Muss man unbedingt bei dem Teilhabechancengesetz an der Betreuung teilnehmen?

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Zermürbt38

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Auch wenn der Betroffene sie nicht benötigt.?
 

KaffeTrinker

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Aktuell läuft alles auf freiwilliger Basis, wie das zukünftig gehandhabt wird ist leider ungewiss. Wird einem sowas angeboten sollte man schon einige Gegenargumente parat haben um den SB kein leichtes Spiel zu signalisieren.
 

Berenike1810

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So weit ich es weiß, JA !

Wir haben hier einen riesigen Theard zu den §§ 16i und 16e; man braucht Geduld und Spucke, um sich da durch zu lesen.

Nach meinem Kenntnisstand ist das "Intim-Coaching" Grundvoraussetzung.

Auch finde ich es unverschämt, dass:

> die Arbeitslosenversicherung nicht abgeführt wird

> sie die Leute von jetzt auf nachher wieder aus der möglichen Beschäftigung abziehen können

> sie Dich sowohl am "Arbeitsplatz" als auch zuhause besuchen möchten

> bemüht wie sie sind, bieten sie Dir gerne eine Styling-Beratung an = Klamotten in Deinem Schrank besichtigen......

> Geld für neue Klamotten haben sie keines dabei.....


Berenike
.
 
G

Gelöschtes Mitglied 54224

Gast
Hatte erst ein Gespräch, da hieß es freiwillig, aber mir wurde doch schon ein Termin für einen Arbeitgeber gegeben und einen nächsten Termin zur entsprechenden Jobcenter Mitarbeiterin.

Frage mich auch wo da die Freiwilligkeit ist, wenn ich dann doch schon ständig zum betreuen kommen soll. :mad:
 

götzb

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Ist das ein verbindlicher Termin mit Rechtsfolgebelehrung ?
Abgesehen, so lange man keinen diesbezüglichen AV unterschreibt, gibt es keine Möglichkeit dies zu erzwingen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 54224

Gast
Ist das ein verbindlicher Termin mit Rechtsfolgebelehrung ?
Abgesehen, so lange man keinen diesbezüglichen AV unterschreibt, gibt es keine Möglichkeit dies zu erzwingen.

Ja ist es, die SB machte ohne mich entscheiden zu lassen einen Termin mit einem AG, bei dem ich zum Vorstellungsgespräch kommen darf, obwohl sie zuerst sagte das ganze eine freiwillige Sache und gab mir dann noch einen nächten Termin bei ihr den ich wahr nehmen soll. Aber warum, wenn das ganze doch freiwillig ist?

Frage mich ebend, was genau denn daran freiwillig sein soll, wenn ich Pflichttermine bei ihr bekomme. Eine zuständige SB für mich gibt es ja auch noch.

Was bedeutet AV?
 

Zermürbt38

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So weit ich es weiß, JA !

Wir haben hier einen riesigen Theard zu den §§ 16i und 16e; man braucht Geduld und Spucke, um sich da durch zu lesen.

Nach meinem Kenntnisstand ist das "Intim-Coaching" Grundvoraussetzung.

Auch finde ich es unverschämt, dass:

> die Arbeitslosenversicherung nicht abgeführt wird

> sie die Leute von jetzt auf nachher wieder aus der möglichen Beschäftigung abziehen können

> sie Dich sowohl am "Arbeitsplatz" als auch zuhause besuchen möchten

> bemüht wie sie sind, bieten sie Dir gerne eine Styling-Beratung an = Klamotten in Deinem Schrank besichtigen......

> Geld für neue Klamotten haben sie keines dabei.....


Berenike
.
Denen würde ich meinen nackten Hindern zeigen. Wer in meine Wohnung bzw in das Haus meiner Eltern käme, entscheiden nicht die sondern wir bzw meine Eltern. Mit der Arbeitslosenversicherung ist mehr als eine Frechheit, denn man wird nach der Förderzeit womöglich zu 100% nie von einem Arbeitgeber kostenpflichtig übernommen. Stylingberatung das ich nicht lache. Die Nichtsnutze sollten sich lieber mal um sich selber kümmern anstatt sich ins Privatleben anderer Menschen einzumischen. Das ist ein Eingriff ins Persönlichkeitsrecht und der Würde des Menschen. Ich persönlich würde dies sofort zur Anzeige bringen. Sollten diese sich ohne Erlaubnis sogar Zutritt verschaffen, wäre sogar eine Anzeige gegen Hausfriedensbruch drinn.
 
G

Gelöschtes Mitglied 54224

Gast
Ich finde es ja schon eine Frechheit, dass ständig Förderungen abgelehnt werden, aber nun soll ein Arbeitgeber gefördert werden :mad:
 

bLum

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"Erzwungene Freiwilligkeit" ist für das JC heutzutage echt kein Widerspruch mehr.
Die damit verursachte Verwirrung halte ich als von den Verursachern durchaus gewünscht.
Wer da sitzt wie der Ochse vorm Berg und die Mundklappe wegen dem Irrsinn nicht mehr zukriegt hat leider schon verloren. :(
 

Gescheitert1524

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Mit der Arbeitslosenversicherung ist mehr als eine Frechheit,

Hierzu möchte ich im Zitat nicht kritisieren, sondern nur mal eine Überlegung zumindest für diejenigen erwerbsfähigen ALG II - Bezieher anregen , wo schon eine eigene Wohnung samt Miete mit einrechnen müssen :

Nehmen wir mal an, bei einer 16i - Massnahme kämen 1000 Euro netto pro Monat rum, die kleine Wohnung kostet monatlich 300 Euro warm und es gäbe daraus nach 12 Monaten in etwa 600 Euro ALG I für alleinstehende Singles ohne Kind.

Wo käme dann die aufstockende Differenz her, bzw. mit wie vielen Behörden müsste man sich da schon wieder gleichzeitig auseinandersetzen um auf die Summe der Mindestsicherung + KDU + Heizung + Mehraufwandsentschädigung aufstockend zu kommen ?

Das wäre unterm Strich doch einfach nur bürokratischer Overkill rein durch das derzeit bestehende System . Selbst im einfachsten Fall ( so es bei sowas eine ALG I - Anwartschaftsmöglichkeit gäbe ) müsste sich doch der Kunde gleich wieder mit zwei verschiedenen Behörden , ergo zwei Kostenstellen auseinandersetzen, um wenigstens den Mindestbedarf zu sichern.

Andererseits entstünden verwaltungstechnisch aber auch doppelte Kosten, wenn man es mit ALG I + ( nötig ) aufstockendem ALG II zu tun hätte.

Nun stelle man sich je nach Familienstand , Alter und etwaigem Nachwuchs weiter vor, wenn dann ggf. noch ein möglicher Kindergeldanspruch mit ins Spiel käme. Somit wären schon 3 Behörden mit ihren jeweils eigenen Verwaltungsapparaten und Gebührenstellungen im Spiel .

Da fällt mir doch glatt wieder ein alter ( übertriebener ) Ostfriesenwitz ein :

Wie viele Helfer braucht der friesische Bauer um eine Glühbirne auf seinem Hof zu wechseln ? Tausend . Der Bauer hält die Glühbirne fest, und die 1000 Helfer drehen den Hof um die Glühbirne herum .
 

Zermürbt38

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Ich finde es ja schon eine Frechheit, dass ständig Förderungen abgelehnt werden, aber nun soll ein Arbeitgeber gefördert werden :mad:
Ja ich kämpfte viele Jahre um eine Umschulung nichts aber nichts passierte. Lassen mich lieber in Hartz4 verrotten wie man so schön sagt. Doch bei mir geht Ausbildung vor, da ich sonst keine Berufsperspektive mehr habe. Warum? Weil sie selber sonst einen Kunden weniger hätten. Wenn sie das immer so machen würden Qualifakationskurse, Weiterbildungen etc. bezahlen würden, würden sie sich ins eigene Bein schneiden und wären eventuell selber arbeitslos!
 

franzi

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@Gescheitert1524: Das, was du hier ansprichst, ist ein sehr wichtiges Thema!! Das fiel mir gestern auch ein, nachdem ich ja nun auch an dem Programm teilnehmen soll. Dazu sollten wir vielleicht sogar einen eigenen Thread aufmachen.

Das böse Erwachen wird für viele spätestens nach Antritt der geförderten Stelle kommen!

Die Stellen nach dem Teilhabechancengesetz sind sicher nicht üppig entlohnt. Man muss für sich selbst aufkommen, KDU fallen weg.
Ich vermute, dass so mancher dabei unter das Niveau fällt, was er vorher durch Hartz IV hatte!

Es stellen sich mehrere Fragen:

- Muss/kann man dann mit ALG II aufstocken?
- Oder kann man wegen den KDU Wohngeld beantragen?
- Was ist, wenn Fahrtkosten, Kosten für Arbeitskleidung, Verpflegung etc. bei dieser Tätigkeit anfallen? Gerade Monatskarten bei der Bahn sind nicht billig

Wenn man noch sonstige Leistungen braucht, wie du sie aufgelistet hast, dann ist das ein Spießrutenlauf zu allen möglichen Ämtern und Behörden, wo man wieder Anträge stellen muss etc.

Im ersteren Falle käme man dann ja trotz gefördertem Job nicht vom Jobcenter weg, obwohl man Vollzeit arbeitet!
Und nach spätestens 5 Jahren fällt man ohnehin wieder ans Jobcenter zurück.
Das ist keine echte Eingliederung und auch keine Chance.
Und letztlich für den Staat auch keine Ersparnis. Offenbar haben die sich das nicht wirklich durchgerechnet.
 

Zermürbt38

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Die Firmen werden vom jeweiligen Arbeitsvermittler ausgewählt, der verhandelt mit den Arbeitgebern, dann erhält man beim Arbeitgeber XY einen Termin zum Vorstellungsgespräch. Bei diesem ist der Arbeitsvermittler auch anwesend (also Gespräch unter 6 Augen)!
Wie bitte? Ein Arbeitsvermittler hat bei einem Vorstellungsgespräch nichts zu suchen. Entweder er oder ich. Ich würde ihn des Raumes verweisen und dies klarstellen. Ein Vorstellungsgespräch ist was persönliches für mich und das geht den Arbeitsvermittler nichts an.
Ich kann jedem nur raten, solch eine Bevormundung nicht mit sich machen zu lassen und vorher die Reisleine zu ziehen. Es geht um den Betroffenen und nicht um den Arbeitsvermittler. Womöglich will der Nichtskönnende auch noch Provision abgreifen. Nein bei mir wäre er/sie an der falschen Adresse!

Auf gesundheitliche Probleme wird kaum bis gar nicht Rücksicht genommen

Diese in Anführungsstrichen Arbeitsvermittler, Fallmanager oder wie sie sich immer nennen wollen, gehören angezeigt! Und zwar, ohne Rücksicht auf Verluste! Da hat die Politik wieder mal was verzapft. Aber komisch das sowas unsinniges wie dieses Gesetz gleich durchgewunken wird. Wenn es aber um die Rechte des Betroffenen geht ewig lange darüber diskutiert wird.
 

Gescheitert1524

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@franzi ,

vor einigen Jahren hatte ich mal ein Angebot für eine befristete Bürgerarbeit gemäss 16e SGB II in Teilzeit um etwa 930 Euro Brutto für zwei verschiedene Möglichkeiten , bzw. Arbeitsbereiche zur freien Wahl.

Da entschied ich mich neigungstechnisch leider soweit falsch, dann ich mit meinen verfügbaren Anreisemöglichkeiten nie ganz pünktlich zur Frühschicht hätte erscheinen können. Deswegen nahm mich der Betrieb in einer Nachbarstadt letztlich nicht für dieses Programm.

Die andere 16e - Stelle war nach diesem Kommunikationsprozess leider dann nicht mehr verfügbar.

Unterm Strich hätte ich dabei nicht weniger gehabt, als mit Grusi ohne bürgerliche Betätigung, aber leider auch nicht so viel wie bei einer vorher erfolgreich abgeschlossenen AGH.( Die m.E. zu unrecht so derbe gescholtenen Arbeitsgelegenheiten zum Bürgerwohl mit 1,25 Euro /h Mehraufwandsentschädigung wohnortnah in TZ von 120h/Monat )

Seither sind einige Jahre ins Land gezogen, und die Leistungsfähigkeit gegenüber der letzten AGH ist bei weitem nicht mehr da.

Machen wir uns grundlegend hier zu AGH und Bürgerarbeit ( ohne Zwangsvormund wie in 16i ) nichts vor ...ca. 150 Euro ohne unerfüllbaren Leistungsdruck und Umwelt- / Arbeitsbedingungen als kleines Extra sind nicht vom der Kante zu weisen im Ansinnen angemessener Mithilfe statt reiner Stütze, wo es zumindest soweit ( noch ) leistungsmässig ein wenig möglich ist. ( auf freiwilliger Basis )
 
G

Gelöschtes Mitglied 31223

Gast
Nochmals, mag sein das es woanders anders läuft.

Aus meiner Gruppe bekommt eine 3xxx€ Brutto, ein anderer 2450€ Brutto. Wenn es mit den nächsten AG klappt bin ich auf 2720€ Brutto.
Also es gibt auch Fälle wo normaler Tariflohn gezahlt wird.

Man muss halt drauf schauen, was in meinen Augen wichtig ist..einen AG zu finden der Tarifgebunden ist.
 
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