Mutter am Wochenende verstorben - muss ich das dem Jobcenter melden?

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morama

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Hallo, ich hatte jahrelang keinen Kontakt zu meiner Mutter, aber als ich davon erfuhr, dass Sie im Sterben liegt, bin ich hingefahren und hoffe, Sie hat mitbekommen, dass ich da war. Paar Std. später ist Sie gegangen. Nun scheint das mit dem Erben etc. sehr komplex zu sein und ich weiß nicht mal, ob ich den Tod dem JC melden muss. Ich gehe davon aus, dass es nichts zu erben gibt, aber wie sieht das das JC? Es könnten ja Möbel verkauft werden etc. Wir sind 4 Kinder, haben aber irgendwie auch alle keinen Kontakt zueinander. Ich würde das Erbe ausschlagen wollen, geht das so einfach, was muss man beachten ggü. JC und muss mein Erwachsener Sohn auch das Erbe ausschlagen (er bekommt, je nach seinem Verdienst noch einen kleinen Anteil Hartz4 - er ist Student). Ich bin total überfordert gerade und meine Schwester hat wohl die Sterbeurkunde und auch das Stammbuch, die redet aber nicht mit mir und ich brauche das doch, um das Erbe auszuschlagen. Und woher weiß ich, ob es was gäbe oder nicht? Wenn es was gäbe müsste ich das Erbe ja annehmen so wie ich gelesen habe. Ich muss ja innerhalb 6 Wochen das Erbe ausschlagen. Ich weiß nicht, ob meine Mutter noch was zur Rente vom Amt bekommen hat (Sie hat nie gearbeitet und hat nur Witwenrente vermutlich. Ich weiß nur, dass sie anonym beerdigt wird und sie wohl eine Sterbeversicherung hatte, mehr nicht. Was muss ich jetzt tun, auch in Bezug auf das JC?
 

TazD

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Bevor du irgendwas mit dem JC veranstaltest, kläre bitte erstmal, ob es überhaupt einen werthaltigen Nachlass gibt. Gewöhnlicher Hausrat zählt nicht dazu. Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich Schulden vorhanden sind, dann gehe zum Amtsgericht bei dir in der Nähe und schlag das Erbe aus. Nimm den SGB-II-Bescheid mit, dann kann ggf auch von der Erhebung der Gerichtskosten abgesehen werden. Sterbeurkunde oder Stammbuch brauchst du für die Ausschlagung nicht.
Wegen dem Erbe ist auch zu berücksichtigen, dass noch Miete, ggf. Renovierungskosten, die Beerdigungskosten, Arztrechnungen, etc auf die Erben zukommen können. Sofern also kein Vermögen von mehr als 2 - 3.000,- € vorhanden ist, kann eigentlich von einer Überschuldung ausgegangen werden. In dem Preisrahmen bewegen sich die günstigsten Beerdigungen.
 

morama

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Danke, für die Antwort, aber wie kriege ich raus, ob es einen werthaltigen Nachlass gibt? Ich denke aber eher nicht, denn sie hatte immer im Leben Kredite am laufen. Für die Beerdigung besteht wohl eine Versicherung, da käme nichts auf uns zu.
 

Larsson

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Ich kann dir nur soviel sagen: Zum Ausschlagen musst du nur mit deinen Personalausweis zum Nachlassgericht gehen und sagen, dass du ausschlagen willst. Deinen Sohn nimmst du dann am besten mit, denn der wäre dann automatisch der Nächste in der Erbfolge. Alles vorrausgesetzt, es gilt die gesetzl. Erbfolge, weil es kein Testment gibt.
Tja, wenn du nicht weisst, ob du Schulden oder Vermögen erbst? Zwingen Schulden zu erben kann dich niemand. Entweder du bekommst vor Ablauf der 6 Wochen einen Überblick von deinen Geschwistern, dass du es weisst oder halt nicht.
Mein ureigenes Vorgehen, ohne Gewähr: Ich würde wohl ausschlagen.
 

TazD

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Danke, für die Antwort, aber wie kriege ich raus, ob es einen werthaltigen Nachlass gibt?
Ruf mal in ein oder zwei Wochen beim Nachlassgericht an und frage noch, ob es Gläubigeranfragen in der Nachlassakte gibt. Liegen welche vor, dann ist die Sache eindeutig. Wenn nicht, heißt das trotzdem nicht, dass es keine Schulden gibt. Wie gesagt, allein die Beerdigungskosten reichen im Regelfall aus, um ein kleines Erbe "aufzufressen".

Deinen Sohn nimmst du dann am besten mit, denn der wäre dann automatisch der Nächste in der Erbfolge.
Danke für den Hinweis. Ich wollte das auch noch schreiben, ist dann aber irgendwie "verloren" gegangen.
 

morama

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Ich denke eh nicht, dass es was gab. Ich werde das Erbe ausschlagen, auf jeden Fall. Aber generell, muss ich Meldung über den Todesfall machen bzw. wie würde das JC überhaupt erfahren, dass Mutter/Vater gestorben ist. Klar, wenn es was zu erben gibt, muss man es melden, aber wenn es nichts gibt, und man es ausschlägt und JC erfährt davon, gibt es eine Sanktion? Sonst melde ich den Todesfall und die werden dann sicher irgendeinen Nachweis wollen, ob es was gab oder nicht? Muss doch auch irgendwo im Gesetz stehen, ob es zu melden ist? Wobei, es ja keine Änderung in meinen Finanzen gibt.
 
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