Mutter wohnt mit im Haus, Wohngemeinschaft oder Haushaltsgem.?

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zanko

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Hallo, ich muss ALG II beantragen da ich z.Z nur eine kleine MDE Rente bekomme und meine Unkosten nicht mehr tragen kann.

Meine Mutter wurde geschieden und erhählt von ihrem ex eine kleine Abfindung. Jedoch nicht hoch genug um sich davon selber eine Wohnung zu mieten, da sie die Krankenversicherung auch selber tragen muss.(60 Jahre, Hüftprobleme, findet also eher keinen job..)

Nun habe ich Sie aus der Not gedrungen in mein kleines Haus einziehen lassen, ca. 75qm² Wohnfläche. Wir teilen uns die Unkosten (Strom,Gas,Wasser,Grundbesitzabgaben ect.) jedoch berechne ich Ihr keine weiteren Mietkosten(gibt auch keinen Mietvertrag).


Jetzt ist meine Frage wie ich das dann am besten bei der ARGE durchkriege ohne endlose Lauferei und Sonstige Probleme zu bekommen.

Brauch ich jetzt einen Untermietvertrag bei dem ich Ihr quasi 35qm² vermiete und kann man das dann als normale Wohngemeinschaft angeben?
 

Konstabler

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Ihr seid mindestens eine Haushaltsgemeinschaft:

ich tendiere sogar zu einer Einstehensgemeisnchaft.


Wenn du ALG II beantragst, musst du deine Bedürftigkeit mindern (§ 2 SGB II), das heisst, du musst dein Vermögen einsetzen, dieses Ziel auch zu erreichen. Du müsstest also eine ortübliche Miete ansetzen.

Hinsichtlich der Mietgestaltung müsstest du auch mal mit deinem Steuerberater sprechen.

Eine weitere Frage wäre auch, wie sich deine Mutter finanziert.

Es ist die Rede von einer Abfindung, wird die Monatlich gezahlt und wenn ja wie lange? Hat deine Mutter sonst kein Einkommen?

Unter Berücksichtigung ihes Vermögens müsste man prüfen, wie hoch das Schonvermögen wäre und ob auch sie Anspruch auf ALG II oder Wohngeld hätte.

Du selber müsstest auch noch den Anspruch auf Lastenzuschuss prüfen, vermutlich würde dir das zustehen, weil ALG II nur darlehensweise gewährt werden würde.

Bitte beachte auch noch das Urteil des Landessozialgerichtes Hamburg Urteil vom 15.03.2007 - L 5 AS 5/06, das eine Aussage über die Anrechnung einer MdE-Rente bei ALG II trifft.
 

gelibeh

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Es gibt hier im Forum einige, die mit ihren Kindern einen Untermietvertrag abgeschlossen haben und als WG gelten. Das sollte im Umkehrschluss auch für Eltern gelten.
 

ela1953

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Ihr seid mindestens eine Haushaltsgemeinschaft:

Warum sollte die Mutter den Sohn unterstützen? Dazu ist sie nicht verpflichtet.

ich tendiere sogar zu einer Einstehensgemeischaft.

Einstehensgemeinschaft geht ja schon mal gar nicht - oder leben die beiden in einem eheähnlichen Verhältnis?


Wenn du ALG II beantragst, musst du deine Bedürftigkeit mindern (§ 2 SGB II), das heisst, du musst dein Vermögen einsetzen, dieses Ziel auch zu erreichen. Du müsstest also eine ortübliche Miete ansetzen.

Bei Verwandten muss man ab 1.1.? mindestens 60 % der Ortsüblichen Miete ansetzen. Für das Finanzamt.
Das Jobcenter rechnet sowieso anders und teilt ohne Mietvertrag nach der Anzahl der Bewohner auf. Meist wird ein Mietvertrag gar nicht akzeptiert,


Hinsichtlich der Mietgestaltung müsstest du auch mal mit deinem Steuerberater sprechen.

Und wer bezahlt einem ALGII Empfänger den Steuerberater? Muss man den als ALGII Empfänger zwingend haben? Man hat ja soviel zu versteuen ;-)


Eine weitere Frage wäre auch, wie sich deine Mutter finanziert.

Es ist die Rede von einer Abfindung, wird die Monatlich gezahlt und wenn ja wie lange? Hat deine Mutter sonst kein Einkommen?

Unter Berücksichtigung ihes Vermögens müsste man prüfen, wie hoch das Schonvermögen wäre und ob auch sie Anspruch auf ALG II oder Wohngeld hätte.

Du selber müsstest auch noch den Anspruch auf Lastenzuschuss prüfen, vermutlich würde dir das zustehen, weil ALG II nur darlehensweise gewährt werden würde.

Warum würde nur darlehnsweise gewährt?


Bitte beachte auch noch das Urteil des Landessozialgerichtes Hamburg Urteil vom 15.03.2007 - L 5 AS 5/06, das eine Aussage über die Anrechnung einer MdE-Rente bei ALG II trifft.

Die Rente wird als Einkommen angerechnet - zumindest teilweise.
Die Kosten der Unterkunft beinhalten aber auch zumindest die Zinsen bis zur Höhe einer angemessenen Miete.

Eine Bedarfsgemeinschaft seid ihr nicht, da ich davon ausgehe, dass du über 25 Jahre alt bist.

Dann wird eine Haushaltsgemeinschaft vermutet . Das setzt aber voraus, dass ihr aus einem Topf wirtschaftet. Lebt aber jeder für sich und auf seine Kosten, dann seid ihr keine HG.

Beim Ausfüllen deines Antrags musst du also genau aufpassen, wo du deine Kreuzchen setzt.Frage 2f Angaben zu den Personen der Bedarfsgemeinschaft. Wie viewle weitere Personen gehören zu Ihrer Bedarfsgemeinscaft? Da nur du die Bedarfsgemeinschaft bist, gehört dorthin: 0 Personen

2g Wohnen in Ihren Haushalt auch Personen, die ggf, nicht zur Bedarfsgemeinschaft, sondern zur Haushaltsgemeinschaft gehören? Da muss das Kreuzchen bei NEIN

Kreuzt du ja an, muss du nämlich noch den Bogen HG ausfüllen

Nur bei dem Bogen zur KdU (Kosten der Unterkunft) musst du bei der Frage Wie viele Personen leben in der Wohnung/im Haus ingesamt dann 2 Personen angeben
 

ela1953

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Es gibt hier im Forum einige, die mit ihren Kindern einen Untermietvertrag abgeschlossen haben und als WG gelten. Das sollte im Umkehrschluss auch für Eltern gelten.


Ich konnte mit meinem Sohn keinen Mietvertrag abschließen, da er unter 25 war.

Die KdU wurden hälftig geteilt. Wird ein Mietvertrag abgeschlossen, darf die Miete auch nicht als Einkommen gewertet werden.

Die Miete senkt aber die eigenen Kosten der Unterkunft.
 

nordlicht22

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nur auf die Schnelle

unbedingt §36 SGB XII genau lesen und in diese Richtung die WG verfolgen.
Ich hatte das hier https://www.elo-forum.org/schwerbeh...8298-36-sgb-xii-vermutung-bedarfsdeckung.html
schon mal aufgebracht.

Wenn eine Versorgung durch Dritte durch die WG vermieden werden kann ist eine weitere Vermutung unangebracht.

Deine Mutter könnte in Betracht ziehen eine vorzeitige Altersrente durch einen Schwerbehindertenausweis anzustreben.
Soweit ich das verstanden habe bezieht sie keine Sozialleistungen??
 
G

gast_

Gast
Ihr seid mindestens eine Haushaltsgemeinschaft:

ich tendiere sogar zu einer Einstehensgemeisnchaft.

Und ich sage: Wohngemeinschaft... Man hat einen Untermietvertrag und wirtschaftet getrennt.

Wenn du ALG II beantragst, musst du deine Bedürftigkeit mindern (§ 2 SGB II), das heisst, du musst dein Vermögen einsetzen, dieses Ziel auch zu erreichen. Du müsstest also eine ortübliche Miete ansetzen.

Verträge kann man frei abschließen...

Hinsichtlich der Mietgestaltung müsstest du auch mal mit deinem Steuerberater sprechen.

Eine weitere Frage wäre auch, wie sich deine Mutter finanziert.

Es ist die Rede von einer Abfindung, wird die Monatlich gezahlt und wenn ja wie lange? Hat deine Mutter sonst kein Einkommen?

Unter Berücksichtigung ihes Vermögens müsste man prüfen, wie hoch das Schonvermögen wäre und ob auch sie Anspruch auf ALG II oder Wohngeld hätte.

Wohngeld beantragen wäre sinnvoll.

ALG II beantragen: Nur wenn sie sich der Verfolgungsbetreuung aussetzen will.

Du selber müsstest auch noch den Anspruch auf Lastenzuschuss prüfen, vermutlich würde dir das zustehen, weil ALG II nur darlehensweise gewährt werden würde.

Wieso?`Wenn er den Freibetrag nicht übersteigt? Wir kennen seine Rücklagen nicht.

Bitte beachte auch noch das Urteil des Landessozialgerichtes Hamburg Urteil vom 15.03.2007 - L 5 AS 5/06, das eine Aussage über die Anrechnung einer MdE-Rente bei ALG II trifft.
Die Rente der Mutter geht das Jobcenter NICHTS an - sie ist nur Untermieterin, und muß keine Angaben machen!
 
G

gast_

Gast
Es gibt hier im Forum einige, die mit ihren Kindern einen Untermietvertrag abgeschlossen haben und als WG gelten. Das sollte im Umkehrschluss auch für Eltern gelten.

So ist es...

nur weil man aus der finanziellen Not heraus und Angst vor Fremden lieber an einen Verwandten vermietet heißt das nicht, daß man jemanden finanziell unterstützen will...
 

zanko

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Danke für die Antworten!

Hatte mich im Eingangsposting verschrieben, meine Mutter bekommt Unterhalt(bis zur Rente) und keine Abfindung und erhält auch ansonsten keine Sozialleistungen.

Werde die Ratschläge von ela beim Antrag beachten, danke.

Nurnoch eine Frage bezüglich ela's Antwort:

"Das Jobcenter rechnet sowieso anders und teilt ohne Mietvertrag nach der Anzahl der Bewohner auf. Meist wird ein Mietvertrag gar nicht akzeptiert,"

"Nur bei dem Bogen zur KdU (Kosten der Unterkunft) musst du bei der Frage Wie viele Personen leben in der Wohnung/im Haus ingesamt dann 2 Personen angeben"

Wir haben z.Z halt keinen Mietvertrag abgeschlossen, es hört sich für mich so an als bräuchte ich das auch erstmal nicht unbedingt?
Könnte ich also beim Antrag einfach wie beschrieben im KdU Formular die Unkosten angeben die dann durch 2 geteilt werden?
 
G

gast_

Gast
Wir haben z.Z halt keinen Mietvertrag abgeschlossen, es hört sich für mich so an als bräuchte ich das auch erstmal nicht unbedingt?

Doch, brauchst du - sonst meint man, du unterstützt sie und macht eine Einstehensgemeinschaft aus euch!

Bitte informiere dich genauer, bevor du etwas falsch machst.


Könnte ich also beim Antrag einfach wie beschrieben im KdU Formular die Unkosten angeben die dann durch 2 geteilt werden?

Definitiv: Nein.
 

Konstabler

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Du selber müsstest auch noch den Anspruch auf Lastenzuschuss prüfen, vermutlich würde dir das zustehen, weil ALG II nur darlehensweise gewährt werden würde.

Wieso?`Wenn er den Freibetrag nicht übersteigt? Wir kennen seine Rücklagen nicht.

Hast recht, wenn § 12 SGB II, Absatz 3, Punkt 4 zutrifft, hat er Glück gehabt.

(3) Als Vermögen sind nicht zu berücksichtigen 1.angemessener Hausrat,
2.ein angemessenes Kraftfahrzeug für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende erwerbsfähige Person,
3.von der Inhaberin oder dem Inhaber als für die Altersvorsorge bestimmt bezeichnete Vermögensgegenstände in angemessenem Umfang, wenn die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person oder deren Partnerin oder Partner von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit ist,
4.ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung,
5.Vermögen, solange es nachweislich zur baldigen Beschaffung oder Erhaltung eines Hausgrundstücks von angemessener Größe bestimmt ist, soweit dieses zu Wohnzwecken behinderter oder pflegebedürftiger Menschen dient oder dienen soll und dieser Zweck durch den Einsatz oder die Verwertung des Vermögens gefährdet würde,
6.Sachen und Rechte, soweit ihre Verwertung offensichtlich unwirtschaftlich ist oder für den Betroffenen eine besondere Härte bedeuten würde.
Für die Angemessenheit sind die Lebensumstände während des Bezugs der Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende maßgebend.


(4) Das Vermögen ist mit seinem Verkehrswert zu berücksichtigen.

Für die Bewertung ist der Zeitpunkt maßgebend, in dem der Antrag auf Bewilligung oder erneute Bewilligung der Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende gestellt wird, bei späterem Erwerb von Vermögen der Zeitpunkt des Erwerbs. Wesentliche Änderungen des Verkehrswertes sind zu berücksichtigen.

SGB 2 - Einzelnorm


:icon_idee:
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...estext-12-SGB-II-ZuBeruecksicht-Vermoegen.pdf

Seite 8, Punkt 3.4 Immobilie
 
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