wird es ihnen mit größter Warscheinlichkeit noch schlechter gehen.

Und gerade D könnte/dürfte für Ausländer eines der schwierigsten Länder überhaupt weltweit sein. Die deutsche Gesellschaft schottet sich doch ziemlich gegenüber Fremden ab. Dazu müssten deine Verwandten erstmal komplett bei Null-komma-Null anfangen. Kein dt. Bankkonto, keine dt. Kreditwürdigkeit, keine dt. Steuernummer, keine dt. Krankenversicherungsnummer, keine dt. Meldeadresse, keine dt. Zeugnisse oder Dokumente, ..., aber dafür unflexible Firmen und unwillige Behörden.
Auch wenn du ihnen bei allem helfen wolltest, das wird immer schiefgehen solange sie es nicht auch alleine hinbekommen würden.

Dafür wären aber, schon vorher, entsprechende und vor allem auch ausreichende Kenntnisse der Landessprache notwendig.
Und umso schlechter die Sprachkenntnisse, umso niedriger die Warscheinlichkeit irgendwo eingestellt zu werden, und erst recht umso niedriger ein eventueller Arbeitslohn. Auch wenn Polen den Ruf haben sehr gute Arbeiter zu sein...

Für einen Versuch im Ausland wäre jedenfalls erstmal Voraussetzung, genug Geld für die Hinfahrt, für die Rückfahrt und für "ein paar" wenige Tage Aufenthalt zu besitzen.
Ach ja, und von deutschen Behörden bekommt man zumindest in den ersten 3 Monaten exakt 0,00€. Danach je nachdem, wie gut die Sprach- und Rechtskenntnisse sind, vielleicht etwas mehr.
 
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