Muss mein Kind bis Nachmittags in die Kita, wenn die AFA darauf besteht zwecks Vermittlung ? (1 Betrachter)

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Chloe1983

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Hallo an Alle,

Ich bin ALG1 und mein Kind hat bis Mittags 13 Uhr einen Kita-Platz, wo ich auch vermittelt werden kann.
Kann die Afa von mir verlangen, das ich mein Kind bis Nachmittags 16 Uhr im Kindergarten lasse und die Kosten trage, um evtl. besser vermittelt zu werden ? (Platz müsste erst noch beantragt werden).

Mein Kind ist 3,5 Jahre alt.
Oder ist das die Entscheidung von mir und meinem Mann ?

Danke für Antworten
 

Kerstin_K

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Wenn es in deinem Beruf moeglich ist, nur vormittags zu arbeiten, dann ist das eure Entscheidung.
 

Chloe1983

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Wenn es in deinem Beruf moeglich ist, nur vormittags zu arbeiten, dann ist das eure Entscheidung.
Nein, es ist schwierig. Allerdings würde ich auch erst einen Platz bekommen, wenn ich eine Arbeitsstelle nachweise.

Aber die Frage ist: MUSS ich es machen, oder kann ich auch des Kindeswohl wegen sagen, Fremdbetreut wird nur vormittags?
 

Doppeloma

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Hallo Chloe1983,

Kann die Afa von mir verlangen, das ich mein Kind bis Nachmittags 16 Uhr im Kindergarten lasse und die Kosten trage, um evtl. besser vermittelt zu werden ? (Platz müsste erst noch beantragt werden).
Das hängt auch mit davon ab, ob du zuletzt in Vollzeit gearbeitet hast und auch dein ALGI ensprechend für Vollzeit gezahlt wird.
Dann ist die AfA verpflichtet dich für Vollzeit zu vermitteln ODER du musst deine Verfügbarkeit entsprechend einschränken (wegen der Kinderbetreuung, die selbstverständlich eure Privat-Angelegenheit ist).

Möchtest du nicht Vollzeit vermittelt werden, dann ist das auch schriftlich festzulegen (Verfügbarkeits-Erklärung ist zu unterschreiben) und dein ALGI wird entsprechend deiner gewünschten Wochenarbeitszeit reduziert.
Bereits auf dem Antrag gibt man an, ob man die Verfügbarkeit einschränken möchte, da hast du offenbar "NEIN" angekreuzt, dann wird eben nachträglich darüber zu sprechen sein.

Bis dahin soll (und muss) die AfA versuchen dich Vollzeit zu vermitteln und dann müsste dein Kind eben auch entsprechend länger in einer KIta (oder von Oma oder von netten Nachbarn oder vom Vater) betreut werden können.
Zwingen kann dich dazu also Niemand (übrigens Unabhängig vom Alter deines Kindes) aber dann muss dir die AfA auch kein ALGI für Vollzeit mehr zahlen, wenn du nur Teilzeit vermittelt werden möchtest.

Würde es denn passende Arbeits-Angebote (in Vollzeit) geben, wenn die Unterbringung deines Kindes (nach den Vorstellungen deiner SB) geregelt wäre oder ist das auch nur eine "Luftnummer", um dich unter Druck zu setzen und dir das Gefühl zu vermitteln, dass du selber "Schuld" bist noch keine andere Arbeit zu haben ... ???

Letztlich kann man auch immer versuchen (bei VV vom Amt) zusammen mit dem AG dann eine Teilzeitlösung zu finden oder sich selbst eine passende Teilzeitstelle suchen.
Dafür muss man nicht unbedingt offiziell auf einen Teil des ALGI verzichten (wollen) ... nach spätestens 12 Monaten ist der Anspruch an die AfA ohnehin abgelaufen und dann wird es dort Niemanden mehr interessieren, ob du Teilzeit oder Vollzeit arbeitest oder immer noch keine neue Stelle gefunden hast.

MfG Doppeloma
 

Chloe1983

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@Doppeloma

Nein, ich bin in Teilzeit gemeldet und bekomme dementsprechend weniger ALG1, was auch völlig in Ordnung ist.

Mir wurde schon für baldigst ein „Vermittlungscoaching“ angedroht, wenn ich nicht schnellstmöglich Arbeit finde.
Ich bekomme nur Absagen aufgrund der Arbeitszeiten. Die Arbeitgeber möchten eine Verfügbarkeit von morgens bis spät Abends. Das ist mit Kleinkind nicht möglich.

Da bald wieder Termin ist und ich nicht weiß, was ihr noch so einfällt, wollte ich nur mal wissen, ob sie mich zu einem Platzwechsel überhaupt nötigen könnte.
 

Doppeloma

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Hallo Chloe1983,

Nein, ich bin in Teilzeit gemeldet und bekomme dementsprechend weniger ALG1, was auch völlig in Ordnung ist.
Was will sie dann konkret von dir, wenn du nur Teilzeit arbeitest bekommst du in der Regel auch keinen KiTa-Platz für Vollzeit bewilligt, wie stellt sie sich das denn bitte vor ???
Wenn doch, dann gehst du wohl nur für die KiTa-Kosten arbeiten, aber du solltest dich trotzdem zurück halten, das mit ihr "ausdiskutieren" zu wollen ... wie lange wirst du noch ALGI beziehen ???

Hast du denn überhaupt schon mal sinnvolle / passende Angebote bekommen von der AfA und sind die Arbeitszeiten (generell) wirklich so außergewöhnlich in deiner Branche, da gibt es doch sicher noch mehr Leute, die auch Kinder haben ...

Mir wurde schon für baldigst ein „Vermittlungscoaching“ angedroht, wenn ich nicht schnellstmöglich Arbeit finde.
Und was soll so ein Caoching an den Wünschen der AG ändern können ???

Ich bekomme nur Absagen aufgrund der Arbeitszeiten. Die Arbeitgeber möchten eine Verfügbarkeit von morgens bis spät Abends. Das ist mit Kleinkind nicht möglich.
Ich denke auch nicht, dass man das arbeitsrechtlich akzeptieren muss von früh bis spät dem AG "zur Verfügung" zu stehen, wenn man nur für Teilzeit-Arbeit engestellt wurde und bezahlt wird.
Das zeugt nicht gerade von "Familienfreundlichkeit" bei den AG und dann würde ich auch gerne auf die Einstellung verzichten wollen ...

Das macht sich natürlich auch gut als "vorgeschobener Grund" dich abzulehnen, man darf ja nicht unbedingt zugeben, dass man auch häufige Fehlzeiten befürchtet mit einem so kleinen Kind ... also schlägt man dir Arbeitszeiten vor, die du freiwillig ablehnen wirst ...

Da bald wieder Termin ist und ich nicht weiß, was ihr noch so einfällt, wollte ich nur mal wissen, ob sie mich zu einem Platzwechsel überhaupt nötigen könnte.
Lass dir das doch mal schriftlich von ihr geben was sie da von dir erwartet, sie kennt deine Grenzen die Betreuung des Kindes betreffend und ihr sollte auch bekannt sein, dass man als Teilzeitkraft normal keinen Vollzeit-Kita-Platz bekommt ...
Ich würde sie auch direkt fragen, ob die AfA dann die Mehrkosten aus dem Vermittlungsbudget übernehmen wird (würde ihr sogar einen schriftlichen Antrag dazu in die Hand drücken :icon_hihi:), sonst gehst du ja nur für die KiTa-Kosten arbeiten.

Die Überprüfung der Zumutbarkeit (nach § 140 SGB III) von VV ist ihre Ausgabe und wenn sie weiß, dass dein Kind nachmittags NICHT betreut wird, dann hat sie dir nur Angebote zu machen, die am Vormittag auch machbar sein würden.
An der Einstellung der AG zu jungen Müttern / jungen Eltern wird auch ein "Vermittlungs-Coach" nichts ändern können, wie soll der dich denn in Arbeit bringen wenn die AG dich nicht einstellen wollen ... weil du ihnen mit Kind "nicht flexibel genug bist" ... :icon_neutral:

Sie hat dir mit Maßnahmen nicht "zu drohen", eine Maßnahme soll dich sinnvoll fördern und weiterbringen und nicht "einschüchtern", frage sie nach den Inhalten / der Erfolgsrate dieser Maßnahme und der konkreten Qualifikation dieser Coaches ...
Wenn sie dir dazu keine Auskunft geben kann, dann soll sie sich bitte erst mal darum kümmern sich selber kundig zu machen, dafür wird sie nämlich bezahlt.

Meiner Kenntnis nach können solche Maßnahmen nur auf freiwilliger Basis (mit Bildungsgutschein) bewilligt werden, also unterschreibe NICHTS (hast du eine EGV ?) wo du dich dazu verpflichten könntest, so eine Maßnahme anzutreten.

Du solltest möglichst einen Beistand (nach § 13 SGB X) als Begleitung mit zu deinen Meldeterminen nehmen ...

MfG Doppeloma
 
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