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Muß zum Gutachter (Rente) ...habe Fragen

Kate79

Elo-User/in

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29 Apr 2006
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#1
Hallo liebe User,

ich habe vor ein paar Tagen eine Einladung zur Begutachtung wg. Erwerbsminderungsrente bekommen.
Dabei gibt es für mich Unklarheiten.

Vorab: Rente ist wegen Angsterkrankung gestellt worden.

Ich soll jetzt zum Termin am 2.1. "medizinische Unterlagen"(Arzberichte, Befundberichte, Facharztbriefe, Arztbescheinigungen, MDK Gutachten, etc...) mitbringen. WOZU?

Die haben doch alle Adressen von meinen Ärzten erfragt samt Schweigepflichtsentbindung meinerseits und können bei denen selbst anfragen. Außerdem kann ich über die Feiertage (Die Einladung kam erst Ende letzter Woche) nicht noch zig Dutzend Gutachten auftreiben, die zudem Geld kosten, das ich nicht habe.

Ist das üblich?
Ich würde mich über hilfreiche Hinweise freuen.

Habt vielen Dank.
Beste Grüße
Kate
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hallo,
ich war im November beim Gutachter, die Untersuchung hat gerade einmal 30 Minuten gedauert, Handelt es sich bei dir vielleicht um einen Standardvordruck, das du alle Unterlagen mitbringen sollst?
Der Gutachter hat gar nicht die Zeit, sich die Unterlagen vor Ort erst durchzulesen, ich aber mit den Gutachter persönlich vielewicht 10 Minuten geredet.
 

Ela

Elo-User/in
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#3
hallo Kate79

ich war erst vor ein Paar Wochen beim Gutachter gewesen.

Hatte kaum Unterlagen dabei, weil auch ich dachte....

'Schweigepflichtsentbindungen für meine Ärzte unterschrieben.....
die holen sich die Unterlagen selber

dem ist aber net so... hatte meine Gutachterin darauf angesprochen


Sie meinte, das es irreführend ist mit der Schweigepflichtentbindung....

die ist nur dafür da....damit Gutachter bei Unklarheiten den entsprechenden Arzt kontaktieren kann.


Alle wichtigen Unterlagen hat der Patient selber zu besorgen und mitzubringen


gruss ela
 

Doppeloma

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#4
Hallo Kate79,

ich habe vor ein paar Tagen eine Einladung zur Begutachtung wg. Erwerbsminderungsrente bekommen.
das ist so üblich, warst du vor oder seit dem EM-Renten-Antrag mal zu einer Med. Reha-Maßnahme ???

Vorab: Rente ist wegen Angsterkrankung gestellt worden.
Dann geht es (vermutlich) um eine psychiatrische Begutachtung ???
Nimm dir auf JEDEN Fall Begleitung mit, wie sieht es mit der Anreise aus, ist die für dich zumutbar ???

Ich soll jetzt zum Termin am 2.1. "medizinische Unterlagen"(Arzberichte, Befundberichte, Facharztbriefe, Arztbescheinigungen, MDK Gutachten, etc...) mitbringen. WOZU?
Damit der Gutachter prüfen kann, ob das stimmen kann was du ihm erzählst, was DU NICHT HAST, kannst du allerdings auch NICHT mitbringen.

Niemand ist verpflichtet seine Kranken-Akte zu Hause zu haben und wie du schon selber feststellst, wird es auch nicht mehr möglich sein sich da viel zu besorgen, da auch viele Ärzte aktuell schon in Urlaub sind.

Die haben doch alle Adressen von meinen Ärzten erfragt samt Schweigepflichtsentbindung meinerseits und können bei denen selbst anfragen.
Diese Schweigepflichtentbindung gilt für die Rentenkasse und NICHT direkt für die Gutachter.

Allerdings SOLL (und MUSS) sich die DRV darum kümmern die Gutachter mit den notwendigen Informationen zu versorgen, GENAU DAFÜR gibt man denen auf dem Antrag diese SEHR umfangreiche Schweigepflichtentbindung.

Der Aussage "dass man sich darum SELBER kümmern MUSS" kann ich mich daher NICHT anschließen, der Ermittlungsgrundsatz (Untersuchungsgrundsatz nach § 20 SGB X) verpflichtet die Renten-Versicherung dazu und NICHT den Antragsteller. :icon_evil:

§ 20 SGB X*Untersuchungsgrundsatz

Bei meinen DRV-Gutachtern hat jeweils meine komplette Renten-Akte von der DRV vorgelegen, ob und WANN die Gutachter das tatsächlich alles LESEN kann ich NICHT beurteilen, die fertigen Gutachten ließen eher Zweifel daran aufkommen, dass die überhaupt was gelesen und/oder zugehört haben. :icon_dampf:

Außerdem kann ich über die Feiertage (Die Einladung kam erst Ende letzter Woche) nicht noch zig Dutzend Gutachten auftreiben, die zudem Geld kosten, das ich nicht habe.
Das brauchst du auch NICHT, im Übrigen hast du aber Anspruch auf Kopien von ALL diesen Sachen (bei deinen Ärzten /Kliniken), dafür dürfen höchstens Kopierkosten verlangt werden.

Für die Zukunft solltest du dir da vielleicht mal einige wichtige Unterlagen einfordern (§ 25 SGB X) bei deinen Ärzten oder auch beim MDK der Krankenkasse, es ist oft ganz gut, wenn man auch SELBER mal nachlesen KANN, welche Bewertung der eigenen Befindlichkeiten dort getroffen wurde.

Es gehört zu deinen Patientenrechten, dass man dir die Einsicht in deine Kranken-Unterlagen gewähren MUSS und dass du Kopien von wichtigen Berichten bekommst.

Auch dieses Gutachten kannst (und SOLLTEST) du später bei der DRV anfordern, sonst weißt du ja gar nicht was dieser Gutachter da über dich geschrieben hat, das ist besonders wichtig, wenn die EM-Rente möglicherweise später DAMIT abgelehnt wird.

Ich war schon bei mehreren Gutachtern, zuletzt war es einer der vom Sozial-Gericht beauftragt wurde (da IST mein EM-Renten-Antrag nämlich inzwischen!), bei DEM hatte ich zum Ersten Mal das Gefühl, dass der mich und meine Gesundheitsprobleme auch ernst nimmt. :icon_daumen:

Der wollte NUR ganz aktuelle Befunde haben, die der DRV und dem Gericht noch NICHT vorliegen, bei dem war AUCH meine GANZE Renten-Akte, weil der auch die alten Gutachten von der DRV überprüfen soll.

Ist das üblich?
Die DRV arbeitet leider inzwischen oft SEHR schlampig und beschäftigt lieber die Antragsteller mit der Besorgung der Arztunterlagen, das heißt aber NICHT, dass es so RICHTIG ist. :icon_evil:

Ich würde mich über hilfreiche Hinweise freuen.
Wenn du noch weitere Fragen dazu hast gerne, ich habe inzwischen reichlich Erfahrung gesammelt, mit der Vorgehensweise der DRV im Bezug auf EM-Renten-Antragsteller (mein Antrag läuft bereits seit Sommer 2009 !).

MfG Doppeloma
 

ruhestein

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#5
...
Die DRV arbeitet leider inzwischen oft SEHR schlampig und beschäftigt lieber die Antragsteller mit der Besorgung der Arztunterlagen, das heißt aber NICHT, dass es so RICHTIG ist. :icon_evil:
...
Na na wer wird denn über die Mitarbeiter der DRV so hart urteilen. Das sind doch Menschen die auch nur ihren Tretmühlenjob machen. Das bedeutet aber auch, dass wir diesen Menschen gelegentlich ihre §§ unter die Nase halten dürfen :)

Hier zum Beispiel der §20 und § 21 SGB X :)

Die Behörde ermittelt den Sachverhalt von Amts wegen. SIE bestimmt Art und Umfang der Ermittlungen. (Darf hier also auch gefragt und vll. sogar genervt werden.)

Die Behörde HAT (Gebot!) alle für den Einzelfall bedeutsamen, auch für die Beteiligen günstigen Umstände zu berücksichtigen.

Die Behörde bedient sich der Beweismittel, die SIE nach pfichtgemäßem Ermessen zur Ermittlung des Sachverhalts für erforderlich hält.

Sie KANN (Wahlrecht der Behörde) insbesondere .... Urkunden und Akten beiziehen ...

Die Beteiligen sollen (aber müssen das nicht!) bei der Ermittlung des Sachverhalts mitwirken.

(Pflichtgemäßes Ermessen ist einer Behörde eingeräumt, wenn Rechtsvorschriften fehlen, dass oder in welcher Weise sie tätig zu werden hat. In diesem Fall hat die Behörde nach sachlichen Gesichtspunkten unter Abwägung der öffentlichen Belange und der Interessen des einzelnen zu entscheiden . . . . Es ist hier also keine Schlampigkeit, sondern Absicht, wenn Arztunterlagen nicht angefordert werden.)

Hierzu auch § 35 Abs. 1 Satz 3 SGB X

"Die Begründung von Ermessensentscheidungen muss (Gebot!) auch die Gesichtspunkte erkennen lassen,von denen die Behörde bei der Ausübung ihres Ermessens ausgegangen ist."

Wenn also Arztunterlagen nicht angefordert wurden, sollte im Bescheid stehen, warum sich die Behörde dagegen entschieden hat, diese Unterlagen anzufordern. Steht es dort nicht, die Behörde um eine Begründung bitten. :)

......

LG von mir :)
 

gast_

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#6
Hallo liebe User,

ich habe vor ein paar Tagen eine Einladung zur Begutachtung wg. Erwerbsminderungsrente bekommen.
Dabei gibt es für mich Unklarheiten.

Vorab: Rente ist wegen Angsterkrankung gestellt worden.

Ich soll jetzt zum Termin am 2.1. "medizinische Unterlagen"(Arzberichte, Befundberichte, Facharztbriefe, Arztbescheinigungen, MDK Gutachten, etc...) mitbringen. WOZU?

Entweder Schweigepflichtsentbindng oder Unterlagen mitnehmen, damit hast du deiner Mitwirkungspflicht Genüge getan!

Die haben doch alle Adressen von meinen Ärzten erfragt samt Schweigepflichtsentbindung meinerseits und können bei denen selbst anfragen.
Sehe ich genauso.
 

gelibeh

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#7
Hab ich auch gerade. stelle gerade einen Verlängerungsantrag und habe da meine behandelnden Ärzte incl Adresse angegeben. Sowie die Schweigepflichtsentbindung. Nun bekomme ich die Formulare für 2 Ärzte zugesandt, um die bei meinen Ärzten abzugeben und die dann nach möglichst 5 Tagen dort wieder abzuholen, um sie dann an die DRV zu schicken. Was soll das denn? Die können die Formulare doch direkt an die Ärzte schicken und der schickt die dann zurück. :icon_neutral:
Ersparnis ist für die DRV doch maximal 55Ct für einen Brief weniger.
 

joseff

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#8
Hallo ,

ich habe meine Befund und Arztbriefe immer zuhaus und diese auch mitgesendet der Gutachter des JC hat dann danach geurteilt.

Ich muss aber auch sagen das ich alle sechs wochen in der Klinik bin
und wegen einer anderen Erkrankung alle drei Monate .
So habe ich immer die aktuellen Briefe zuhaus.
 

Doppeloma

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#9
Hallo gelibeh,

Nun bekomme ich die Formulare für 2 Ärzte zugesandt, um die bei meinen Ärzten abzugeben und die dann nach möglichst 5 Tagen dort wieder abzuholen, um sie dann an die DRV zu schicken. Was soll das denn?
Beschäftigungstherapie für den Antragsteller, "weil es sich so gut bewährt hat", in welcher Hinsicht und FÜR WEN steht da allerdings nicht drin...

Diese Vorgehensweise ist mir nicht unbekannt, wurde bei mir schon im Widerspruchsverfahren so gemacht, der Widerspruch wurde später trotzdem abgelehnt. :icon_neutral:

KEINER meiner Ärzte hat das in 5 Tagen fertig gemacht, die WARTEN doch nicht NUR AUF MICH, es hat im Schnitt 5 - 6 Wochen gedauert...eine Rechtsgrundlage für diese Fristsetzung gibt es auch überhaupt NICHT...

TJA, WARUM die das NICHT DIREKT an die Ärzte senden, weiß ICH auch nicht, vielleicht muß die DRV dann MEHR Honorar (an den Arzt) zahlen...:confused:

Als die ersten zwei Arzt-Berichte dann erledigt waren, kam NICHT etwa der Bescheid, sondern die Anforderung, doch noch von einem weiteren Arzt einen Befundbericht zu besorgen, so gingen dann weitere Wochen ins Land...

Die Auseinandersetzung über die "Einhaltung der gesetzten Frist" muß ja dann NICHT mit den Ärzten geführt werden, sondern geht DIREKT auf Kosten (der Nerven) des Antragstellers, selber Schuld "wer seine Ärzte nicht im Griff hat"...:icon_neutral:

MEIN MITLEID mit den Mitarbeitern der DRV hält sich in Grenzen
@ruhestein, die haben mit uns AUCH KEIN Mitleid und werden DAFÜR sogar noch bezahlt...

Ich nehme also mal an, das war "ironisch" gemeint :icon_kinn:

Nach den bisherigen Erfahrungen (EM-Renten-Kampf seit 2006 !!!) erst mit meinem Männe und nun bei mir selber (seit 2009) glaube ich NICHT mehr an "bedauerliche Einzelfälle", bei denen "mal was schiefläuft", weil da ja AUCH NUR Menschen arbeiten...

Der erste EM-Renten-Antrag bei meinem Mann wurde bereits nach knapp 5 Wochen (in Worten FÜNF!) abgelehnt, da kann mir KEINER erzählen, dass da überhaupt irgendwas "geprüft und ermittelt wurde" ???
Die DRV war auch nie in der Lage, uns die dafür entscheidenen Unterlagen (Akteneinsicht im Widerspruch) zukommen zu lassen, vermutlich GAB ES EINFACH NIX. :confused:

Inzwischen (nach insgesamt fast 5 Jahren KAMPF!!!) HAT er die EM-Rente, nun sogar zeitlich unbefristet, bis zur regulären Altersgrenze, "ein Schelm wer Böses dabei denkt", ALLES (jahrelang ???) NUR "menschliche Schwächen" gewesen...:cool:

MfG Doppeloma
 

Muzel

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#10
Ich bekam im Antragsverfahren und im Verlängerungsverfahren ein Formblatt für den Arzt. Ich fand das ganz gut, so konnte der Arzt und ich das Formblatt gemeinsam ausfüllen.
 

ruhestein

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#11
MEIN MITLEID mit den Mitarbeitern der DRV hält sich in Grenzen
@ruhestein, die haben mit uns AUCH KEIN Mitleid und werden DAFÜR sogar noch bezahlt...

Ich nehme also mal an, das war "ironisch" gemeint :icon_kinn:
Ironie und schwarzen Humor kann ich mir eh kaum mehr verkneifen, aber die wollen halt höflich und wohlklingend "arbeitsame Bienchen" genannt werden :icon_twisted:

Hier mal einen Blick in den "Kopf" der DRV

Rechtliche Arbeitsanweisungen und Gesetzestexte -
Stichwort: Arbeitsanweisungen
Sind soweit ich das kenne für DRV bindend, jedoch nicht für die Sozialgerichte.

Zum Beispiel:
R3.3
....
"Der Sachverständige soll seine besondere Sachkunde zur Verfügung stellen, aus Tatsachen konkrete Schlussfolgerungen ziehen, Kenntnis von Erfahrungssätzen vermitteln oder mit besonderem Fachwissen Tatsachen feststellen. Er soll der Behörde das ihr fehlende Fachwissen zur Beurteilung von Tatsachen vermitteln. Die Behörde muss Sachverständige hinzuziehen, wenn die Beurteilung eines Sachverhalts eine besondere Sachkunde erfordert, die kein Angehöriger der Behörde besitzt. Im Bereich der Rentenversicherung kommt die Tätigkeit von Sachverständigen überwiegend im Bereich der medizinischen Sachaufklärung durch Ärzte, Psychologen usw. in Frage, also zur Feststellung der medizinischen und sozialmedizinischen Voraussetzungen bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sowie für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Teilhabe am Arbeitsleben. Die Äußerung des Sachverständigen ist ein Gutachten. Gutachten können auch von anderen Behörden oder öffentlichen oder privaten Stellen eingeholt werden, so z. B. gutachtliche Stellungnahmen zu den Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt von der Bundesagentur für Arbeit oder über Rechtsverhältnisse in Osteuropa vom Institut für Ostrecht.
Zu den inhaltlichen Problemen im Zusammenhang mit der Erstellung ärztlicher Gutachten für die Rentenversicherung haben die Gremien des VDR "Hinweise zur Begutachtung" bekannt gegeben (ISRV:NI:FAVR 1/2000 16) (ISRV:NI:FAR 1/2000 6) (ISRV:NI:AGFAVR 5/2000 3)."
 

Jumaa

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#12
Hallöchen,

also ich habe meine gerade (24.12.) meine EM Rente durch bekommen und es auf Anhieb geklappt. Alles ohne Widerspruch.

Was ich aber auch als Tipp geben kann bzw. ich kann nur von mir reden...

-Befunde zum Antrag beifügen (egal wie alt)
-die Leidensgeschichte ausführlich schreiben.

Meine Gutacherin sagte mir beim Termin: so etwas tolles hat sie noch nie gelesen und sie konnte sich schon vorab einen Eindruck machen.

Was aber wichtig, das man genau weiß, was man schreibt. Meine Gutachterin ist jeden Absatz durch gegangen und wollte wahrscheinlich damit schauen, ob ich das gleiche ihr erzähle was steht.

Und klar musst du den die Schweigeplichtenbindung geben, aber es beschleinigt alles ungemein, wenn du alle Befunde die du hast selber beifügst!
 

Doppeloma

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#13
Hallo Jumaa,

es ist wirklich TOLL, dass es bei dir so schnell und reibungslos funktioniert hat, leider ist das trotz aller guten Mitarbeit eine ziemliche Ausnahme...

Meine Gutacherin sagte mir beim Termin: so etwas tolles hat sie noch nie gelesen und sie konnte sich schon vorab einen Eindruck machen.
Da hast du SEHR viel Glück mit deiner Begutachtung gehabt, meine (ZWEI !!!) Gutachter der DRV haben NICHT mal DAS gelesen, was sie SELBER von mir mitgebracht haben wollten, es fehlten in den Gutachten später wesentliche Informationen, die sie daraus hätten entnehmen KÖNNEN...:icon_neutral:

Wenn natürlich nicht wirklich Zeit ist für die Begutachtung, beim Internisten war ich ganze 17 Minuten im Untersuchungszimmer, im Gutachten standen gründliche Untersuchungen die NIEMALS gemacht wurden und arbeiten konnte ich dann wieder ALLES Vollzeit, auch im Schichtdienst...

Das war mir übrigens schon 2 Jahre VORHER in einer Reha nach meiner Herz-OP verboten worden und Manches andere auch, diese Berichte lagen auch in den Unterlagen, die er von der DRV hatte...

Schön wärs, wenn man NUR selber "gut vorabeiten brauchte", das nützt leider nicht immer was, der AfA-Amtsarzt hat übrigens bei mir auch schon sehr gut "vorgearbeitet" und mich für den Arbeitsmarkt als gesundheitlich VÖLLIG ungeeignet begutachtet...

MIT DIESEM Gutachten habe ich den EM-Renten-Antrag gestellt, dazu gab es noch eins vom MDK der Krankenkasse, die unabhängig von der AfA zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren.

Trotzdem bekomme ich immer noch keine Rente, soll mir nach Ansicht der DRV einen anderen Job suchen, denn DEN ICH NOCH HABE DARF (und KANN) ich NICHT mehr ausüben. :icon_neutral:

Es reicht also nicht immer entsprechende Unterlagen zu HABEN und dort hin zu schicken, trotzdem gönne ich dir, dass du OHNE Probleme die EM-Rente so schnell bekommen hast...:icon_klatsch:

Es ist KEIN besonderes Vergnügen nach fast 40 Jahren Arbeit in H4 zu landen, weil man nach Meinung der DRV noch nicht krank genug ist, für die EM-Rente...

MfG Doppeloma
 

nordlicht22

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#14
Hallöchen,

also ich habe meine gerade (24.12.) meine EM Rente durch bekommen und es auf Anhieb geklappt. Alles ohne Widerspruch.

Was ich aber auch als Tipp geben kann bzw. ich kann nur von mir reden...

-Befunde zum Antrag beifügen (egal wie alt)
-die Leidensgeschichte ausführlich schreiben.

dazu muss Mann/Frau erst einmal in der Lage sein...

Meine Gutacherin sagte mir beim Termin: so etwas tolles hat sie noch nie gelesen und sie konnte sich schon vorab einen Eindruck machen.

wundert mich - mir wurde genau das als "wenn sie das alles schreiben können sie sind arbeitsfähig" ausgelegt.

Was aber wichtig, das man genau weiß, was man schreibt. Meine Gutachterin ist jeden Absatz durch gegangen und wollte wahrscheinlich damit schauen, ob ich das gleiche ihr erzähle was steht.

Klar, Glaubwürdigkeit wird immer überprüft. Deswegen ja vorher der Fragebogenund das vermeintlich überflüssige Abfragen durch den Gutachter.

Und klar musst du den die Schweigeplichtenbindung geben, aber es beschleinigt alles ungemein, wenn du alle Befunde die du hast selber beifügst!
Schweigepflichtsentbindungen sind freiwillig und nicht immer sinnvoll.
Bitte berücksichtigen das nicht alle Leser genau Deine Erkrankungen und Deine Gutacherin haben werden.
 

Muzel

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#15
Hallo Nordlicht!
Ich habe auch gedacht, dass Schweigepflichtentbindungen freiwillig sind. Bis ich einen Antrag auf soz. Entschädigung gestellt habe. Der Landschaftsverband (zuständige Behörde)wollten die Schweigepflichtentbindung von mir von der DRV haben und die wollte ich aber nicht herausrücken. Ich habe auch versucht es dem SB des Landschaftsverbandes zu erklären, warum ich die Unterlagen nicht herausrücken möchte. Ich glaube, da hätte ich mit dem Kachelofen ein besseres Gespräch geführt. Ich habe denen erklärt, dass die DRV einen aktuellen Gesundheitszustand von mir wissen will, weil sie beurteilen möchte, ob ich arbeitsfähig bin oder nicht. Vom Landschaftsverband wollte ich aber Entschädigungsrente wegen eines Gesundheitsschadens haben. Somit muss der Landschaftsverband beurteilen, ob mein aktueller Gesundheitsschaden von der Rechtsgutsbeschädigung verursacht wurde. Das steht aber nicht in einem Rentengutachten. Meinst du diese Argumentation hätte mir etwas benützt? Die Argumentation über den Datenschutz war auch ein voller Schuss in den Ofen. Der Landschaftsverband hat mir gesagt, entweder sie entbinden den Rententräger von der Schweigepflicht oder wir stellen das Verfahren ein.
 

Jumaa

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#16
Schweigepflichtsentbindungen sind freiwillig und nicht immer sinnvoll.
Bitte berücksichtigen das nicht alle Leser genau Deine Erkrankungen und Deine Gutacherin haben werden.
Das ist mir schon klar, das nicht alle User genau meine Erkrankungen und meine Gutachterin haben!

Klar ist es auch, das ich ein Sonderfall bin und es so schnell und Unproblematisch ging! Ich gehe aber davon aus, das bei mir keine die Ärzte angeschrieben hat, weil es so schnell ging.

Aber, das ist immer die Frage, wer will etwas von wem? Ich möchte doch Rente vom DRV, oder? Also, finde ich es persönlich, das ist sinnvoll ist alles zu unterschreiben. Aber auch das, muss jeder für sich selber entscheiden.
 

Kate79

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#17
Hallo liebe User,

erst einmal allen ein frohes Weihnachtsfest.
Ich möchte mich ganz herzlich für Eure zahlreichen Antworten bedanken, die mir sehr weiter geholfen haben. Leider war ich ein paar Tage nicht online, darum jetzt erst die Rückmeldung.

Ich werde auf die Schnelle keine Gutachten mehr auftreiben können, aber ich beherzige auf jeden Fall den Ratschlag, meine Erkrankung sowohl chronologisch, als auch im Detail schriftlich einzureichen. Das gibt mir selbst das Gefühl, (so gut wie) alles getan zu haben.
Ob es letzten Endes etwa nutzt, ist eine andere Geschichte.

Ich mußte 2007 schon einmal zur Begutachtung (die Arge hatte mich zum Antrag bei der DRV genötigt) und das war ein Fiasko. Darum graut mir vor diesem Mal. Allerdings hat mir meine Anwältin noch den Tip gegeben, ein Gesprächsprotokoll der Untersuchung zu führen und auch alle Handlungen (samt zeitlicher Abfolge, Dauer, etc.) des Gutachters aufzulisten, um später was in der Hand zu haben, falls es zur Klage kommt.

Ich berichte Euch dann Anfang des Jahres, wie es gelaufen ist.
Euch allen einen guten Rutsch.
Kate
 
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