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Muss man in soziale Brennpunkte ziehen

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wuseline

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#1
Hallo,

ich hab mal eine Frage. Bei einem Zwangsumzug muss man da auch nach Wohnungen in sozialen Brennpunkten gucken und dort hinziehen?

Gruss wuseline
 

redfly

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#3
Wo wohnst du denn in Duisburg? In deiner Stadt gibt es ein sehr starkes "Wohngefälle". Einige Stadtteile sind da sicherlich nicht zu empfehlen. Bekommt man denn in einer halbwegs normalen Gegend keine angemessene Wohnung? Schreib mal ein bisschen mehr.
 

wolliohne

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#4
zum (Zwangs)Umzug gehören immer zwei,

also rechtzeitig beraten lassen.

wann kam z.B.der Bescheid zur Kostensenkung?
 

wuseline

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#5
Hallo,

also ich fang mal von vorne an. Die Umzugsaufforderung kam schon 2006. Dann haben wir 2 mal ne Auffschiebung bekommen, weil die Arge mal wieder Mist gemacht hat (Briefe nicht beantwortet etc. Seit November 2007 wird uns die Miete gekürzt. Wir haben schriftlich vom Leiter der Arge das wir alle Umzugskosten aus dem Regelsatz bestreiten müssen bis auf die 92 Euro umzugspauschale. Wir sind mittlerweile beim Sozialgericht im schriftwechsel mit dem Vorsitzenden Richter. Der bestätigte uns das es sehr fragwürdig ist die Kaution und Umzugskosten aus dem Regelsatz zu bestreiten. Die Tage kam ein Brief vom Gericht wo die Arge ausgedruckt hat wo hier in Duisburg angemessene Wohnungen zu mieten wären und wenn wir uns bemüht hätten eine davon hätten ja anmieten können. Nur diese Wohnungen lagen zu 98% in Marxloh Bruckhausen, Obermarxloh, Beeckerwerth oder waren so weit von Meiderich entfernt das mein Sohn dann hätte die Schule wechseln müssen, weil wir Ihr wisst sind die Bahn und Busverbindungen nicht immer die Besten. Heute kam ein Brief vom Sozialgericht das es durchaus zumutbar ist in diese sozialen Brennpunkten zu ziehen. Jetzt wollte ich mal wissen ob es wirklich zumutbar ist dort hin verfrachtet zu werden. Das die sagen ich kann nicht in ein Villenviertel ziehen ist mir klar, aber da möchte ich nicht wirklich hin ziehen. Und uns geht es in erster Linie ja auch darum das die Arge die Umzugskosten zu übernehmen hat. Aber die Argumentieren jetzt das wir ja nur nicht willig sind. Weil im gesamten Duisburger Raum gibt es mit den Kriterien der Arge nur 3-4 Wohnungen Laut immoscout immonet immowelt. Noch eine Frage muss ich auch ne Wohnung nehmen die keine 75 qm hat also die sagen wir mal 60qm hat? Aber mir geht es jetzt in erster Linie um die zumutbarkeit in soziale Brennpunkte ziehen zu müssen. Ganz ehrlich meine persönliche Meinung ich fänd das echt ein Unding. Dann kommt ja auch bald hier und überall das Düsseldorfer Modell das alle Hilfebedürftigen an den Stadtrand gedrängt werden. Und das kann es irgendwie nicht sein.

Gruss wuseline
 

hergau

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#6
Leider ist das nicht nur bei Dir so.
Überall in ganz D müssen die Alg2-Bezieher in Wohnungen ziehen, die die Arge genehmigt.
Und diese Wohnungen sind meist die, die in sozialen Brennpunkten zu finden sind.
 

Esreicht

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#7
Leider ist das nicht nur bei Dir so.
Überall in ganz D müssen die Alg2-Bezieher in Wohnungen ziehen, die die Arge genehmigt.
Und diese Wohnungen sind meist die, die in sozialen Brennpunkten zu finden sind.
auch wenn dieser beitrag wieder vom mod gelöscht wird -:icon_evil:

ne - must du nicht - das ist einschränkung deiner persönlichen freiheit+selbstbestimmung.
und die muß keiner hinnehmen.:icon_twisted:
 

hergau

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#8
auch wenn dieser beitrag wieder vom mod gelöscht wird -:icon_evil:

ne - must du nicht - das ist einschränkung deiner persönlichen freiheit+selbstbestimmung.
und die muß keiner hinnehmen.:icon_twisted:
Du mußt Dich an den Kosten orientieren.
Und die genehmigten Wohnungen sind meist meist in diesen Gegenden.
Klar darfst Du auch in die Schloßallee. Doch ob da der Preis Argegerecht ist ?
Also bleibt meist nur die Badstrasse.
 

Die Antwort

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#9
Wenn Kinder unter einem Umzug mit größter Wahrscheinlichkeit leiden würden, dann ist ein Umzug überhaupt nicht zumutbar.

Liegt eine Angst- und Panikstörung vor, die es einem unmöglich macht in bestimmten Wohngebieten zu leben, weil sich das Problem dort aufgrund der gefühlten Unsicherheit verstärken würde, dann ist ein Umzug ebenfalls nicht zumutbar.

Gegen die KdU Kürzung vorgehen. Es reicht nicht, daß die ARGE sagt, in dem und dem Gebiet hätte es Wohnungen gegeben. Die ARGE muß direkt konkrete Angebote benennen.

Da die ARGE klar die Kostenübernahme verweigert, ist automatisch auch die Senkung der KdU gesetzwidrig. Denn ohne Übernahme ist ein Umzug nicht durchführbar. Also macht Dir die ARGE selbst die Durchführung ihrer "Anweisung" unmöglich und bestraft Dich dafür.

Laut einer Aussage des Bundessozialgerichts ist es fraglich, ob ein Umzug aus dem bisherigen sozialen Umfeld zumutbar ist. Besonders wenn auch Kinder betroffen sind.

Hier gibt es viele Ansatzpunkte für Gegenwehr. Unbedingt fachliche Beratung in Anspruch nehmen.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Wuseline schrieb von 75m², also gehe ich von einem 3-Personen-Haushalt aus. Singlewohnungen sind dann wohl ausgeschlossen ;)

Kleinere Wohnungen wären auch ok, wenn für dich die Raumaufteilung ok ist. Das Berliner Jobcenter hat da mal einer Familie eine kleinere Wohnung nicht genehmigen wollen, weil der Umzugsgrund "zu kleine Wohnung" ja weiter bestehen bleiben würde. ALG-Ratgeber bei Problemen mit dem ALG - Thema anzeigen - LSG Berlin/Bbrg Umzug in kleine Wohnung L 5 B 2010/08 AS ER

In diesem Urteil ist auch sehr wohl von der derzeitigen Umgebung die Rede, die für das Kindeswohl unter Umständen auch von großer Bedeutung sein kann.

Weiterhin sollen Ghettoisierungen vermieden werden. Es sollen nicht pauschal irgendwelche fiktiven Zahlen, sondern immer der Einzelfall berücksichtigt werden.

Und zu der Kaution haben das LSG NRW und das BSG schon reichlich Urteile gefällt. Ebenfalls zur Einzugsrenovierung, da hat grad die Duisburger ARGE beim BSG den Kürzeren gezogen ALG-Ratgeber bei Problemen mit dem ALG - Thema anzeigen - BSG B 4 AS 49/07 R Kosten der Einzugsrenovierung

Diese Kosten können allerdings bei Anmietung unangemessenen Wohnraumes abgelehnt werden, wie das LSG NRW feststellte ALG-Ratgeber bei Problemen mit dem ALG - Thema anzeigen - LSG NRW L 7 B 167/09 AS Umzugskosten bei unangemessener Wohn
 
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