Nach Aussteuerung weiterhin AU-Bescheinigungen ausstellen lassen? / AU bei der Beantragung von Nahtlosigkeits-ALG I angeben? - widersprüchliche Empfehlungen

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Remanebit

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Guten "Abend" in die Runde,

nachdem ich mich ein wenig im Unterforum "Nahtlosigkeit" umgetan - und mir neben Doppelomas "legendärer" Anleitung z. B. auch Manfred_M' s ausgefüllte Dokumente (Antrag auf ALG I nach § 145 und Gesundheitsfragebogen) - angesehen habe, bleibt dennoch eines unklar, zumal mir ein DGB-Rechtssekretär, den ich mit Glück zu meinem eigenen, ähnlich gelagerten Fall befragen konnte, Gegenteiliges riet:

Hier im Forum wird allenthalben die dringende Empfehlung ausgesprochen, der AfA unter keinen Umständen AUBs zukommen zu lassen, gleichzeitig jedoch ist in den Anträgen von Doppeloma, Manfred_M und anderen die Frage 2d des Antrags ("Ich bin arbeitsunfähig krank geschrieben") positiv beantwortet worden. Dies will sich mir nicht erschließen, denn, wie Manfred_M' s Sachbearbeiterin im Erstgespräch äußerte, bedeutet der Status "AU" aus Sicht der AfA, dass sich der Antragsteller nicht einmal mit einem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen könnte. (Was eine solche Einschätzung, zumindest unter bestimmten Bedingungen, nach sich zieht, konnte ich im Forum schon des Öfteren nachlesen: ALG I-Aus nach spätestens 6 Wochen ...) Bei seiner mündlichen Antragstellung gelang es Manfred_M laut seinem hier dankenswerterweise veröffentlichten Gedächtnisprotokoll, sich mit einer ausweichenden Erwiderung aus der Affäre ziehen ("..., mal sehen, was die Ärzte sagen"), doch im anschließend eingestellten, ausgefüllten Antrag finde ich auf besagte Frage ein klares "Ja" ...

Da ich mich nach meiner Aussteuerung nicht weiter um AUBs bemüht habe (weder Arbeitgeber noch KK hatten Interesse daran; zudem führt die Abgabe weiterer AUBs bei der KK, sofern ich weiß, im "Nebeneffekt" zu einer Verlängerung der Blockfristen für ein und dieselbe Krankheit, was alles andere als erwünscht ist, darüberhinaus könnte sich die AfA ja auch mit der KK über die Summe der AU-Tage ins Benehmen setzen, so dass wiederum Nichtverfügbarkeit im Raum stünde...), beschlich mich bei Lektüre der Beiträge im Forum das Gefühl, einen Versäumnisfehler begangen zu haben. Einerseits ...

...Und nun das "Andererseits": Der von mir befragte Rechtssekretär des DGB (ein "alter Hase", wie es schien) legte mir - ganz unabhängig von der Tatsache, dass ich derzeit ohnehin keine AU vorlegen könnte) nahe, an bewusster Stelle ("Ich bin arbeitsunfähig krank geschrieben") "Nein" anzukreuzen - Begründung: Eine AU beziehe sich (untechnisch gesprochen) stets auf die im Rahmen des jeweils aktuellen Arbeitsverhältnisses geschuldete Arbeitsleistung (wie man das rechtlich korrekt ausdrückt, ob man auf den - noch - geltenden Vertrag oder etwas anderes abstellt, entzieht sich meiner Kenntnis, wie gesagt: es war nur ein kurzes Gespräch, das ich mit dem Rechtssekretär führte).

Stehe vor der Ausfüllung meines Antrags und bin mir unsicher, wie ich die widersprüchlichen Informationen konkret umsetzen soll (bzw. frage mich, ob ich, zumindest für die Zukunft, ganz rasch noch eine AUB erwirken sollte - was aller Wahrscheinlichkeit nach möglich wäre. Die o. g. Vorbehalte hinsichtlich Blockfrist blieben nach meinem Verständnis aber auch dann bestehen - ohne dass ich einen diesen gegenüberstehenden Vorteil erkennen könnte ...)

Freue mich über Antworten, die das Dunkel ein wenig erhellen. Vielen Dank im Voraus!

Gruß

Remanebit
 
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Bertolino

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Hallo, Remanebit,

der AfA unter keinen Umständen AUBs zukommen zu lassen
Weil du sonst, jedenfalls nach Interpretation der AfA, nicht der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehst, wird sie also nach Ablauf der sechs Wochen die Zahlung einstellen.

gleichzeitig jedoch ist in den Anträgen von Doppeloma, Manfred_M und anderen die Frage 2d des Antrags ("Ich bin arbeitsunfähig krank geschrieben") positiv beantwortet worden.
Richtig, denn du bist ja auch tatsächlich arbeitsunfähig.


Dies will sich mir nicht erschließen
Da bist du sicher nicht der einzige.:)

Dies will sich mir nicht erschließen bedeutet der Status "AU" aus Sicht der AfA, dass sich der Antragsteller nicht einmal mit einem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen könnte.
Das ist aber eben nur dann der Fall, wenn du die AU bei der AfA abgibst.

Da ich mich nach meiner Aussteuerung nicht weiter um AUBs bemüht habe (weder Arbeitgeber noch KK hatten Interesse daran;
Schon klar, dass die KK sich nicht mehr dafür interessiert, du hast - jedenfalls vorläufig - keinen Anspruch mehr auf KG. Aber der AG? Mit einem AV und ohne AU musst du deiner arbeitsvertraglichen Verpflichtung nachgehen, heißt arbeiten.

Die Abgabe der AU bei der KK hat aber noch einen weiteren Sinn: die KK meldet die Daten an die DRV weiter und die gemeldeten Zeiten wirken sich ggf. auf deine Rente aus. Lass dir mal von der DRV einen Rentenversicherungsverlauf zusenden. Dort wirst du jetzt eine Lücke finden vom Termin deiner Aussteuerung bis zum heutigen Tag.



zudem führt die Abgabe weiterer AUBs bei der KK, sofern ich weiß, im "Nebeneffekt" zu einer Verlängerung der Blockfristen für ein und dieselbe Krankheit,
Mir ist nicht klar, was du unter "Verlängerung der Blockfrist" verstehst. Dieselbe Krankheit löst eine Reihe von dreijährigen Blockfristen aus, beginnend mit dem ersten Tag der Erkrankung. Diese Blockfrist gilt für das gesamte restliche Leben. Innerhalb einer Blockfrist hast du Anspruch auf 78 Wochen KG. Bei LFZ und Reha ruht der Anspruch. Mit Beginn einer neuen Blockfrist hast du erneut Anspruch auf KG, bei Aussteuerung allerdings unter erschwerten Bedingungen.


darüberhinaus könnte sich die AfA ja auch mit der KK über die Summe der AU-Tage ins Benehmen setzen,
Du kannst deinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben, deshalb bist du AU. Das weiß auch die AfA, du stellst ja einen ALG Antrag wegen Aussteuerung und du bist ausgesteuert wegen AU.
Bei der AfA geht es aber eben gerade nicht um deine AU, sondern um deinen Anspruch auf ALG und um die Frage deines Restleistungsvermögens. Dieses Restleistungsvermögen stellt der ÄD fest, auf dessen Grundlage die AfA dich überhaupt erst in eine andere Tätigkeit vermitteln kann.


an bewusster Stelle ("Ich bin arbeitsunfähig krank geschrieben") "Nein" anzukreuzen -
Der "alte Hase" war also noch nie längerfristig erkrankt. Denn wenn du das tust, wird die AfA sagen: Aha, du gehst also arbeiten, denn du hast einen AV. Die Konsequenzen muss ich nicht näher beschreiben.



Begründung: Eine AU beziehe sich (untechnisch gesprochen) stets auf die im Rahmen des jeweils aktuellen Arbeitsverhältnisses geschuldete Arbeitsleistung
Hab ich jetzt was falsch verstanden? Du hast doch einen AV? Und eine AU bezieht sich genau auf die "im Rahmen des jeweils aktuellen Arbeitsverhältnisses geschuldete Arbeitsleistung", der du aber nicht nachkommst.

Ich weiß, alles ziemlich kompliziert, hat bei mir auch einige Zeit gedauert, und bin mit Sicherheit schon mehr als einmal in die Fallstricke der Behörden geraten.

Gruß
Bertolino
 

Doppeloma

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Hallo Remanebit, :welcome:

nachdem ich mich ein wenig im Unterforum "Nahtlosigkeit" umgetan - und mir neben Doppelomas "legendärer" Anleitung z. B. auch Manfred_M' s ausgefüllte Dokumente (Antrag auf ALG I nach § 145 und Gesundheitsfragebogen) - angesehen habe, bleibt dennoch eines unklar, zumal mir ein DGB-Rechtssekretär, den ich mit Glück zu meinem eigenen, ähnlich gelagerten Fall befragen konnte, Gegenteiliges riet:

Die Entscheidung, ob du der "legendären" Anleitung (Muster-Antrag nach Aussteuerung) vertrauen willst oder dem DGB kann dir hier auch Niemand abnehmen, die Tausendfache (offenbar seit vielen Jahren erfolgreiche) Anwendung dieser Vorlage, im Falle einer Aussteuerung sollte eigentlich für sich sprechen. :icon_kinn:

In deiner "Abhandlung" fehlt mir eine Info dazu, ob du auch arbeitslos bist oder aktuell immer noch ein "ruhendes" Arbeitsverhältnis besteht ????

Deine Aussteuerung erfolgt (zu wann ?) weil dein Zahlungs-Anspruch an die KK beendet ist und NICHT weil du nun "wundergeheilt" wurdest (vermute ich jedenfalls mal), es ist also als normal anzusehen, dass auch deine AU-Bescheinigung weitergeführt werden sollte (und du weiter in ärztlicher Behandlung bist).
Das ist bei der AfA durchaus bekannt, dass Ausgesteuerte nicht "spontan gesund" geworden sind, die weitere AU hat allerdings für die Ansprüche an die AfA KEINE relevante Bedeutung mehr, darum gibt man sie auch (in diesem Falle) nicht dort ab ...
Deine "Leistungs-Einschränkungen" (AfA-deutsch dafür nach § 145 SGB III) hat der ÄD festzustellen und daraus ergibt sich dann deine sogenannte "Restleistungsfähigkeit", mit der du bei der AfA Vermittlungsbereitschaft zeigen musst ...

Besonders dann wenn noch ein Arbeitsverhältnis besteht, bist du auch weiterhin verpflichtet deinem AG die fortbestehende Arbeits-UNFÄHIGKEIT nachzuweisen, ansonsten hast du deine Arbeit wieder aufzunehmen (was die AfA sehr begrüßen würde).

Zusätzlich wären dein Lebensalter, sowie die gesundheitlichen Prognosen und Pläne für die Zukunft (die Erwerbstätigkeit betreffend) nicht ganz unwichtig dafür, hast du mal eine DRV-Reha absolviert und wenn ja mit welchem Ergebnis betreffs deiner gesamten Erwerbsfähigkeit ???
Was hast du also weiter vor, das wird auch die AfA von dir wissen wollen ???

Hast du eventuell vor eine Rente wegen Erwerbsminderung zu beantragen (dazu kannst du auch schriftlich aufgefordert werden nach dem ÄD-"Gutachten"), dann wäre es besonders fatal keine AU-Bescheinigung mehr zu haben, um der DRV wenigstens beweisen zu können, dass du schon länger NICHT mehr Arbeits-FÄHIG bist ...

Dem Rat des DGB vermag ich da also gar nicht zu folgen und deinen Überlegungen bezüglich "Blockfristen" bei der KK und wie du die (durch Verzicht auf die erforderlichen Krankheitsbelege) "aufhalten" möchtest auch nicht ... :icon_evil:

Deine KK ist verpflichtet die weitere AU zu registrieren und das kann auch mal sehr viel Bedeutung in einem EM-Rentenverfahren erlangen, dass du nachweislich seit XX (möglichst durchgehend) AU gewesen bist ... diesen Nachweis gibt es NUR über die AUB und die KK ...

Hier im Forum wird allenthalben die dringende Empfehlung ausgesprochen, der AfA unter keinen Umständen AUBs zukommen zu lassen, gleichzeitig jedoch ist in den Anträgen von Doppeloma, Manfred_M und anderen die Frage 2d des Antrags ("Ich bin arbeitsunfähig krank geschrieben") positiv beantwortet worden. Dies will sich mir nicht erschließen, denn, wie Manfred_M' s Sachbearbeiterin im Erstgespräch äußerte, bedeutet der Status "AU" aus Sicht der AfA,

Mit den AfA-Sachbearbeitern braucht man das überhaupt NICHT zu diskutieren und @manfred-M hat da teilweise sehr "eigene " Ansichten, die mit meinen nicht unbedingt übereinstimmen ... das haben nicht die SB zu entscheiden, was eine weitere AU nach der Aussteuerung bedeutet, darum gibt man die ja bei der AfA auch NICHT mehr ab ...
Trotzdem ist die AU nun mal (meist) Fakt bei der ALGI-Antragstellung und in der Regel auch die Tatsache, dass man das "Ende" der Arbeits-Unfähgkeit selber noch nicht kennt ...

Wer sein Geld nach 6 Wochen nicht nehr braucht kann das auch gerne anders machen, die AfA wird es (nach § 146 SGB III) zu nutzen wissen, wenn man die Bescheinigungen dort weiter abgibt und dann bekommt man von der KK natürlich auch NIX mehr weil man ja bereits ausgesteuert wurde.

Was "mündlich"(oder telefonisch) so Alles erzählt wird hat ohnehin keinerlei rechtliche Relevanz, darum ist es auch besser für die AfA komplett NUR auf dem Postwege erreichbar zu sein, mehr fordert das Gesetz auch nicht ... :icon_evil:

Da ich mich nach meiner Aussteuerung nicht weiter um AUBs bemüht habe (weder Arbeitgeber noch KK hatten Interesse daran; zudem führt die Abgabe weiterer AUBs bei der KK, sofern ich weiß, im "Nebeneffekt" zu einer Verlängerung der Blockfristen für ein und dieselbe Krankheit, was alles andere als erwünscht ist, darüberhinaus könnte sich die AfA ja auch mit der KK über die Summe der AU-Tage ins Benehmen setzen, so dass wiederum Nichtverfügbarkeit im Raum stünde...), beschlich mich bei Lektüre der Beiträge im Forum das Gefühl, einen Versäumnisfehler begangen zu haben. Einerseits ...

Dann bist du offiziell GESUND, warum gehst du dann nicht arbeiten und willst Geld von der AfA haben ???
Blockfristen "verlängern" sich nicht, die betragen IMMER genau 3 Jahre und dann beginnt eine Neue (für diese konkrete Krankheit), egal, ob du weiter AU geschrieben wurdest und die Scheine abgegeben hast bei der KK oder nicht ...
Manche KK meinen auch, die braucht man nicht mehr einreichen (obwohl das NICHT korrekt ist :icon_evil:), dann "sammelt" man die eben zu Hause, bis das mal gebraucht wird ... es ist der EINZIGE Beweis dafür, dass man wegen Krankheit NICHT arbeiten gehen konnte, der überall anerkannt werden muss.

Für einen neuen Anspruch auf Krankengeld (die aktuell ausgesteuerte Krankheit betreffend) müssen zusätzliche Bedingungen erfüllt sein, eine neue Blockfrist MUSS dafür bereits begonnen haben UND du musst wenigstens 6 Monate wieder versicherungspflichtig gearbeitet haben OHNE in dieser Zeit wieder (mit AU vom Arzt) daran zu erkranken ...
Solltest du wirklich vor haben eine EM-Rente zu beantragen wird man sich schon etwas "wundern" warum ein (angeblich) "Gesunder" diese Rente haben will ... :icon_kinn:

...Und nun das "Andererseits": Der von mir befragte Rechtssekretär des DGB (ein "alter Hase", wie es schien) legte mir - ganz unabhängig von der Tatsache, dass ich derzeit ohnehin keine AU vorlegen könnte) nahe, an bewusster Stelle ("Ich bin arbeitsunfähig krank geschrieben") "Nein" anzukreuzen - Begründung: Eine AU beziehe sich (untechnisch gesprochen) stets auf die im Rahmen des jeweils aktuellen Arbeitsverhältnisses geschuldete Arbeitsleistung (wie man das rechtlich korrekt ausdrückt, ob man auf den - noch - geltenden Vertrag oder etwas anderes abstellt, entzieht sich meiner Kenntnis, wie gesagt: es war nur ein kurzes Gespräch, das ich mit dem Rechtssekretär führte).

Der "alte Hase" hat aber wenig Ahnung vom aktuellen Umgang mit den Ausgesteuerten bei der AfA und WARUM Jemand KEINE AU-Bescheinigung mehr hat vom Arzt wenn er AU ist, das erschließt sich mir GAR NICHT ... :icon_neutral:
Das mit dem Bezug (einer AU) auf die letzte / aktuelle Tätigkeit ist sogar richtig aber die AfA soll dich sowieso in "was Anderes" vermitteln ... und hat das vorhandene "Restleistungsvermögen" dafür vom eigenen ÄD feststellen zu lassen.

Stehe vor der Ausfüllung meines Antrags und bin mir unsicher, wie ich die widersprüchlichen Informationen konkret umsetzen soll (bzw. frage mich, ob ich, zumindest für die Zukunft, ganz rasch noch eine AUB erwirken sollte - was aller Wahrscheinlichkeit nach möglich wäre. Die o. g. Vorbehalte hinsichtlich Blockfrist blieben nach meinem Verständnis aber auch dann bestehen - ohne dass ich einen diesen gegenüberstehenden Vorteil erkennen könnte ...)

Die AUB hättest du nie beenden lassen dürfen, es kommt natürlich auch darauf an, was du nun weiter beruflich vor hast und / oder was gesundheitlich noch möglich wäre ...
Bei deiner Schilderung könnte man auch auf den Gedanken kommen" dass es so schlimm ja nicht sein kann" wenn die AU-Bescheinigung "einfach" mal beendet wird, weil man nun von der KK kein Krankengeld mehr bekommen wird ...

Du machst dir Gedanken um die falschen Dinge, die KK wird dir vorerst KEIN Krankengeld mehr zahlen, es sei denn du gehst wieder (versicherungspflichtig) arbeiten und bekommst dann eine völlig andere Krankheit ... die mit der aktuell Ausgesteuerten möglichst gar nichts zu tun haben sollte ...

Was davon im Bereich deiner gesundheitlichen Möglichkeiten liegt können wir hier ganz sicher nicht einschätzen ... wenn du aktuell gar nicht AU bist, dann kannst du auch keine AU auf dem ALGI-Antrag angeben ...damit hat sich deine Frage doch sowieso schon erledigt.
Das Muster wurde mal gemacht für den (meist) "regulären" Fall, dass man weiter AU ist (auf "unbestimmte Zeit") und ALGI nach der Aussteuerung beantragen und beziehen muss, viele Ausgesteuerte sind sogar noch fest angestellt, die können sich (schon deswegen) gar nicht erlauben, die AU zu beenden (für die AfA).

MfG Doppeloma
 

Remanebit

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Hallo @Bertolino, hallo @Doppeloma,

ich danke Euch sehr für Eure fundierten Antworten, manche Eurer Empfehlungen konnte ich schon (oder noch, in letzter Sekunde nämlich ...) umsetzen. Würde gern näher auf Eure Beiträge eingehen, allein es plagen mich noch weitere, ebenfalls zeitkritische Probleme - alles nicht so einfach im Moment (daher auch meine späte Reaktion, sorry) ... Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich zum ersten Mal überhaupt in einem Forum tummle und daher zunächst einmal 'die Grammatik' lernen müsste, wozu mir aktuell Zeit und Muße fehlen (die Hinweise bspw. zum korrekten Zitieren etc. finde ich, ehrlich gesagt, für einen Neuling nicht leicht verständlich ...).

--> Bitte seht es mir also nach, wenn ich auch in dieser Hinsicht erst nach und nach dazulerne.

Zum Inhaltlichen hier vielleicht hier nur so viel:

Bei deiner Schilderung könnte man auch auf den Gedanken kommen" dass es so schlimm ja nicht sein kann" wenn die AU-Bescheinigung "einfach" mal beendet wird, weil man nun von der KK kein Krankengeld mehr bekommen wird ...

Natürlich bin ich faktisch weiter AU, hatte diesen Zustand indes über einen kurzen Zeitraum nicht dokumentieren lassen, da man mich (selbst auf meine explizite Nachfrage hin) auch seitens des AG in dem Glauben ließ, eine Vorlage von AUBs sei fürderhin (nach Aussteuerung durch die KK) nicht mehr erforderlich - offenbar eine Fehlinformation; bei meinem AG kommt es leider auch immer darauf an, wer einem Antwort gibt ... Insoweit jedoch vom Arzt ebenfalls niemals das Kästchen "Endbescheinigung" angekreuzt wurde, ist hier hoffentlich eine (individuelle) Lösung in Sicht.

Hast du eventuell vor eine Rente wegen Erwerbsminderung zu beantragen ...

In meinem Fall wäre eine EMR nicht zielführend, da diese extrem niedrig ausfiele (auf Basis von - unfreiwilliger - Teilzeitbeschäftigung). Andererseits hätte ich keinen Anspruch auf ALG II, bevor nicht mein in langen Jahren sauer Erspartes (bis auf das Schonvermögen) aufgezehrt wäre.

Darüberhinaus gibt es rein medizinisch ja durchaus noch Hoffnung (es dauer halt "nur" ...), daher habe ich den Antrag auf ALG I im eigentlichen Sinne einer Überbrückungsfinanzierung gestellt, bis die RV über meinen Antrag auf LTA entschieden hat (und die lässt sich Zeit ...). Eine Reha kam, unabhängig von der Kostenträgerfrage, bislang nicht in Betracht.

In deiner "Abhandlung" fehlt mir eine Info dazu, ob du auch arbeitslos bist oder aktuell immer noch ein "ruhendes" Arbeitsverhältnis besteht ????

Stehe in ungekündigtem, "ruhendem" Arbeitsverhältnis, möchte die Beschäftigung bei meinem AG auch wieder aufnehmen, sobald dies möglich ist.

Was mich einigermaßen befremdet ist, dass die AfA mir bereits zwei Tage nach persönlicher Antragstellung (also sozusagen postwendend) Arbeitsangebote ins Haus flattern lässt, auf die mich zu bewerben hätte (obwohl auf dem Antrag "gemäß § 145" prangt, scheint man mich dort wie eine "reguläre" Arbeitslose zu behandeln), zudem lädt man mich (mit Sanktionsandrohung) in die Agentur, um mit mir über meine "berufliche Situation" zu sprechen, bevor über mein Restleistungsvermögen - und sei es nach Aktenlage - entschieden ist.

Kann nur versuchen, dort 'so gut wie nix' zu sagen, was meint Ihr?

Gruß

Remanebit

,
 

Bertolino

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Hallo, Remanebit,
nicht mehr erforderlich - offenbar eine Fehlinformation;
Es kann ja sein, dass der AG keine AUB mehr haben will, dann schickst du eben dort keine mehr hin. Jedoch - wie schon beschrieben - für die lückenlose Dokumentation ist die AUB weiterhin nötig, und das geht nur, wenn du die AUB nachweislich bei der KK eingereicht hast.
Insoweit jedoch vom Arzt ebenfalls niemals das Kästchen "Endbescheinigung" angekreuzt wurde, ist hier hoffentlich eine (individuelle) Lösung in Sicht.
"Rückwirkend" hab ich auch schon mal versucht, allerdings ging´s bei mir damals um KG. Jedenfalls hatte ich keine Chance. Die KK war so "nett", mir eine Bescheinigung für die Zeit zu schicken: Sonderurlaub unter Verzicht auf Lohnfortzahlung - und hatte das freundlicherweise auch gleich der RV mitgeiteilt:mad:.

Was du in jedem Fall benötigst, ist unverzüglich - sofern nicht schon geschehen - eine weitere und lückenlose AUB, die du bei der KK einreichst.
obwohl auf dem Antrag "gemäß § 145" prangt, scheint man mich dort wie eine "reguläre" Arbeitslose zu behandeln
Bei der AfA gibt man nach der Aussteuerung im Zusammenhang mit dem Antrag §145 die letzte AUB ab, die über den Tag der Aussteuerung hinausreicht. Das ist dann auch die einzige AUB, die die AfA zu sehen bekommt. Damit ist ersichtlich, dass du AU, aber nicht arbeitslos bist. Denn das KG hattest du ja erhalten, weil du zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt warst. Selbst eine zwischenzeitlich eingetretene Arbeitslosigkeit ist hier irrelevant, denn es zählt einzig und allein die Zeit vor deiner Krankschreibung.

Der §145 ist ein einigermaßen seltsame Regelung des Gesetzgebers, nach der eine Person, die mit bestehendem AV über die Aussteuerung hinaus "nahtlos" Geld bekommt, und zwar ausgerechnet ALG von der AfA, obwohl die betroffene Person gar nicht arbeitslos ist, sondern sich viel mehr - wie du - in einem wegen AU ruhenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis befindet.

Das ist der Grund, warum der entsprechende Personenkreis bei der AfA alles andere als beliebt ist, denn - Hand aufs Herz - welcher AG bitte soll mit jemandem einen AV abschließen, der schon einen AV bei einem anderen AG hat. Und wie möchte die AfA eine solche Person in eine Beschäftigung vermitteln, was ja deren Aufgabe ist, wenn doch der §145 eine völlig andere Funktion hat. Quadratur des Kreises, oder versuchen diese Person so schnell wie möglich loszuwerden.

Daher kann ich mir vorstellen, dass die AfA versucht, dich auf diesem Weg in Arbeit zu vermitteln, was dich zurecht irritiert.

Wann war eigentlich dein Aussteuerungstermin?


Gruß
Bertolino
 

saurbier

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Hallo Remanebit,

nun ja vielleicht hängt das ja damit zusammen, daß du eben nicht genau weißt wie es überhaupt so weiter gehen soll mit dir.

Wenn du bei der DRV auf eine LTA hoffst ist das ja das eine, die AfA hingegen interessiert das zuerst einmal recht wenig, denn dort geht es nur um die schnellstmöglich Vermittlung in Arbeit.

Wenn bei dir bisher nach der Aussteuerung beim KG noch nicht einmal abgeklärt ist, wie es um deinen aktuellen Gesundheitszustand steht und demzufolge in was man dich noch vermitteln kann, dann solltest du das der SB vielleicht mal deutlich erklären.

Im übrigen hat dir Doppeloma ja bereits alles wichtige dazu gesagt.

Wenn du nun meinst, deine mögliche EMR wäre zu niedrig, dann mag das ggf. ja so sein, allerdings hättest du selbst dann die Möglichkeit zuerst einmal aus einer Vermittlung raus zu kommen und könntest dich um deine Gesundheit und ggf. um eine von dir gewünschte LTA kümmern.

So aber wird es mal nichts.


Grüße saurbier
 

HermineL

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Bei der AfA gibt man nach der Aussteuerung im Zusammenhang mit dem Antrag §145 die letzte AUB ab, die über den Tag der Aussteuerung hinausreicht. Das ist dann auch die einzige AUB, die die AfA zu sehen bekommt. Damit ist ersichtlich, dass du AU, aber nicht arbeitslos bist.
Nein. Die AFA bekommt bei einem Antrag nach § 145 SGB III nach Aussteuerung lediglich eine Kopie des Aussteuerungsbescheid der KK und keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
 

Bertolino

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Nein. Die AFA bekommt bei einem Antrag nach § 145 SGB III nach Aussteuerung lediglich eine Kopie des Aussteuerungsbescheid der KK und keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Hm, ok, danke für die Info. Ich hatte damals eine einzige AU abgegeben ... und mich auch gewundert, denn ich werde ja ausgesteuert, weil ich AU bin, wozu also eine AUB.

Gruß
Bertolino
 

Remanebit

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Hallo liebe Foristen,

in einem neuen Stadium meiner 'ALG I-Geschichte' (gedacht gemäß § 145, real gemäß § 136) möchte ich Euch noch einmal herzlich um zeitnahe Hilfe bitten!

'Was seit meinem letzten Posting geschah':

Nach Abgabe meines gemäß dem Muster von @Doppeloma (nochmals vielen Dank!) ausgefüllten Antrags wurde mir ALG I bewilligt - allerdings nach § 136 anstatt § 145 (Nahtlosigkeit). Dies soll laut etlichen Äußerungen hier im Forum unerheblich sein - und vom rein pekuniären Standpunkt aus leuchtet mir das ein, allerdings sehe ich Unterschiede bezüglich der Auflagen, denen man zu entsprechen hat.

Die Flut an Arbeitsangeboten, welche mir, kaum hatte ich nach Antragstellung das Gebäude der AfA verlassen, ins Haus flatterten, konnte ich durch telefonische Intervention stoppen.

Über das Votum des ÄD wurde ich erst auf meine konkrete schriftliche Nachfrage, weshalb der Bescheid auf § 136 (und nicht 145) abstelle, informiert - Tenor: Nach Aktenlage entschieden, mehr als 3 Stunden arbeitsfähig (das heißt in meinem Falle einer Halbtagstätigkeit im vollen angestammten Umfang ...) - und das, obwohl ich neben haus- und fachärztlichen Berichten auch zwei Stellungnahmen des Betriebsarztes sowie diejenige des MDK eingereicht hatte, die sämtlich im Sinne nachvollziehbarer temporärer Arbeitsunfähigkeit argumentieren.

Verkompliziert wird mein Fall leider dadurch, dass die zunächst maßgebliche Mobilitätseinschränkung (die laut mittlerweile eingegangener Zusage der Rentenversicherung mittels einer LTA aufgefangen werden könnte) durch ein weiteres (hartnäckiges, aber grundsätzlich vorübergehendes) gesundheitliches Problem überlagert wurde, welches gerade die bisher ausgeübte sowie alle artverwandten Tätigkeiten verunmöglicht (eine Bescheinigung über die entsprechende Erkrankung hatte ich dem Antrag auf ALG I aber bereits beigefügt).

In dieser unübersichtlichen Lage lädt mich mein Sachbearbeiter kurzfristig (für Mittwoch) zu einem Gespräch "über Ihre berufliche Zukunft" ein.

--> Hierfür bitte ich Euch herzlich um strategische Tipps.
- Insbesondere ist mir völlig unklar, wie ich - wohlgemerkt: auf Grundlage des Votums des ÄD, dass ich in hohem Maße arbeitsfähig sei - auf Fragen nach meiner Arbeitsbereitschaft/-fähigkeit reagieren soll, ohne mich (wie es ja nicht nur an dieser Stelle geraten wird) zu meiner gesundheitlichen Situation zu äußern.

Anmerken möchte ich noch, dass meine seit einigen Monaten hinzugetretene gesundheitliche Einschränkung auch eine Tätigkeit von einer oder zwei Stunden am Stück derzeit nicht zulässt.

Was könnt Ihr mir raten? Habe wirklich größte Bedenken wegen des anstehenden Termins und hoffe auf baldige Antwort von Eurer Seite.

Liebe Grüße

Remanebit






In di
 

Doppeloma

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Hallo Remanebit,

Nach Abgabe meines gemäß dem Muster von @Doppeloma (nochmals vielen Dank!) ausgefüllten Antrags wurde mir ALG I bewilligt - allerdings nach § 136 anstatt § 145 (Nahtlosigkeit). Dies soll laut etlichen Äußerungen hier im Forum unerheblich sein - und vom rein pekuniären Standpunkt aus leuchtet mir das ein, allerdings sehe ich Unterschiede bezüglich der Auflagen, denen man zu entsprechen hat.

§ 136 SGB III ist der Leistungsparagraf der die geringsten Anforderungen stellt bei Bezug von ALGI ... § 145 Ist die gesetzliche Sonderregelung, die anzuwenden ist nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld, damit "nahtlos" die nachfolgende Lohnersatz-Leistung (ALGI) bei der AfA in Anspruch genommen werden kann.
Diese (Hintergrund)-Rechtsgrundlage steht nie im Leistungsbescheid der AfA, sondern immer nur der "Zahlungsgrund" in deinem Falle eben § 136 SGB III (wie in der Regel bei allen Ausgesteuerten).


Diese minimalsten Anforderungen hat man leider auch nach einer Aussteuerung aus dem Ktrankengeld zu erfüllen, sonst besteht (wegen mangelnder "Verfügbarkeit") kein Anspruch auf ALGI, es ist kein "Ersatz-Krankengeld" ...

Die Flut an Arbeitsangeboten, welche mir, kaum hatte ich nach Antragstellung das Gebäude der AfA verlassen, ins Haus flatterten, konnte ich durch telefonische Intervention stoppen.

Dazu kann man sich schlecht äußern, wenn man nicht mal weiß, ob es sich (lt. § 140 SGB III) um zumutbare Vermittlungsvorschläge mit korrekten Rechtsfolgenbelehrungen (RFB) gehandelt hat oder um reine (unvernbindliche) Ausdrucke aus der JobBörse der AfA.

Vergleiche § 140 SGB III


Über das Votum des ÄD wurde ich erst auf meine konkrete schriftliche Nachfrage, weshalb der Bescheid auf § 136 (und nicht 145) abstelle, informiert - Tenor: Nach Aktenlage entschieden, mehr als 3 Stunden arbeitsfähig (das heißt in meinem Falle einer Halbtagstätigkeit im vollen angestammten Umfang ...) -

Mich würde mehr der Inhalt des AfA-ÄD-"Gutachtens" interessieren und worauf der bei deiner vermittelbaren "Restleistungsfähigkeit" abstellt ???
Es geht auch NUR um deine Leistungsfähigkeit für die Zwecke der Arbeitsvermittlung bei der AfA und gar nicht um deine "allgemeine Arbeitsfähigkeit", die immer noch in den Händen deiner behandelnden Ärzte liegt.

und das, obwohl ich neben haus- und fachärztlichen Berichten auch zwei Stellungnahmen des Betriebsarztes sowie diejenige des MDK eingereicht hatte, die sämtlich im Sinne nachvollziehbarer temporärer Arbeitsunfähigkeit argumentieren.

Es ist doch ganz einfach ... wenn du zusehr betonst zu krank zu sein, um überhaupt (wenigstens rein theoretisch / fiktiv) eine "Restleistungsfähigkeit" zur Verfügung zu stellen bei der AfA, dann wird deine Leistung eingestellt ...

Bisher wurde noch nie ein Ausgesteuerter tatsächlich in eine andere Arbeit vermittelt damit, schon weil die Bedingungen des § 140 SGB III mit dem (lt. ÄD) vorhandenen Restleistungsvermögen gar nicht erfüllbar sind.
Aber es gehört nun mal "zum Spiel", wer gar nicht kann (nach eigener Aussage), der bekommt auch kein Geld von der AfA ... es ist also nicht sehr "vorteilhaft" immer mehr Beweise dafür bei der AfA selber vorzulegen (bzw. beim ÄD), dass man NICHT Leistungsfähig sondern sehr krank ist.

Ich habe deine Gesundheitsprobleme jetzt nicht alle "auf dem Schirm" es ist im Prinzip auch völlig egal, so sind nun mal die Regeln ... der ÄD hat dich als (begrenzt) vermittlungsfähig eingeschätzt und dann bist du auch verpflichtet der Vermittlung "zur Verfügung" zu stehen ... das steht sinngemäß auch im § 145 drin ... wäre also nicht anders wenn der nun in deinem Bescheid stehen würde.

Verkompliziert wird mein Fall leider dadurch, dass die zunächst maßgebliche Mobilitätseinschränkung (die laut mittlerweile eingegangener Zusage der Rentenversicherung mittels einer LTA aufgefangen werden könnte)

Hast du dazu was schriftlich von der DRV und hast du die AfA (nachweislich) zu dieser "vielleicht Bewilligung" informiert ???

durch ein weiteres (hartnäckiges, aber grundsätzlich vorübergehendes) gesundheitliches Problem überlagert wurde, welches gerade die bisher ausgeübte sowie alle artverwandten Tätigkeiten verunmöglicht (eine Bescheinigung über die entsprechende Erkrankung hatte ich dem Antrag auf ALG I aber bereits beigefügt).

Dem ALGI-Antrag fügt man generell überhaupt KEINE medizinischen Unterlagen oder Bescheinigungen zu, so was gehört NUR DIREKT zum ÄD der AfA wenn dort eine Begutachtung vorgesehen ist ... die SB sind keine Ärzte, wie sollen die das beurteilen können ... :icon_evil:

In dieser unübersichtlichen Lage lädt mich mein Sachbearbeiter kurzfristig (für Mittwoch) zu einem Gespräch "über Ihre berufliche Zukunft" ein.

Na-Ja, der kennt ja diese "unübersichtliche Lage" nicht ... darum möchte er ja gerne mit dir über deine "berufliche Zukunft" sprechen ...
Dann lass ihn doch erzählen, er hat dich doch eingeladen ... :icon_kinn:
Nimm dir einen Beistand mit (§ 13 SGB X) der fleißig Protokoll führen wird (oder wenigstens so tut) und dann teilst du mit, was du aktuell bei der DRV "am Laufen" hast und das war es auch schon ... die Strategien für deine berufliche Zukunft sind noch in Abklärung, mehr kannst du dazu im Moment auch noch nicht sagen ... Danke und TSCHÜSS ... Meldethema ist erledigt ...

Vergiss nicht deine Reisekosten zu beantragen und lass dir nichts von irgendwelchen "Bagatellgrenzen" erzählen, die gibt es nämlich gar nicht ... du möchtest den Antrag stellen und SB hat den anzunehmen ...

--> Hierfür bitte ich Euch herzlich um strategische Tipps. - Insbesondere ist mir völlig unklar, wie ich - wohlgemerkt: auf Grundlage des Votums des ÄD, dass ich in hohem Maße arbeitsfähig sei - auf Fragen nach meiner Arbeitsbereitschaft/-fähigkeit reagieren soll, ohne mich (wie es ja nicht nur an dieser Stelle geraten wird) zu meiner gesundheitlichen Situation zu äußern.

Deine "gesundheitliche Situation" ist nicht Thema dieser Einladung, dazu brauchst du dich GAR NICHT äußern, über deine Gesundheit sprichst du generell nur mit Ärzten ... und das ist dein gutes Recht ... offiziell bist du für die AfA nicht AU, also brauchst du auch nicht über das Ende einer AU diskutieren (wollen).

Lt. ÄD hast du eine "hohe Restleistungsfähigkeit", dann soll SB dich doch bitte gut beraten, was du damit für deine berufliche Zukunft so alles anfangen könntest ... und welche umliegenden AG Interesse an dieser "Restleistungsfähigkeit" haben könnten ...
Arbeitsmarkt-Analyse dazu ist deren Job und NICHT deiner ...

Anmerken möchte ich noch, dass meine seit einigen Monaten hinzugetretene gesundheitliche Einschränkung auch eine Tätigkeit von einer oder zwei Stunden am Stück derzeit nicht zulässt.

Das geht den SB aber NICHTS an, der macht doch keine Schublade auf und zaubert dir einen "passenden Arbeitsplatz" herbei ... nicht für 2 Stunden (was ohnehin Humbug wäre) noch für mehr Stunden ... Mitarbeiter werden immer noch von den AG selber eingestellt ...

Was könnt Ihr mir raten?

Beistand mitnehmen, RUHIG bleiben und ganz streng beim Thema der Einladung bleiben ... suche nicht selber nach Antworten sondern fordere Antworten (und deine Reisekosten-Erstattung) vom Arbeitsberater ein, dafür wird der doch bezahlt ... übrigens aus dem Geld der Beitragszahler.
DU WILLST mit deinem Restleistungsvermögen (lt. ÄD) unbedingt arbeiten und vermittelt werden, seine Vorstellungen dafür wird dir wohl der Arbeitsvermittler mitteilen müssen ... auf dieser Basis sind solche Termine meist sehr schnell vorüber ... du bist sehr interessiert und offen für seine Gedanken ... falls er welche dazu haben sollte ... o_O
Unterschreiben musst du auch absolut GAR NICHTS, nimm alles zur Prüfung in Ruhe zu Hause mit (besonders wenn er eine EGV mit dir abschließen möchte) und dann melde dich hier damit ...

MfG Doppeloma
 

Shibamaus

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Guten Abend, ich habe eine Frage zur Natlosigkeit wie lange erhält man diese bis zu einem gerichtlichen Urteil oder nur so lange wie man Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte
 

Remanebit

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Hallo Doppeloma,

// danke sehr für Deine Antwort - die ich in der Tat nicht wahrgenommen hatte (keine Push-Nachricht auf dem Desktop wie sonst), bevor ich meine Frage unter einer anderen Überschrift (in überarbeiteter Form sowie versehen mit einer Entschuldigung vorab) noch einmal postete. Da haben sich meine Arbeit an der revidierten Fassung und Deine Reaktion überschnitten, das tut mir Leid! Es lag nicht im Entferntesten in meiner Absicht, bereits nach einer unangemessen kurzen Zeitspanne erneut auf Antwort zu drängen! Habe meinen (abgeänderten) Text nur deshalb noch an anderer Stelle platziert, weil mir auffiel, dass sich meine aktuelle Frage inhaltlich schon sehr weit vom Gegenstand des Startbeitrags (in dem es ja noch um die Ausfüllung des Antrags und die Abgabe von AUBs ging ...) entfernt hatte; außerdem enthielt die erste Version einen nicht unbedeutenden Fehler. - Angesichts dessen, dass hier im Forum allgemein ja doch sehr rasch geantwortet wird, kam in mir der Verdacht auf, meine neue Frage würde unter einer mittlerweile nicht mehr zutreffenden Überschrift gar nicht aufgefunden und besäße daher kaum Chancen auf Beantwortung; unter dieser Prämisse hätte ich dann einfach nicht gewusst, wie lange ich zuwarten sollte, zumal der Sachbearbeiter der AfA sehr kurzfristig "eingeladen" hat und mir die Zeit ausläuft. (Habe auch, z. B. unter "Allgemein", schon versucht herauszufinden, ob man - wie in einem E-Mail-Programm - den Betreff/hier: Überschrift innerhalb eines Pfads modifizieren kann, aber ohne Erfolg.) Für mein offensichtlich missverständliches Vorgehen bitte ich vielmals um Verzeihung; zwar passt auch diese Bitte nicht hier hinein, doch sah ich keine andere Möglichkeit der Erwiderung (die aber doch Not tat ...), da mein korrigierter Post geschlossen wurde. //


----------

Zum eigentlichen Thema:


Hallo Doppeloma, hallo in die Runde,

vielen Dank für die Denkanstöße, hier, soweit möglich, die erfragten Ergänzungen:

Dazu kann man sich schlecht äußern, wenn man nicht mal weiß, ob es sich (lt. § 140 SGB III) um zumutbare Vermittlungsvorschläge mit korrekten Rechtsfolgenbelehrungen (RFB) gehandelt hat oder um reine (unvernbindliche) Ausdrucke aus der JobBörse der AfA.

Es waren, im Nachhinein betrachtet, wohl eher Ausdrucke aus der Jobbörse, allerdings jedes Mal versehen mit einem Begleitschreiben der AfA samt Aufforderung, über den Erfolg der Bewerbung bzw. die Gründe für den Verzicht auf eine Bewerbung schriftlich oder telefonisch Rechenschaft abzulegen - und so etwas ist für einen Neuling für mich auch ohne Rechtsfolgenbelehrung und Androhung von Sanktionen schon einschüchternd genug, vor allem wenn man sich zur Ausübung der vorgeschlagenen Tätigkeiten gesundheitlich nicht in der Lage fühlt. Die Zumutbarkeit der Angebote (jedenfalls vom gesundheitlichen Standpunkt aus) kann von der AfA überhaupt nicht geprüft worden sein - selbst der flinkeste ÄD erstellt ein Gutachten nicht von einem Tag auf den anderen, und die Überhäufung mit Stellenangeboten (phasenweise zwei pro Tag, fast ausnahmslos von Zeitarbeitsfirmen) begann ja bereits postwendend nach Abgabe des Antrags, ganz offensichtlich ohne dass überhaupt eine Stellungnahme des ÄD abgewartet worden wäre!

... Aber, wie gesagt, die Flut an Arbeitsofferten konnte ich durch telefonische Intervention bis auf Weiteres eindämmen, natürlich befürchte ich, dass es ab morgen. nach offizieller Eröffnung des dem SB mittlerweile vorliegenden ÄD-Gutachtens, wieder von vorn losgeht ...


Mich würde mehr der Inhalt des AfA-ÄD-"Gutachtens" interessieren und worauf der bei deiner vermittelbaren "Restleistungsfähigkeit" abstellt ???

Der Inhalt des ÄD-Gutachtens würde auch mich interessieren, leider habe ich darüber bislang keine Kenntnis, es wird mir vermutlich anlässlich des morgigen Termins beim SB eröffnet. Vorab erhielt ich aufgrund meiner Anfrage, weshalb die Leistung nach § 136 und nicht, wie im Vorfeld auch durch die AfA selbst suggeriert, nach § 145 SGB III gewährt wurde - aber dies spielt ja offenbar keine Rolle ... -, vonseiten der für Bewilligung und Berechung von ALG I zuständigen AfA (nicht meine Heimat-Agentur) lediglich die schriftliche Information, der ÄD habe gemäß Aktenlage eine Arbeitsfähigkeit von mehr als 3 Stunden pro Tag (heißt für mich als 'Teilzeitlerin': vollumfängliche Arbeitsfähigkeit ...) konstatiert, der Bescheid sei daher rechtens. Details zu etwaig angegebenen Einschränkungen bzgl. der in Frage kommenden Tätigkeiten wurden nicht genannt, somit vermag ich nicht zu sagen, wie sich mein "Restleistungsvermögen" nach Ansicht des ÄD qualitativ darstellt.

Vielleicht war es ein Fehler, nicht bei meiner Heimat-Agentur die persönliche Aushändigung des Gutachtens einzufordern (dann hätte ich mich zumindest ein wenig besser auf das Gespräch mit dem SB vorbereiten können ...), doch angesichts beinahe täglicher Behelligung mit diversen Schreiben seitens der AfA kam mir nicht in den Sinn, dass ausgerechnet dieses eine, für den weiteren Fortgang der Sache doch immens wichtige Dokument nicht postalisch zugestellt würde.

Es ist doch ganz einfach ... wenn du zusehr betonst zu krank zu sein, um überhaupt (wenigstens rein theoretisch / fiktiv) eine "Restleistungsfähigkeit" zur Verfügung zu stellen bei der AfA, dann wird deine Leistung eingestellt ...

... Das ist mir vollkommen klar, die Stellungnahmen von Betriebsarzt sowie MDK hatte ich auch nur aus dem Grunde eingereicht, dass sie zwar eine nachvollziehbare Arbeitsunfähigkeit, doch ebenso eine berechtigte Hoffnung auf Genesung - zwar nicht in allerkürzester, wohl aber auf unbestimmt-mittelfristige Sicht, attestieren. Eine Reha-Empfehlung wird dort nicht ausgesprochen (auch anlässlich meiner persönlichen Vorstellung bei den genannten Institutionen wurde, selbst auf explizite Nachfrage meinerseits, die Sinnhaftigkeit einer solchen verneint, was im Übrigen auch meiner eigenen Einschätzung entspricht).

Dem ALGI-Antrag fügt man generell überhaupt KEINE medizinischen Unterlagen oder Bescheinigungen zu, so was gehört NUR DIREKT zum ÄD der AfA wenn dort eine Begutachtung vorgesehen ist ...

Sebstredend habe ich sämtliche medizinischen Unterlagen nur dem ÄD zugeleitet! :)


Hast du dazu was schriftlich von der DRV und hast du die AfA (nachweislich) zu dieser "vielleicht Bewilligung" informiert ???

Seit Kurzem habe ich das schriftlich, möchte es der AfA - Stand jetzt - jedoch nicht ohne Not weiterleiten, da die zweite, überlappend aufgetretene Erkrankung dann vermutlich völlig aus dem Blick geriete (in dieser Angelegenheit bin ich mir jedoch noch nicht ganz schlüssig; vermutlich besteht aber ohnehin ein Informationsaustausch unter den Behörden, so dass schon alles haarklein bekannt ist - zumal ich den bei der RV gestellten Antrag auf LTA im Antrag auf ALG I erwähnt hatte).

Bisher wurde noch nie ein Ausgesteuerter tatsächlich in eine andere Arbeit vermittelt damit, schon weil die Bedingungen des § 140 SGB III mit dem (lt. ÄD) vorhandenen Restleistungsvermögen gar nicht erfüllbar sind.

Lt. ÄD hast du eine "hohe Restleistungsfähigkeit", dann soll SB dich doch bitte gut beraten, was du damit für deine berufliche Zukunft so alles anfangen könntest ... und welche umliegenden AG Interesse an dieser "Restleistungsfähigkeit" haben könnten ...

... Dies scheint das grundsätzliche Problem zu sein (wie ich bereits an der Zusendung unzähliger Arbeitsangebote erkennen konnte): Man will hier (vielleicht im Gegensatz zu anderen Agenturen) auf Teufel komm' raus vermitteln, Begriffe wie "theoretisches/fiktives Leistungsvermögen" existieren im Denkarsenal der hiesigen AfA offenbar nicht; meine Erklärung, im Rahmen meines Restleistungsvermögens vermittelt zu werden, wird bierernst genommen, mein SB vermag Arbeits- (wenn auch nur McJob-) Angebote in nahezu unbegrenzter Zahl aus dem Hut zu zaubern, und mit dem attestierten Leistungsvermögen sieht er auch erst einmal kein Stoppschild vor sich ... Die einzige Lösung - meiner (mittlerweile sehr resignativen) Auffassung nach - besteht darin, sich bei potenziellen Arbeitgebern so unvorteilhaft wie möglich zu "verkaufen" - aber solches geht mir enorm gegen den Strich, außerdem brauche ich meine Zeit für notwendige Heilmaßnahmen, kann sie daher nicht für unsinnige Bewerbungsaktivitäten verplempern, von denen wirklich niemand (nicht zuletzt auch der jeweilige AG) auch nur das Geringste hat!


Na-Ja, der kennt ja diese "unübersichtliche Lage" nicht ... darum möchte er ja gerne mit dir über deine "berufliche Zukunft" sprechen ...
Dann lass ihn doch erzählen, er hat dich doch eingeladen ...

Er wird wohl eher mich mit der Frage konfrontieren, wie ich mir unter den gegebenen Umständen meine berufliche Zukunft vorstelle - und da fällt es mächtig schwer zu antworten, ohne die gesundheitlichen Einschränkungen zumindest ansatzweise zu streifen. Oder er erzählt tatsächlich selbst, macht Vorschläge - dann aber auf Grundlage des zu einem vollkommen unzutreffenden Schluss kommenden ÄD-Gutachtens - und das wäre ebenfalls nicht in meinem Sinne, käme ich doch gewissermaßen in Rechtfertigungsdruck und damit wiederum in eine Gesprächssituation, in der ich die nun mal vorhandenen Gesundheitsprobleme, wenn auch verklausuliert, erwähnen müsste. Bei aller Phantasie kann ich mir kaum noch eine dritte Variante vorstellen - vor allem keine, bei der die Fragen "easy" zu überstehen wären, lasse mich natürlich sehr gern positiv überraschen ...

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Vielleicht hat ja noch jemand - auch in der Kürze der verbleibenden Zeit, doch wurde ich auch kurzfristig "eingeladen" - eine griffige Formulierung oder einen sonstigen Rat, wie ich mich in der bevorstehenden Situation (die mit dem Sprichwort "Wasch' mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass" ganz gut umschrieben ist) halbwegs behaupten kann und den Anspruch auf ALG I fürs Erste möglichst nicht verliere - vor allem angesichts der Tatsache, dass in "meiner" AfA alles sehr wörtlich (und eben nicht als "Spiel" à la "Des Kaisers neue Kleider" - was es eigentlich ja ist ...) genommen zu werden scheint.

Würde mich über Eure "Nacht- (und Abend-) Gedanken" wirklich sehr freuen!

Im Voraus besten Dank und viele Grüße

Remanebit
 
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