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Muß man Schuldanerkenntnis unterschreiben ??

OliveroCalimero

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#1
Hab ca. 5000€ Schulden bei einer Bank.

der Anwalt von denen hat mir jetzt geschrieben , dass ich das beigefügte Schuldanerkenntnis bei einem Notar unterschreiben soll.

Was haltet ihr davon ? Ist das sinnvoll? habe schon vor 1 Jahr eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben und war auch bei der Schuldnerberatung . Mein Girokonto ist ein P-Konto. bekomme ALG2. Das hatte ich dem Herrn Anwalt bereits mitgeteilt, bekomme aber immer wieder von dem Post ...


Was kostet das bei dem Notar, wenn ich das unterschreibe??

Danke !
 

DeluxeAssi

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#2
Ich kenne mich damit nicht so wirklich aus, aber ich würde das nicht unterschreiben. Ich denke das hat was mit der Vollstreckung und der Frist zu tun.

Du schreibst Du bist bei der Schuldnerberatung, was sagen die denn dazu?

Sofern die ihre Kosten festsetzen lassen wollen, können die das auf dem normalen Wege auch tun. Also Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid etc.

Ein Schuldanerkenntnis würde ich persönlich Nie unterschreiben. Das ist meines Wissens dann 30 Jahre vollstreckbar.

Aber ich denke hier werden sich noch die Experten melden
 

OliveroCalimero

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#3
Das war gestern im Briefkasten. War deswegen noch nicht bei meiner Schuldnerberaterin .

Aber die hauen da ja Zinsen etc. drauf, das ist ja schon eine
Unverschämheit .:eek:
 

DeluxeAssi

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#4
Das war gestern im Briefkasten. War deswegen noch nicht bei meiner Schuldnerberaterin .

Aber die hauen da ja Zinsen etc. drauf, das ist ja schon eine
Unverschämheit .:eek:
Eben drum es geht um die Höhe der Forderung und sofern Du das unterschrieben hast, kannst Du nichtmehr zurück , dann stehst für diese Summe gerade.Sofern das dein einziger Gläubiger ist, könnte man mal zusehen was auszuhandeln. 1/3 der Schuld und dann ist gut , unter deinen Voraussetzungen gar nicht abwägig, dass die sich drauf einlassen

Das Geld müsstest Dir dann irgendwo bei Freunden oder Familie versuchen zu leihen und da in Raten abzuzahlen. Aber bei der Summe wäre das überschaubar und Du wärst raus aus den Schulden. Spreche das mal bei deiner Schuldnerberaterin an, sofern Du meinst irgendwie eine Summe aufbringen zu können, wie auch immer .
 
E

ExitUser

Gast
#5
Das Problem ist, wenn du die Anerkennung nicht unterschreibt, wird die Bank die Forderung mittels Mahn und Vollstreckungsbescheid titulieren lassen, die Kosten dafür müsstest du auch übernehmen.
Bei einen Mahnbescheid wird auch verzinst uns zwar 5 Prozentpunkte über den Basiszins.
 

OliveroCalimero

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#6
Ich werde das mal von der Schuldnerberatung prüfen lassen.

Allerdings habe ich doch schon die EV abgegeben beim Obergerichtsvollzieher :confused:

Habe noch 4 andere Gläubiger. Zusammen sind das so um die 10.000€ Schulden . Leihen von der Familie oder von Bekannten kann ich mir nichts
 

Sprotte

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#7
Ich denke das hat was mit der Vollstreckung und der Frist zu tun.
Du denkst richtig...... :icon_smile:
Eine Schuldanerkennung hat für die Bank den Vorteil,das sie einen weiteren Anspruchsgrund erhält.Sie kann dann gerichtlich gegen den Gläubiger vorgehen ohne beweisen zu müssen ob und in welcher Höhe der Anspruch berechtigt ist.Das wäre das Eine......

....das Andere.......der Vorteil für den Schuldner wäre,wenn die Kosten unstrittig sind,das die Klageerhebung durch die Bank entfällt und damit auch die weiteren Kosten,die das natürlich beinhaltet.

Allerdings :

Ich vermute,weil es sich um ein "notarielles" handelt,das dort drin auch eine Unterwerfungserklärung in die sofortige Zwangsvollstreckung enthalten sein könnte.Eine solche Erklärung würde einen Vollstreckungstitel darstellen,d.h. die Bank könnte allein aus dieser Urkunde die Zwangsvollstreckung betreiben.


:icon_kinn: ...Schuldnerberatung aufsuchen,nichts ohne Beratung unterschreiben (eventuell eigenen Anwalt?),wäre mein Rat.
 

OliveroCalimero

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#10
keine Ahnung, danach habe ich noch nicht gefragt. Aber ne andere Möglichkeit sehe ich eigentlich auch nicht mehr. Ohne Berufsausbildung ( abgebr.Studium ) bekomme ich doch sowieso keinen Job mehr , der mehr als 1000€ bringt
 

Fairina

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#11
Wenn du das Dingen unterschreibst, bist du Freiwild für die Bank und hast keine rechtlichen Möglichkeiten das je zu stoppen. Also lass es.

Ordne deine Unterlagen, lass dir einen Termin bei der Schuldnerberatung geben und geh in die Insolvenz.
 

OliveroCalimero

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#12
o.k Danke. Wie läuft das ungefähr ab bei der Privatinso ?

Ich hab gehört , danach hat man dann wieder 2000 - 3000€ KosTen am Hals ( Gerichtskosten )
 

ThisIsTheEnd

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#13
Ein Schuldanerkenntnis würde ich persönlich Nie unterschreiben. Das ist meines Wissens dann 30 Jahre vollstreckbar.
So wie jede titulierte Geldforderung.

Ist das eine Kontoüberziehung oder ein Darlehen? Ist der Kredit schon seitens der Bank gekündigt?
 

Sprotte

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#14
o.k Danke. Wie läuft das ungefähr ab bei der Privatinso ?

Ich hab gehört , danach hat man dann wieder 2000 - 3000€ KosTen am Hals ( Gerichtskosten )
Die Dir auf Antrag erlassen werden können.....

Lass Dich von der Schuldnerberatung beraten.Nach Eröffnung dann vom Insolvenzverwalter.
 

DeluxeAssi

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#16
Wenn kenne Mittel für einen Vergleich aufzubringen sind, würde ich auch die Privatinsolvenz empfehlen. So schlimm ist das gar nicht. Eine Bekannte erzählte mir, dass Sie am Tag der Eröffnung plötzlich bereit war und seither geht es bergauf mit ihr.
 

OliveroCalimero

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#17
was meinst Du mit " Bereit war " ??

ich habe gehört, dass man sich auch in der Inso noch auf einen Vergleich einigen kann.

Sollte dieses Privatinsolvenzverfahren nicht mal verkürzt werden . Das hatte doch mal die Leutheusser-Schnarrenberger angekündigt .

Vielleicht sollte man noch warten mit so einer Insolvenz.
 
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#18
Soweit ich weiß dauert privat Insolvenz 7 Jahre und zwischendrin gibts glaub ich mal so art Gütetermine wo Gläubiger sich auf nen Vergleich einlassen oder den Schuldbetrag ggf ganz erlassen. Aber wenn du ALG 2 hast bringen dir so vergleiche auch nix. Sind meistens eben so 1/3 und das wirst du wahrscheinlich auch nicht zahlen können. Einfacher wäre es wenn du Gehalt hättest bzw noch eine gewisse Liquidität besitzen würdest. Ne bekannte von mir hat ihre schulden irgendwie verteilt. Einen kompletten Kredit aufgenommen, alle Gläubiger bezahlt und zahlt halt jetzt eben den Kredit mit 500 euro Monatlich bei der Bank ab. Scheint bei der irgendwie zu gehen aber keine Bank gibt nem ALG 2 empfänger nen Kredit über 10.000 weil du die raten + Zinsen gar nicht tilgen könntest. ist echt komplizert. würde das morgen mit der schuldnerberatung klären.
 
E

ExitUser

Gast
#19
o.k Danke. Wie läuft das ungefähr ab bei der Privatinso ?

Ich hab gehört , danach hat man dann wieder 2000 - 3000€ KosTen am Hals ( Gerichtskosten )
Privatinsolvenz läuft ungefähr so ab:
du machst dir eine Excel-Liste mit deinen Schulden, die folgendes beinhalten sollte:
Name und Anschrift des Gläubigers, Aktenzeichen, zuletzt bekannter Ansprechpartner, zuletzt bekannter Schuldenstand.
Zu jedem Gläubiger den Schriftverkehr kopieren und nach Gläubiger sortieren und abheften.
Damit trabst du zu einer Schuldnerberatung (Termine können bis zu drei Monate dauern).
Der Schuldnerberater schreibt die Gläubiger an, um einen EInigungsversuch zu erlangen. Dieser wird in der Regel scheitern. Dieses Scheitern wird vom Schuldnerberater dokumentiert und wird dann als gescheiterter Einigungsversuch beim Insolvenzgericht zum Antrag dazugelegt.
Der Schuldnerberater macht dann einen Tilgungsplan/ bzw Vorschlag, der ebenfalls Teil des Inso-Antrags ist.
Der Antrag wird dann bei Gericht gestellt. Gleichzeitig stellst du einen Antrag auf Restschuldbefreiung. Auch die Verfahrenskosten werden auf Antrag gestundet.
Nach Prüfung des Antrags wird das Gericht dir einen Insolvenzverwalter an die Seite stellen, der für die Dauer der Wohlverhaltensphase (6 Jahre) deine Ausgaben mehr oder weniger überwacht. Da darfst du keine Schulden machen, keine Zahlungseingänge verschweigen, da sonst das Insolvenzverfahren widerrufen wird. Am Ende bist du dann Schulden frei.

Dass du dann 2-3000 € selber zahlen sollst....böses Gerücht... allerdings versuchen einige arschige Insolvenzverwalter zuerst einmal alles Verwertbare zu veräußern, um seine eigenen Kosten zu befriedigen. Manchmal sollen einige schwarze Schafe sogar monatliche Gebühren von ihren Schützlingen verlangen....
Aber mach erst mal Termin bei Schuldnerberatung. Und reagiere nicht mehr auf Anwaltsschreiben...erst recht nichts unterschreiben, denn damit verzichtest du auf dein Recht auf den pfändungsfreien Betrag nach § 850 ZPO.
PS: Während des Verfahrens ist es den Gläubigern verboten Zwangsmaßnahmen wie Pfäbdungen vorzunehmen...

Passieren kann dir nicht viel, weil den Schuldenturm gibt es nicht mehr und die EV hast du auch abgegeben. Somit ist dein pfändungsfreier Betrag unantastbar (ausser du unterschreibst irgendeinen Blödsinn)
 

Inkasso

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#20
Wäre evtl sogar günstiger für beide Seiten
Vermutlich hat man sich aufgrund des schlechten Scores zu diesem Vorgehen entschlossen - Das Titulieren vor Gericht verusacht für die gegenseite höhere und evtl uneinbringbare Kosten
Die Notar Kosten werden von der Gegenseite bezahlt ?
Welche Positionen sind im Anerkenntnis aufgelistet ?

War im Vorfeld ein Inkassobüro zwischengeschoben ?
 

DeluxeAssi

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#21
Wäre evtl sogar günstiger für beide Seiten
Vermutlich hat man sich aufgrund des schlechten Scores zu diesem Vorgehen entschlossen - Das Titulieren vor Gericht verusacht für die gegenseite höhere und evtl uneinbringbare Kosten
Die Notar Kosten werden von der Gegenseite bezahlt ?
Welche Positionen sind im Anerkenntnis aufgelistet ?

War im Vorfeld ein Inkassobüro zwischengeschoben ?
Aber lohnt sich das generell, wenn man eine Privatinsolvenz ins Auge fast? Dann erübrigt sich das sowieso.

Ich würde empfehlen, dass mal alles mit dem Schuldnerberater zu besprechen auch im Hinblick auf eine PI
 

OliveroCalimero

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#22
Wäre evtl sogar günstiger für beide Seiten
Vermutlich hat man sich aufgrund des schlechten Scores zu diesem Vorgehen entschlossen - Das Titulieren vor Gericht verusacht für die gegenseite höhere und evtl uneinbringbare Kosten
Die Notar Kosten werden von der Gegenseite bezahlt ?
Welche Positionen sind im Anerkenntnis aufgelistet ?

War im Vorfeld ein Inkassobüro zwischengeschoben ?
habe mir den Brief nochmal durchgelesen. Die Kosten in Höhe von 50€ werden vorab übernommen. Ich soll zu einem Notar meiner Wahl gehen.

Dieses Schuldanerkenntnis besteht nur aus der Höhe der Verbindlichkeiten + Zinsen, Adresse des Gläubigers, mein Adresse ,und am Ende steht, dass ich mich damit der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwerfe .

Ein Inkasso-Büro ist nicht zwischengeschoben
 

Fairina

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#23
Bezüglich eines Insolvenzverfahrens suche bitte das Forum Schuldnerberatung auf. Da findest du alles Wissenswerte und hast zudem Fachleute dort, die als Schuldnerberater und/oder Treuhänder/Insolvenzverwalter tätig sind.
 

Sprotte

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#24
Dieses Schuldanerkenntnis besteht nur aus der Höhe der Verbindlichkeiten + Zinsen, Adresse des Gläubigers, mein Adresse ,und am Ende steht, dass ich mich damit der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwerfe .
Hab ich's mir doch gedacht.Hab den Gerichtsvollzieher schon klingeln gehört..... :icon_pfeiff:

Überlege Dir ernsthaft,ob Du nicht doch die Insolvenz anstreben solltest.Den weiteren Schriftverkehr übernimmt dann die Schuldnerberatung,die auch die Inso vorbereitet.

Eine andere Sache wäre da noch :

Solltest Du in Betracht ziehen,wegen eventuell strittiger Zinsen,Gebühren die Sache von einem Gericht klären zu lassen,d.h. wenn Post vom Gericht kommt und Du dann in Teilen widersprichst,kann folgendes passieren : Die Schuldnerberatung wird Deine Sache zurück stellen bis gerichtlich die Sachlage geklärt ist.
Der Gläubiger hat dafür allerdings ellenlange Zeit,er muß in diesem Fall keine Fristen beachten,er kann also sofort tätig werden oder in X-Jahren......es sei denn Du strengst eine gerichtliche Klärung an,die natürlich für Dich mit weiteren Kosten verbunden ist.
Bereitet die Schuldnerberatung die Insolvenz trotzdem vor,wird diese Geschichte ausgeklammert......und Du hast das trotz durchgeführter Inso an der Backe mit sämtlichen Folgen,bist also am Ende nicht "Schuldenfrei" .
 

Fairina

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#25
Sprotte, das stimmt nicht. Bis zu einer Klärung würde das Insolvenzverfahren offen bleiben.
 

Sprotte

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#26
Sprotte, das stimmt nicht. Bis zu einer Klärung würde das Insolvenzverfahren offen bleiben.
Nur,wenn die Sache bereits vor Gericht ist,weil Du widersprochen hast und weil der Gläubiger das Verfahren beantragt hat....hast Du widersprochen und reagiert der Gläubiger nicht,kannst Du die Sache ausklammern,weil Du sonst ungebührlich (im schlimmsten Fall über Jahre,für den Gläubiger gibt es keine Frist) benachteiligt bist.Der Nachteil ist,das Du diese Schulden behälst.
 

Fairina

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#27
Nöh das stimmt nicht. Auch seine Schulden bestehen wie alle anderen noch, können jedoch nicht mehr eingetrieben werden. Sprich die RSB gilt auch für diesen Gläubiger.
 

MarcoS

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#28
Ich erlaube mir mal den einen oder anderen Punkt aufzugreifen:
Nach Prüfung des Antrags wird das Gericht dir einen Insolvenzverwalter an die Seite stellen, der für die Dauer der Wohlverhaltensphase (6 Jahre) deine Ausgaben mehr oder weniger überwacht.
Der Insolvenzverwalter heisst bei Privatinsolvenz Treuhänder, ab Verfahrenseröffnung (Eröffnungsbeschluss des Gerichts, ist nicht gleichzusetzen mit dem Tag der Antragsstellung) sind für die Dauer von sechs Jahren alle pfändbaren Einkünfte an den vom Gericht bestimmten Treuhänder abzuführen. Wohlverhaltensphase (ein rechtlich bedeutender Unterschied zur Laufzeit des eigentlichen Insolvenzverfahrens was die Versagung angeht) ist die Zeit ab Aufhebung des eigentlichen Insolvenzverfahrens bis zum Ablauf vorgenannter sechs Jahre..
Da darfst du keine Schulden machen, keine Zahlungseingänge verschweigen, da sonst das Insolvenzverfahren widerrufen wird.
Natürlich darf man neue Schulden machen, diese sind bloß nicht von einer Restschuldbefreiung erfasst. Man sollte aber tunlichst keine Kredite o.ä. aufnehmen ohne schriftlich zu fixieren das man in der Insolvenz ist sonst hat man schnell einen Betrug am Allerwertesten.
Am Ende bist du dann Schulden frei.
Die Schulden bleiben, können bloß nicht mehr beigetrieben werden. Es steht dem Schuldner nach dem gesamten Verfahren (Erteilung der Restschuldbefreiung) frei die Schulden zu begleichen. Nur eine rechtliche Pflicht gibt es dann nicht mehr. Es gibt ein paar besondere Forderungen die davon ausgenommen sind, etwa Deliktforderungen und die Verfahrenskosten.
Dass du dann 2-3000 € selber zahlen sollst....böses Gerücht... allerdings versuchen einige arschige Insolvenzverwalter zuerst einmal alles Verwertbare zu veräußern, um seine eigenen Kosten zu befriedigen. Manchmal sollen einige schwarze Schafe sogar monatliche Gebühren von ihren Schützlingen verlangen....
Treuhänder sind daran gehalten ähnlich wie ein Gerichtsvollzieher alle geldwerten Vermögenswerte zu Geld zu machen. Jeder Treuhänder hat da durchaus seine (im begrenzten Maße) eigene Messlatte. Wenn der Schützling den Treuhänder nicht bezahlen kann wird er (auf Antrag) aus der Landeskasse bezahlt sodass ich keinen Grund sehe warum eine Ratenzahlung (aus Treuhändersicht) aus Kostendeckungsgründen Sinn machen sollte.
Die Kosten des Verfahrens können gestundet werden. Alles was der Treuhänder zur Masse gezogen hat wird erst einmal zur Kostendeckung verwendet. Was an nicht gedeckten Kosten übrig bleibt zahlt der Schuldner weitere vier Jahre lang (Jahr 7-10) ab. Der Rest wird (auf Antrag glaube ich) dem Schuldner erlassen.
Passieren kann dir nicht viel, weil den Schuldenturm gibt es nicht mehr und die EV hast du auch abgegeben.
Was aber nicht heissen sollte das man unvorbereitet und auf gut Glück irgendwelche Dinge unternehmen sollte. Vorbereiten und Abwägen ist m.E. das A und O wenn man über eine Insolvenz nachdenkt. Eine Insolvenz ist m.E. ein Neuanfang und kein Spaziergang wie er von vielen, dazu gehört auch der ein oder andere Schuldnerberater, zu gerne dargestellt wird. Getreu dem Motto "Dann machen sie eben Insolvenz" ... Es ist kein Vorwurf aber es passt doch zur "Geiz ist Geil"-Mentalität.
Somit ist dein pfändungsfreier Betrag unantastbar (ausser du unterschreibst irgendeinen Blödsinn)
Alles was vom Gläubiger kommt hat in der Regel den Sinn seine Position zu verbessern und sollte mit kritischen Augen gelesen werden.

Noch ein Tip am Rande: Wer ernsthaft über solche Dinge nachdenkt hat eigentlich schon genug Schulden und sollte auf die "Wunderheiler" a la "professionelle Schuldenberater" verzichten. Entweder zum Rechtsanwalt (den man u.U. selber zahlen muss) oder zur gemeinnützigen Schuldnerberatung. Bei der Kommune gibt es eine Liste dieser Stellen.
 

OliveroCalimero

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#29
Danke für alle bisherigen Antworten. Eine Frage habe ich allerdings noch.

Wenn ich in die Inso gehe, bleibt die Höhe der Verbindlichkeiten bei den Gläubigern dann konstant? Also kommen keine weiteren Zinsen etc. hinzu ?

Man kann sich ja auch in der Inso mit den Gläubigern noch auf einen Vergleich einigen, nicht wahr?
 

MarcoS

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#30
Wenn ich in die Inso gehe, bleibt die Höhe der Verbindlichkeiten bei den Gläubigern dann konstant? Also kommen keine weiteren Zinsen etc. hinzu ?
Die Gläubiger müssen Ihre Forderungen zur Tabelle anmelden. Diese Tabelle wird vom Gericht geprüft und steht dann bis Verfahrensende fest. Prüfung heisst hier nur ob dem Gericht der Anspruchsgrund rechtmäßig plausibel erscheint.
Man kann sich ja auch in der Inso mit den Gläubigern noch auf einen Vergleich einigen, nicht wahr?
Die Einigung muss dann aber mit ALLEN Gläubigern getroffen werden. Das Thema ist sehr komplex und sollte tunlichst nicht ohne rechtlichen Rat angegangen werden sonst ist schnell eine Begünstigung im Raum.

Für informativ halte ich diese Seite: Insolvenzordnung Die auf der Seite verlinkte PowerPoint-Präsentation zeigt es eigentlich recht anschaulich.
 

DeluxeAssi

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#31
Danke für alle bisherigen Antworten. Eine Frage habe ich allerdings noch.

Wenn ich in die Inso gehe, bleibt die Höhe der Verbindlichkeiten bei den Gläubigern dann konstant? Also kommen keine weiteren Zinsen etc. hinzu ?

Man kann sich ja auch in der Inso mit den Gläubigern noch auf einen Vergleich einigen, nicht wahr?
Ich meine das die Gläubiger angeschrieben werden, ihre Forderung dann geltend machen müssen und diese dann nach Prüfung in die Tabelle eingetragen werden.

Dürfte dann eine feste Summe zu sein.

Auf jeden Fall solltest Du das alles mal mit deiner Schuldnerberaterin besprechen, BEVOR Du irgend etwas unterschreibst etc.

Lass Dich da auch zu nichts drängen, es sollte einfach gut überlegt sein.

Meine Bekannte ist wie gesagt, seither endlich wieder ein Mensch ohne diesen Kloß am Bein. Klar ist es hart 7 Jahre da durch zu gehen, aber in diesen 7 Jahren hast Du auch keinen mehr vor der Türe stehen und vom Freibetrag kannst Du auch leben.

Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du einen guten Weg für Dich findest.

:icon_daumen:
 
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#33
Gute Idee der Bank.
So sichert man sich die Ansprüche und Zinsen auf bei InsO.
Ein Unterschreiben könnte auch als Gläubigerbevorzugung gesehen werden. Das könnte das InsO-Verfahren insgesamt vorzeitig beenden.

Böse dieser Banker.

Ich würde mich nicht bewegen. Einfach der Schuldnerberater seinen Job machen lassen.


Weitere Kosten für vom Verfahren umfasste Schulden sind ohne Bedeutung. Du zahlst nur die ausgehandelten Beträge.
Ob wein Gläuber dann mehr oder weniger als 'uneinbringlich' verbucht?
 
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