Nach 2 Jahre die gleiche Grundmiete wieder ein Thema - Hilfe

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redfly

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Hallo liebe Leser,

im November 2005 stand eine Mieterhöhung (20 Euro) für Januar 2006 an. Dem Fortzahlungsantrag auf ALG II folgte damals ein Bescheid, wobei ab Juni 2006 nur noch die angemessenen Unterkunftskosten übernommen werden sollten. Darauf hin hatten wir einen Rechtsanwalt für Sozialrecht eingeschaltet und Widerspruch eingelegt. Unser Anwalt hatte das Jobcenter Essen damals im wesentlichen nur nach der Berechnungsgrundlage gefragt.

Der Widerspruch gegen das Jobcenter Essen wurde ein voller Erfolg, es wurde sofort ein Änderungsbescheid erlassen. In diesem Bescheid wurde uns dann mitgeteilt, dass die volle Miete auch ab Juni 2006 weiter übernommen wird. Zufällig hatte ich in den letzten Tagen erfahren, dass angeblich 2005 die Stadt Essen ein Gutachten erstellt hat. Es wurden aber nur die unteren Einkommensgruppen für die Verfügbarkeit von Wohnraum zu diesem Preis berücksichtigt.

Beim aktuellen Schreiben vom 08.11.07 wird dies in den Infoblättern irgendwie erwähnt, aber verstehen kann ich das ganze überhaupt nicht. Wenn ich Zeitungen aufschlage, wie z.b. den Stadtspiegel kommt bei der Nettokaltmiete fast immer ein Betrag von weit über 5 €/m² heraus. Weiter schreibt das Jobcenter die Mieten in Essen sind seit Jahren immer billiger geworden, aber laut Mieterhöhung steigt die ortsübliche Vergleichsmiete stetig an.

Ab Januar 2008 müssen wir 5,30 € an den Vermieter zahlen, noch sind es 12 ct. weniger, also 5,18 €. Es geht jetzt also in der Mieterhöhung um stolze 8,04 €.

Die Nebenstellen des Jobcenters Essen wurden in den letzten Wochen umorganisiert, seitdem hat sich für uns der Fallmanager und die Örtlichkeit geändert.

Aber es kann doch nicht angehen, dass praktisch auf dem Tag genau 2 Jahre später, genau der gleiche Betrag (355,86 €) erneut ein Thema sein soll.

Morgen werde ich dann erstmal den Fortzahlungsantrag stellen, mal sehen was dann in dem Bescheid steht.

So, jetzt habe ich einige Fragen:

01) Anwalt für Sozialrecht wurde schon eingeschaltet
02) Das Schreiben 1 vom 08.11.07 vom Jobcenter verstehe ich ja noch
03) Beim Schreiben 2 fehlt doch ein Rechtshinweis, oder irre ich mich
04) Was sollen diese ganzen Infoblätter

Schreiben 1:




Schreiben 2:



 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Fehlt was

Zum richtig meckern fehlen mir die aktuellen Werte.
Der Mietspiegel von 2005 ist in seinem Datenbestand auch nur 3 Jahre alt.
Aber seit damals gab es keine Preissteigerungen, auch keine Steuererhöhungen.

Mir bleibt aber noch das Raten.
Bei Nettokaltmiete von 4,50 kommt man auf eine Bruttokaltmiete von. ca. 6,25 - 6,75. Dann noch die Heizung drauf und dann kommt bei 60m² etwa eine mtl. Miete von ca. 400,--€ raus.
 

redfly

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Wenn man für 2 Personen 60 m² berücksichtigt, komme ich bei 282 € auf einen m² Preis von 4,70 €. Dafür bekommt man in meiner Umgebung keine Wohnung, da die ortsübliche Vergleichsmiete teilweise bei über 6 €/m² liegt.

Wenn ein Umzug tatsächlich das letzte Mittel sein sollte, kann ich mich dann bei der Wohnungssuche auf einen Umkreis von 5 km beschränken ?

Aber ich denke soweit ist es ja noch nicht. In den nächsten Tagen habe ich dann sicherlich ein Termin beim Anwalt. Es ist ein verdammt starkes Stück, dass das Jobcenter nach genau 2 Jahren von der Zusage, die volle Miete zu übernehmen, plötzlich abweicht.
 

gelibeh

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Du kannst gegen solche "Informationsschreiben" keinen Widerspruch einlegen. Erst bei einem Bescheid mit gekürzter KDU ist das möglich.
 

redfly

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Kurzer Zwischenbericht.

Mein Anwalt hat das Mandat übernommen und das Jobcenter angeschrieben, auch der Fortzahlungsantrag wurde von mir am Montag gestellt.

Mal sehen was jetzt passiert, aber ich denke 8 Euro mehr Miete rechtfertigen auf gar keinen Fall einen Umzug.
 
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