Mutwillige Bankabzocke oder legale Gebühren?

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Joe

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Ich habe hier mal kurz die Suche bemüht aber nichts gefunden.

Wie es sich so im Leben eines Hartz4 Empfängers ergibt ist es nicht immer möglich für ausreichendes Guthaben auf dem Konto zu sorgen.

Mit der neuen Gebührenordnung meiner Bank werden mir pro Benachrichtigung über nicht eingelöste Lastschriften 4 Euro in Rechnung gestellt.
Diese vorher nicht erhobene Gebühr fällt dadurch an das mir die Nichteinlösung per Briefpost mitgeteilt wird.

Heute habe ich mal freundlich gefragt ob man diese Briefe nicht einfach abstellen kann weil ich mich über meinen Kontostand und eventuelle Rücklastschriften jederzeit per Kontoauszug oder Onlinebanking doch selbst informieren kann.

Darauf hin wurde mir mitgeteilt das man verpflichtet ist mir die Nichteinlösung von Lastschriften per Briefpost mitzuteilen. Ist die Bank wirklich dazu verpflichtet oder werden hier mal wieder nur dumme Kunden abgezockt?

Selbstverständlich ein gutes Geschäft für die Bank. Treffen tut es aber wie immer nur die die ohnehin schon wenig haben.
 

Eierbecher

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Im Prinzip hat die Bank recht.

Aber sowas kann man sehr schnell in einem persöhnlichen Gespräch klären.

Oder einfach das Geldinstitut wechseln.

MfG

Eierbecher
 

Joe

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Hier ist ja das nächste Problem:

Es gibt bereits einige Firmen die sich auf nichts anderes als Lastschrifteinzug einlassen!
 

Volker Wulle

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Im Prinzip hat die Bank recht.

Aber sowas kann man sehr schnell in einem persöhnlichen Gespräch klären.

Oder einfach das Geldinstitut wechseln.

MfG

Eierbecher
Das mit "der Bank wechseln" ist nicht so einfach. Ich wollte vor ein paar Jahren wegen einer angstrebten Verbraucherinsolvenz zu einer neuen Sparkasse und die hatten erst einmal abgelehnt. Erst als ich denen ein Formular gab, das sie im Falle einer Ablehnung unterschreiben sollten, konnte ich ein Kto. eröffnen.
Was mich allerdings nervt, sind die 7 EUR kontoführungsgebür pro Monat - für mich viel Geld.
 

yola

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Hier ist ja das nächste Problem:

Es gibt bereits einige Firmen die sich auf nichts anderes als Lastschrifteinzug einlassen!
Ich weiß jetzt nicht ob das überhaupt zulässig ist, meistens ist das ja bei Telefonanbietern der Fall. Aktuell habe ich aber - durch einen Kontenwechsel - festgestellt, dass ich wohl dieses Lastschriftverfahren nicht als einzige Option gehabt hätte . . . also sollte man doch das Kleingedruckte wirklich immer lesen.
Was ich aber gar nicht verstehe, gerade vor dem Hintergrund dass immer mehr Leute in Insolvenz gehen, dass die Firmen nicht begreifen wollen, dass sie sich damit selber schaden. Lastschriften werden vom Insolvenzverwalter immer zurückgeholt, und ehe man sich versieht hat man gleich eine Handvoll Gläubiger mehr. Überweisungen und Daueraufträge hingegen können nicht rückgängig gemacht werden. Schon aus diesem Grund sollten eigentlich alle ein vitales Interesse an anderen Formen des Geldtransfers haben :icon_party:

Grüße
yola
 
E

ExitUser

Gast
Ich hab vor kruzem mal im internet gelesen das es nicht erlaubt ist extra gebühren für eine nicht eingelöste lastschrift zu verlangen, jemand hat geklagt und recht bekommen. Das einzigste was die machen können ist die kosten für das zu senden verlangen aber das sind nur 45 cent oder sowas.
 

Joe

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Naja, letztendlich geht es hier doch darum das die schriftliche Benachrichtigung über eine nicht eingelöste Lastschrift mit 4 Euro berechnet wird und keine Alternative wie z.B. Email angeboten wird.

Also "nur" ein unverhältnismäßig teurer Brief.
Und hier ist ja der Knackpunkt: Ist die Bank rechtlich verpflichtet mir das per Briefpost mitzuteilen oder nicht?

Ich denke mir doch das ich als mündiger Bürger allein in der Lage sein sollte mich über mein Guthaben und meine Kontobewegungen zu informieren und mir das nicht hinterher getragen werden muss.


Es wird hier nicht mal das nicht einlösen der Lastschrift in Rechnung gestellt.
 

gerda52

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...

Entgelte für die von der eigenen Bank verweigerte Einlösung von Lastschriften, Schecks, Dauerauftägen und Überweisungen
Verweigert die Bank die Einlösung von Lastschriften und Schecks, weil das Kundenkonto nicht gedeckt ist, wird sie in ihrem eigenen Sicherheitsinteresse tätig. Kosten, die dabei anfallen, dürfen Kunden nicht berechnet werden - auch nicht Kosten für die Benachrichtigung. Gleiches gilt bei nicht ausgeführten Daueraufträgen und Überweisungen. (Urteile vom 21.10.1997 - XI ZR 5/97, XI ZR 296/96 und vom 13.02.2001 – XI ZR 197/00).

Quelle
 

Joe

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DANKE! :icon_daumen:

Das habe ich gesucht! :icon_klatsch:

Hoffen wir mal das das Urteil auch so noch aktuell ist. Schließlich ist es von 1997/2001
 

Joe

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Hier mal die Antwort meiner Bank:

Zum 31.Oktober 2009 wurde die EU Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD) in deutsches Recht umgesetzt. Die Belastung des Aufwendungsersatzes entspricht dieser neuen EU-Richtlinie und verstößt somit nicht mehr gegen die von ihnen genannten Urteile.

Nachtrag:
Die Frage die sich mir jetzt stellt:
Ist das mit der EU Richtlinie jetzt so richtig oder ist es an der Zeit einen Anwalt mit allem weiterem zu beauftragen?
 
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