Mutter Hausfrau und kein eigenes Einkommen; muss sie für mich zahlen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

viso

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Hallo,

ich habe hierzu bisher keine Antworten gefunden.

Kurzgefasst ist es bei mir so: Ich bin vor ca. 3 Jahren ziemlich fertig aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ich war davor auch schon beim Jobcenter, danach war ich es wieder. Ich bin dann immer wieder krankgeschrieben worden vom Ärztlichen Dienst.

Mir geht es jetzt besser als damals, aber es reicht nicht für eine tägliche Arbeit. Jetzt gab es wieder ein Gutachten und ich wurde für über 6 Monate als unter 3 Stunden erwerbsfähig eingeordnet wegen einer Darmerkrankung, aber vor allem psychischen Erkrankung(en).

Ich soll nun einen Rentenantrag stellen und sollte pro-forma schon beim Sozialamt einen Antrag stellen. Ich werde aber wohl keinen/kaum Anspruch auf Rente haben, weil ich nur sehr wenig eingezahlt habe.

Meine Frage: Meine Mutter ist Hausfrau und erwirtschaftet kein eigenes Einkommen. Sie ist verheiratet. Ihr Mann ist nicht mein Vater. Wird man von ihr fordern, für mich zu zahlen, sollte ich endgültig beim Sozialamt "landen"?

Danke im Voraus.

Gruß,
viso
 

Doppeloma

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Hallo viso,

ich habe hierzu bisher keine Antworten gefunden.
Kann ich mir kaum vorstellen, dazu gibt es schon recht viele Antworten und du bist ja schon lange genug hier angemeldet.
In den meisten Fällen gibt es aber schon etwas mehr Info dazu, zumindest dein aktuelles Lebensalter wäre ja nicht ganz uninteressant, besonders auch die Unterhaltspflichten betreffend.

Kurzgefasst ist es bei mir so: Ich bin vor ca. 3 Jahren ziemlich fertig aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ich war davor auch schon beim Jobcenter, danach war ich es wieder.
Daraus kann man zumindest "erahnen", dass du wohl bereits ÜBER 25 Jahre bist, sonst zahlt das JC nicht so einfach.

...Ich bin dann immer wieder krankgeschrieben worden vom Ärztlichen Dienst.
Rechtswirksam AU schreiben kann dich NUR ein ambulanter, behandelnder Arzt, ob dich der ÄD vom JC für vermittelbar hält oder nicht interessiert die restliche Welt (auch die DRV) nicht ernsthaft. :icon_evil:

Mir geht es jetzt besser als damals, aber es reicht nicht für eine tägliche Arbeit. Jetzt gab es wieder ein Gutachten und ich wurde für über 6 Monate als unter 3 Stunden erwerbsfähig eingeordnet wegen einer Darmerkrankung, aber vor allem psychischen Erkrankung(en).
Bist du auch bei richtigen (ambulanten Ärzten) in Behandlung und sehen die das genau so ???

Denn die wird man von der DRV aus anschreiben, um zu erfahren ob du wirklich krank genug bist, um als Erwerbsgemindert (voll oder Teilweise / auf Zeit oder "auf Dauer") nach Rentenrecht anerkannt zu werden.

Ich soll nun einen Rentenantrag stellen und sollte pro-forma schon beim Sozialamt einen Antrag stellen.
Wenn sich das zuständige Sozial-AMT an die Gesetze hält wird es deinen Antrag aktuell ablehnen, bevor die DRV dazu rechtskräftig entschieden hat, ist nämlich das JC weiter zuständig für dich.

Kennst du diese "JC-Gutachten", welche medizinischen Unterlagen wurden dafür (bei welchen Ärzten) angefordert und ausgewertet, wurdest du vom Arzt auch untersucht oder wurde alles nur nach "Aktenlage" entschieden ???

Bisher bist du per Gesetz als Erwerbsfähig anzusehen (für wenigstens 3 Stunden), egal was der JC-ÄD da so "begutachtet" haben will.
Das JC hat sich nach § 44a SGB II zu richten und die DRV wird erst nach deiner Antragstellung prüfen (durch Reha und / oder eigene Gutachten / Anfragen an deine Ärzte) ob du EM bist oder nicht, egal wie gering eine zu erwartende EM-Rente vielleicht wäre.

Ich werde aber wohl keinen/kaum Anspruch auf Rente haben, weil ich nur sehr wenig eingezahlt habe.
Das wirst du ja nach der Antragstellung sehr bald erfahren, wenn du keinen Anspruch hast auf eine EM-Geldrente, dann lehnt die DRV schon wegen fehlender Versicherungszeiten deinen Antrag ab.

Das besagt dann aber immer noch nicht, dass du wirklich als Erwerbsgemindert anerkannt bist, für diese Untersuchungen gibt die DRV dann gar kein Geld erst aus.

Das Sozial-AMT müsste dann eine DRV-Begutachtung veranlassen, denn die zahlen auch ganz ungerne, nur weil das JC meint, dass du EM sein sollst ... eigentlich hat der JC-ÄD nur festgestellt, dass du vorerst nicht in Arbeit vermittelt werden kannst wegen weiterer Krankheit ...

Das ist an sich KEIN rechtssicherer Grund dich überhaupt an das Sozial-AMT abschieben zu können ... leider nehmen das inzwischen auch viele Sozial-Ämter nicht mehr so genau und fordern das verbindliche DRV-Gutachten erst viel später mal an.

Irgendwann lassen die dann (meist) wieder (vom Gesundheitsamt) feststellen, dass du so krank denn doch nicht bist und schicken dich zum JC zurück ... bis die dich mal wieder los werden wollen ... "Verschiebe-Taktik" nennt man das hier inzwischen ...

https://www.elo-forum.org/search.php?searchid=8336590

Such dir da mal einige Infos zu dieser Thematik raus ...

Meine Frage: Meine Mutter ist Hausfrau und erwirtschaftet kein eigenes Einkommen. Sie ist verheiratet. Ihr Mann ist nicht mein Vater. Wird man von ihr fordern, für mich zu zahlen, sollte ich endgültig beim Sozialamt "landen"?
Geprüft wird dann auf jeden Fall, ob sie Unterhalt zahlen könnte und ihr Mann ist zumindest ihr gegenüber zum Unterhalt verpflichtet, der wird wohl auch nicht ganz "ungeschoren" bleiben dabei, auch wenn er nicht dein Vater ist ...

Du hast aber (vermutlich) auch einen leiblichen Vater, den wird man möglichst auch ausfindig machen (wollen), der Staat zahlt Sozial-HILFE NUR wenn es sonst KEINER tun muss oder kann ...

Im SGB XII / Kapitel 3 wird das immer überprüft und diese Prüfungen werden auch regelmäßig wiederholt ...
Wohnst du noch bei den Eltern oder hast du eine eigene Wohnung ?

Auch wenn du einen geringen Anspruch auf EM-Rente haben solltest und die wird dir von der DRV bewilligt, kann das noch passieren (wenn du dazu Geld aus dem SGB XII benötigst), jedenfalls wenn die Rente zeitlich befristet wird.

MfG Doppeloma
 

swavolt

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Nein.
Es gibt Freibeträge.

Nur wenn Sie leistungsfähig wäre müßte Sie dir Unterhalt zahlen.
 

viso

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Hallo,

@Doppeloma

bezüglich nichts gefunden, das bezog sich speziell auf die Frage, wie es ist, wenn die Eltern selbst kein Geld haben, aber von anderen Verwandten versorgt werden.
Ich bin 36 Jahre alt.

Ich musste auch länger Krankschreibungen vom Arzt vorlegen, bis ein Gutachten eingeleitet wurde. Mein Problem ist, dass ich seit Entlassung aus stationärer Therapie nicht in fachärztlicher psychologischer Behandlung bin, weil ich keinen ambulanten Therapieplatz gefunden habe. Die AU-Bescheinigungen kamen (kommen) von meinem Hausarzt, bei dem ich "nur" in Behandlung bin wegen meiner Darmerkrankung; er weiß aber von meiner Angststörung u.a.

Ich habe vom Sozialamt ein Schreiben mitbekommen, dass bis zur Entscheidung des Rententrägers der Antrag auf Sozialhilfe ruht und das Jobcenter weiter für mich zuständig ist.

Bei den Gutachten wurden, soweit ich weiß, die ganzen Arztbriefe und Entlassungsbriefe ausgewertet. Beim ersten Mal ohne mit mir persönlich zu sprechen. Beim zweiten und jetzt "letztem" Mal wurde ich persönlich eingeladen. Ich wurde körperlich untersucht und es gab ein Gespräch bezüglich der psychischen Probleme.

Hm, da ich nicht täglich meine Wohnung verlassen kann bzw. garantieren kann, dass ich sie pünktlich verlassen kann, kann ich es schon auch verstehen, wenn ich als erwerbsgemindert eingestuft werde; das ist ja die Grundvoraussetzung. Wie es dann mit der Leistungsfähigkeit selbst aussähe noch wieder eine andere Frage.

Aber wahrscheinlich kann man ihrem Mann nicht vorschreiben, was er ihr jetzt für Unterhalt zu zahlen hat, damit sie dann mich darüber mitfinanzieren könnte? Und sie selbst hat darauf wenig Einfluss. Situationsbedingt.

Ja, ich habe auch einen leiblichen Vater; aber schon sehr lange keinerlei Kontakt mehr zu ihm.

Ich wohne natürlich schon lange alleine in einer eigenen Wohnung.

Da eigentlich mein größtes Problem ist, dass ich so an meine Wohnung gebunden bin, frage ich mich, ob mich nicht das Jobcenter unterstützen müsste und könnte, von zu Hause aus arbeiten zu können? Das ist das Einzige, was mir in der jetzigen Situation noch einfällt. Das könnte ich zumindest versuchen. Vielleicht schaffe ich es.

(Ps: Wortlaut vom Gutachten war übrigens: erwerbsfähig unter 3 Stunden täglich über 6 Monate, aber nicht auf Dauer.
Langfristiger Behandlungsbedarf nötig. Einholung eines Folgegutachtens nicht vor Ablauf von 24 Monaten sinnvoll.)

Gruß,
viso
 

viso

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Hallo,

@swavolt

Freibeträge? Ist das dieser Selbstbehalt?
Aber der ist ja auch relativ niedrig. Ich habe hier Zahlen von 1100-1400 € gelesen.(?)

Also, weil sie selbst kein eigenes Geld erwirtschaftet, ist sie automatisch nicht relevant?

Gruß,
viso
 

swavolt

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Also, weil sie selbst kein eigenes Geld erwirtschaftet, ist sie automatisch nicht relevant?
Richtig.
Ansonsten würde ja ein nicht gradlinig Verwandter(Stiefvater) zum Unterhalt herangezogen.
Deine Mutter wird ja selbst durch den neuen Ehemann unterstützt.
 
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