Muss man eine Umschulung bei langer Krankheit abbrechen? ALG 1 (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Anilalelu

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Hallo zusammen,

Ich habe bereits viel gegoogelt, bislang aber keine passenden Antworten gefunden und hoffe hier auf Tipps und evtl. Erfahrungen von euch.


Ich befinde mich seit 10/2018 in Bezug von ALG 1, seit 07/2019 mache ich eine Umschulung und habe meinen Anspruch verlängert bekommen bis 08/2021.

Leider muss ich mich zeitnah einer komplizierten Operation an meiner Wirbelsäule unterziehen.
Ich werde 3 Wochen im Krankenhaus sein und danach noch mindestens 3 Wochen zu Hause bleiben müssen - viele operierte sind aber noch bis zu 3-6 Monate nach der OP nicht arbeitsfähig.

In diesem Fall würde ich ja nach 6 Wochen Krankengeld erhalten - wie verhält es sich hier mit meinem ALG 1 Anspruch?

Der ursprüngliche Anspruch bestand bis 09/2019, er wurde nur wegen der Umschulung verlängert - verfällt dann mein Anspruch und muss ich dann die Umschulung beenden?

Oder darf ich nach Ende der Krankheit die Umschulung weiter machen?

Eine andere Möglichkeit wäre eventuell die Umschulung in Teilzeit weiter zu führen, so ist die tägliche Belastung vielleicht geringer und ich früher wieder arbeitsfähig - weiß jemand ob man so etwas machen kann?

Andere Teilnehmerinnen hier sind aus gesundheitlichen Gründen von Vollzeit in Teilzeit gewechselt, allerdings erhalten die Leistungen vom Jobcenter und da ist es ja immer etwas anders....

Es wäre toll, wenn ich einige Tipps bekommen könnte - ich habe Angst, dass man mir die Umschulung wieder „weg nimmt“ wenn ich unvorbereitet mit meinem Sachbearbeiter spreche :(

Liebe Grüße
Anika
 

HermineL

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Hallo @Anilalelu

Bitte überlege dir noch eine aussagekräftige Überschrift, am besten verbunden mit einer Frage. Ich verweise dazu auf Forenregel 11. Du kannst deinen Beitrag insgesamt eine Stunde lang nach Erstellung bearbeiten.

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu auch den Hinweis von unserem Admin:
Bitte den Themeninhalt kurz umreisen
Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

-----------------

In diesem Fall würde ich ja nach 6 Wochen Krankengeld erhalten - wie verhält es sich hier mit meinem ALG 1 Anspruch?
Dein Restanspruch bleibt bestehen und ruht. Während der AU baust du neuen ALG I Anspruch auf. Bei 12 Monaten AU hättest du 6 Monate neuen ALG I Anspruch plus den noch bestehenden Restanspruch.

In wie weit da jetzt deine Umschulung Einfluß drauf hat kann ich dir leider nicht beantworten.
 

Anilalelu

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Vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe den Titel bearbeitet und hoffe, dass er so nun besser ist.

Deine Antwort hilft mir schon sehr weiter, dann bin ich schon mal ein wenig vorbereitet und werde, sobald ich den OP Termin kenne einen Gesprächstermin bei meiner Sachbearbeiterin Anfragen.

Vielen lieben Dank!

Liebe Grüße
Anika
 

BerndB

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Eine Maßnahme kannst du nach Fehlzeiten weiterführen, wenn du das Maßnahmeziel noch erreichen kannst. Sobald der Maßnahmeträger aber sieht, dass du die Prüfung nicht mehr schaffen kannst, wird er der AfA den Abbruch der Teilnahme empfehlen. Übrigens verlangen die meisten/alle HK's und IHK's eine Mindestzahl an Anwesenheitstagen bis zum geplanten Prüfungstag.

Alg: Ich glaube, dass sich das Alg während einer Weiterbildung nicht verlängert, sondern es vermindert sich nicht bzw. nicht so stark wie in der Arbeitslosigkeit. Dazu steht etwas in § 148 (1) Nr. 7 und (2) Satz 3 SGB III. Schwierig zu verstehen.

Wenn die Maßnahme abgebrochen wird, bist du natürlich immer noch ungelernt. Also sollte auch wieder eine neue Umschulung möglich sein. Und Alg während einer Umschulung bekommst du immer dann, wenn du zu Beginn der Umschulung noch einen Alg-Anspruch hast.
 

Anilalelu

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Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Das ist leider der für mich schwierige Punkt.

Mein ursprünglicher Anspruch war von 15.10.2018 bis 15.08.2019 - am 01.07.2019 habe ich die Umschulung begonnen und bekam einen neuen Bewilligungsbescheid bis 07 oder 08/2021 (bin mir gerade nicht sicher welcher Monat es war von den beiden, ist ja aber jetzt nicht extrem wichtig).

Ich bin der Meinung:
Ab 6 Wochen Krankheit = Krankengeld und kein ALG 1 Anspruch mehr bzw. Anspruch ruht.

Da ja aber mein ursprünglicher Anspruch bereits erloschen ist und nur zum Zwecke der Umschulung verlängert wurde, müsste ich ja nach Ende meiner Krankheit sofort in ALG 2 fallen, oder nicht?

In meinem Bewilligungsbescheid welcher bis 2021 läuft steht allerdings auch nicht drin, dass der Anspruch an die Umschulung gekoppelt ist - es ist ein ganz normaler Bewilligungsbescheid... zusätzlich bekam ich einen zweiten Bescheid über die Bewilligung der Kosten der Umschulung....

Das mit den Fehlzeiten und der IHK stimmt - ich dürfte in den 2 Jahren 8 Wochen fehlen - mein Schulleiter sagt aber, dass er es in 13 Jahren noch nicht erlebt hat, dass die IHK mal nach den Zeiten gefragt hat - ich will und werde meine Fehlzeiten auch so gering wie möglich halten und zudem habe ich mit ihm auch besprochen, dass ich dann auch immer mal wieder früher gehen kann, wenn es mir nicht gut geht und das dann eben nicht als Fehlzeit zählt, zudem kann ich gut von zu Hause aus lernen -
Ich sehe die Umschulung aber eben als einmalige und besondere Chance und ich will sie auf gar keinen Fall gefährden - in diesem Fall hat meine Gesundheit aber Vorrang und wenn es so kommen sollte, dass ich doch länger als 6 Wochen arbeitsunfähig bin, dann möchte ich einfach gut vorbereitet und informiert sein :)


Mein nächster Gedanke war, dass ich evtl. die Umschulung dann ggf, neu starten könnte, allerdings habe ich ja theoretisch keinen ALG 1 Anspruch mehr, weshalb das ja nicht machbar ist :(
 

Babbel1

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Mein ursprünglicher Anspruch war von 15.10.2018 bis 15.08.2019 - am 01.07.2019 habe ich die Umschulung begonnen und bekam einen neuen Bewilligungsbescheid bis 07 oder 08/2021 (bin mir gerade nicht sicher welcher Monat es war von den beiden, ist ja aber jetzt nicht extrem wichtig).
Ende der Umschulung plus 1 Monat (§ 148 Abs. 2 Satz 3 SGB III).

Nach dieser Regelung müsste auch bei einem vorzeitigen Abbruch der Umschulung noch ein Monat Alg1-Anspruch übrig sein.
 

Kerstin_K

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Ichhabe ja meine erstausbildung in eiem BfZ gemacht in einem Lehrgang, in dem auch Umschüler waren. Wir hatten auch eine teilnehmerin, die lange krank war. Sie hat dann einfach im Folgekurs nochmal von vorne anfangen dürfen.
 

grün_fink

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Oft läuft das ja heute auch in Modulen ab, die mehrmals jährlich starten, so dass man dann nicht allzulange warten muss, bis es nach der Gesundung weiter gehen kann.
 
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