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MUSS mann ALGII beantragen

paulegon05

Elo-User*in
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Hallo

ich habe mal eine Frage MUSS mann ALG II beantragen (gibt es eine Pflicht)?
 

#HIV#

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Du musst garnix außer sterben. Wieso solltest du ALGII Beantragen müssen?
 

bla47

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Hallo

ich habe mal eine Frage MUSS mann ALG II beantragen (gibt es eine Pflicht)?
Natürlich nicht!
Alternativen: arbeitslos ohne Leistungsbezug
Vom Vermögen leben
Anderen auf Tasche liegen
Wohngeld beantragen
Aber OHNE ALG 2 bitte selbst um Krankenkasse und RV kümmern !

lass mal hören, wie du dich entscheidest.
 

elo237

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Bei mir kommt immer die Nahles am Monatsende pünktlich vorbei

bringt mir die Kohle und noch 1 kg Parma Schinken aus Parma

jaja sie ist schon eine Service Frau :icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

Texter50

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Mal ein § währe interesant
Was willst Du jetzt bitte mit nem § ? :biggrin:
Den § benötigst Du höchstens, wenn Du ALG II haben willst und das JC will es Dir nicht geben. Dann solltest Du die betreffenden § kennen.

Du darfst in Deutschland leben wie Du es willst, wenn Du es Dir leisten kannst. :icon_mrgreen:
 

biddy

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Fragst Du evtl., weil es irgendeine "Besonderheit" in Deinem Fall gibt, paulegon05?

Lebst Du vielleicht mit jemandem zusammen und nicht allein und möchtest nicht zur BG gehören bzw. mit dem Jobcenter nichts zu tun haben?

Hast Du eine andere Leistung beantragt und man verweist Dich ggf. auf Alg II?


Einen Paragraphen möchtest Du?

Mir fallen da nur § 7 SGB II ein (unter welchen Bedingungen Du also anspruchsberechtigt bist, Alg II zu beantragen und erhalten zu dürfen ... Berechtigung heißt nicht Pflicht, etwas tun zu müssen ... allerdings gehörst Du unter bestimmten Umständen mit zu einer Bedarfsgemeinschaft mit anderen, siehe § 7)

und

§ 37 SGB II, also dass die Erfordernis besteht, einen Antrag zu stellen, wenn man Alg-II-anspruchsberechtigt ist und Alg II erhalten möchte
 

Caso

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Hallo
ich habe mal eine Frage MUSS mann ALG II beantragen (gibt es eine Pflicht)?
Kurz: NEIN.
Deswegen kann es auch keinen § geben.
Aber man muß sicherstellen, daß gewisse Dinge bezahlt werden, die sonst von der AfA gezahlt wurden.
Sonst baut man Schulden auf. Oder man hat noch genügend Vermögen, dieses daraus zu bezahlen.
 

Texter50

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Kurz: NEIN.
Deswegen kann es auch keinen § geben.
Aber man muß sicherstellen, daß gewisse Dinge bezahlt werden, die sonst von der AfA gezahlt wurden.
Sonst baut man Schulden auf. Oder man hat noch genügend Vermögen, dieses daraus zu bezahlen.
Seit wann gehört ALG II zur AfA?
Wäre das nicht --- so vermute ich --- das JobCenter?
Ich mein *ja* nur mal so... :biggrin: :biggrin: :biggrin:
 

EyeODragon

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Hallo

ich habe mal eine Frage MUSS mann ALG II beantragen (gibt es eine Pflicht)?
Wenn du genug Geld hast, ohne arbeiten zu gehen, um die KV-Beiträge plus alle weiteren Kosten selber zu tragen, dann kannst du es sein lassen. Ansonsten ist es auch freiwillig, niemand kann zu Geldleistungen gezwungen werden.

Wenn das auf dich zutrifft, mit dem ausreichenden Geld, aber du trotzdem arbeiten willst, kannst du zur Agentur für Arbeit gehen und dich arbeitssuchend melden, sowie dich beraten lassen, und natürlich kannst und solltest du dann selber nach Stellen suchen.
 

franky0815

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Hallo
ich habe mal eine Frage MUSS mann ALG II beantragen (gibt es eine Pflicht)?
es gibt weder eine plicht alg II zu beantragen noch eine plicht sich arbeitslos zu melden, du bist allerdings verpflichtet dich freiwillig kranken zu versichern, tust du das nicht laufen die beitragsschulden trotzdem auf, momentan kostet die freiwillige pflichtversicherung bei der gkv knapp 160€ incl. pflegevers. ( wird jährlich angepasst )

dieser beitragssatz von 160€ gilt bis zu einem einkommen von ca. 11000€, dazu zählen sämtliche einkünfte wie kapitalerträge, mieteinnahmen, und und und, du musst der gkv deine einkünfte nachweisen, dazu haben die einen extra fragebogen, wollen aber auch nachweise sehn, ich erledige das einmal jährlich mit dem steuerbescheid.
 

Caso

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e
dieser beitragssatz von 160€ gilt bis zu einem einkommen von ca. 11000€, dazu zählen sämtliche einkünfte wie kapitalerträge, mieteinnahmen, und und und, du musst der gkv deine einkünfte nachweisen,
Bitte nochmal nachgucken.
Deine Zahlen stimmen nicht.
 

franky0815

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Bitte nochmal nachgucken.
Deine Zahlen stimmen nicht.
das einzige was bei mir anders is, ich zahle nur den ermässigten satz von 14,9%
Krankenversicherung 137,33
Pflegeversicherung 21,20
Gesamtbetrag 158,53

Mindestbemessungsgrundlage 2013 898,33 per monat, macht aufs jahr gerechnet 10779,98€ für 2014
921,67 per monat oder 11060,04€ im jahr.

http://www.ikkbb.de/fileadmin/user_upload/doc/Formulare_AG/2014_Rechengroessen.pdf

was stimmt jetzt daran nich?
 

Texter50

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Bitte nochmal nachgucken.
Deine Zahlen stimmen nicht.
Warum gibts Du ihm nicht gleich nen passenden KV-Link mit auf den Weg? Weils dann doch so in etwas stimmt?
L A N G S A M: SUCHEN LESEN DENKEN VERSTEHEN TIPPEN - weißte doch! :icon_lol:
Es geht hier im Forum nicht darum, wer die meisten Punkte gesammelt hat... :icon_knutsch:

https://www.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Versicherte/Rundum-gutversichert/Leistungen-Beitraege/Beitraege/BeitragFreiwillige/Beitr_C3_A4ge_20f_C3_BCr_20FreiwilligeCID__70816.html

Denk dran, Du liest meine Beiträge nicht und kannst nicht antworten :icon_mrgreen: :icon_mrgreen: :icon_mrgreen:
 

Caso

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ich warte immer noch auf eine antwort warum deiner meinung nach die zahlen nich stimmen?
Ja, jetzt stimmen sie. Im Beitrag 16.:icon_hug:
KV/PV monatlich mindestens 158,53 beim monatlichen Mindesteinkommen von 921,67.
Genau. Für alle GKVen.
 

franky0815

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Ja, jetzt stimmen sie. Im Beitrag 16.:icon_hug:
KV/PV monatlich mindestens 158,53 beim monatlichen Mindesteinkommen von 921,67.
Genau. Für alle GKVen.
die zahlen haben vorher auch gestimmt, ich schrieb extra ca. dazu, ausserdem sind die 921,67€ kein mindesteinkommen sondern die mindestbemessungsgrundlage für die kk, wenn du mit deinen einkünften darüber liegst zahlst du entsprechend 15,5 bzw. 14,9% von dem betrag, leider geht das umgekehrt nicht, du musst immer den betrag zahlen für die 921,67€ auch wenn du 0,00€ einkommen hast.
 

EyeODragon

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Mal ein § währe interesant
Warum fragst du eigentlich?

Ist es so, wie ich vermutet habe, dass du kein ALG beantragen musst, aber trotzdem arbeiten und dich beraten lassen möchtest, und befürchtest ohne Anspruch keine Beratung beim Jobcenter? Wo du dann eh nicht sein bräuchtest, wie schonmal erwähnt, sondern die Arbeitsagentur für dich zuständig wäre.
 
E

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Ist es so, wie ich vermutet habe, dass du kein ALG beantragen musst, aber trotzdem arbeiten und dich beraten lassen möchtest, und befürchtest ohne Anspruch keine Beratung beim Jobcenter?.
Äh, hab ich da was verpasst? Beratung beim Jobcenter? Wo??? Seit wann??? Da muss ich hin!!

Man befürchtet doch nicht, dass man da keine Beratung kriegt. Man hofft es, dass die ihre Ambitionen für sich behalten. Ich gestehe, ich werde glatt zur Tierquälerin, denn ich hoffe, dass meine ambitionierte Neuberaterin hoffentlich sich bald andere Opfer sucht, von mir aus ihren Hund, dem sie zu mehr Lebensfreude verhilft. Aber bitte, bitte, mich nicht mehr "beraten".
 

Caso

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die zahlen haben vorher auch gestimmt, ich schrieb extra ca. dazu, ausserdem sind die 921,67€ kein mindesteinkommen sondern die mindestbemessungsgrundlage für die kk, wenn du mit deinen einkünften darüber liegst zahlst du entsprechend 15,5 bzw. 14,9% von dem betrag, leider geht das umgekehrt nicht, du musst immer den betrag zahlen für die 921,67€ auch wenn du 0,00€ einkommen hast.
Wollen wir Korinthen kacken?
Man zahlt nun mal nicht 160,- für ein Einkommen von 11000,-
 

Texter50

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Wollen wir Korinthen kacken?
Man zahlt nun mal nicht 160,- für ein Einkommen von 11000,-
Ne, aber für 12 x 92x,xx zahlt man das, bezogen auf ein Jahr, was sogar ich verstanden habe. Aber: ich bezeichne mich auch nicht als Zivilisten... :biggrin:
LESEN! oder: einfach nicht schreiben, wenn der Rechner im Rechner nicht so einfach zu bedienen ist. :icon_mrgreen: :icon_mrgreen: :icon_mrgreen:
 

Caso

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Warum fragst du eigentlich?
Ist es so, wie ich vermutet habe, dass du kein ALG beantragen musst, aber trotzdem arbeiten und dich beraten lassen möchtest, und befürchtest ohne Anspruch keine Beratung beim Jobcenter? Wo du dann eh nicht sein bräuchtest, wie schonmal erwähnt, sondern die Arbeitsagentur für dich zuständig wäre.
Nein, die Arbeitsagentur ist nicht zuständig. Nicht mehr.
Der ALG-Anspruch ist zu Ende oder wurde aus irgendwelchen Gründen *beendet*. Nun ist der TE weiterhin *arbeitsuchend* bei der Arbeitsagentur gemeldet, bekommt aber keine Leistungen aus der Alo-Versicherung mehr.
Nur evtl. welche aus dem Vermittlungsbudget.
Läßt sich alles sehr komplex nachlesen unter *mehr Beiträge von @paulegon05.
(Wenns denn so stimmt).
 

desmona

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Äh, hab ich da was verpasst? Beratung beim Jobcenter? Wo??? Seit wann??? Da muss ich hin!!

Man befürchtet doch nicht, dass man da keine Beratung kriegt. Man hofft es, dass die ihre Ambitionen für sich behalten. Ich gestehe, ich werde glatt zur Tierquälerin, denn ich hoffe, dass meine ambitionierte Neuberaterin hoffentlich sich bald andere Opfer sucht, von mir aus ihren Hund, dem sie zu mehr Lebensfreude verhilft. Aber bitte, bitte, mich nicht mehr "beraten".
:icon_lol:...herrlich...:icon_mrgreen:
 

EyeODragon

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Äh, hab ich da was verpasst? Beratung beim Jobcenter? Wo??? Seit wann??? Da muss ich hin!!

Man befürchtet doch nicht, dass man da keine Beratung kriegt. Man hofft es, dass die ihre Ambitionen für sich behalten. Ich gestehe, ich werde glatt zur Tierquälerin, denn ich hoffe, dass meine ambitionierte Neuberaterin hoffentlich sich bald andere Opfer sucht, von mir aus ihren Hund, dem sie zu mehr Lebensfreude verhilft. Aber bitte, bitte, mich nicht mehr "beraten".
Meine Güte, bin nicht erst seit gestern in dem Thema drin... :icon_rolleyes:

Ich habe explizit den Threadersteller gefragt, warum er diese Frage stellt. Weil, wenn ich weiß, ich habe ausreichend Geld um mich selber zu versorgen, dann sollte es von der Logik her *klick machen, das man kein ALG Antrag stellt, vor allem ist es auch viel angenehmer.

Manager, die Millionen verdienen, arbeiten ja trotzdem so lange wie möglich weiter, obwohl sie nach einem Jahr locker aufhören könnten, und das Leben genießen können.

Ich kenne solch einen Fall, nicht als Millionär jetzt, aber, das man trotz ausreichendem Geld weiter arbeiten will, aber vielleicht nicht weiß, was und wie.

Aber das sind ja in diesem Fall nur Spekulationen, daher die Nachfrage...
 

Lecarior

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Ich widerspreche jetzt allen anderen Beiträgen: Wenn man kein ausreichendes Einkommen und Vermögen hat um seinen Lebensunterhalt sicherzustellen und die dafür notwendigen Mittel auch nicht von Dritten bekommt, dann, ja, ist man verpflichtet, existenzsichernde Sozialleistungen - etwa das ALG II - zu beantragen.

Zweck des ALG II ist es, das Existenzminimum sicherzustellen. Das BVerfG hat aus Art. 1 Abs. 1 (Menschenwürde) iVm. Art. 20 Abs. 1 GG (Sozialstaatsgebot) das Grundrecht auf Gewährleistung des menschenwürdigen Existenzminimums abgeleitet. Dazu hat das BVerfG ausgeführt:

BVerfG, Urteil vom 09.02.2010, u.a. 1 BvL 1/09, Rn. 134
Wenn einem Menschen die zur Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins notwendigen materiellen Mittel fehlen, weil er sie weder aus seiner Erwerbstätigkeit, noch aus eigenem Vermögen noch durch Zuwendungen Dritter erhalten kann, ist der Staat im Rahmen seines Auftrages zum Schutz der Menschenwürde und in Ausfüllung seines sozialstaatlichen Gestaltungsauftrages verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass die materiellen Voraussetzungen dafür dem Hilfebedürftigen zur Verfügung stehen.
Die Pflicht zum Antrag auf ALG II folgt hier der Ableitung aus der Menschenwürde. Denn da die Menschenwürde "unantastbar" ist (Art. 1 Abs. 1 Satz 1 GG), steht sie als einziges Grundrecht nicht einmal zur Disposition des Grundrechtsträgers. Entsprechend sagt das BVerfG:

BVerfG, Urteil vom 09.02.2010, u.a. 1 BvL 1/09, Rn. 133
Dieses Grundrecht aus Art. 1 Abs. 1 GG hat als Gewährleistungsrecht in seiner Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG neben dem absolut wirkenden Anspruch aus Art. 1 Abs. 1 GG auf Achtung der Würde jedes Einzelnen eigenständige Bedeutung. Es ist dem Grunde nach unverfügbar und muss eingelöst werden [...]
Diese Aussage richtet sich an die Grundrechtsträger.

Mithin gibt es verfassungsrechtlich tatsächlich eine aus Art. 1 Abs. 1 GG folgende Pflicht, notfalls ALG II zu beantragen. Aber: Die Rechtsordnung sieht keine Maßnahmen vor, diese Pflicht durchzusetzen und Verstöße zu ahnden.
 

Passant

Elo-User*in
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Zweck des ALG II ist es, das Existenzminimum sicherzustellen. Das BVerfG hat aus Art. 1 Abs. 1 (Menschenwürde) iVm. Art. 20 Abs. 1 GG (Sozialstaatsgebot) das Grundrecht auf Gewährleistung des menschenwürdigen Existenzminimums abgeleitet. Dazu hat das BVerfG ausgeführt: [...]

[...] da die Menschenwürde "unantastbar" ist (Art. 1 Abs. 1 Satz 1 GG), steht sie als einziges Grundrecht nicht einmal zur Disposition des Grundrechtsträgers. Entsprechend sagt das BVerfG: [...]

Diese Aussage richtet sich an die Grundrechtsträger.
Off topic:
Hach Mensch, in der Theorie klingt das alles so schön.
Sicherstellung des Existenzminimums, Menschenwürde, Sozialstaatsgebot.
Wenn das in der Praxis doch auch so wäre ...
 

franky0815

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wenn der staat verpflichtet ist meine menschenwürde sicherzustellen, dann soll der staat das doch machen, auch ohne antrag.

stattdessen geht man her und wickelt das über diese unsäglichen jobcenter ab, wo zu einem nicht unerheblichen teil die menschenwürde gradezu mit füssen getreten wird.
 
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