Muss mich morgen arbeitslos melden - habe Angst vor Rechtfertigung wegen vieler kurzer Beschäftigungen (langer Text) (1 Betrachter)

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Alina1984

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Guten Abend zusammen. Ich habe mich hier angemeldet, weil ich gerne einen Rat von den etwas Erfahreneren hier hätte, was Ämter etc. betrifft. Kurz ein paar Worte zu mir, ich bin 35, habe Bürokauffrau gelernt und lande leider immer nur in unterirdisch schlechten Jobs. Letzten Oktober habe ich eine Beschäftigung aufgenommen, die ich nach 3 Wochen wieder gekündigt habe.

Ich war als Empfangskraft angestellt und man verlangte von mir, dass ich ca. 3/4 des Tages in der Produktion am Band mitarbeite! Dies stand weder so in meinem Arbeitsvertrag, noch wurde es im Vorstellungsgespräch erwähnt. Ich muss dazu sagen, dass ich mir 2016 während eines Arbeitsunfalls die Daumensehne durchtrennt habe und dies eigentlich schon lang hätte operiert werden müssen, da das Ganze falsch zusammengewachsen ist und ich jedesmal Schmerzen sowie eine Art Taubheitsgefühl in dem Finger habe, wenn ich ihn zu stark belaste. Jedoch habe ich das bis jetzt immer vor mir hergeschoben, weil ich panische Angst vor der OP habe und mein Arzt meinte, es könne auch sein, dass das nie wieder gut wird.

Ich erwähnte dies dann bei meinem Chef, legte auch ein Attest vor, dass ich den Finger nicht durch schweres Heben o.ä. belasten solle, was ihm aber egal war, also kündigte ich als letzte Option und meldete mich arbeitslos. Meine SB riet mir eindringlich, dass ich mir die nächste Stelle, die ich bekomme, vorab schon sehr gut anschauen solle, damit mir sowas nicht wieder passiert.

Ich suchte 4 Monate lang und bekam einen Job ebenfalls am Empfang einer Spedition. Diese machte einen super Eindruck, ich sagte jedoch schon im Gespräch, dass ich definitiv nicht bereit bin, körperlich schwere Arbeit zu verrichten. Es folgte nur Gelächer und Floskeln à la "neeeein, sowas gibt's bei uns nicht, das ist ja ein Bürojob!" Tja falsch gedacht, ich musste den ganzen Tag Ware entgegennehmen, Pakete bis zu 40 Kilogramm durfte ich alleine irgendwie wuchten von morgens bis abends und musste diese verteilen. Dabei hieß es, ich MUSS sie den Empfängern auf den Schreibtisch stellen und darf sie nicht einfach nur daneben abestellen o.ä.

Wieder wies ich darauf hin, dass das so nicht abgemacht gewesen sei und dass ich nicht schwer tragen soll. Es hieß dann mehrere Wochen, dass ich Unterstützung bekäme etc.pp., was aber nie passiert ist. Ich suchte mir dann parallel eine andere Stelle und als ich eine Zusage bekam, kündigte ich bei der Spedition (nach 6 Wochen) und begann, in der neuen Firma zu arbeiten.

Hier war ich 3 Monate lang angestellt, laut Arbeitsvertrag als Sachbearbeiterin in der Auftragsbearbeitung. Meine tatsächliche Tätigkeit war Blumen einkaufen für den Empfang, Süßigkeiten für Chefin und Kollegen kaufen gehen (mit meinem eigenen Auto auf meine Kosten und jeden Tag bekam ich eine neue Einkaufsliste oder gar mehrere vorgelegt), putzen und beschriftete Leitz-Ordner sauberradieren, um sie wieder zu verwenden. Das und nichts anderes tat ich 3 Monate lang. Ich wies mehrfach darauf hin, dass man mir ja so was ganz Anderes versprochen hatte im Gespräch und auch hier stieß ich nur auf taube Ohren und bekam noch blöde Kommentare, von wegen man müsse mich ja erst "einlernen" (womit denn bitte? Mit Zeug einkaufen?!).

Hinzu kam, dass ich dort permanent nur schikaniert und ausgegrenzt wurde (ich hatte z.B. als einzige ein winziges Kabuff als "Büro" ohne eigenen PC und ohne Klimaanlage oder Ventilator, während alle anderen im Hochsommer im klimatisierten Büro saßen). Die ganze Situation und auch, was mir in den vorherigen Jobs immer wieder passierte, machte mich dermaßen fertig, dass ich nicht mehr richtig schlafen konnte, mir dauernd übel war, ich aß kaum noch und heulte jeden Feierabend wie ein Schlosshund, da ich mich einfach so ausgenutzt und veräppelt fühlte. Zudem bekam ich einen üblen Reizhusten, der über Wochen andauerte. Irgendwann konnte ich mich dazu durchringen, zum Arzt zu gehen und die Situation zu schildern.

Er meinte, das wäre schon eine beginnende Depression und er wolle mich da unbedingt für eine Weile rausnehmen und schrieb mich erstmal 2 Monate am Stück krank, woraufhin ich natürlich gekündigt wurde, weil ich noch in der Probezeit war. Ich meldete mich dann gleich telefonisch arbeitssuchend und hatte danach erstmal 2 Monate meine Ruhe.

Jedenfalls ging es mir während meiner Zeit zuhause schlagartig besser und mein Husten verschwand ebenfalls quasi zeitgleich mit meiner Krankschreibung und den ersten Tagen daheim. Ich fühle mich inzwischen auch viel fitter und habe nächste Woche auch schon zwei Vorstellungsgespräche.

Jedoch ist heute mein letzter "Krankheitstag" und ich muss mich morgen beim Amt persönlich vorstellen, um mich arbeitslos zu melden und genau da liegt mein Problem. Ich habe panische Angst davor, hinzugehen und zu schildern, warum ich zwei Jobs in der kurzen Zeit verloren habe. Ich weiß auch, dass diese ständigen beruflichen "Pechsträhnen" nicht einfach nur "Pech" sind, sondern dass es einen Grund geben muss, dass immer MIR das passiert. Vielleicht bin ich zu gutmütig, ich kann es echt nicht sagen. Jedenfalls habe ich totale Angst, dass man mir wieder irgendwie respektlos begegnet oder mich blöd von der Seite anmacht, weil ich eben schon drei Jobs hatte, in denen ich nur sehr kurz gewesen bin.
So nach dem Motto "Ihnen ist wohl nix gut genug!" - aber so ist es ja nicht. Ich möchte einfach nur mal normale BÜROARBEIT machen, wenn ich dafür angestellt wurde.

Kann mir jemand sagen, wie ich da angemessen drauf reagieren könnte, ohne in diese Rechtfertigungs-Opferrolle zu rutschen?
 
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Nena

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schildern, warum ich zwei Jobs in der kurzen Zeit verloren habe
Musst Du doch gar nicht!
1. geht es die AfA nichts an, 2, mit Verlaub, interessiert es die auch gar nicht (solange nicht selbst (also aktiv) verschuldet)
Bist Du ohne Begründung entlassen worden? Dann weißt Du es nicht.
"Was vermuten Sie denn?" - "Ich kann es mir nicht erklären, mit mir hat niemand gesprochen." Oder so.
NICHT RECHTFERTIGEN!
Die sind Dienstleister für Dich, nicht Du Bittstellerin...

Kannst Du eine Bekannte mitnehmen? Damit Du ein bisschen sicherer bist? Dich nicht einschüchtern lässt?

Wenn Leute Deine Unsicherheit spüren (und die ist schon aus den wenigen Zeilen hier zu lesen), hauen sie gerne nochmal drauf - weil es ja so leicht ist. Und Du, sorry, ein dankbares Opfer. Je stärker Du wirkst, desto weniger wirst Du niedergemacht!

Wenn Du nicht wärst, wären die arbeitslos. Die sind für Dich da. Dass Du allein dafür zuständig und verantwortlich bist, eine neue Stelle zu finden, ist ja klar. Aber das hat erstmal nichts mit Deiner Panik vor dem Termin morgen zu tun.

Ich verspreche Dir, zu zweit sein hilft, die zweite Person muss gar nichts sagen, einfach nur Deine Hand halöten, Dich anlächeln, wenn Du unsicher wirst. Hast Du jemanden?
 
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Karl Schmidt

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Nach meiner Erfahrung ist man bei der Afa freundlicher zu den Kunden. Druck und Erklärungsnot kenne ich nur aus dem JC.
 

HansimGluck1

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Hallo Alina1984,
was glaubst du wohl, wieviele Jobs ich inzwischen schon gehabt habe? Bei 20 habe ich aufgehört zu zählen. Derzeit bin ich schon wieder 4 Wochen in Arbeit und rechne damit, daß ich weitere 4 Wochen schaffen werde. Dann kommt der nächste Job. Oder auch nicht. Solange ich Anspruch auf Alg habe, ist das nicht so tragisch.

Ich betrachte es als mein Recht, einen Job zu kündigen, wenn er mir nicht gefällt, oder mich krankzumelden, wenn ein Job mich krankmacht, auch auf die Gefahr hin, dann entlassen zu werden. Leider gibt es sehr viele Firmen, die einen ausnutzen. Ich finde, du solltest deine Geschichte mal von der anderen Seite sehen: Du hast es geschafft, jedesmal aus eigener Kraft wieder was Neues zu finden. Und auch das schafft nicht jeder. Daß das jetzt wieder nichts für eine jahrelange Mitarbeit ist, ist nicht deine Schuld. Auch mit kurzen Jobs sammelt man im Laufe der Zeit Berufserfahrung. Mit jedem Tag, den man irgendwo arbeitet, wird man etwas erfahrener.

Meine SB riet mir eindringlich, dass ich mir die nächste Stelle, die ich bekomme, vorab schon sehr gut anschauen solle, damit mir sowas nicht wieder passiert.
Normalerweise sind es gerade die SB's, die uns dazu drängen, schnell irgendeinen Job anzunehmen, nur um vom Amt wegzukommen. Wir Arbeitslose haben doch in der Regel gar kein Recht dazu, einen Job abzulehnen, nur weil wir vorab wissen, daß wir es da nicht lange aushalten werden. Insofern verstehe ich die Argumentation deiner SB nicht.

Ich nehme mir immer einen Beistand zum Termin mit. Wenn da noch jemand mit drin sitzt, verläuft das Gespräch meistens viel angenehmer. Der SB weiß selber auch, daß er dir da keinen Vorwurf machen kann. Du hast es versucht. Das ist besser, als den Job gleich abzulehnen.
 

Blätterrauschen

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Hallo und herzlich willkommen,

bist du zufällig aus Berlin ? Dann würde ich sogar mitgehen. Ich bin in deinem Alter und auch weiblich.Und setzte gerne Grenzen . ; )
Mach dich doch nicht so nicht verrückt deswegen. Ist echt unnötig. Manche Sachbearbeiter sind auch nett, vielleicht hast du ja Glück.
Und falls nicht sollte das "Handargument" wohl locker ausreichen. Falls die fragen würde ich das gaanz ausführlich mit der Hand erzählen und das entsprechende Attest von dem Arzt vorzeigen. Ich finde, dass deine Hand nicht belastet werden darf ( es aber wurde) und dass die Arbeitsbedingungen unerträglich waren ist doch völlig ausreichend. Soo genau werden die schon nicht nachfragen zumal du doch schon wieder Vorstellungsgespräche hast.Die sollen froh sein, dass du arbeiten willst und dich bemühst und nicht seit Jahrzehnten arbeitslos bist. Punkt.
Es ist aber etwas verwunderlich, das du so lange in so einem unterirdischem Job bleibst. Ich würde mir schon viel früher kündigen lassen und das nicht wochen- oder gar monatelang durchziehen. Du wirst schon an den richtigen Job geraten , aber dafür musst du wohl die schlechten schneller aussortieren.Der Beraterin ist es doch egal wieviele Job du hattest, die interessiert nur das du dich bemühst und ab und an wieder einen neuen Job an Land ziehst. Wenn dir jemand tatsächlich blöd kommen sollte, gehts du sofort zum Teamleiter dort und beschwerst dich über die respektlose Behandlung. n.Schließlich arbeitest du doch immer wieder trotz der "Behinderung" und das sollten die zu schätzen wissen.

Liebe Grüße
 

Birt1959

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Wenn Du Dich morgen arbeitssuchend bei der Agentur und nicht dem JC meldest, passiert in der Regel folgendes: 1. Irgendein Verwaltungsmensch nimmt Deine Personalien auf. 2. Es werden Dir die notwendigen Formulare ausgegeben die Du oder der Arbeitgeber ausfüllen muss. Wenn Du in den letzten Jahren mehrfach den Arbeitgeber gewechselt, aber durchgehend gearbeitet hast, werden Dir genauso viele Formulare für den Arbeitgeber gegeben, wie Du benötigst. (Von daher solltest Du einfach mal vorher nachzählen, wie viele der sogenannten Arbeitsbescheinigungen Du benötigst.) 3. Du bekommst ein Formular, das die Krankenkasse ausfüllen muss und 4. bekommst Du noch den Besucherausweis. Das war es bei der Arbeitslosmeldung zunächst mal.

Was den Wisch für die Krankenkasse angeht, reicht es manchen Agenturen auch, wenn Du die Versichertenkarte vorlegst. Es geht im Prinzip nur darum, ob und wo Du krankenversichert bist.

Was die wechselnden Jobs angeht, das wird erst beim Vermittler wichtig. Bis dahin kannst Du allemal eine vernünftige Erklärung vorformulieren. Wenn Du häufiger wegen Krankheit gekündigt wurdest, wundert sich auch keiner. Das Schlimmste, was da passiert, ist, dass Du zum ärztlichen Dienst der Agentur musst. Wenn es aber, so wie Du hier beschrieben hast, daran liegt, dass die Arbeitgeber Dich entgegen der Stellen- und Arbeitsplatzbeschreibung des Jobs in Bereichen eingesetzt haben, in denen Du aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten konntest, fragt auch keiner großartig weiter. Zum Termin beim Vermittler würde ich auf jeden Fall einen Beistand mitnehmen. Setze einfach ein Gesuch hier ins Forum. Achte aber darauf, Bestände für die Agentur (also ALG 1) in diesem Forum zu setzen.

Wenn Du ALG 2 (Hartz 4) beantragen musst, kannst Du im ALG 2 Forum eine Suchanzeige aufgeben. Ausserdem gibt es für das ALG 2 eine Liste von Beiständen hier.
 

Alina1984

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Hallo und herzlich willkommen,

bist du zufällig aus Berlin ? Dann würde ich sogar mitgehen. Ich bin in deinem Alter und auch weiblich.Und setzte gerne Grenzen . ; )
Mach dich doch nicht so nicht verrückt deswegen. Ist echt unnötig. Manche Sachbearbeiter sind auch nett, vielleicht hast du ja Glück.
Und falls nicht sollte das "Handargument" wohl locker ausreichen. Falls die fragen würde ich das gaanz ausführlich mit der Hand erzählen und das entsprechende Attest von dem Arzt vorzeigen. Ich finde, dass deine Hand nicht belastet werden darf ( es aber wurde) und dass die Arbeitsbedingungen unerträglich waren ist doch völlig ausreichend. Soo genau werden die schon nicht nachfragen zumal du doch schon wieder Vorstellungsgespräche hast.Die sollen froh sein, dass du arbeiten willst und dich bemühst und nicht seit Jahrzehnten arbeitslos bist. Punkt.
Es ist aber etwas verwunderlich, das du so lange in so einem unterirdischem Job bleibst. Ich würde mir schon viel früher kündigen lassen und das nicht wochen- oder gar monatelang durchziehen. Du wirst schon an den richtigen Job geraten , aber dafür musst du wohl die schlechten schneller aussortieren.Der Beraterin ist es doch egal wieviele Job du hattest, die interessiert nur das du dich bemühst und ab und an wieder einen neuen Job an Land ziehst. Wenn dir jemand tatsächlich blöd kommen sollte, gehts du sofort zum Teamleiter dort und beschwerst dich über die respektlose Behandlung. n.Schließlich arbeitest du doch immer wieder trotz der "Behinderung" und das sollten die zu schätzen wissen.

Liebe Grüße
Das ist sehr lieb, danke, ich komme aber leider aus einer komplett anderen Richtung (Großraum Stuttgart). :(
Ich werde allein hingehen (müssen), da außer meinem Partner niemand weiß, dass ich aktuell keinen Job mehr habe und der ist aktuell geschäftlich unterwegs und kann nicht mitkommen.
Ich werde das dann irgendwie allein hinbekommen müssen und aufpassen, dass ich nicht wieder in diese Rechtfertigungs-Seelenstriptease-Schiene rutsche.


Wenn Du Dich morgen arbeitssuchend bei der Agentur und nicht dem JC meldest, passiert in der Regel folgendes: 1. Irgendein Verwaltungsmensch nimmt Deine Personalien auf. 2. Es werden Dir die notwendigen Formulare ausgegeben die Du oder der Arbeitgeber ausfüllen muss. Wenn Du in den letzten Jahren mehrfach den Arbeitgeber gewechselt, aber durchgehend gearbeitet hast, werden Dir genauso viele Formulare für den Arbeitgeber gegeben, wie Du benötigst. (Von daher solltest Du einfach mal vorher nachzählen, wie viele der sogenannten Arbeitsbescheinigungen Du benötigst.) 3. Du bekommst ein Formular, das die Krankenkasse ausfüllen muss und 4. bekommst Du noch den Besucherausweis. Das war es bei der Arbeitslosmeldung zunächst mal.
Ja ich muss gottseidank noch auf die Agentur für Arbeit und nicht zum JC. Wegen Arbeitsbescheinigungen, da fehlen mir die zwei von den beiden letzten AGs, die ich auch schon mehrfach schriftlich angefordert habe,
was aber getrost ignoriert wird. Ich hoffe, dass sich da irgendwann das Amt drum kümmern wird, wenn die nicht reagieren.

Gekündigt wurde ich jetzt übrigens zum ersten Mal, die vorherigen Stellen habe ich alle selbst gekündigt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kann ich natürlich nicht sagen. ;)
 

Birt1959

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Wegen Arbeitsbescheinigungen, da fehlen mir die zwei von den beiden letzten AGs, die ich auch schon mehrfach schriftlich angefordert habe,
was aber getrost ignoriert wird. Ich hoffe, dass sich da irgendwann das Amt drum kümmern wird, wenn die nicht reagieren.

Gekündigt wurde ich jetzt übrigens zum ersten Mal, die vorherigen Stellen habe ich alle selbst gekündigt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kann ich natürlich nicht sagen. ;)
Wegen der Bescheinigung mach Dir keinen Kopf. Teile einfach bei der Meldung mit, dass die AGs trotz mehrerer Aufforderungen nicht reagiert haben und bitte die Agentur das zu übernehmen. Da reagieren die ziemlich flott und drohen auch mit einer Geldbuße, wenn der AG die Arbeitsbescheinigung nicht bis zum X.X. eingereicht hat. Wenn es an den Geldbeutel geht, sind die meisten sehr lernfähig. ;)

Bei Eigenkündigungen, die lediglich einen Arbeitgeberwechsel darstellen, wird höchstens gefragt, warum man kündigte. Eine gute Erklärung ist da immer die berufliche Weiterentwicklung.

So nebenbei - hier gibt es ein Unterforum, wo Mitforist*innen Begleitung zum JC anbieten. Viele davon sind aber auch SGB 3 sicher und gehen dann auch da mit. Stuttgart ist ja nicht gerade die kleinste Stadt im Südwesten - da gibt es sicher jemanden.

Ansonsten hilft auch eine Ehrenamtsbörse weiter - in vielen Städten gibt es Menschen, die Ämterbegleitung machen. Diese Organisationen und Gruppen sind da meist bekannt. Auch da kann dann nachgefragt werden.
 
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HansimGluck1

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Also einen Beistand suche ich auch schon seit mehreren Jahren hier übers Forum und kann keinen finden. Meine AA ist aber auch in einer Kleinstadt. Was das betrifft, bin ich sehr enttäuscht. Besser geholfen hat mir da eine Anzeige bei Ibäh Kleinanzeigen.

Das Problem mit der fehlenden Arbeitsbescheinigung habe ich auch gerade erst gehabt. Was ich nicht wußte: Die AA wendet sich erst dann an den AG, wenn der Arbeitslose eine Ersatzbescheinigung ausstellt. Deshalb beim Termin gleich die entsprechenden Formulare mitnehmen, selber ausfüllen und abgeben. Du bekommst dann eine vorläufige Bewilligung und das AA schreibt den AG mit Fristsetzung an.

Ansonsten: Arbeitslos sein ist keine Straftat. Du bist Kunde beim AA und hast Rechte, die du wahrnehmen darfst.
 

Nena

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Die AA wendet sich erst dann an den AG, wenn der Arbeitslose eine Ersatzbescheinigung ausstellt.
Nö. Ich habe der AfA mitgeteilt (per Mail), dass sie sich bitte an meine AG wenden möchte, wir hätten kein so besionders gutes Verhältnis zueinander. Das hat dann innerhalb von einer Woche zum Ergebnis geführt.
 

Birt1959

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Also einen Beistand suche ich auch schon seit mehreren Jahren hier übers Forum und kann keinen finden. Meine AA ist aber auch in einer Kleinstadt. Was das betrifft, bin ich sehr enttäuscht. Besser geholfen hat mir da eine Anzeige bei Ibäh Kleinanzeigen.
Vielen Dank für den Tipp - ich fahnde auch gerade nach einem Beistand. Verrätst Du mir bitte, in welcher Rubrik Du das eingestellt hast. Ich suche ja schließlich kein ausgedientes Aquarium.

Ansonsten: Arbeitslos sein ist keine Straftat. Du bist Kunde beim AA und hast Rechte, die du wahrnehmen darfst.
Eben, eben und die Rechte kann man sehr gut in folgenden Büchern finden:
Stascheit, U., Winkler, U. Leitfaden für Arbeitslose 2018. Der Rechtsratgeber zum SGB III, Fachhochschulverlag Frankfurt/Main 2018
ISBN 9783947273041

Winkel, R, Nakielski, H. 111 Tipps für Arbeitslose -Arbeitslosengeld 1, Bund Verlag, 2011
ISBN 9783766360250

Für diejenigen, die das Pech haben, aufstocken zu müssen, sei noch Harald Thomés Nachschlagewerk empfohlen. Näheres hier:
 

HansimGluck1

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Ich habe in Nebenjobs Sonstiges inseriert. Du bekommst dann leider nicht nur seriöse Zuschriften. Es ist nicht ganz einfach, das voneinander zu trennen. Auch mit der Formulierung des Inserats habe ich mich schwer getan.

Hallo Nena,
da hast du aber Glück gehabt. Bei mir kam nur ein Schreiben, in dem es hieß, sie würden mir das Alg streichen, wenn ich bis zum Datum x nicht die Arbeitsbescheinigung vorlegen würde. Ich war dann schon völlig verzweifelt, wie ich das denn machen soll. Habe dann beim AA angerufen und dort erfahren, sie meinten nicht die Arbeitsbescheinigung, sondern die Ersatzbescheinigung. Erst dann könnten sie sich direkt an den AG wenden. Also in Zukunft werde ich immer, wenn der AG Probleme macht, einfach eine Ersatzbescheinigung ausfüllen. Das ist der einfachste und beste Weg.
 

Alina1984

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Hallo nochmal, ich habe die Arbeitslosmeldung nun gestern gottseidank hinter mich gebracht. Es war enorm viel los und ich denke mal, die SB hatte gar nicht großartig Zeit zu fragen, warum ich hier und da nur so kurz beschäftigt gewesen bin. Das Ganze war nach etwa 3 Minuten erledigt, jedoch stehe ich nun vor dem Problem, dass ich noch die zwei letzten Arbeitsbescheinigungen brauche und diese auch schon mehrfach schriftlich angefordert habe.

Die SB meinte nun, ich solle sie noch ein letztes Mal mit Nachweis anfordern und eine Frist von 14 Tagen setzen. Wie schreibe ich das nun am besten meinen ehemaligen AGs?
 

Birt1959

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Du bittest um die Zusendung der Arbeitsbescheinigung.
Und machst das justiziabel nachweisbar. Wie's geht schreibt ein/e Jurist/in hier:

Oder machst das, was @HansimGluck1 vorgeschlagen hat. Aber auch das nachweisbar.
 
G

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Und machst das justiziabel nachweisbar. Wie's geht schreibt ein/e Jurist/in hier:
Ich hatte zum Glück nie Probleme eine Arbeitsbescheinigung zu bekommen.

Für Korrespondenz die ich hart nachweisbar zustellen möchte gibt es nur den Gerichtsvollzieher.

Fax ersetzt es aber in den meisten Fällen.

Zustellung war auch wechselseitig bisher kein Problem. Ist ohnehin meist nur ein "Nebenkriegsschauplatz"
 

Stauer

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Hallo,
Jedenfalls habe ich totale Angst, dass man mir wieder irgendwie respektlos begegnet oder mich blöd von der Seite anmacht, weil ich eben schon drei Jobs hatte, in denen ich nur sehr kurz gewesen bin.
Die Firmen haben Dir falsche Angaben gemacht. Wenn man so einen Job hat, kann man beim Arbeitsgericht klagen. Das gilt auch für Schikanen und Rückerstattung für Tankquittungen. Hast Du die noch? Hast Du die Quittungen für Süßigkeiten auch noch? Sollte soetwas noch mal vorkommen, kopiere diese. Sie dienen dann als Nachweis berufsfremder Tätigkeiten und Zahlungen aus Deiner Tasche. Solche Fahrten kannst Du auch verweigern. Wenn Du deswegen dann gekündigt wirst, kannst Du auch beim Arbeitsgericht klagen.
Bist Du in der Gewerkschaft? Die kennen sich gut im Arbeitsrecht aus und vertreten auch bei Gericht.
 

Alina1984

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Hallo,

Die Firmen haben Dir falsche Angaben gemacht. Wenn man so einen Job hat, kann man beim Arbeitsgericht klagen. Das gilt auch für Schikanen und Rückerstattung für Tankquittungen. Hast Du die noch? Hast Du die Quittungen für Süßigkeiten auch noch? Sollte soetwas noch mal vorkommen, kopiere diese. Sie dienen dann als Nachweis berufsfremder Tätigkeiten und Zahlungen aus Deiner Tasche. Solche Fahrten kannst Du auch verweigern. Wenn Du deswegen dann gekündigt wirst, kannst Du auch beim Arbeitsgericht klagen.
Bist Du in der Gewerkschaft? Die kennen sich gut im Arbeitsrecht aus und vertreten auch bei Gericht.

Die Süßigkeiten habe ich ja für die Firma kaufen müssen, das wurde mir erstattet, nachdem ich die Quittung gebracht habe. Tankquittungen hab ich zwar noch, aber das dürfte ja schwierig sein, zu beweisen, dass ich an Tag X für die Firma XY km gefahren bin, um für die Kollegen was einkaufen zu gehen?

Und ja, ich hab mir auch schon überlegt, da irgendwie rechtlich gegen vorzugehen, dass ich ständig nur fachfremde Hilfsaufgaben machen musste. Jedoch denke ich nicht, dass ich damit Erfolg haben würde, denn erstens steht es ja Aussage gegen Aussage (Vorgesetzter + Kollegen gegen mich) und zweitens stand bisher in jedem meiner Arbeitsverträge die Floskel "...kann auch zu jeglichen anderen zumutbaren Arbeiten herangezogen werden."

Da ist natürlich wieder die Frage: was gilt alles als zumutbar? Ah, und drittens: Ich kann ja auch schlecht beweisen, dass ich permanent nur diese Hilfstätigkeiten machen musste. Zumindest wüsste ich nicht, wie. ;)
 

Schluri

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Ah, und drittens: Ich kann ja auch schlecht beweisen, dass ich permanent nur diese Hilfstätigkeiten machen musste. Zumindest wüsste ich nicht, wie.
Jeden Tag Arbeits-Tagebuch schreiben.
Am besten immer sofort, damit man nichts vergisst.
Vielleicht in der Pause Notizen machen und dann zu Hause ordentlich eintragen.
 

HansimGluck1

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stand bisher in jedem meiner Arbeitsverträge die Floskel "...kann auch zu jeglichen anderen zumutbaren Arbeiten herangezogen werden."
Die steht bei mir auch immer. Ich glaube kaum, daß man da rechtlich gegen vorgehen kann, nur weil man berufsfremd eingesetzt wird. - Was das Einkaufen auf eigene Kosten betrifft, hätte ich das nicht gemacht. Auch für den Einsatz des eigenen Autos hätte ich Geld verlangt. Und solange der letzte Einkauf nicht gezahlt worden wäre, hätte ich den nächsten verweigert bzw. Vorkasse verlangt. Das hinterher nachzuweisen, scheint mir sehr schwierig.

Wegen der Arbeitsbescheinigung würde ich mir keinen Kopf machen wegen juristisch nachweisbar. So wichtig ist das nicht. Einfach einen normalen Brief schicken, 2 Wochen warten und dann bei der AA eine Ersatzbescheinigung anfordern.
 
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