Muß man sich das gefallen lassen?

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wolle49

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Ich habe mal eine frage.

Ich war heute morgen bei der Arge,wollte meinen Antrag abgeben da sagte man mir, mann
brauche jetzt von den letzten 6 Monate die Kontoauszüge und nicht mehr von den letzten 3 Monaten.Die letzten 3 monate hatte ich lückenlos bei.
Und die nahm meinen Antrag nicht an.woher soll man das auch wissen?
Muss ich mir das gefallen lassen?:frown:
 

Koelschejong

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Nein, der Antrag hätte angenommen werden müssen. Schließlich zählt da jeder Tag - Geld gibt's ab dem Datum der Antragsabgabe.
Evenuell fehlende Unterlagen können problemlos nachgereicht werden.
 

Bruno1st

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einen "lieben" Brief schrieben, fragen wieso der Antrag gestern nicht angenommen wurde - damit hast du denen einen Fall beschert - und dann sofort hinmarschieren und Antrag und Brief gegen Quittung abgeben.

Also wenn die ARGE die Auszüge der letzten 6 Monate möchte, dann haben die den vollen Überblick und können die gleich eine Bank aufmachen.
 

Rechtsverdreher

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War das ein Fortzahlungsantrag?

In diesem Fall wird das Geld lückenlos nachgezahlt auch bei verspätetem Eingang des Antrages.
 

mcbarnie

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brauche jetzt von den letzten 6 Monate die Kontoauszüge und nicht mehr von den letzten 3 Monaten.Die letzten 3 monate hatte ich lückenlos bei.
Mmh, seit wann muß man bei Folgeanträgen generell Kontoauszüge vorlegen muß? Das ist doch nur nötig wenn Änderungen eingetreten sind.

Mich haben sie auch mal bei Antragsabgabe wieder weggeschickt, weil ich das Zusatzblatt Einkommenserklärung / Selbsteinschätzung nicht ausgefüllt hatte, was beim Folgeantrag auch noch nie nötig war. Habe ich auch nicht verstanden.
 

Liebe Tweety

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Nein, der Antrag hätte angenommen werden müssen. Schließlich zählt da jeder Tag - Geld gibt's ab dem Datum der Antragsabgabe.
Evenuell fehlende Unterlagen können problemlos nachgereicht werden.
Folgeantrag heißt nich Neu also geht die Zahlung wie gehabt weiter.
Wolle morgen bzw Übermorgen gehst du wieder hin auch wenn du deine Kontoauszüge nicht mehr hast. Der Antrag muss dir abgenommen werden.
 

Arania

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Ich kenne auch schon mehrere Fälle wo die Zahlung eingestellt wurde da kein neuer Antrag vorlag
 

Nimschö

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Kann ich aus eigener erfahrung bestätigen:
Hatte damals ( in meinem unschuldigem Leichtsinn) meinen Fortzahlungsantrag in den Briefkasten der örtlichen JobAgentur geworfen. Am Monatsersten wunderte ich mich, warum kein Geld da war...
Am Infotresen kam mir dann noch der Muftie schräg, á la "Jaaaaa, klaaaaar, den haben sie eingeworfen. Das sagen sie hier alle..."
Ich hab an dem Tag da so einen Alarm gemacht, daß ich vor Ort mal eben die paar Kreuze für "Keine Änderungen" machen durfte, eine Empfangsbestätigung erhielt und 2 Tage(!!!) später die Tattas aufm Konto hatte...

@ wolle49: Fletsch die Zähne, wenn Du mit nem Antrag beim Amt stehst, dann haben die den erstmal anzunehmen udn dürfen eventuell fehlende Unterlagen brav nachfordern. Und zu dem Thema "Kontoauszüge" gibts hier Threads... Lies Dich da mal ein...
 

Liebe Tweety

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Mmh, seit wann muß man bei Folgeanträgen generell Kontoauszüge vorlegen muß? Das ist doch nur nötig wenn Änderungen eingetreten sind.

Mich haben sie auch mal bei Antragsabgabe wieder weggeschickt, weil ich das Zusatzblatt Einkommenserklärung / Selbsteinschätzung nicht ausgefüllt hatte, was beim Folgeantrag auch noch nie nötig war. Habe ich auch nicht verstanden.
Bei uns schon ein gutes Jahr, aber wir haben doch auch nichts. Die Blätter haben die angro zu liegen und solange das nicht von Andere Unterzeichnet werden muss, wie ein Arbeitgeber, kann man das gleich da unterschreiben.
 

biddy

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Erstantrag:
(3) Die Antragstellung hat konstitutive (anspruchsbegründende) Wirkung. Leistungen stehen daher auch grundsätzlich erst ab Antragstellung zu (Ausnahme siehe Rz. 37.7). Die Antragstellung wirkt – unabhängig vom Bewilligungsabschnitt - solange fort, wie die Hilfebedürftigkeit andauert.
Fortsetzungsantrag:
(6) Geht der Fortzahlungsantrag erst nach Ablauf des Bewilligungsabschnitts beim zuständigen Träger ein, ist für den Zeitraum zwischen Ablauf des Bewilligungsabschnitts und Eingang des Fortzahlungsantrags zu prüfen, ob Hilfebedürftigkeit durchgehend vorgelegen hat. Ist dies der Fall, sind wegen der Fortwirkung des Erstantrags (siehe Rz 37.3) die Leistungen nahtlos weiter zu bewilligen.
https://www.my-sozialberatung.de/files/HW 37 2007-17-04.pdf

Tja, diese blöde "Prüfung der Hilfebedürftigkeit"...
 

Liebe Tweety

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Ich kenne auch schon mehrere Fälle wo die Zahlung eingestellt wurde da kein neuer Antrag vorlag
Jo da muss man schon hinter her sein, da die Folgeanträge nur von Nürnberg verschickt werden. Am günstigsten ist gleich einen Termin besorgen, sowie er kommt, Wartezeit bei den Terminen sind gut 3 Wochen.
 

biddy

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Ich drucke mir die Fortsetzungsanträge (ohne Zusatzblätter Einkommen etc.) aus und verschicke sie per Post. Hat bisher immer geklappt; persönliches Erscheinen war bisher bei Antragstellung nicht nötig.
 

Nimschö

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Ich drucke mir die Fortsetzungsanträge (ohne Zusatzblätter Einkommen etc.) aus und verschicke sie per Post. Hat bisher immer geklappt; persönliches Erscheinen war bisher bei Antragstellung nicht nötig.
Toi, toi, toi... *auf Holz klopf*
Dann hassu bisher Schwein gehabt :icon_wink:
 

Hartzbeat

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Folgeantrag und Bestimmungen gem. §§ 41 Abs. 1 SGB II

Ein Auszug zum Thema "Folgeantrag":
Falsche Information über die Pflicht der Stellung eines Fortsetzungsantrages
Hier wird den ALG II-Antragstellern vorgegaukelt, sie bekämen ALG II nur wiederbewilligt, wenn nach Ablaufes des Bewilligungsabschnittes der Fortsetzungsantrag gestellt wurde.

Auch diese Darstellung entbehrt einer rechtlichen Grundlage. Vielmehr gilt ein einmal gestellter ALG II-Antrag so lange fort, bis der ALG II-Antragsteller durch Einkommen und Vermögen oder aus anderen Gründen kein Hilfeempfänger mehr ist.

Es besteht daher kein Erfordernis zur erneuten Antragsstellung. Die in §§ 41 Abs. 1 S. 4 und 5 SGB II vorgegebene sechs- und zwölfmonatige Frist ist eine Maßgabe des Gesetzgebers an die Behörde, für wie lange Leistungen zu bewilligen sind. Als Anspruchsvoraussetzung spricht § 37 Abs. 1 SGB II nur von einem Antrag und nicht davon, dass dieser alle sechs Monate erneut zu stellen ist.

Diese bewusste Falschinformation des Jobcenter Coburg Land (...und wie wir sehen auch viele andere...) bereitet das Feld für rechtswidrige Leistungskürzungen, falls Leistungsberechtigte es versäumen, nach Ablauf des Bewilligungszeitraums ihre Fortsetzungsanträge auf ALG II zu stellen.
(Quelle: www.tacheles-sozialhilfe.de)

Hier im Thread zeigt sich doch, dass viele ARGEn ihre eigenen Regeln machen. Persönlich hatte ich bei zwei verschiedenen ARGEn zwei verschiedene Versionen erleben können:

ARGE 1 (Sachsen) entzog mir das Geld, weil ich mein Formular nicht selbst vorher angefordert und damit keinen Folgeantrag gestellt hatte. Nürnberg hatt vergessen mir ein Formular rechtzeitig zuzusenden.

:icon_exclaim: Gegen diese ARGE ging ich mit der o.g. Rechtsaussage vor und habe rückwirkend "nahtlos" mein Geld mühelos erhalten. Wer's probieren möchte, dem wünsche ich RECHT viel Erfolg.

ARGE 2 (Niedersachsen) akzeptiert eigens ausgedruckte Folgeanträge und bearbeitet den sogar fristgemäß, wenn ich eine ausdrückliche Frist zur Rückantwort (Bewilligungsbescheid) stelle. So unterschiedlich wird das gehandhabt.​

:icon_exclaim: Dem entgegen zu wirken, damit es weder zu Leistungseinstellungen noch Behauptungen kommt, der Antrag sei nicht eingegangen, dürfte daher schwierig sein. Ganz sichere Variante sehe ich jedoch in Folgendem:
1. Formular 5 Wochen vorher selbst ausdrucken.
2. Anschreiben hinzufügen mit Fristsetzung zur Bearbeitung und Rückantwort.
3. Persönlich umgehend mit Eingangsstempel an Infothek abgeben (gerade, wenn es einmal zu Postunregelmäßigkeiten seitens der ARGE an irgendeinem Punkt gekommen ist).

:icon_exclaim: Gerade wenn man noch keinerlei Erfahrung mit seiner ARGE hat, könnte man aus anderen Threads hier im Forum mal so die Erfahrungen mit ARGEn im gesamten Bundesgebiet ansehen, damit man abzuschätzen lernt, mit welch einer Arbeitsweise man mitunter rechnen muss. Das heißt die Suchfunktion nutzen, Stichwort "ARGE und Ort" eingeben und die Beiträge dazu lesen. Das warnt einen recht gut vor...

findet Hartzbeat
 

biddy

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Toi, toi, toi... *auf Holz klopf*
Dann hassu bisher Schwein gehabt :icon_wink:
Vier Mal?? Ich denke nicht. Ohne Fristsetzung, allerdings ca. sieben Wochen vor Ende des Bewilligungsabschnitts und per Einschreiben/Rückschein.
 

Bruno1st

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Ich drucke mir die Fortsetzungsanträge (ohne Zusatzblätter Einkommen etc.) aus und verschicke sie per Post. Hat bisher immer geklappt; persönliches Erscheinen war bisher bei Antragstellung nicht nötig.
Vier Mal?? Ich denke nicht. Ohne Fristsetzung, allerdings ca. sieben Wochen vor Ende des Bewilligungsabschnitts und per Einschreiben/Rückschein.
ziwschen einem einfachen Brief wie im ersten Teil suggeriert und einem Einschreiben mit Rückschein gibt es doch einen kleinen Unterschied und das nicht nur im Preis 0,55 zu 4,40 €
 

vivavista

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Hi,

mann sollte schon selber darauf achten, ob einem rechtzeitig, mind. 6 Wochen vor Ablauf der Bewilligungszeit die Forumulare für den Folgeantrag zugesandt werden. Spätestens 4 Wochen vor Bewilligungsende sollte man selber nachfassen, falls man nichts gehört hat und man sollte auch möglichst 4 Wochen vorher den Folgeantrag einreichen.

Ich hatte den immer persönlich an der Theke abgegeben, vorher haber davon eine Kopie gemacht, auf die ich mir den Eingangsstempel der Arge aufdrücken ließ. Das ist der beste und sicherste Zugangsnachweis.

Leute, meine langjährige Berufserfahrung hatte mir gezagt, dass man, wenn man es mit grösseren Behörden und Firmen zu tun hat, wichtige Post narrensicher den richtigen Empfängern zuleiten muss. Keine Anlagen mit Büroklammern beifügen , sondern antackern.

Bei so grossen Behörden aber auch Firmen sitzen oft minder bedarfte Leute auf den Poststellen und da geht oft mal was durcheinander oder gar verloren, insb. was sich später nicht mehr eindeutig zuordnen läßt.

Weil zu faul zum suchen, landet das eine oder andere dann gleich im Papierkorb.

Darf nicht sein, ist aber menschliche Realität, zumal die Ausführenden mit den Vorgängen nichts am Hut haben und Faulheit uns in grossen Verwaltungsapperaten oft begegnet.

Und da die pünktliche Fortzahlung des Geldes überlebenswichtig ist, sollte man im eigenen Interesse die Formalitäten rechtzeitig und narrensicher erledigen.

Gruß
D.R.
 

biddy

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ziwschen einem einfachen Brief wie im ersten Teil suggeriert und einem Einschreiben mit Rückschein gibt es doch einen kleinen Unterschied und das nicht nur im Preis 0,55 zu 4,40 €
Bruno, nun werd' bitte nicht pingelig, per Post ist für mich per Post und da gibt es so einige Versendearten. Auch habe ich in keiner Weise etwas "suggeriert". :icon_wink:

Wenn Du es genau wissen möchtest: 3 x Brief einfach, 1 x Einschreiben Rückschein war's. Inzwischen bin ich zu Einschreiben einfach übergegangen.

4,40€ unterschreiten übrigens meine Anfahrtskosten per Straßenbahn.
 
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