Muss man sich auf Vermittlungsvorschläge mit Rechtsfolgenbelehrung bewerben, wenn die Firma unter aller Sau ist?

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Senseo

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Habe gestern wieder ein paar Vermittlungsvorschläge geschickt bekommen, darunter ist eine Firma die scheint unter aller Sau zu sein.
Die Firma heißt Delta-ProM und hat über 30 Google Rezensionen und eine Bewertung von 1,3 Sternen.
Überwiegend wird sich beschwert das der Lohn nicht ausgezahlt wird.
Muss ich mich auf so eine Stelle bewerben oder kann ich auf das Antwortbogen rein schreiben, nicht beworben / vorgestellt weil siehe Google Rezensionen?
 

Holler2008

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Das würde ich anders abwehren. erstmal würde ich in den Paragraphen schauen, der bestimmt, welche Arbeit unzumutbar ist (sorry, hab den nicht zur Hand).
Greift daraus nichts, bewerbe ich mich normal und spreche die Rezensionen im eventuellen Vorstellungsgespräch an, dann hat der Arbeitgeber sicher keinen Bock mehr auf mich.
 

abcabc

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Wenn der VV mit RFB war, müsstest du dich bewerben um eine Sanktion zu vermeiden. Durch den VV bekommt die ZAF ein Verpetzformular und bei so einem Saustall ist es recht wahrscheinlich, dass die es dem JC petzen werden, wenn du dich nicht bewirbst...
Google Rezensionen zählen nicht. Ansonsten würden Elos einfach alle Sklaventreiber/ZAFFEN mit hunderten bis tausenden Negativbewertungen binnen weniger Tage versehen und schon gäbe es keine Sklaverei mehr in Deutschland...

Du kannst aber einfach im Briefumschlag, für 80 Cent Port, gefaltet Anschreiben und Lebenslauf schicken (ohne Anhänge). Und natürlich keine Mailadresse und keine Telefonnummer angeben, natürlich auch kein Foto und das Anschreiben nur 0815 (nicht an die Firma angepasst).
Falls man dir dann wirklich eine Einladung per Post schickt, kann es passieren, dass diese Einladung nie bei dir ankommt (oder im Papierkorb landet) - sofern du um jeden Preis ein Vorstellungsgespräch vermeiden möchtest....
 

ZynHH

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nicht beworben / vorgestellt weil siehe Google Rezensionen?
Das würde ich lassen. Wenn du etwas belegbares hättest, aber aufgrund von irgendwelchen Rezensionen?
Sonst glaubt doch auch keiner den gekauften Rezensionen, aber in diesem Fall ja?

Ne, da musst du schon was handfestes aus erster Hand, sprich selbst erlebt haben.
 

Senseo

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Du kannst aber einfach im Briefumschlag, für 80 Cent Port, gefaltet Anschreiben und Lebenslauf schicken (ohne Anhänge). Und natürlich keine Mailadresse und keine Telefonnummer angeben, natürlich auch kein Foto und das Anschreiben nur 0815 (nicht an die Firma angepasst).
Falls man dir dann wirklich eine Einladung per Post schickt, kann es passieren, dass diese Einladung nie bei dir ankommt (oder im Papierkorb landet) - sofern du um jeden Preis ein Vorstellungsgespräch vermeiden möchtest....

Die Idee hört sich gut an und werde dies auch in die Tat umsetzen. Danke.
Nur die Sache mit dem Briefumschlag, würde ich mir da nicht selbst ein Bein stellen damit?
Wenn die jetzt so dreist wären und das dem JC mitteilen, das ich die Bewerbung in einem Briefumschlag geschickt habe, droht mir doch eine Sanktion wegen falsch Bewerben?
 

abcabc

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Ich kenne kein Gesetz, nach dem es sanktionierbar ist, eine schriftliche Bewerbung gefaltet in einem Briefumschlag zu verschicken. Oder hast du eine EGV unterschrieben, in der steht, dass du mit Mappe verschicken musst?

Wenn es dich beruhigt, nimm einfach eine gebrauchte Mappe, die schon bei ein paar Firmen war (aber auch keine total abgewrackte) und pack die 2 Blätter da rein. Dann freut der Personaler sich über eine vernünftige Bewerbung, bis er die Mappe aufklappt. :LOL:
 
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lino

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Ich kenne kein Gesetz, nach dem es sanktionierbar ist, eine schriftliche Bewerbung gefaltet in einem Briefumschlag zu verschicken. Oder hast du eine EGV unterschrieben, in der steht, dass du mit Mappe verschicken musst?
Das ist noch viel simpler: Es gibt kein Gesetz, wo drinsteht, wie eine Bewerbung auszusehen hat.
Als ganz normales Geschäftsschreiben aufsetzen-Fertig aus.
 

Senseo

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Also die Firma hat mich heute angerufen obwohl ich keine Telefonnummer hinterlassen hatte?
Ich gehe jetzt mal Stark davon aus das die meine Nummer beim Jobcenter erfragt haben.
Dürfen die das? Und muss ich dran gehen wenn diese Firma anruft oder droht mir eine Sanktion weil ich nicht dran gegangen bin?
 

Rimini57

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Wenn der VV mit RFB war, müsstest du dich bewerben um eine Sanktion zu vermeiden. Durch den VV bekommt die ZAF ein Verpetzformular und bei so einem Saustall ist es recht wahrscheinlich, dass die es dem JC petzen werden, wenn du dich nicht bewirbst....

Du kannst aber einfach im Briefumschlag, für 80 Cent Port, gefaltet Anschreiben und Lebenslauf schicken (ohne Anhänge). Und natürlich keine Mailadresse und keine Telefonnummer angeben, natürlich auch kein Foto und das Anschreiben nur 0815 (nicht an die Firma angepasst).
Falls man dir dann wirklich eine Einladung per Post schickt, kann es passieren, dass diese Einladung nie bei dir ankommt (oder im Papierkorb landet) - sofern du um jeden Preis ein Vorstellungsgespräch vermeiden möchtest....
Genau so habe ich mich beworben, wenn ich mich wegen RFB bewerben sollte und ich nicht dahin wollte

Also die Firma hat mich heute angerufen obwohl ich keine Telefonnummer hinterlassen hatte?
Ich gehe jetzt mal Stark davon aus das die meine Nummer beim Jobcenter erfragt haben.
Dürfen die das? Und muss ich dran gehen wenn diese Firma anruft oder droht mir eine Sanktion weil ich nicht dran gegangen bin?
Niemand ist verpflichtet ans Telefon zu gehen, nur weil es mal klingelt. Ich würde dem JC verbieten deine Daten an Dritte weiterzugeben.

Schau mal: Antrag auf Löschung bereits erhobener, aber nicht erforderlicher Daten gemäß § 84 Abs. 2 SGB X
 
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Merse

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Ich gehe jetzt mal Stark davon aus das die meine Nummer beim Jobcenter erfragt haben.
Muss nicht sein, eine ZAF hat mal solange Leute mit meinem Nachnamen angerufen, bis sie an jemanden gelangt sind, der ihnen meine Nummer gegeben hat.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Herkunft der über dich gespeicherten Daten auf Anfrage zu nennen. Ich denke nicht, dass man eine Negativbewerbung daraus konstruieren kann, wenn du ihn zur Auskunft aufforderst, woher er Daten über dich hat, welche du niemals angegeben hast. Trotzdem macht man sich durch so eine Anfrage sicher sehr "beliebt".
 
E

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Gast
Und muss ich dran gehen wenn diese Firma anruft oder droht mir eine Sanktion weil ich nicht dran gegangen bin?
Mach dir doch das Leben nicht so schwer. Niemand muss 24 Stunden zu Hause sitzen, damit er rangehen kann, falls mal jemand anrufen sollte. Man muss ja auch mal einkaufen, in den Keller, den Müll rausbringen, unter die Dusche, auf Klo oder sonstwas.
 

JobcenterAffe

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Was mich bei dem oben genannten Musterschreiben zur Löschung von eMail-Adresse und Telefonnummer etwas verwirrt, ist folgender Absatz:

Ich beantrage hiermit gemäß § 84 Abs. 2 SGB X die Löschung meiner in den beanstandeten Punkten aufgrund der Verwendung des von Ihnen zugesandten Fragebogens bereits gemachten Angaben.
Worauf bezieht sich die Sache mit dem "Fragebogen"? - Das passt doch irgendwie nicht, wenn man das Schreiben von sich aus ans Jobcenter schickt.
 

akaKnut

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Worauf bezieht sich die Sache mit dem "Fragebogen"?

Das bedeutet nach meinem Verständnis, dass man das JC auffordert, nur die nicht notwendigen Daten zu löschen, die unter Verwendung des Fragebogens erhoben wurden.

Das Problem bei solchen aufgeblasenen Vorlagen ist, dass man an Schlauberger geraten kann, die das wörtlich nehmen. In diesem Fall löschen die brav alles, was im Fragebogen erhoben wurde und lassen alles andere in der Akte, was auf sonstigen Wegen da hinein gekommen ist, persönliche Gespräche, Anrufe, Mails etc.

Besser wäre da wohl die eher allgemein gehaltene Aufforderung, die Daten, die erhoben wurden, aber für die im Gesetz erlaubten und vorgesehenen Zwecke nicht erforderlich sind, zu löschen. Kann man bequem in einen Satz formulieren und lässt keinen Raum für Tricksereien.
 
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JobcenterAffe

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Also, ich weiß nicht, ob ich je solch einen "Fragebogen" ausgefüllt habe. Trotz allem hat das JC noch meine Telefonnummer - trotz Löschungsantrag. Als ich vor ca. 6 Monaten mal von einem Sachbearbeiter unter der Nummer angerufen wurde, wollte ich wissen, woher er denn meine Nummer hätte. Er sagte daraufhin, daß in den "alten" Akten (bei meinem 1. Antrag auf ALG-2 vor 6 Jahren) diese noch hinterlegt war, und diese nicht hätten gelöscht werden müssen. Genau verstanden habe ich das nicht, weil ich das Gespräch dann beendet habe mit der Forderung, mich nur noch schriftlich zu kontaktieren. Danach sendete ich auch sicherheitshalber nochmal ein FAX mit der Bitte um Löschung von eMail und Telefonnummer. Bestätigung kam keine. Ich hab's dann auf sich beruhen lassen, weil bis jetzt nix mehr kam.

Aber nun steht es wieder im Raum, weil ich ja ein Schreiben erhielt, wo man mich diese Woche anrufen will zu einem "Beratungsgespräch". Somit ist die Nummer wohl immer noch in deren System. Ich weiß nicht, was denen so einfällt. Vermutlich muß man wirklich erst mit dem Datenschutzbeauftragten kommen, damit da was passiert.
 

abcabc

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Aber jetzt steht es wieder im Raum, weil ich ja ein Schreiben erhielt, wo man mich diese Woche anrufen will zu einem "Beratungsgespräch". Somit ist die Nummer wohl immer noch nicht gelöscht.
Wenn du wirklich einen Anruf bekommst, könntest du dich mal an den Bundesdatenschutzbeauftragten (echtes JC) oder Landesdatenschutzbeauftragten (Optionskommune) wenden. Würde mich wundern, wenn danach die SBs nochmal den Mut hätten dich anzurufen. ;)
 

akaKnut

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Somit ist die Nummer wohl immer noch in deren System.

Offensichtlich ist eine Beschwerde beim zuständigen Datenschutzbeauftragten notwendig. Man sollte darin zwar nicht zu emotional werden, aber seinem Unverständnis, dass trotz mehrfacher Aufforderung offenbar keine Löschung stattfand, durchaus Ausdruck verleihen ;)
 

JobcenterAffe

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Hier nochmal für Interessierte ein überarbeitetes MUSTER für die Beantragung der Löschung von eMail und Telefonnummer:

Absender:
Frank Müller
Schillerstr. 8
99888 Z-Stadt

An das
Jobcenter X-Stadt
Goethestr. 4
99999 Y-Stadt


Betreff:
Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
hier: Antrag auf Löschung meiner bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten (§ 84 Abs. 2 SGB X)

Kundennummer: XXXXXXX


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beantrage hiermit gemäß § 84 Abs. 2 SGB X die Löschung meiner nicht zur Erfüllung Ihrer Aufgaben erforderlichen Kontaktdaten wie Telefonnummer und eMail-Adresse. Die Erhebung verstößt gegen mein Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Um die Datenlöschung überprüfen zu können, beantrage ich einen entsprechenden Nachweis. Bitte senden Sie mir diesen bis zum <in 3 Wochen> zu.


Mit freundlichen Grüßen

(Frank Müller)

Edit:
Nochmals umformuliert.

Auf die Begründung wäre ich gespannt gewesen.
Ich glaube das war damals im Zusammenhang mit einer Nebenkostenabrechnung, wie er sagte, daß da die Daten draufstanden. - Naja, egal...
 
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