Muss man als ALG II / Hartz IV Empfänger Hundesteuer zahlen?

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mucky

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Hallo Ihr Lieben, :icon_smile:

ein guter Freund von mir bräuchte einige gute Ratschläge und Hilfe in Sache „Hundesteuer“.

Er ist Hartz IV Empfänger und besitzt auch einen großen Hund (kein Kampfhund!). Leider wurde er von der Nachbarschaft beim Versorgungsamt angezeigt. :icon_twisted: Aufgrund dessen, dass er angeblich keine Hundesteuer zahlt.

Nun meine Frage wäre: Muss man den überhaupt als ALG II / Hartz IV Empfänger in NRW Hundesteuer zahlen?

Wie hoch wäre jetzt in dem Fall das Bußgeld? Seitdem er auch Hartz IV Empfänger ist, - hat er auch keine Hundesteuer gezahlt. Da er auch nicht viel Geld zum Leben hat bzw. fast gar nichts. Er kann sich doch regelrecht gar nicht die jährliche Hundesteuer von dem ALG II - Regelsatz sich leisten. :confused:

Mit welchen rechtlichen Schritten muss er noch deshalb von den Behörden rechen? :eek:

Ich danke schon mal im Voraus für Eure hilfreichen Antworten.

LG Mucky
 

Malermeister

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Ja selbstverständlich muss man das.

Man kann doch als Hartz-IV Empfänger nicht von allem befreit werden :eek:

Ich bin selber Hartz-IV Empfänger und habe 2 Hunde. Klar bezahle ich da die Hundesteuer und natürlich auch in voller Höhe.
Wenn ich das trotz Hartz-IV nicht könnte, sollte ich auch keine Hunde halten. So ist meine Meinung.

Vor allem müsste ich mich echt gegenüber den arbeitenden Nachbarn ganz schön schämen, das ich schon GEZ frei, KFZ Versicherung ermäßigt, Nebenkosten und Schulausflüge bezahlt..... und und und bekomme und dann auch noch 10 Hunde halten und dafür keine Hundesteuer zahlen?

Also bitte. Ich finde das ist wirklich zuviel verlangt.
 

Cigan

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Was hat er denn für "nette Nachbarn" ????

Jede Gemeinde/Stadt kann die Hundesteuer selbst festlegen,auch die Höhe !!

Diensthunde,Wachhunde ( nächster Nachbar min. 500 mtr.) und Blindenhunde sind frei !!

Ich habe in Deutschland noch nie Hundesteuer für meinen Hund bezahlt,die Gemeinde weis aber,daß ich ihn habe!!

Wer deinen Hund nicht mag,mag auch dich nicht !!
 

Malermeister

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Was hat er denn für "nette Nachbarn" ????

Wir leben auf dem Land. Hier gibt es Nachbarn die schreiben auf, wie oft du in der Woche dein Auto auf dem Parkplatz stehen und nicht zur Jobsuche genutzt hast :icon_knutsch:

Ich habe in Deutschland noch nie Hundesteuer für meinen Hund bezahlt,die Gemeinde weis aber,daß ich ihn habe!!

Nunja... wenn die Gemeinde ihr OK gegeben hat, ist das doch kein Problem. Hoffentlich hast du ihn aber wenigstens versichert. Ich für meine Teil habe beide ordnungsgemäß versichert und auch einen Sachkundenachweis erbracht. So wie es hier vorgeschrieben ist.

Wer deinen Hund nicht mag,mag auch dich nicht !!

Darüber brauchen wir als Hundebesitzer ja nicht zu diskutieren. Klaro, :icon_smile:

Daran erinnerst Du Dich hoffentlich auch noch, wenn bei Euch die Ermäßigung eingeführt wird.

Na klar. Aber die Hundesteuer wurde bei uns erst im Januar erhöht. :cool:
Für sog. Listenhunde sogar verdreifacht. Aber wenn sie ermäßigt würde, dann würde das ja auch für alle gelten ^^
 
R

Rounddancer

Gast
Stimmt, Hundesteuer ist kommunale Steuer, auch, was die Höhe und etwaige Ermäßigungen angeht. Hundesteuer ist zudem eine prohibitive Steuer, es soll, auch durch die Steigerung der Steuer, je mehr Hunde man hat, die Zahl der gehaltenen Hunde begrenzt werden.

Hier in Stuttgart zahlt man auf Antrag als Hartz IV-Opfer die halbe Hundesteuer für den ersten,- aber die volle
für jeden weiteren Hund.

Alternative:
Katze(n) anschaffen. Kostet keine Hundesteuer, und in der REgel auch in Bussen und Bahnen kein Fahrgeld.

Alternative, wenn Wachhundfunktion nötig: Gans anschaffen. Schlägt besser an, als jeder Hund. Kostet auch weder Hundesteuer, noch Fahrkarte. Und wenn man ihrer übedrüssig ist, wird sie zum Sonntagsbraten, ohne daß man als Perversling gilt, was aber wäre, würde man Hund oder Katze essen wollen.
 

nine82

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erm wenn dein freund die Hundesteuer "nicht zahlen" kann, wie zahlt er dann die Versicherung und die Impfungen und die sonstigen Tierarztbesuche?

(zu deiner aussage kein Kampfhund es gibt keine speziellen kampfhunde mehr, früher wurden hunde dazu gezüchtet aber inzwischen ist das wort kampfhund nurnoch das lieblingswort von den medien wenn mal wieder ein amstaff oder zu zugebissen hatte, wer sich damit beschäftigt weis das die sogenannten kampfhunde/listenhunde, siehe amstafft, eine niedrigere beisrate haben als deutsche schäferhunde etc, die nie als Kampfhunde bezeichnet wurden von Medien.)

Ich muss ehrlich gesagt Malermeister recht geben mit seiner Aussage wenn man die Hundesteuer nicht Zahlen kann ,sollte man keine Hunde halten, wobei wenn die Gemeinde Ok sagt das man den Hund auch ohne steuern halten darf es auch ok ist.
Nur einfach so ohne wissen der Gemeinde und sich dann wundern wenn man angeschwärzt wird zeigt wenig verantwortungsgefühl.
Rechtliche Schritte er wird nachzahlen müssen denk ich mal und dann wie jeder andere auch weiterzahlen, oder Bußgeld oder er muss den Hund weggeben da die Ausrede mit dem nicht zahlen können der Jährlichen Hundesteuer nicht zählen, da man ja einen Kompromis finden kann diese in Monatlichen raten zu zahlen.
Hätte er sich vor anschaffung des Hundes erkundigt wäre ihm glaube einiges erspart geblieben.
 
E

ExitUser

Gast
...wobei wenn die Gemeinde Ok sagt das man den Hund auch ohne steuern halten darf es auch ok ist...

Das ändert aber nichts daran, dass die Unterhaltung eines Hundes recht kostenintensiv ist. Allein schon der TA...


"Hätte, wenn, aber"- bringen im Nachhinein herzlich wenig.
Das alles weiß der Hundebesitzer inzwischen selbst.

Die Konsequenzen wird er nun tragen müssen. Vllt. kann man wenigstens dem Hund helfen, indem man einen neuen Besitzer für ihn sucht (nur für den Fall, dass die zu erwartenden Kosten nicht mehr vom Halter getragen/aufgebracht werden können).

Mir tut hier nur der Hund leid!
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, von Obdachlosen ist bekannt, daß sie ihre Hunde besser versorgen, als sich selbst.
Auch gibt es Tierschutzvereine, die armen Menschen die Tierarztkosten bezahlen, und es gibt Tierärzte, die Tiere von armen Menschen, z.B. im Rahmen der Vesperkirchen-Aktionen, kostenfrei behandeln.
 

redfly

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In Essen werden "normale Hunde" von der Hundesteuer befreit. Den Antrag stellt man formlos nach Erhalt des Steuerbescheides. Der Steuersatz liegt hier aber bei ca. 140,00 EUR pro Jahr. Für gefährliche Hunde (Kampfhunde) gilt diese Reglung nicht. Da gelten nämlich viel höhere Sätze.
 

nine82

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@redfly es gibt keine gefährlichen hunde nur falsch erzogene ohjee oder listenhunde dank politikern und medien die kein plan habn und panik machten ....

@gavroche das weis ich deshalb meinte ich auch wie er den rest bezahlt wenn ihm die hundesteuer scho zuviel ist....

(ich hatte selber einen der sozusagenen listenhunde und weis wie hoch die da allein sein kann und auch wie hoch andere kosten sein können und finde wers nicht zahlen kann und demnach so verantwortungslos handelt und heimlich einen hund hält dem sollten die hunde abgenommen werden, wenns die gemeinde weis und erlaubt ist es ok)
ach nochwas an den hundehalter was auch pasieren kann die nehmen das tier weg bis er die steuern nachgezahlt hat und da kommen noch tierheimkosten auf einan zu .. wird das tier dann nicht rechtzeitig vermittelt oder zurückgeholt vom halter wird der hund eingeschläfert, das ist eine beliebte methode der ämter bei grossen hunden .... leider
 
E

ExitUser

Gast
@redfly es gibt keine gefährlichen hunde nur falsch erzogene ohjee oder listenhunde dank politikern und medien die kein plan habn und panik machten ....
Ich weiß selbst, dass das Problem mit bissigen Hunden am anderen Ende der Leine liegt. Es sind die Besitzer selbst, die Tiere zu unkontrollierbaren Bestien erziehen. Andererseits darf man nicht außer acht lassen, dass sich ein bestimmtes hirnloses Klientel zur P**isverlängerung und um sich als echter Mann zu fühlen, gern mit bestimmten, sog. Kampfhundrassen "schmückt".
Ich jedenfalls bin froh, dass es diese verschärften Gesetze gibt, die dazu führten, dass insbesondere in Gegenden wo ich lebe (Hamburger Kiez), die Kampfhundpolulation erheblich zurückgegangen ist. Außerdem ist es befreiend an einer hirnentkernten zweibeinigen Kreatur vorbeigehen zu können, ohne Angst haben zu müssen, von seinem scharf gemachten Vierbeiner in Stücke gerissen zu werden, da dieser jetzt an kurzer, kräftiger Lederleine und Maulkorb geführt werden muss.(Den Hund meine ich)

LG :icon_smile:
 

Steffi84

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Also was passiert wenn man nicht zahlt kann ich sagen... wir haben das wirklich mal vergessen. Ehrlich. Haben echt nimmer dran gedacht.

Das Ordnungsamt stand dann hier vor der Tür ( seeehr peinlich) und ich durfte dann entweder bar oder mit EC Karte zahlen, denn sonst hätte man den Hund ins nächste Tierheim gebracht, bis ich nachweisen kann, gezahlt zu haben. Keine schöne Sache. Aber da sind wir ja noch drumherum gekommen und mein Kleiner durfte hier bleiben :)

Ob er sich wohl hätte mitnehmen lassen...
 

Bambi_69

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Malermeister meinte:
(...)das ich schon GEZ frei, KFZ Versicherung ermäßigt(...)

Du bekommst eine ermäßigte KFZ Versicherung? :eek: Bei welchem Versicherungsträger bist Du denn, wenn ich fragen darf.
Ich wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt (für Erwerbslose) gibt?



Alternative, wenn Wachhundfunktion nötig: Gans anschaffen. Schlägt besser an, als jeder Hund. Kostet auch weder Hundesteuer, noch Fahrkarte. Und wenn man ihrer übedrüssig ist, wird sie zum Sonntagsbraten, ohne daß man als Perversling gilt, was aber wäre, würde man Hund oder Katze essen wollen.

Gänse können, bei guter Pflege und so man sie nicht vorher als Sonntagsbraten isst, übrigens sehr alt werden. Die Angaben reichen von 30 Jahren aufwärts bis zu über 60 Jahren.
Und ich habe einmal gehört, dass man eine Gans im Gegensatz zu manchem Wachhund nicht bestechen kann (z.B. mit Futter). Hey, eigentlich wäre sie mit dieser Eigenschaft ja sogar der perfekte Staatsdiener :icon_party::icon_smile:


Liebe Grüße
Bambi_69
 

mucky

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Hallo Ihr Lieben,

vielen herzlichen Dank erstmal für Eure zahlreichen Tipps und Ratschläge. Die ich natürlich „als nicht Hunde Besitzer“ leider vorher so nicht gewusst habe. Ich war doch von @Rounddancer Bericht sehr positiv überrascht, dass es auch Tierschutzvereine gibt, die den armen Menschen die Tierarztkosten bezahlen, und dass es auch noch Tierärzte gibt, die Tiere von armen Menschen, z.B. im Rahmen der Vesperkirchen-Aktionen, kostenfrei behandeln. In dieser Situation finde ich die Hilfsbereitschaft von Tierärzten oder Tierschutzvereinen wirklich nur supernett und klasse! :icon_klatsch:

Übrigens, Hunde einzuschläfern zu lassen, nur weil der Besitzer die Hunde – Steuer nicht bezahlt (kann!), finde ich ziemlich krass! :eek:

Ich werde mich in den kommenden Tagen in den entsprechenden Threads umschauen und mich dort melden.

Nochmals an alle, vielen Dank!

LG Mucky


_______________________________________________________________
Man müsste jedes Ding mit anderen Augen betrachten. Ein Hund könnte in einem Menschen leben und ein Mensch in einem Hunde. Ein Pfund von frischen Fischen könnte ein Pfund von zappelnden Seelen sein. Mendele Mojcher Sforim
 

ela1953

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Ja selbstverständlich muss man das.

Man kann doch als Hartz-IV Empfänger nicht von allem befreit werden :eek:

Ich bin selber Hartz-IV Empfänger und habe 2 Hunde. Klar bezahle ich da die Hundesteuer und natürlich auch in voller Höhe.
Wenn ich das trotz Hartz-IV nicht könnte, sollte ich auch keine Hunde halten. So ist meine Meinung.

Vor allem müsste ich mich echt gegenüber den arbeitenden Nachbarn ganz schön schämen, das ich schon GEZ frei, KFZ Versicherung ermäßigt, Nebenkosten und Schulausflüge bezahlt..... und und und bekomme und dann auch noch 10 Hunde halten und dafür keine Hundesteuer zahlen?

Also bitte. Ich finde das ist wirklich zuviel verlangt.

Malermeister, nenn mir bitte deine Versicherung - ich will auch eine ermäßigte KFZ Steuer
 

tinkawolf

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hergau

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In München muß man keine Hundesteuer als Alg"-Empfänger zahlen.

Freilich muß man dann einen Antrag bei der Stadt stellen.
Dieser wird eigentlich immer gewährt und gilt für das laufende Kalenderjahr.
 

tinkawolf

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Also müßte man wenn man den Hund anmeldet gleich sagen "Ich bekomme ALG II oder habe vor es zu beantragen" damit die Behörde einem dann das Formular oder so gibt? Man muß es ja nachweisen daß man auch tatsächlich ALG II bekommt.

Und dann jedes Jahr aufs Neue? Na wenn man das mal nicht vergisst.
 
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