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Muss umziehen, wie vorgehen?

BastiWi

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Hallo Leute,

kurz zu mir:

Ich war Student, bin dann krank geworden und musste mein Studium abbrechen.
Dann habe ich ALG 2 vor ca. 14 Monaten beantragt und ein Mietrückständedarlehen vom Jobcenter bekommen.

Ich wohne trotzdem noch in einem Studentenwohnheim. Das Jobcenter weiß, dass mein Mietvertrag monatlich verlängert wird, wenn die Miete immer regelmäßig kommt.

Nun habe ich soweit alles mit dem Bafögamt geklärt und weiß nun, dass ich weiterhin Bafög gefördert werden kann und möchte wieder studieren.

Nun wird mein Mietvertrag nicht mehr weiter verlängert, da ich kein Student mehr bin, ich muss also umziehen. Da monatlich verlängert wurde und ich möbliert wohne, bleibt mir auch keine andere Wahl als Ende Juli auszuziehen. Kündigungsschutz etc gibt es da nicht.

Nun möchte ich wohl nach Hamburg ziehen, erstmal gehe ich zu meiner Schwester, bis ich eine neue Wohnung gefunden habe.

Wie gehe ich da nun vor?
Ich werde dem Jobcenter jetzt mitteilen, dass mein Mietvertrag nicht mehr verlängert wird, da ich keinen Studentenstatus habe.

Wie sieht das aus mit Kautionskosten für meine nächste Wohnung? Welches Jobcenter ist zuständig? Das Jobcenter in Hamburg oder mein Jobcenter hier?

Wenn ich übergangsweise bei meiner Schwester wohne, wie gebe ich das beim Jobcenter Hamburg an? Soll ich mit meiner Schwester einen Untermietvertrag machen?

Weiß nicht so recht, wie nun das richtige Vorgehen ist.

Danke
 

Seepferdchen

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Wie sieht das aus mit Kautionskosten für meine nächste Wohnung? Welches Jobcenter ist zuständig? Das Jobcenter in Hamburg oder mein Jobcenter hier?
Das JC in Hamburg § 36 SGB II Örtliche Zuständigkeit.

Wenn du eine Wohnung in Hamburg gefunden hast, dann bitte mit dem
Mietangebot zum dortigem JC.

Soll ich mit meiner Schwester einen Untermietvertrag machen?
Natürlich kannst du mit deiner Schwester ein Untermietvertrag machen.

Für das Studentenwohnheim bzw. Zimmer wurde doch bestimmt auch eine Kaution
vereinbart?

Wer hat die Kosten übernommen?

Und was du beachten mußt wenn du ggf. wieder Bafög bekommst hier

:icon_pause:
 

BastiWi

Neu hier...
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Das JC in Hamburg § 36 SGB II Örtliche Zuständigkeit.

Wenn du eine Wohnung in Hamburg gefunden hast, dann bitte mit dem
Mietangebot zum dortigem JC.



Natürlich kannst du mit deiner Schwester ein Untermietvertrag machen.

Für das Studentenwohnheim bzw. Zimmer wurde doch bestimmt auch eine Kaution
vereinbart?

Wer hat die Kosten übernommen?

Und was du beachten mußt wenn du ggf. wieder Bafög bekommst hier

:icon_pause:
Die Kaution für das Wohnheim hier habe ich damals gezahlt (nur 300 Euro).
Wie schnell ich die nach meinem Auszug bekomme und ob ich die vollständig zurück bekomme weiß ich noch nicht.

Bafög bekomme ich ganz sicher (Vorabbescheid) in Höhe von 670 Euro.
Davon kann ich leben, wenn ich in Hamburg eine günstige Wohnung finde, was sehr schwierig ist, aber mit Glück bekomme ich dort ja auch wieder einen Platz im Studentenwohnheim. Falls nicht, dann muss ich zeitnah einen Nebenjob finden.

Muss mein JC hier weiterhin meinen Regelsatz überweisen, bis ich eine neue Wohnung habe bzw. bis mein Antrag in Hamburg durch ist? Bzw. wenn ich meinem JC mitteile, dass ich nicht weiß, wo ich hin gehe, müssten die ja m.M.n. trotzdem für den August überweisen, weil ich ja unter Umständen noch hier sein könnte, oder? Die Rückzahlung würde dann erfolgen, sobald ich in Hamburg den Bescheid habe.
 

Seepferdchen

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Muss mein JC hier weiterhin meinen Regelsatz überweisen, bis ich eine neue Wohnung habe bzw. bis mein Antrag in Hamburg durch ist?
Umzug der gesamten BG (36.10)

(1) Zieht die gesamte Bedarfsgemeinschaft während des Leistungsbezugs in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Trägers um, ist sicherzustellen, dass

• keine Zahlungsunterbrechung i. S. d. § 2 Abs. 3 SGB X eintritt, wenn die Anspruchsvoraussetzungen durchgehend vorgelegen haben,
keine Doppelzahlungen für deckungsgleiche Zeiträume erfolgen und
• die Leistungen auch für den Umzugsmonat in rechtmäßiger Höhe, also max./min. für 30 Tage
(§ 41 Abs. 1 S. 2) gezahlt werden, wenn der Umzug nicht zum Monatsersten, sondern im Laufe eines Monats mit mehr oder weniger als 30 Tagen durchgeführt wird.

(2) Deshalb sind die Zahlungen durch den abgebenden Träger grundsätzlich erst mit Ablauf des Umzugsmonats einzustellen. Vom aufnehmenden Träger sind Leistungen frühestens ab dem Folgemonat zu zahlen (s. a. Rz 36.11a). Bei einem Umzug zum Ersten eines Monats kann hiervon abgewichen werden, wenn die Mitteilung über den Umzug und die Meldung beim aufnehmenden Träger so rechtzeitig erfolgt, dass eine nahtlose Leistungszahlung durch den aufnehmenden Träger sichergestellt ist.

Beispiel:

Die Zustimmung zum Umzug am 01.07. wird am 25.05. eingeholt. Die Vorsprache beim aufnehmenden Träger erfolgt am 03.06.

Entscheidung:

Aufgrund der frühzeitigen Vorsprache des Hilfebedürftigen ist eine nahtlose Leistungsgewährung sichergestellt, so dass eine Leistungszahlung für den Monat des Umzugs durch den abgebenden Träger nicht geboten ist. Die Leistungen sind zum 30.06. einzustellen.
http://www.elo-forum.org/alg-ii/74492-alg-ii-zahlung-zustaendigkeit-neuen-traegers-umzug.html
 
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