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Muß man den Feststellungsbericht ( GDB) dem Jobcenter vorlegen?

Hondo2412

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#1
Hallo, nach langem warten, habe ich endlich den Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt erhalten. Hat es Nachteile, wenn ich diesen dem Jobcenter vorlege? Denn so dreist, wie die hier bei uns sind, wären die noch im Stande mir die Leistung zu streichen und behaupten, da Versorgungsamt wäre jetzt für Zahlungen zuständig, da ich ja 30% behindert wäre.
 

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Frank71

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#2
@Hondo2412...

Ich würde den Bescheid vom Versorgungsamt beim Jobcenter in Kopie gegen Empfangsbestätigung einreichen.

Ein Nachteil darf dir da durch nicht entstehen, warum auch,das Jobcenter hat weiterhin deine Leistung zu bezahlen und nicht das Versorgungsamt.
 

Sonne11

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#3
@Hondo2412...
Ich würde den Bescheid vom Versorgungsamt beim Jobcenter in Kopie gegen Empfangsbestätigung einreichen.
So pauschal würdest Du es tun? Es stehen doch Diagnosen geschrieben?

Wenn Du es einreichen willst, weil DU DIR Vorteile bei der Vermittlung oder sonst wo erhoffst, dann kannst Du es mit geschwärzten Diagnosen tun. (wenn Du in der Vermittlung bist)

Wenn noch keine Untersuchung durch den ärztlichen Dienst oder Gesundheitsamt/ MD für das JC stattgefunden hat und Du es aber möchtest (mögliche Vorteile für DICH) dann ebenfalls schriftlich fordern. Das JC hat hierbei kein Ermessen. (außer Optionskommune, weil die ihr eigenes Ding drehen)
 
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Gast
#4
Wenn Du es einreichen willst, weil DU DIR Vorteile bei der Vermittlung oder sonst wo erhoffst, dann kannst Du es mit geschwärzten Diagnosen tun.
Genau so habe ich es damals gemacht. Die Diagnosen geschwärzt.
 

hansklein

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#5
Hallo, nach langem warten, habe ich endlich den Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt erhalten. Hat es Nachteile, wenn ich diesen dem Jobcenter vorlege? Denn so dreist, wie die hier bei uns sind, wären die noch im Stande mir die Leistung zu streichen und behaupten, da Versorgungsamt wäre jetzt für Zahlungen zuständig, da ich ja 30% behindert wäre.
Bei nur GDB 30 hast du keine Nachteile zu befürchten und nur wenige Vorteile, solange nicht zusätzlich mindestens 1 Merkzeichen eingetragen wäre, streichen können sie dir nix und dich abschieben auch nicht wegen grad mal nem (Anfaenger) Gesamt Gdb von 30 ohne Zusatz Merkzeichen.

Bei GDB 30 bekommst du einen sehr geringen Steuervorteil. Auf Antrag bei der Arbeitsagentur evtl. Gleichstellung mit Schwerbehinderten siehe z.b. Ansprüche Behinderung

Auf mehr Urlaub etc. hast du mit unter GDB 50 (nicht%) keine Ansprüche.

ZAF werden dich kaum nehmen, wenn im Gespräch erkennbar eine Behinderung vorliegt. Es erschwert deine Chancen eher, Einen "Job" zu erhalten.

Das JC wiederum muss Rücksicht auf Einschränkungen nehmen, die durch deine Behinderung im Arbeitsleben gegeben sind. Gegebenenfalls können sie eine Untersuchung durch den medizinischen Dienst anleiern, um festzustellen, was du noch kannst und was nicht.
 

Doppeloma

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#6
Hallo Hondo2412,

Hallo, nach langem warten, habe ich endlich den Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt erhalten. Hat es Nachteile, wenn ich diesen dem Jobcenter vorlege?
Es hat auch keine besonderen "Vorteile" wenn du diesen Feststellungsbescheid vorlegen wirst, GdB 30 ist so gut wie "Nichts" und ein solcher Bescheid geht das JC (die SB) sowieso NICHTS an weil es mit deinem grundsätzlichen Leistungs-Anspruch (wegen "Bedürftigkeit") beim JC nichts zu tun hat. :icon_evil:

Denn so dreist, wie die hier bei uns sind, wären die noch im Stande mir die Leistung zu streichen und behaupten, da Versorgungsamt wäre jetzt für Zahlungen zuständig, da ich ja 30% behindert wäre.
Vom Versorgungs-Amt gibt es KEIN Geld für den Lebensunterhalt, nicht mal bei GdB 100 und allen Merkzeichen, das sollte sogar bei deinem JC schon bekannt sein. :icon_hihi:

Du solltest ja auch eine Bescheinigung für das Finanzamt dabei haben (für die Behinderten-Pauschale, so du mal wieder Steuern zahlen musst :bigsmile:), mach davon eine Kopie und FERTIG, der Rest geht dein JC NICHTS an.

Da steht ja drauf welcher Grad dir bewilligt wurde und die konkreten gesundheitlichen Gründe haben zumindest deinen SB nicht zu interessieren, das spart dir ne Menge Arbeit mit dem Edding.

Mehr hat von mir noch nie Jemand bekommen, den der Rest gar nichts anzugehen hat, da steht ja deutlich genug drauf, welcher GdB zugesprochen wurde, ab GdB 50 genügt die Kopie vom Ausweis ... jedenfalls in den meisten Fällen, wo es nur der reinen Information dient.

Wenn es gesundheitliche Einschränkungen bei deiner Vermittlung gibt (lt. Feststellungsbescheid wegen orthopädischer Probleme und Bluthochdruck) dann sollte das für die Vermittlung lange durch den ÄD geklärt sein, das ist ja nicht erst Fakt mit diesem Bescheid.

Merkzeichen gibt es frühestens ab Schwerbehinderung (also GdB 50), vorher werden gar keine zugesprochen und bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg ab GdB 30, das darfst du mir glauben.

Die gesundheitliche Zumutbarkeit (gemäß § 10 SGB II) ist bereits vom JC zu prüfen, wenn KEIN GdB vorliegt, VORHER kannst du gar nicht "zumutbar" vermittelt werden, wenn du deinen SB zu vorliegenden Einschränkungen (ganz allgemein) bereits informiert hast, dann hat der den ÄD auch OHNE GdB zu beauftragen.

MfG Doppeloma
 

Birt1959

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#7
Lieber Hondo,

wenn Du nicht eventuelle Vorteile einer Gleichstellung nach dem Schwerbehindertengesetz bei einer Anstellung in Anspruch nehmen willst, vergiss das Ganze.

Weder im Leistungsbezug im SGB II noch bei dem im SGB III bringt Dir der GdB von 30 irgendwas. Auf dem Arbeitsmarkt meiner bescheidenen Erfahrung nach auch nur dann, wenn Du eine Anstellung im öffentlichen Dienst suchst. Dort laden die AG dann wenigstens nach dem SchwbG ein, auch wenn am Ende wieder einmal die Absage herauskommt.

Der Agentur oder dem JC musst Du das Teil auch nur dann vorlegen, wenn Du den Service für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen willst. Glaube mir, der ist auch nicht besser als der für die "normalen" Erwerbslosen. Es wird genauso gehandelt und sanktioniert wie eben bei den Normalos. Und wenn Du Vermittlungshemmnisse hast mit denen die SB sich nicht auskennen, wird versucht, dich in Sinnlosmaßnahmen abzuschieben.

Ein Tipp, den Du vielleicht abklären kannst: Wenn Du nicht in Bayern lebst oder dort ÁLG I beziehst, kannst Du vielleicht über den Integrationsfachdienst mehr erreichen. In Bayern würde ich aber vorher guckschauen, wo der sitzt. Bei manchen IFDs ist die räumliche Nähe zu einem Seelenverkäufer der bayrischen Wirtschaft frappierend und meiner Erfahrung nach, wirst Du auch leicht in eine deren Maßnahmen "abgeschoben".

Manche IFDs geben sich allerdings echt Mühe - weil sie nicht von der Agentur sondern den Integrationsämtern (ehemals Versorgungsämter) bezahlt werden.

An dem Vermittlungshemmnis können sie allerdings nichts ändern. Vorabinfo - dein Bundesland musst Du bitte selbst suchen.

http://www.integrationsfachdienst.de/de/

Noch was: versprich Dir vom Integrationsamt nichts - schon mein schwer kriegsversehrter Vater schlug sich bis Anfang der 90er mit denen rum, wenn es um Leistungen ging. Mir ging es Jahrzehnte später auch nicht anders.
 

Hondo2412

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#8
@Doppeloma
Beim ÄD war ich ja in 2015.Er kam dann zu folgendem Ergebniss:

Folgendes Leistungsbild wäre denkbar:

Herr xxxxx ist vollschichtig einsatzfähig für Tätigkiten im Tages,- Früh ,-und Spät, aber nicht in Nachtschichtorganisationen, wenn es sich um leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten handelt. Dabei sind das Gehen auf unebenem Gelände,bzw Tätigkeiten in häufigen Zwangshaltungen,wie Bücken,Knien,Armvorhalte-oder Überkopfarbeiten auszuschließen.Gleiches gilt für extreme kalte und extreme heiße temperatureinflüsse. Empfelenswert ist eine Abklärung der Schwindelsituationen durch den Hausarzt,ob dies Blutdruckbedingt ist oder gegebenfalls fachärztliche Untersuchungen erforderlich sind.Bis dahin sind Tätigkeiten mit Absturzrisiko wie beispielsweise Besteigen von Leitern und Gerüsten,dienstliches Führen von Kraftfahrzeugen,Bedienen gefährlicher Maschinen oder Änhliches auszuschließen.
Diese Einschränkung ist je nach Abklärungsergebnis durch die Ärzte nicht auf Dauer,der rest der leistungsbeschränkungen ist vermutlich auf Dauer vorhanden.

Dies wurde aber in der EGV nicht berücksichtigt!

Dann bekam ich die Tage einen Vermittlungsvorschlag von einem anderen JC.Und einen Tag später eine einladung zum Vorstelungsgespräch. Bewarb mich natürlich per email bei dieser ZAF und teilte denen darin mit, das ich seit ca. 2 Jahren AU bin und zudem GdB 30 habe. Rief dann an und fragte ob die e-mail ankam,da ich keine Lesebstätigung erhielt. Ich erklärte dann der guten Frau von der ZAF, das ich AU bin,Gdb..etc. Sie sagte darauf:"Dann hätte sich die Vorstellung erledigt. Ich hätte mich ja beworben und sie würde dem JC dies mitteilen".
Darauf hin fragte ich, ob sie mir über die bewerbung eine bestätigung zusenden würde (postalich oder email). Sie meinte nur,es reicht ja, wenn wir dem JC bescheid geben.
Sollte ich trotzem hinfahren und eine Bestätigung verlangen? Bei dem Schreiben vom JC fehlte allerdings auch die Rechtfolgebelehrung!
 

Caramell

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#9
Hondo2412, auf dem VV hättest Du Dich nicht bewerben müssen, eben weil keine Rechtsfolgebelehrung dabei war.
Die AU und das schon so lange, trägt auch dazu bei, sich nicht zu bewerben, vor allem wenn nicht abzusehen ist, wann Du wieder gesund wirst.
Ich würde nicht nachfragen, ob die eine Meldung von der ZAF bekommen haben.
 

hansklein

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#10
Bewarb mich natürlich per email bei dieser ZAF und teilte denen darin mit, das ich seit ca. 2 Jahren AU bin und zudem GdB 30 habe.
Das würde ich pers. aus meiner Erfahrung lassen, denn das kann schnell als Negativbewerbung gewertet werden. Im persönlichen Gespräch habe ich denen mitgeteilt, das ich Einschränkungen habe und behindert bin, aber niemals schon schriftlich nachweislich in der Bewerbung.

Ebenso bei einem Versuch einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch - tut mir leid, derzeit bin ich auf nicht absehbare Zeit krankgeschrieben. Das wirkt nicht so, als wolle man erst gar nicht. Da reagieren manche JC-MA allergisch drauf.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Das würde ich pers. aus meiner Erfahrung lassen, denn das kann schnell als Negativbewerbung gewertet werden. Im persönlichen Gespräch habe ich denen mitgeteilt, das ich Einschränkungen habe und behindert bin, aber niemals schon schriftlich nachweislich in der Bewerbung.

Warum ?

Es sollen keine Lücken im Lebenslauf sein, besonders wenn es sich um einen so langen Zeitraum handelt.
Also würde ich auch den Zeitraum der AU benennen.

In etwa so kann man es machen: von...bis... aus gesundheitlichen Gründen ohne Beschäftigung.
 
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