Nach 1,5 Jahren auf einmal unangemessen??? (1 Betrachter)

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ExitUser

Gast
Mir fehlen im Moment einfach die Worte...

Zum 1.1.2005, pünktlich zum Start von ALG II, zog ich in meine jetzige Wohnung. Sie ist ca. 50 qm groß, und die Miete beträgt 400 Euro. Dazu Folgendes:

In diesen 400 Euro sind enthalten:

1. Kaltmiete
2. Nebenkosten
3. (als besonderer Punkt) Strom

Soll heißen: mein Vermieter hat sämtliche Wohnungen SELBST beim Energieversorger angemeldet und erhebt den entsprechenden Anteil mit der Miete. Was mir auch sehr gelegen kommt, mehr dazu weiter unten...

Unterm Strich sind also in diesen 400 Euro, die mein Vermieter jeden Monat von mir bekommt, alle Kosten inkl. Strom gedeckt.

Mein damaliger Erst-Antrag auf ALG II wurde mit genau diesen Daten akzeptiert. Auch die Folgeanträge (= Kreuzchen bei "keine Änderungen") wurden anstandslos bewilligt.

Doch nun auf einmal flattert mir heute ein Schreiben des Job-Centers ins Haus, aus dem aus heiterem Himmel hervorgeht, dass meine Mietkosten unangemessen sind!!! Nach 1,5 Jahren???

Ich wohne im Großraum Hannover und soll mir nun binnen 6 Monaten im gesamten Einzugsgebiet eine neue Unterkunft suchen, die inkl. Nebenkosten max. 280 Euro kosten darf!!!

Was für ein Kellerloch soll das bitte sein???

Ein weiteres Problem ist, dass ich noch eine Stromnachzahlung aus 2004 bei der Avacon offen habe und diese vom mageren ALG II natürlich nicht zahlen kann. Ergo würde mir kein anderer Anbieter in einer neuen Unterkunft Strom liefern, da ich mittlerweile auch wegen anderer - logischer - Zahlungsrückstände negativ in der Schufa stehe...

Vom Telefon ganz zu schweigen, das ohnehin bereits auf ein Familienmitglied angemeldet ist...

Was kann man da tun?

Ich meine... Wenn schon der Erst-Antrag nicht bewilligt worden wäre aufgrund "unangemessener Kosten", dann würde ich es ja verstehen - aber wieso wird Folgeantrag für Folgeantrag immer bewilligt, und jetzt auf einmal so ein Schreiben?

Wäre für Tipps sehr dankbar!
 
E

ExitUser

Gast
Tja, so wie du es beschreibst, kann ich nur sagen: Glück gehabt.
Jetzt hat aber ein ganz gewissenhafter SB den Stapel auf seinem Schreibtisch noch einmal überprüft und festgestellt, dass deine Miete zu hoch ist und mal nachgerechnet. Sollten seine Berechnungen dennoch nicht zutreffen, mußt du gegen die Berechnung Widerspruch einlegen.

In deinem besonderen Fall wurden wohl bisher die Stromkosten als KdU anerkannt. Ob du die nun herausrechnest und sie so, wie alle anderen, aus der Grundsicherung begleichst, wäre schon einmal eine Überlegung. Damit senkst du zunächst einmal die Mietkosten.

Es könnte dann eine Rückforderung der Zahlungen in der Vergangenheit auf dich zukommen. Dem könntest du widersprechen, denn deine Angaben waren wahrheitsgemäß.

Wenn in dieser Mietsenkungsaufforderung keine Rechtsbelehrung enthalten ist, kannst du auch noch nicht Widerspruch einlegen. Das ist sehr ärgerlich, aber erst mal nicht zu ändern. Die tricksen eben mit allen Mitteln.

Aber bis zu deinem Auszug ist noch eine Weile hin. Du solltest jetzt erstmal mit der Suchfunktion im Forum all das lesen, was zum Thema Umzugsaufforderung geschrieben steht. Wenn du dann noch Fragen zu diesem Problem hast, einfach noch mal posten.
 
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