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Nach 100% Leistungssperre nun Zwangskrankenversicherung

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CONDOR

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#1
Ein Unglück kommt selten allein!

nachdem mir die ARGE Gadebusch am 01.01.2007 stillschweigend meine Leistungen zu 100% eingestellt hat, das Sozialgericht Schwerin noch immer nicht für langsam notwendig gesehen hat, über meinen einstweiligen Vfg.-Antrag vom 01.01.2007 (dort zugegangen am 02.07.) gegen die ARGE zu entscheiden (hat der sich/haben wir den erst totgehungert, erledigt sich der Antrag von selbst, oder was?), erhielt ich heute Nachmittag einen Anruf meiner DAK. Die - dort überigens immer sehr netten Sachbearbeiterinnen - informierte mich davon, dass ja die ARGE auch meine Krankenversicherung eingestellt hätte, bzw. die Beitragszahlung und ich somit nicht versichert sei.
Ob ich mich dennn nicht freiwillig weiterversichern wolle, wurde ich gefragt.
Und als ich die Sprache wiedergefunden hatte, erklärte ich meiner DAK-SB erst einmal, was in diesem Falle hier überhaupt abgehe - was dieser widerum kurzzeitig die Sprache verschlug. Dann meinte sie: Das können die doch nicht tun, Sie einfach verhungern zu lassen! Meine Antwort:Nee, dürfen nicht, aber können? können schon Das ist denen soaws von egal und geht denen am A... vorbei ob einer mehr oder weniger; so sparen die danach wenigstens pro jahr an mir rd. 7.000 Euro. Ausserdem sei ihr ja evl. auch bekannt, was in Speyer passiert sei (was sie bejahte und sehr entsetzt darüber war)
Dann eröffnete sie mir, dass sie unter diesen Umständen für mich die Pflichtversicherung (Zwangskrankenversicherung einleiten müsse, denn ausmustern dürfe mich die DAK nicht mehr wegen des neuen Bundesgesetzes. Dann erklärte sie mir folgendes: Nach dem Willen der Politiker darf es nicht mehr sein, dass in Deutschalnd ein Bürger ohne Krankenversicherung dastehe. Also seien die Krankenkassen verpflichtet, auch die Personen plichtzuversichern, die mittellos seien, damit auch die zum Arzt gehen können und Versorgung in Anspruch nehmen können.
Auf meine Frage: ja aber wenn ich doch wegen der 100%igen Leistungseinstellungen überhaupt keine medizinische Versorgung, so dringen auch aktuell weiterhi benötigt, bezahlen kann, wurde ich dahingehend aufgeklärt, dass in diesem Falle, wenn ich dann zúr gegebenen Zeit die Beitragsrechnung Pflichtkrankenversicherung nicht bezahlen kann, dann käme eben der Gerichtsvollzieher und würde versuchen, noch zu holen, was zu holen möglich wäre. Entschuldigend fügte sie auch hinzu, sie könne daran überhaupt nichts ändern, das sei neues Gesetz und lasse da keinen Spielraum.
Jedenfalls war die DAK-SB sehr entsetzt über das, was unter Hartz-IV mit den Leuten geschieht!
Andereseits beweist mir dies aber auch, dass die grosse Masse tatsächlich überhaupt gar nicht (wirklich) weiss, was im Hartz IV wirklich passiert und halten alle (die wenig genug) an die Öffentlichkeit gelangenden Informationen eher für übertrieben und aufgebauscht, aber niemals für tatsächliche Realität.
Das klingt alles so sehr absurd, dass es nur sehr schwer zu glauben sei.

Ich jedenfalls kläre jeden auf, der mit mir bei allen möglichen Gelegenheiten ins Gespräch und auch auf Hartz IV zu sprechen kommt, was ja heutzutage schon Normalität ist, wie das Wetter.

Wie ihr euch ja denken könnt, sehe ich dem ungebetenen Besuch des Gerichtsvollziehers schon heute mit grosser Freude entgegen (ausser, der lässt sich soviel Zeit, dass er mich an den Sozialgrab besuchen kann, wo man mich dann garantiert verscharren wird - und dann geht mir das aber am A... vorbei!).

Also, möge sich jeder freuen (solange er noch kann), dem es momentan noch besser geht als mir,
CONDOR
 
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