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Nach 6 Monaten platt gemacht

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Lisa2

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#1
Der Daueräger mit meiner Lieblingsarge nimmt kein Ende.

Meine Selbstständigkeit begann Anfang des Jahres 2007, die ersten drei Monate gab es Nervenkrieg, weil die Arge einfach nichts überwiesen hat ("Antrag wurde überhaupt nicht bearbeitet") und entwickelt sich positiv mit steigenden Einnahmen. Das ist die Hauptsache!

Die Arge weiß das alles.
Sie wurden von mir über alle Entwicklungen und Einnahmen informiert.

Trotzdem versuchen sie mich nach bereits 6 Monaten platt zu machen.
Sprich: Mein Einstiegsgeldantrag (1. Verlängerung) wird einfach nicht bearbeitet (wahrscheinlich liegt er inzwischen im Papierkorb). Und ich weiß nicht, wie das nächsten Monat weitergehen soll.

Der zuständige Sachbearbeiter hüllt sich in Schweigen, nachdem er einen Unfug nach dem anderen vorgelegt bekommen wollte (hä???).

Der zuständige Teamleiter wurde bereits konsultiert. Ebenfalls Schweigen!

Ich ziehe im Laufe der Woche in Betracht, die Beschwerdestelle/Geschäftsleitung hinzuzuziehen (wäre nicht das erste Mal) und mir einen Anwalt zu nehmen.

Wenn ich keinen Bescheid bekomme (weder Zusage noch Ablehnung) kann ich auch nicht in Widerspruch gehen....

Und bis die irgendwann belangt werden können (Untätigkeitsklage) bin ich längst "verhungert".

Was ist zu tun?

Danke
 

eAlex79

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#2
Kannst Du hierbei nicht auch einen Antrag auf Vorschuss auf zu erwartende Leistungen stellen?
 

Lisa2

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#3
Kannst Du hierbei nicht auch einen Antrag auf Vorschuss auf zu erwartende Leistungen stellen?
Wie soll das praktisch gehen?

Die WOLLEN ja nicht zahlen, daher bearbeiten sie den Antrag einfach nicht.
Der Sachbearbeiter (einer von den ganz Schlauen!) hat mir schon VOR der Gründung erzählt, er hätte keine Lust, länger als 6 Monate "so etwas" zu finanzieren. Vollkommener Dummfug!

Wenn die keine Lust haben (und das haben sie zu 99% nicht), dann machen sie doch eh, was sie wollen - und ich schaue dumm aus der Wäsche...
 

eAlex79

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#4
Also ich hab grad mal geguckt.. erstens sollte die Sache für 12 Monate beschieden gewesen sein aber gut die ARGEN treiben doch was sie wollen. Leider gibt es auf das Einstiegsgeld keinen Rechtsanspruch, soweit ich das beurteilen kann schliesst sich damit auch ein Vorschuss auf zu erwartende Leistungen aus.

Was Du aber vielleicht machen kannst wäre folgendes: Du hast das Einstiegsgeld bewilligt gehabt, richtig? In dem Fall und wenn sich bei Dir ansonsten nichts negativ Entwickelt hat solltest Du damit davon ausgehen müssen können dass das Einstiegsgeld auch nicht einfach wegfällt. Ich glaube sogar dass dies in der Rechtssprechung verankert ist dass man davon ausgehen darf das ein Amt keine Willkür betreibt.

Ich würde die Sache brieflich der Geschäftsleitung in Form einer Beschwerde einreichen, erklären was der SB und der Teamleiter mit Dir machen und auf nahtlose Fortzahlung des EG bestehen.

Leider kann ich Dir nicht besser Helfen, vielleicht weiss ja noch jemand anderes mehr.

x
x Alex.
x
 

galadriel

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#5
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ich würde es analog zu den anderen Beschwerden auch mal hier mit einer Beschwerde versuchen.
 

Lisa2

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#6
Ok, mein allzeit vorhandenes Verständnis für junge, nichtwissende, neueingestellte, überarbeitete Sachbearbeiter in der hiesigen Arbeitsgemeinschaft ist beendet.

Bis zum heutigen Tag (2.7.) kein Bescheid bzgl. meines erneuten Einstiegsgeldantrags (der 1. endete am 30.6.).
Weder Ablehnung noch Zusage, sodass mir also auch keine Möglichkeit gegeben ist, überhaupt in Widerspruch zu treten.

Das ist voll beabsichtigt!

Bleibt also nur noch der Weg der Beschwerde, und das diesmal nicht zu wenig und auch nicht zu leise.

Schade nur, dass die Zeit, die für all das wieder drauf geht, dann für so wichtige Dinge wie "Akquise", "Geld verdienen" fehlen wird etc..

Ich frage mich immer öfters:
Wenn die Arge schon mit Menschen, die sich selbst helfen, Arbeit suchen so hundsmiserabel umgeht, wie gehen sie dann erst mit Menschen um, die keine Eigenintiative haben?

Wollen die lieber, dass ich mir ein Sixpack Bier kaufe, die Füße hochlege und den ganzen Tag nichts tue?
Vermutlich gäbe es dann weniger Stress ......
 

kirn

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#7
Existenzgründung

Hallo. Ich bin neu hier und möchte zu dem Thema folgendes beitragen. Als meine damalige Firma, bei der ich als Sachbearbeiterin im Verkauf tätig war, Konkurs anmelden musste, habe ich mich 2003 mit Hilfe des Arbeitsamtes selbständig gemacht. Ich habe einen Antrag auf Überbrückungsgeld gestellt, das für 6 Monate gezahlt wurde. Vorher musste ich aber zu einer vom Arbeitsamt bestimmten Institution gehen, die dann geprüft hat, ob es sich lohnt, im Bereich Finanzen selbständig zu sein. Und erst als diese Institution alles abgesegnet hatte, konnte ich den Antrag stellen. Die Bearbeitung dauerte etwa 3 Wochen und ich bekam rückwirkend mein Überbrückungsgeld und zwar genau 6 Monate lang. Ich war aber nur 1 Jahr selbständig und als ich merkte, daß ich mehr Ausgaben hatte (KV, Finanzamt usw.) als Einnahmen, gab ich meine Selbständigkeit ganz schnell wieder auf und bin seit diesem Zeitpunkt wieder im Angestelltenverhältnis. Ich möchte nur zum Schluß noch erwähnen, daß ich nie wieder selbständig sein möchte. Nein danke!
 
E

ExitUser

Gast
#8
Ich frage mich immer öfters:
Wenn die Arge schon mit Menschen, die sich selbst helfen, Arbeit suchen so hundsmiserabel umgeht, wie gehen sie dann erst mit Menschen um, die keine Eigenintiative haben?
Jenau. Oder mit denen, die keine haben KÖNNEN aus verschiedenen Gründen.

Wollen die lieber, dass ich mir ein Sixpack Bier kaufe, die Füße hochlege und den ganzen Tag nichts tue?
Vermutlich gäbe es dann weniger Stress ......
Dann hat mensch wenigstens die Zeit um deren Verwaltungskacke zu bearbeiten, und kann mit Fug und Recht von sich sagen, dass er ja arbeitet - nämlich den Schriftverkehr mit der ARGE, was als mindestens 50%-TZ-Job anzusehen ist. Und die Freibeträge erwirtschaft mensch sich mit einem Nebenerwerb - biste letztlich wohl besser dran und hast den Tag effizienter verbracht. Ökonomie wollen doch alle, oder?

Ausserdem hast du dann die Zeit tagsüber Termine bei der ARGE etc wahrzunehmen - wollen sie doch auch, nicht wahr.

Also, eine Erwerbs-Arbeit an sich ist schon ARGE-unfreundlich und sollte aus deren Sicht gar nicht geschehen. Wenn doch mal, werden sie das dem arbeitenden ARGE-Kunden schon wieder austreiben.

Profis eben ...
 
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