Mutter EEJ-in, ich schwanger brauche ihre Hilfe

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julia

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Hallo, bin neu hier und hoffe auf ein paar Antworten.
Meine Mutter hat seit März einen EEJ angetreten. Ich bin im fünften Monat schwanger und habe dazu noch einen acht Monate alten Sohn. Es ist keine Risikoschwangerschaft, aber es ist sehr anstrengend zur Zeit für mich. Mein Sohn kann noch nicht laufen, d. h. ich muß ihn öfter schleppen und er ist nicht gerade leicht mit seinen 12 kg. Dazu kommen noch die Migräneanfälle und Bauchschmerzen von der Überanstrengung. Mein Mann ist arbeiten, denn einer muß ja das Geld verdienen. Für eine Haushaltshilfe ist leider kein Geld übrig. Ich brauche meine Mutter zur Zeit mehr denn je.
Nun meine Frage: Was können wir tun, damit meine Mutter mir im Haushalt und mit Kind helfen kann (was sie gerne machen würde) und nicht den EEJ machen muß?
PS: ich glaube nicht, daß bei uns die Haushaltshilfe als EEJ anerkannt wird. Es wird überhaupt nichts anerkannt außer der Arbeit bei Stadtgärtnerei.
 
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Arco

Gast
julia meinte:
Hallo, bin neu hier und hoffe auf ein paar Antworten.
Meine Mutter hat seit März einen EEJ angetreten. Ich bin im fünften Monat schwanger und habe dazu noch einen acht Monate alten Sohn. Es ist keine Risikoschwangerschaft, aber es ist sehr anstrengend zur Zeit für mich. Mein Sohn kann noch nicht laufen, d. h. ich muß ihn öfter schleppen und er ist nicht gerade leicht mit seinen 12 kg. Dazu kommen noch die Migräneanfälle und Bauchschmerzen von der Überanstrengung. Mein Mann ist arbeiten, denn einer muß ja das Geld verdienen. Für eine Haushaltshilfe ist leider kein Geld übrig. Ich brauche meine Mutter zur Zeit mehr denn je.
Nun meine Frage: Was können wir tun, damit meine Mutter mir im Haushalt und mit Kind helfen kann (was sie gerne machen würde) und nicht den EEJ machen muß?
PS: ich glaube nicht, daß bei uns die Haushaltshilfe als EEJ anerkannt wird. Es wird überhaupt nichts anerkannt außer der Arbeit bei Stadtgärtnerei.
Hallo Julia,

deine Frage und der Hintergrund ist vollkommen verständlich, nur eine Lösung so wie dir die vorschweben würde, ist leider nicht möglich.

Solltest du allerdings von deinem Arzt wegen der Risikoschwangerschaft als pflegebedürftig eingestuft werden ( sehe da eigentlich keine Möglichkeit, aber trotzdem mal angemerkt), dann gäbe es unter Umständen im § 10 SGB II eine Handhabungsmöglichkeit.


§ 10 - Zumutbarkeit
(1) 1 Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird.
4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,

5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht.

(2) Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil

1. sie nicht einer früheren beruflichen Tätigkeit des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen entspricht, für die er ausgebildet ist oder die er ausgeübt hat,
2. sie im Hinblick auf die Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen als geringerwertig anzusehen ist,
3. der Beschäftigungsort vom Wohnort des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort,
4. die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für die Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit entsprechend

Aber wie schon gesagt, ich glaube da gibt es keinen Weg - leider ! !

:!: :!: :!: tschuldigung, man sollte die Frage richtig lesen, du hast ja keine Risikoschwangerschaft, also Rolle rückwärts, lasse die Antwort trotzdem mal stehen :!: :!: :!:
 

Arania

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Ich mach mich jetzt sicher wieder unbeliebt, aber trotzdem: Man kann seine Mutter nicht als billige Haushaltshilfe haben- oder gerne behalten- die ist im Leistungsbezug und muß zusehen das sie Arbeit bekommt, dazu gehört-leider-auch das sie Maßnahmen wie einen 1.Euro-Job machen muß.

Tut mir leid, wenn ich das jetzt etwas negativ sehe
 

julia

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Vielen Dank Arco für eine so schnelle Antwort. Tja schade.

Und Arania, ich sehe meine Mutter keinesfalls als billige Haushaltshilfe. Ich weiß ja nicht wie es bei den anderen ist, aber meine Mutter macht das sehr gerne für mich. Was ich auch sehr gerne für sie tun würde. Und Hartz IV bekommt sie auch nur vorrübergehend und als Darlehen. Sie steht mitten in einem Scheidungsprozess und ihr steht Unterhalt zu.
 

Arania

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Ich glaube ja das man das gerne füreinander macht und wenn sie dann aus dem Leistungsbezug ist , ist das ja auch kein Problem mehr, das klang nur im Eingangsposting etwas anders
 
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