Muss man den Lebenslauf und die Zeugnisse immer mitschicken oder reicht nur das Anschreiben für eine Bewerbung ? (3 Betrachter)

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Chloe1983

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Guten Abend an Alle,

Die AFA schickt einem ja fleißig Vermittlungsvorschläge, die nicht immer (oder öfters) passend sind.
Ich möchte eigentlich nicht jeder x-beliebigen Firma meine kompletten Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Lebenslauf) zur Verfügung stellen. Schließlich sind das ja auch sensible Daten.

Gibt es hier Leute, die nur einen Teil Ihrer Unterlagen verschicken ?
Mich würde auch interessieren, ob man dadurch eine Sperrzeit verhängt bekommen kann. Ich bin ALG 1.

Viele Dank !
 

PsychoSon

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Den Lebenslauf schicke ich immer mit. Bei den restlichen Unterlagen entscheide ich immer je nach Stelle. Vermerke aber im Anschreiben, das die restlichen Unterlagen in einem Vorstellungsgespräch vorgelegt werden können.
Nur das reine Anschreiben sollte etwas wenig sein, damit die Firma eine Vorauswahltreffen kann.

Keine Ahnung, ob es die Pflicht gibt bestimmte Unterlagen mitzuschicken und ob es dafür eine Sperrzeit/Sanktion geben kann.
 

Woodruff

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Hallo Chloe,

Gibt es hier Leute, die nur einen Teil Ihrer Unterlagen verschicken ?
Mich würde auch interessieren, ob man dadurch eine Sperrzeit verhängt bekommen kann. Ich bin ALG 1.

Für Stellen , die mich wirklich interessiert haben, habe ich immer eine komplette Bewerbung versandt, ansonsten habe ich meistens eine Kurzbewerbung versandt.

Für die Bewerbungskostenerstattung wurde eine Kopie meines Anschreibens verlangt, deshalb habe ich dann vorher den Satz der Nachreichung weggelassen. Zum damaligen Zeitpunkt wurden von unserer Optionskommune Kurzbewerbungen nicht erstattet.

- Das ist keine Empfehlung es bzgl. der Erstattung auch so zu machen! - ;)
 

Zeitkind

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Ich möchte eigentlich nicht jeder x-beliebigen Firma meine kompletten Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Lebenslauf) zur Verfügung stellen. Schließlich sind das ja auch sensible Daten.
Auf dieses Anliegen wird im Leitfaden unter dem Beitrag » Vermittlungsvorschlag zur Beschäftigungsaufnahme eingegangen:

Datensparsamkeit im Bewerbungsprozeß
  • Qualifizierungen nennt man im Lebenslauf und kündigt im Anschreiben
    eine Vorlage der Nachweise beim Vorstellungsgespräch an.
Beispiel meinte:
Ich stehe Ihnen jederzeit für ein persönliches Vorstellungsgespräch zur Verfügung.
Bitte lesen Sie dazu das ausführliche Bewerbungsanschreiben.
Im Anhang übersende ich Ihnen meinen Lebenslauf mit Tätigkeitsbeschreibung.
Zum Vorstellungsgespräch werden folgende Unterlagen vorgelegt:
  1. letztes Arbeitszeugnis
  2. Zeugnis IHK Dachdecker
  3. Abschlußzeugnis Schulbildung
  4. Führerschein Rollator
  • Dem Lebenslauf solltest Du ein Tätigkeitsprofil beifügen,
    in welchem alle bisherigen Tätigkeiten und Fähigkeiten chronologisch aufgelistet sind.
  • Damit kann der AG realistisch einschätzen, ob er Dich für die Stelle verwenden kann.
  • Ebenso im Anschreiben kann der Bewerbende darum bitten, wie mit seinen Daten umgegangen werden soll;
Beispiel meinte:
Ich bitte Sie, meine persönlichen Daten nach Datenschutzrichtlinien des BDSG vertraulich zu behandeln
und bei Nichtverwertung nach Zweckerfüllung entsprechend zu löschen.
  • Gesundheitliche Einschränkungen, welche Einfluß auf Eignung und Arbeitsleistung ausüben,
    sollten bereits im Vorstellunggespräch bekanntgegeben werden, um spätere Ersatzansprüche auszuschließen.
 

Chloe1983

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Danke schon mal für Eure Antworten.

Foto ist wohl auch nicht zwingend notwendig, dies habe ich auch schon weggelassen.
Bei Stellen die mich interessieren, verschicke ich natürlich die kompletten Unterlagen.
Dann werde ich die Zeugnisse in Zukunft bei unpassenden Stellen am Anfang weglassen und den Lebenslauf aufs Mindeste beschränken wie @Zeitkind vorgeschlagen hat.
 

abcabc

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Bei Zwangsbewerbungen natürlich weder Telefonnummer noch E-Mailadresse angeben. Dazu gibt es keine Pflicht.
PKW, Führerschein usw. kann man auch weglassen....
 

For contentedness

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Bei Zwangsbewerbungen natürlich weder Telefonnummer noch E-Mailadresse angeben. Dazu gibt es keine Pflicht.
PKW, Führerschein usw. kann man auch weglassen....
Die meisten Bewerbungen werden doch aber online per E-Mail verschickt. Selbst wenn man auf der Bewerbung die E-Mail-Adresse weglässt, so wird für den Arbeitgeber ersichtlich sein, woher die E-Mail kommt, oder nicht?
 

For contentedness

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Es gibt doch keine Vorschrift, wie man sich auf eine Stelle bewirbt. Bewerbung ist Bewerbung. Bei Sklaventreibern immer schön per Post.
Ja klar, aber viele Arbeitgeber verlangen explizit E-Mail Bewerbungen. Und wenn das noch ausdrücklich im VV (Mit RFB) steht, wie soll man das denn hinterher erklären?
 

Elgaucho

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Viele größere Firmen haben doch auch schon eigene Bewerbungsportale wo man recht einfach vorgefertigt
Lebenslauf, Zeugnisse..Anschreiben hinterlegen kann. Das finde ich ganz praktisch. Je nach Gewichtung
der Stelle würde ich auch entsprechend Unterlagen beifügen. Weiß hier jemand eigentlich online eine
Quelle für professionell und individuell aufgemachte Initiativbewerbungen ?
 

mathias74

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Ja klar, aber viele Arbeitgeber verlangen explizit E-Mail Bewerbungen. Und wenn das noch ausdrücklich im VV (Mit RFB) steht, wie soll man das denn hinterher erklären?
Weil die Arbeitgeber immer meinen man ist online verfügbar- auch wenn mit RFB steht mach ich nur Schriftlich
Bei manchen Arbeitgeber nimm ich dann meine 5. E-mail Adresse - da schau ich vielleicht 4-5 mal im Jahr rein
 

Realo

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Ich kann das Problem nicht ganz nachvollziehen...dass heutzutage eine Online-Bewerbung eine selbstverständlichkeit ist sollte inzwischen auch bei jedem angekommen sein... Da hängt man halt in der E-Mail oder im Bewerberportal den Lebenslauf, das Anschreiben und die bisherigen Arbeitszeugnisse als PDF Dateien hinten dran... Die Firmen sind eh gesetzlich verpflichtet die Daten wieder zu löschen...DGSVO.... Wo ist das Problem?


ich persönlich glaube, dass man sich mit einer schriftlichen Bewerbung keinen allzu großen Gefallen tut.... Du Unterlagen müssen in der Firma erstmal eingescannt werden um überhaupt im Bewerberpool zu landen...
 

HermineL

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Da hängt man halt in der E-Mail oder im Bewerberportal den Lebenslauf, das Anschreiben und die bisherigen Arbeitszeugnisse als PDF Dateien hinten dran... Die Firmen sind eh gesetzlich verpflichtet die Daten wieder zu löschen...DGSVO.... Wo ist das Problem?
Das Problem fängt schon damit an das ich nicht weiß in welchem Land der Server steht auf dem die das speichern und wie sicher der ist. Bei Kenntnis davon das der Server z.B. in den USA steht würde ich meine persönlichen Unterlagen nicht per pdf zur Verfügung stellen sondern nur physisch.
Des Weiteren habe ich, wenn ich meine Unterlagen per Mail sende, keinerlei Infos wie bei der betreffenden Firma der Datenschutz hausintern gehandhabt wird und wie deren Sicherheitssystem sich darstellt.

Ich habe jedenfalls keine Lust darauf meine Zeugnisse, Qualifikationen oder meine Ausbildungsunterlagen irgendwann im Netz wieder zu finden denn ohne Informationen über den Server und die IT Sicherheit dort kann ich die Unterlagen auch direkt im Fratzenbuch oder an der Litfaß-Säule veröffentlichen.
Vor alledem kann mich die DSVGO bestenfalls rudimentär schützen aber auch nicht mehr. Also erkläre mir bitte, welche Rechtfertigung es geben sollte, solch ein Risiko einzugehen ?
 

Hannes63

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Ja klar, aber viele Arbeitgeber verlangen explizit E-Mail Bewerbungen. Und wenn das noch ausdrücklich im VV (Mit RFB) steht, wie soll man das denn hinterher erklären?
Was ein Arbeitgeber verlangt oder was im VV steht kann einem Schnuppe sein.
Es gibt kein Gesetz, dass einen vorschreibt über welche Form man sich zu Bewerben hat.
Dies entscheidet ganz allein derjenige der sich auf eine Stelle bewirbt.
 
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