Muss man den WBA-Vordruck persönlich beim SB abholen?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Mampti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Mai 2016
Beiträge
56
Bewertungen
10
Hallo zusammen. In meiner Optionskommune bin ich auf eine neue Vorgehensweise gestoßen. Ich wollte mir beim Jobcenter-Pendant den Vordruck für den WBA abholen, da teilte mir die Dame am Empfang mit, dass ich diesen nur persönlich von meinem SB bekommen könnte. Ich wies darauf hin, dass dies beim letzten Mal aber anders war. Sie meinte, dass das jetzt aber so in meiner Akte stehen würde. Also, dass ich den nur beim SB abholen dürfe. Und der war natürlich nicht da.

Meine Frage nun: Kann ich nicht einfach den Vordruck vom letzten Mal nehmen (ich habe ihn kopiert). Oder gibt es neuerdings neue Vorschriften die besagen, dass mir der WBA zwingend vom SB persönlich ausgehändigt werden muss?

Danke.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.065
Bewertungen
18.876
Kannst ihn auch einfach aus dem Internet runterladen. Persönlich abholen musst du den Vordruck nicht.
In meiner Optionskommune bin ich auf eine neue Vorgehensweise gestoßen.
Optionskommunen haben meist eigene Formulare und akzeptieren nicht die Formulare der BA. Ob diese Kommune ihren Antrag online hat entzieht sich meiner Kenntnis aber wenn nicht wird nichts anderes übrigbleiben als sich den persönlich zu holen. Einfach den Antrag der BA zu nehmen hilft auch nicht weil die dann immer noch ihren Antrag fordern werden und man das ganze dann zweimal ausfüllt.
 

Zermürbt38

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Mai 2019
Beiträge
1.917
Bewertungen
2.510
Nein der WBA Antrag gibt es in der Eingangszone. Entweder ausgelegt und wenn nicht am Empfang aushändigen lassen. Der SB hat damit nichts zu tun.
Weiterhin kannst du den WBA Antrag auch selber ganz leicht bei der Bundesagentur für Arbeit (Website) ausdrucken.

HermineL schrieb:


Optionskommunen haben meist eigene Formulare und akzeptieren nicht die Formulare der BA. Ob diese Kommune ihren Antrag online hat entzieht sich meiner Kenntnis aber wenn nicht wird nichts anderes übrigbleiben als sich den persönlich zu holen. Einfach den Antrag der BA zu nehmen hilft auch nicht weil die dann immer noch ihren Antrag fordern werden und man das ganze dann zweimal ausfüllt.
Ich bin auch bei einer Optionskommune und die werden akzeptiert. Es sind die Gleichen. Jedenfalls bei uns.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.809
Bewertungen
20.475
Es gibt keine Vorschrift, die die Verwendung irgendeines Vordrucks vorschreibt. Rein rechtlich ist die persönliche Abgabe eines Bierdeckels mit dem Satz "Ich beantrage Leistungen nach dem SGB II. Unterschrift" als schriftlicher Antrag völlig ausreichend. Rechtlich korrekt wäre es dann, wenn der SB dem Antragsteller den Vordruck mitsamt einer Liste der benötigten Dokumente zuschickt.

Gerade bei den OK sieht man aber immer wieder, wie ein eigenes Süppchen zum Nachteil des ELO gekocht wird. Das Problem ist dann weiterhin, dass im Regelfall keine finanziellen Rücklagen da sind, um sein Recht ggf gerichtlich durchzusetzen. Und selbst das wäre keine Garantie dafür, dass es in Zukunft anders wird.

Was bleibt hier also übrig? Das Spielchen erstmal mitspielen und im Nachgang die rechtlichen Grundlagen erfragen. Für den nächsten Bewilligungszeitraum frühzeitig schriftlich einen Antrag stellen und wenn wieder die Forderung nach einer persönlichen Abholung kommt, dann mit hoffentlich noch vorhandenem zeitlichem Puffer, wieder die Rechtsgrundlagen erfragen. Evtl schafft man es so, dieses rechtswidrige Gebahren abzustellen. Und wenn es nur bei einem selbst und nicht bei anderen funktioniert.
 
Zuletzt bearbeitet:

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.065
Bewertungen
18.876
Ich bin auch bei einer Optionskommune und die werden akzeptiert. Es sind die Gleichen. Jedenfalls bei uns.
Optionskommunen haben meist eigene Formulare und akzeptieren nicht die Formulare der BA.
Es ist ja schön für dich wenn das bei dir der Fall ist aber daraus kann man nicht Allgemeingültig ableiten das dies überall der Fall ist. Das es welche gibt die das akzeptieren ist mir auch bekannt deswegen schrieb ich ja auch meist und nicht allgemein.
Wir haben es hier vor Ort bei der Beratung mit drei Landkreisen zu tun die optieren und keine dieser Jobcenter akzeptiert die Anträge der BA.

Nein der WBA Antrag gibt es in der Eingangszone. Entweder ausgelegt und wenn nicht am Empfang aushändigen lassen. Der SB hat damit nichts zu tun.
Weiterhin kannst du den WBA Antrag auch selber ganz leicht bei der Bundesagentur für Arbeit (Website) ausdrucken.
Nochmals das mag bei der BA so sein aber nicht unbedingt bei Optionskommunen. Die kochen in der Hinsicht ihr eigens Süppchen wozu sie auch berechtigt sind. Wenn man Leistung dringend braucht ist man genötigt das Spielchen mit der Abholung beim SB mitzuspielen.

Den Antrag an sich kann man formlos stellen. Danach hat das zuständige Amt aber dann im Rahmen der Ermittlung ob die Antragsvoraussetzungen erfüllt werden das Recht die benötigten Daten per Formular zu erheben. Die Gestaltung des Formulars ist nicht einheitlich vorgeschrieben. Der Antragsteller hat hier dann entsprechend ein Mitwirkungspflicht.
 

Mampti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Mai 2016
Beiträge
56
Bewertungen
10
Erstmal danke für eure Antworten. Mir ging es um den rechtlichen Rahmen. Eine Antragstellung selbst würde ja eigentlich schon fernmündlich reichen.
Ich vermute also, dass das persönliche Abholen als Akt des Kriechens verlangt wird, also Schikane.

Ich habe nun den Blanko-Vordruck von vor sechs Monaten genommen. Erfahrungsgemäß geht der eh nicht im ersten Anlauf durch. Blödsinnige Nachfragen und Anfordern von Unterlagen, die sie nicht anfordern dürfen. dann Anwältin, dann Genehmigung für sechs Monate, Nachfrage warum nicht zwölf, keine Antwort bis die sechs Monate rum sind. Das Spiel kenn ich ja. Nur die Aushändigung des Vordrucks. Das war neu.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten