Nach Antrag auf Eu Rente Ablehnungsschreiben nicht erhalten - Somit Frist verstrichen

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juergen64

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Hallo alle zusammen,

bin ziemlich verzweifelt aber hier erstmal die Fakten.

nach mehrjähriger psyschicher Voerkrankung konnte ich seit 2016 meinem Beruf nicht mehr nachgehen. Es folgten 18 Monate Krankengeld. Zwischenzeitlich Aufnahme in Psychiatrische Klinik über Krankenkasse und kurz danach Reha durch Rentenkasse. Nahtlosregelung beim Arbeitsamt beantragt und auch bewilligt bekommen mit der Auflage Rentenantrag zu stellen. Rentenantrag im Februar diesen Jahres mit Rentenberater gestellt. Nach kurzer Wartezeit zu Gutachter einbestellt worden. Dann auf Reaktion des Rententrägers gewartet (renne seit Monaten täglich mehrfach zum Briefkasten) . Dann Anfang August endlich Post vom Rententräger bekommen....allerdings keine Antwort auf Rentenantrag sondern ein Schreiben indem ich darauf hingewiesen wurde, das ich ja im März 2018 Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung beim Arbeitsamt eingereicht hätte und im Anhang befand sich dann ein Reha Antrag mit vierwöchiger Fristsetzung. Habe dann umgehend einen Termin bei meinem Arzt bekommen bei dem Er dann den Befundzettel dahingehend ausgefüllt hat, das ich derzeit nicht Rehafähig bin. Dann auch direkt einen Termin bei einer Sozialarbeiterin bekommen, die für mich den Reha Antrag ausgefüllt hat und noch ein persönliches Schreiben beigefügt hat, in dem Sie Ihr Unverständnis über die Vorgehensweise der DRV kund getan hat. Das war ca Mitte August. Heute habe ich dann den Mut gefasst und den Rentenberater angerufen. Dieser teilte mir dann mit, das mein Rentenantrag schon im Mai diesen Jahres abgelehnt worden wäre. DIESES Schreiben habe ich nie erhalten. Darauf habe ich doch die ganze Zeit gewartet........unzählige schlaflose Nächte......jeden Tag mehrfach zu Briefkasten gegangen und dann DAS. Der Rentenberater hat mir zugesichert sich umgehend darum zu kümmern bzw den Sachverhalt zu klären. Habe dann ebenfalls heute versucht die Sozialarbeiterin zu erreichen aber die ist leider ausgerechnet jetzt noch in Urlaub und kommt erst Montag wieder. Die Vertretung hat mir geraten bis Montag zu warten weil die Sozialbeiterin meinen Fall ja kennt.

Was kann mir jetzt von Seiten der Arbeitsagentur drohen ? Könnte die Nahtlosregelung nun aufgehoben werden ? Die müssen erst seit 2 Monaten von insgesamt 15 Monaten zahlen weil ich von März bis Juli von meiner Abfindung leben musste.

Bekommt das Arbeitsamt denn keinen Bescheid von der DRV über den abgelehnten Rentenantrag ?

Ich bekomme von meiner Ärtztin nach wie vor nahtlos alle sechs Wochen für weitere sechs Wochen eine AU. Den VDK konnte ich bis dato ja nicht einschalten, weil ich ja die Ablehnung meines Rentenantrages nicht erhalten habe.........

Vielen lieben Dank für etwaige Antworten

Juergen
 

HermineL

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Die DRV muss nachweisen das dir das Schreiben zugegangen ist. Kann sie das nicht,
wovon auszugehen ist, dann ist der damalige Bescheid nicht rechtskräftig geworden.

§ 37 Abs.2 S.3 SGB X Bekanntgabe des Verwaltungsaktes
.....
2) 1Ein schriftlicher Verwaltungsakt, der im Inland durch die Post übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben.
2Ein Verwaltungsakt, der im Inland oder Ausland elektronisch übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Absendung als bekannt gegeben.
3Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist; im Zweifel hat die Behörde den Zugang
des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen.
......
 

saurbier

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Hallo juergen64,

also zuerst einmal, mit Behörden telefoniert man nicht!

Bei Unklarheiten mit Behörden schreibt man einen Brief (am besten per Einschreiben oder man benutzt ein Fax, sofern eine Faxnummer vorhanden).

Das mal grundsätzlich, denn nur so kann man im Streifall auf handfeste Belege Verweisen. SB neigen zumeist an Vergesslichkeit zu leiden und können sich selten an Telefongespräche erinnern.

Also du hast bereits eine Reha über die Rentenkasse durchgeführt.

Im Februar 2018 hast du einen Rentenantrag gestellt. Im März 2018 hast du dann ALG-II im Rahmen der Nathlosigkeit gestellt.

Habe dann umgehend einen Termin bei meinem Arzt bekommen bei dem Er dann den Befundzettel dahingehend ausgefüllt hat, das ich derzeit nicht Rehafähig bin.

Bist du dir da wirklich sicher?

Dann auch direkt einen Termin bei einer Sozialarbeiterin bekommen, die für mich den Reha Antrag ausgefüllt hat und noch ein persönliches Schreiben beigefügt hat, in dem Sie Ihr Unverständnis über die Vorgehensweise der DRV kund getan hat. Das war ca Mitte August.

So, dann hat man also von März 2018 bis August 2018, also 5 Monate für diesen Reha-Antrag benötigt ?

Heute habe ich dann den Mut gefasst und den Rentenberater angerufen. Dieser teilte mir dann mit, das mein Rentenantrag schon im Mai diesen Jahres abgelehnt worden wäre.

Warum angerufen, sowas macht man nur schriftlich!

Habe dann ebenfalls heute versucht die Sozialarbeiterin zu erreichen aber die ist leider ausgerechnet jetzt noch in Urlaub und kommt erst Montag wieder. Die Vertretung hat mir geraten bis Montag zu warten weil die Sozialbeiterin meinen Fall ja kennt.

Um welche Sozialbearbeiterin handelt es sich hierbei. Oder meist du vielleicht eine Sachbearbeiterin und wenn ja, von welcher Behörde (AfA, DRV etc.).

Sorry aber das ganze ist doch sehr verwirrend.

Sollte die DRV tatsächlich deinen damaligen Rentenantrag abgelehnt haben, dann verlange das man dir dieses Schreiben umgehend nochmals zusendet und zwar schriftlich unter dem Verweis das du dies 1. bisher nicht erhalten hast und 2. von dessen angeblicher Zusendung du erst im Rahmen einer telefonischen Auskunft erfahren hast.

Wie HermineL bereits ausführte, trägt die DRV die Verantwortung das dich solche Schreiben auch tatsächlich erreichen und zur Not müssen die dafür den Beweis auch antreten und darauf mußt du dich dann notfalls berufen.

Irgendwie erscheint mir der ganze Ablauf allerdings sehr merkwürdig, denn du schreibst ja, daß du im Februar einen Rentenantrag mit einem Rentenberater ausgefüllt hast, dann erhälst du Anfang August eine Schreiben der DRV mit einem Reha-Antrag im Angang mit 4-wöchiger Fristsetzung welchem du sofort nachgekommen bist. Nun plötzlich will die DRV deinen Rentenantrag bereits im Mai jedoch abgelehnt haben.

Sorry, da passt was nicht zusammen.

Klar, deinen Rentenantrag kann die DRV sicherlich ablehnen, denn im Regelfall kommt vor einer Rente zuerst mal der Versuch die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, was mittels Reha erfolgen sollte.

Dann aber hätte dir die DRV diesen Rehaantrag bereits mit der "angeblichen" Rentenablehnung im Mai bereits zusenden können und nicht erst Monate später. Hier besteht also dringender Klärungsbedarf - und zwar schriftlich.

Was kann mir jetzt von Seiten der Arbeitsagentur drohen ? Könnte die Nahtlosregelung nun aufgehoben werden ?

Solange das Verfahren mit der DRV läuft, ist deine Nathlosigkeit bei der AfA nicht aufzuheben. Dies wäre nur dann gegeben, wenn die DRV deine volle Erwerbsfähigkeit festgestellt hätte.

Dies kann ja nicht der Fall sein, denn du hast ja im August einen Rehaantrag von dieser übermittelt bekommen, also sieht man dort offensichtlich deine Erwerbsfähigkeit immer noch als gefährdet an und möchte dies nun im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme klären.

Wir können hier ja nur über die "angebliche" Rentenablehnung spekulieren, solange dieses schreiben nicht vorliegt. Wer weiß, vielleicht hat die DRV damit nur deinen Rentenantrag als solches abgelehnt, weil sie vorher eben noch eine Rehabilitation vornehmen will - wir kennen den Text des Schreibens nicht!

Ich bekomme von meiner Ärtztin nach wie vor nahtlos alle sechs Wochen für weitere sechs Wochen eine AU

Hallo, daß ist auch weiterhin notwendig und vor allem für dich sehr wichtig. Damit wird immerhin bescheinigt das du weiterhin AU bist und demzufolge auch Zweifel an deiner Erwerbsfähigkeit bestehen. Also immer schön weiter vom Hausarzt bzw. behandelnden Arzt AU schreiben lassen.

Den VDK konnte ich bis dato ja nicht einschalten, weil ich ja die Ablehnung meines Rentenantrages nicht erhalten habe.........

Nun ja, vom VdK halte ich persönlich nicht allzuviel, ist eher Geschmacksache. Einige sind mit denen zufrieden andere wieder nicht.

Wenn du es selbst nicht kannst, dann wäre ein fachanwalt für Sozialrecht hier der bessere Ansprechpartner.


Grüße saurbier
 
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