Muss man Jobcenter Bewerbungsunterlagen vorlegen ? (3 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 3)

fffrank

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Ich würde Euch gerne um Euren von mir hoch geschätzten Rat bitten:

Ich soll beim nächsten Termin beim "Unternehmerservice" des Jobcenters meine Bewerbungsunterlagen mitbringen.

Ich finde, dass die meine Sachen nichts angehen.

Dürfen die meine Bewerbungsunterlagen auch abspeichern, sodass der Staat immer alles von mir weiß.

Oder schützt mich der datenschutz und der PAP darf nur die bewerbungsunterlagen anschauen ?

Danke für Eure Einschätzung !!!

Und Euch alles Gute.
 
E

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Na klar, lasse den doch in die Anschreiben reinschauen. Damit der oder die SB sehen kann, ob du es richtig ! machst. Allerdings würde ich die denen nicht überlassen. Ansonsten fertige eine Liste an der Firmen , wo du dich beworben hast. So als Liste, mit Anschrift und Datum, eventuell die Begründung, warum du den Job nicht bekommen hast. Unterschreibe das du alle Angaben wahrheitsgemäß gemacht hast und geben diesen Bogen ab. Fertig.

Also Formulare kann ich auch gut entwerfen!:biggrin:
 
E

ExitUser

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Na ja, wenn man die 5 Euro Erstattung will, muss man ja Kopien einreichen.
 

Piedro

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der sb will den lebenslauf vermutlich fürs profil. das zu erarbeiten ist seine aufgabe.

wenn du mit dem verfassen eines lebenslaufs und/oder von bewerbungsschreiben probleme haben solltest, wäre es wohl sinnvoll dir da mit einer freundlichen massnahme auf die sprünge zu helfen. sollte das nicht der fall sein, kann so festgestellt werden, dass eine entsprechende massnahme nicht nötig ist. (jau, eigentlich soll das so sein.)

allerdings sehe ich keine notwendigkeit, den lebenslauf zu den akten zu nehmen. dem begehren kannst du also stattgeben, indem du den lebenslauf zur einsichtnahme vorlegst. er kann sich das durchlesen, und wenn er meint, dass es anders besser wäre kann er das ja sagen. wenn alles passt - passt alles.
 

xj3Qr1nL7ys

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Ich schätze schon dass du verpflichtet bist, im Rahmen deiner allgemeinen Mitwirkungspflicht, solche Unterlagen zur Einsicht (nicht zum Verbleib) vorzulegen.

(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Eine erwerbsfähige leistungsberechtigte Person muss aktiv an allen Maßnahmen zu ihrer Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person eine ihr angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.
Quelle: § 2 SGB II*Grundsatz des Forderns

Hintergrund dürfte hier sein dass der SB einschätzen kann, dass die Qualität deiner Unterlagen, deinen Chancen bezüglich einer erfolgreichen Stellensuche nicht entgegenstehen. Sollte er nämlich dieser Auffassung sein, könnte er dir ansonsten ein Bewerbungstraining verpassen.

Anders gesagt: Du bist im Rahmen deiner allgemeinen Mitwirkungspflicht durchaus dazu verpflichtet dem SB auf Verlangen (durch Einsicht) nachzuweisen dass deine Bewerbungsunterlagen durchaus einem gewissen Standard genügen und du deshalb kein Bewerbungstraining benötigst...

Ist aber wie gesagt nur meine Interpretation der Sache, ich kann dir also nicht zu 100 % garantieren, dass dem so ist.

Gruß
xj3Qr1nL7ys
 
T

teddybear

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Ich soll beim nächsten Termin beim "Unternehmerservice" des Jobcenters meine Bewerbungsunterlagen mitbringen.
Du hast alle Angaben bereits in deinem Erstantrag gemacht, die für die Vermittlung in Arbeit für die relevant sein könnten. Sollen nicht so faul sein und sich deine Akte ansehen. Mehr brauchen die nicht an Informationen. Wenn du schon eine andere Pappnase als persönlichen SB hattest, teile mit, dass der den Mist schon durch diesen gesichtet wurde. Damit ist die Sache auch gegessen!

Und ne Rechtsbelehrung für diese Wasserpfeifen habe ich nebenbei auch noch für dich! :icon_party:


§65 Abs. 1 Nr. 3 SGB I Grenzen der Mitwirkung

(1) Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit
3. der Leistungsträger sich durch einen geringeren Aufwand als der Antragsteller oder Leistungsberechtigte die erforderlichen Kenntnisse selbst beschaffen kann.
 

Piedro

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bei der antragsabgabe gibt man doch keinen lebenslauf ab.

leute, es wird doch erwartet, dass die sb korrekt arbeiten, das profiling gehört zur aufgabe, um festzutellen, ob vermittlungsdefizite bestehen. zb ob man einen lebenslauf so aufsetzen kann, dass er vom arbeitgeber akzeptiert wird, fähigkeiten widerspiegelt etc.

es spricht nichts dagegen, den sb einen lebenslauf einsehen zu lassen. es ist allerdings nicht nötig, dass er ihn kopiert.

meiner wollte einen, aber der war in den untiefen meines defekten pcs verschollen. und so ohne weiteres lässt sich mein lauf nicht in worte fassen, schon gar nicht so, wie er das haben wollte: monat und jahr von schulabschluss, zivildienstende, ausbildungsantritt und ende, wann welcher job etc... eigentlich das übliche...

so wurde mir ein angeblich obligatorisches neukundenseminar angeboten, wo sich ein lebenslauf erstellen liesse. hätte ich glatt mitgemacht, wenn die kursleiterin sich nicht über ihre auslassungen zum thema rechte und pflichten nach dem sgb II nachhaltig disqualifiziert hätte. da habe ich dann lieber verzichtet...

ich habe dann auch erklärt, dass es mir wurscht ist, dass sein propgramm jahreszahlen und monate wissen wollte. für meine vermittlung ist es nicht relevant, wann ich meine lehre beendet habe oder irgendwo als bauhelfer gejobbt habe. das hat er dann auch eingesehen. es gibt eben so ne und so ne. bisher ist er auch nicht auf die idee gekommen, mich mit irgendwelchen defizitmindernden massnahmen zu beglücken. mal sehen, vielleicht der nächste... die nächste einladung ist nächsten monat... neuer zuständiger... und der wird in den akten keinen lebenslauf finden...
 
T

teddybear

Gast
bei der antragsabgabe gibt man doch keinen lebenslauf ab.
Im Erstantrag gibt man an:

wann man geboren ist?
was man für einen erlernten Beruf hat?
wo man zuvor überall gearbeitet hat?

Nichts anderes steht auch in einem Lebenslauf! Etwaige Umschulungen oder Weiterbildungen während des SGB II Bezuges sind dem Leistungsträger ohnehin bekannt, weil er diese Maßnahmen einleitete.
 

Piedro

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Im Erstantrag gibt man an:

wann man geboren ist?
was man für einen erlernten Beruf hat?
wo man zuvor überall gearbeitet hat?

Nichts anderes steht auch in einem Lebenslauf! Etwaige Umschulungen oder Weiterbildungen während des SGB II Bezuges sind dem Leistungsträger ohnehin bekannt, weil er diese Maßnahmen einleitete.
ich kann mich nicht erinnern, dass ich meinen erlernten beruf im antrag angegeben hätte. und wenn: in dem bin ich nicht vermittelbar, weil ich nie als solcher gearbeitet habe. und ganz bestimmt habe ich nicht angegeben, dass ich jahrelang selbstständig war und wo ich schon überall was gejobbt habe. ich habe lediglich meine letzte, sozialversicherungspflichtige tätigkeit genannt. aus deren verlust leitet sich ja meine hilfsbedürftigkeit ab, nicht daraus, was ich irgendwann mal wo gearbeitet habe.

diese informationen sind wichtig für den vermittler, der mit der antragstellung nix zu tun hat. und wer der seinen job richtig machen will interessiert der sich natürlich auch dafür, was der elo sonst schon alles gemacht hat. so kann er feststellen, ob er geeignete stellen vermitteln kann.
 
T

teddybear

Gast
Habe nur mal Punkt 6 aus dem Erstantrag rauskopiert, damit du dich wieder erinnerst, was du so alles u.a. angeben musstest!! :biggrin:

Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Vordrucke/A07-Geldleistung/Publikation/Hauptantrag-Arbeitslosengeld-II.pdf

6. Weitere Angaben, die für die Leistungsgewährung von Bedeutung sein können *)

6a Innerhalb der letzten 5 Jahre vor Antragstellung
war ich sozialversicherungspflichtig beschäftigt,
war ich selbständig tätig,
habe ich Entgeltersatzleistungen (z. B. Krankengeld, Arbeitslosengeld) bezogen *),
habe ich Wehr- oder Zivildienst geleistet,
habe ich Angehörige gepflegt (Pflege im Sinne des SGB XI).
Tragen Sie bitte die entsprechenden Zeiträume ein:
von - bis
Arbeitgeber/Behörde/Leistungsträger
beschäftigt/tätig als/Leistung
6b Ruht Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld wegen Eintritts einer Sperrzeit gemäß § 144 SGB III? *)
 

Piedro

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aha, deshalb. :biggrin:

ich will nicht aus dem nähkästchen plaudern, aber meine angaben waren korrekt, ohne meine vermittlungsvorzüge aufzuzeigen, die sich aus meinem lebenslauf wohlwollen ergeben können. :biggrin:

naja, wie gesagt, ich finde es nicht verkehrt, dem sb meinen lebenslauf mitzuteilen, damit er seinen job anständig machen kann. daraus ergibt sich ja auch nichts, was die sozialbehörden nicht wissen sollen.

ich finde es nicht schlimm, wenn der sb den lebenslauf kennen will.

was anderes ist das bei massnahmenträgern. da die massnahmen meist nur unter zwang vermittelt werden, viel zu oft sinnlos sind und darüber hinaus auch noch unnötig, nicht hilfreich und verzichtbar, ausserdem festgestellt wurde, dass sie kein anrecht auf einen lebenslauf haben würde ich es mir gründlich überlegen einen vorzulegen.

ausserdem, ich sagte es schon: es gibt tatsächlich elos, die ein problem damit haben, einen vorzeigbaren lebenslauf zu erstellen. das ist ein vermittlungshindernis. kann nicht schaden, wenn das erkannt und dann auch behoben wird. wenn so ein hindernis nicht besteht: prima. die form des lebenslaufs wird der sb nicht als grund für ein bewerbungstraining verwenden können.
 
T

teddybear

Gast
naja, wie gesagt, ich finde es nicht verkehrt, dem sb meinen lebenslauf mitzuteilen, damit er seinen job anständig machen kann.
Nun ich habe auch nichts dagegen allerdings kommt es auch auf den Umgangston an, wie man hier danach fragt!

Wenn man mir immer gleich völlig blöde mit Sanktionen droht und mir mit Mitwirkungspflichten kommt die nicht bestehen, dann werde ich nun mal verständlich auch stur wie ein alter Esel.

Diese Jobcenter sind leider extrem dämlich und checken nicht, dass sie die Menschen hier nicht immer gleich drohen sollten. Die sollten mal anfangen umzudenken und endlich diesen Vollnazi bei der BA rausschmeißen, der da diese menschenverachtenden Textbausteine verfasst! Ich zähle nämlich ohnehin schon zu den Textbausteinresistenten!
 

xj3Qr1nL7ys

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Teddybears (dessen Beiträge ich sehr schätze) Argumentation in diesem Faden hat meiner Meinung nach leider einen entscheidenden Fehler: Du sagst dass der SB sich die Daten aus der Akte raussuchen könnte. Klar kann er das tun. Daraus ergibts sich aber keine Einschätzung darüber ob der TE selbstständig dazu in der Lage ist, angemessene Bewerbungsunterlagen zu erstellen oder nicht. Für eine solche Einschätzung ist es nun mal nötig einen Blick auf eine Muster- bzw. Beispielbewerbung zu werfen.

Gruß
xj3Qr1nL7ys
 
E

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Für eine solche Einschätzung ist es nun mal nötig einen Blick auf eine Muster- bzw. Beispielbewerbung zu werfen.
Ich glaube nicht, dass SBs hier taugen um ein Urteil zu fällen.

Die wissen ja nicht mal wie eine korrekte EGV auszusehen hat und ihre §§ kennen sie zum größten Teil auch nicht.
 
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teddybear

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Teddybears (dessen Beiträge ich sehr schätze) Argumentation in diesem Faden hat meiner Meinung nach leider einen entscheidenden Fehler: Du sagst dass der SB sich die Daten aus der Akte raussuchen könnte. Klar kann er das tun. Daraus ergibts sich aber keine Einschätzung darüber ob der TE selbstständig dazu in der Lage ist, angemessene Bewerbungsunterlagen zu erstellen oder nicht. Für eine solche Einschätzung ist es nun mal nötig einen Blick auf eine Muster- bzw. Beispielbewerbung zu werfen.

Gruß
xj3Qr1nL7ys
Nun ob der SB generell in der Lage ist das abzuschätzen, kann man ja auch mal anzweifeln! :biggrin:

So gesehen hast du aber recht nur sollte der SB ja schon erkennen, ob er es mit einem Volldeppen zu tun hat oder nicht. Sprich es sich nicht erschließt, warum nun alle unter eine Art von General-Blödheits-Verdacht gestellt werden und diese Bewerbungsunterlagen schon pro forma in der Regel blind abgefordert werden?

Mich hat man auch mal zum Bewerbungstraining einfach so geschickt. War wohl noch ne Stelle frei! :biggrin:

Habe da eine Bewerbung gemacht und die Maßnahme-Tante konnte gar nicht nachvollziehen, was ich in ihrem Kurs soll! Ich auch nicht!!! Sie wollte meine Bewerbung als Muster für andere Kursteilnehmer haben.
Nun bin ich aber nun mal auch leider über 40 Jahre alt und da will mich halt auch keiner mehr mit einer tollen Bewerbung haben. Ich könnte auch die Bewerbung mit Plauener-Spitze verzieren aber so oder so - Ich bin zu alt für den Markt!
 

xj3Qr1nL7ys

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Ich glaube nicht, dass SBs hier taugen um ein Urteil zu fällen.
Ja das ist halt deine Meinung mein Lieber. Auch deine Beiträge schätze ich sehr wie du weisst. Es geht hier aber bei der Frage des TE nicht darum was Du glaubst sondern darum, dasss dem SB nun mal per oben genannten Gesetz diese Urteilsfähigkeit zugestanden wird, dementsprechend riskiert man Ärger & Sanktionen wenn man seinen Pflichten nicht nach kommt. Dessen sollte sich der Fragesteller bei seiner Entscheidung in seinem eigenen Interesse besser bewusst sein... ;-)

...So gesehen hast du aber recht...
ich bin da ganz deiner Meinung :biggrin: Rest sie oben. Wie sich TE entscheidet bleibt ihm überlassen...

Gruß
xj3Qr1nL7ys
 
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teddybear

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Ja das ist halt deine Meinung mein Lieber. Auch deine Beiträge schätze ich sehr wie du weisst. Es geht hier aber bei der Frage des TE nicht darum was Du glaubst sondern darum, dasss dem SB nun mal per oben genannten Gesetz diese Urteilsfähigkeit zugestanden wird, dementsprechend riskiert man Ärger & Sanktionen wenn man seinen Pflichten nicht nach kommt. Dessen sollte sich der Fragesteller bei seiner Entscheidung in seinem eigenen Interesse besser bewusst sein... ;-)
Sperling bzw. Spätzchen wollte schreiben: Er wissen! :biggrin:
 

xj3Qr1nL7ys

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Ein SB ist offiziell von einem neutralen und objektiven Standpunkt aus betrachtet nun mal auch ein Arbeitsvermittler*. Dementsprechend wird ihm von diesem Standpunkt aus und vom Gesetz eine solche Urteilsfähigkeit sicherlich zugestanden. So ist halt die Realität ob uns das hier (berechtigterweise, aufgrund berechtigter Gründe) passt oder nicht, ist dabei ein ganz andere Sache, geht aber auch an der Fragestellung des TE vorbei. Das könnte man sicherlich in einem eigenen Thread, in der passenden Rubrik ausdiskutieren sofern man das möchte. Dies ist bei mir nicht der Fall... :icon_smile:

* ich weiss selbst dass diese Bezeichnung aufgrund seiner wahren Funktion (& seines Wirkens) ein schlechter Witz ist, das ändert aber erstmal nichts an der geheuchelten Realität (Version) unseres achso tollen demokratischen Rechtsstaates... :icon_kotz:

Gruß
xj3Qr1nL7ys
 

Piedro

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Ich glaube nicht, dass SBs hier taugen um ein Urteil zu fällen.

Die wissen ja nicht mal wie eine korrekte EGV auszusehen hat und ihre §§ kennen sie zum größten Teil auch nicht.
das ist eine verallgemeinerung, die nicht geeignet ist den beitrag, auf den du geantwortet hast, zu relativieren.

mein sb in der vermittlung weiss ganz genau, wie eine korrekte egv auszusehen hat. er hat sie mit mir verhandelt. er hat mir von anfang an gesagt, dass ich nichts unterschreiben muss. er hat sein handwerk gelernt, als d-land noch ein arbeitsamt hatte, vermutlich auf der fachhochschule für arbeit in mannheim. er ist kompetent und kennt seine paragraphen, was natürlich nicht soo leicht ist bei dem flickwerk, an das er sich halten soll.

es gehört zu den pflichten eines sb, ein profil für die vermittlung zu erstellen. ob seine kompetenz dazu ausreicht oder nicht ändert daran nichts. es gibt keinen nachvollziehbaren grund, dem sb einblick in den lebenslauf zu verweigern.

das ist meine antwort an den threaderöffner. wenn er irgendeinen grund hat, das trotzdem zu tun, kann durchaus sein, dass seine mitwirkungspflicht davon berührt wird.

das ist der unterschied. auf der einen seite des schreibtischs die mitwirkungspflicht, die meiner ansicht nach hier greift.

auf der anderen seite keine kompetenzpflicht. aber dafür gibt es ja dieses kompetenzzentrum. hier können wir lernen den inkompetenten sb zu helfen. auf die sprünge und überhaupt.

wenn der sb seiner aufgabe nachkommen soll, geeignete jobs zu finden, ist es förderlich wenn er aus dem lebenslauf rückschliessen kann, zu welchen jobs ein erwerbsloser geeignet ist.

wer seinem sb jegliche kompetenz und/oder motivation absprechen will, soll das tun. wer verallgemeinern will bis alle gleich sind soll das tun.

ich für meinen teil finde es schade, dass nun ein neuer für mich zuständig wird. mal sehen wie der drauf ist. und vielleicht krieg ich den gar nicht mehr zu sehen, inzwischen habe ich das eine oder andere eisen für eine knechtschaft im feuer.

ich halte verallgemeinerungen über jobcenterbedienstete für ebenso unzulässig wie solche über menschen anderer nationalität, anderer geschlichtlicher ausrichtung, anderen alters, anderer politischer grundhaltung, anderen glaubens, anderer hautfarbe oder anderer meinung. wer respekt einfordert, muss den auch leisten. was nicht heissen soll, das rektalhumanoide keine solchen sind auch so auch nicht genannt werden dürfen - oder so ähnlich. nur das mit den verallgemeinerungen ist echt nicht mein ding. sowas mindert. das eine oder andere jedenfalls.
 
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mein sb in der vermittlung weiss ganz genau, wie eine korrekte egv auszusehen hat. er hat sie mit mir verhandelt. er hat mir von anfang an gesagt, dass ich nichts unterschreiben muss.
Und warum hast du dann doch unterschrieben, weil SB so nett ist?
Hattest du nicht eine Maßnahme in deiner EGV stehen? So etwas würde ich nicht unterschreiben. Wenn ich lese was in deiner EGV steht kann dein SB nicht ganz so viel drauf haben.
https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/90270-geht-los.html#post1103435
Aber hier im Thema ging es ja gar nicht um EGVen, also treten wir hier keine Diskussion über EGVen los.

er hat sein handwerk gelernt, als d-land noch ein arbeitsamt hatte, vermutlich auf der fachhochschule für arbeit in mannheim. er ist kompetent und kennt seine paragraphen, was natürlich nicht soo leicht ist bei dem flickwerk, an das er sich halten soll.
Wen interessiert es wo SBs ihr Handwerk erlernt haben, oder auch nicht?
Mir würde im Traum nicht einfallen SBs ihr Verhalten oder ihr Tun damit zu entschuldigen, dass es bei dem Flickwerk ja nicht soo leicht ist .
Die sollen ihren Job vernünftig machen, werden schließlich dafür bezahlt.
Wenn wir so arbeiten würden wie die meisten SBs, würde es eine Abmahnung geben oder es würde gleich die Kündigung ins Haus flattern.

es gehört zu den pflichten eines sb, ein profil für die vermittlung zu erstellen.
Sicher gehört das zu ihren Pflichten ein Profil zu erstellen, so wie viele andere Dinge auch, wo sie sich aber nicht dran halten.
Warum sollte man gezwungen sein seinen Lebenslauf einzureichen.
Ich habe auch keinen eingereicht, ich habe meinem SB so erzählt was wie und wo und er hat getippt.

Muss jeder für sich selber entscheiden was er macht.
Ich hatte in meiner ersten Antwort lediglich meine Meinung gesagt.
 
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