Muß Job auf Provisionsbasis angenommen werden

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sgrund

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Hallo,

ein Bekannter hatte gestern ein Vorstellungsgespräch aufgrund eines Stellenvorschlags der Arge bei einer Firma, die Geschäftskunden und teilweise auch Privatkunden im Auftrag von Telefonfirmen, Stromfirmen etc. Verträge aufquatschen tut. Das Einkommen ist ein minimales Grundgehalt, der Rest Provision. Die Person hat drei kleine Kinder und ist verheiratet.
Muß er einen Job annehmen, bei dem der größte Einkommensanteil provisionsabhängig ist?
Am Montag hat er einen Probearbeitstag, danach wird weiter geschaut, wahrscheinlich kann er den Job bekommen, da niemand einen solchen Müll freiwillig macht.
Gibt es zu dem Sachverhalt Gesetze oder Urteile die hier weiter helfen könnten?
Er hat innerhalb von zwei Monaten schon fast 100 eigene Bewerbungen geschrieben, leider bisher ohne Erfolg. Also faul ist er nicht

Gruß
Simon
 

EMRK

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Als Empfänger von Leistungen sind Sie verpflichtet, jede Arbeit anzunehmen, zu der Sie geistig, seelisch und körperlich in der Lage sind.

Wenn Sie Leistungen erhalten wollen, gehört es zu Ihren Pflichten, dass Sie und alle erwerbsfähigen Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft alle Möglichkeiten nutzen, Ihre Hilfebedürftigkeit zu verringern bzw. zu beenden und dass Sie aktiv an allen angebotenen Maßnahmen mitwirken.

Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/zentr...erkblatt-Sammlung/SGB-II-Merkblatt-Alg-II.pdf
 
E

ExitUser

Gast
Ist ja toll EMRK,
aber so ein Job birgt die Gefahr, dass man sich verschuldet.
Und richtig gefährlich ist es, wenn man schon in der Privatinsolvenz ist.
Und so einen Job würde ich mit allen Mitteln abwehren.
 

Seepferdchen 2010

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Noch ein Gedanke dazu, selbst die Provision steht auf "schwachen Füßen", weil wenn der Kunde von seinem Widerrufsrecht/Storniert gebrauch macht, ist auch die Provision
weg.

Hat dein Bekannter auch sich mal die Vertragsbedingungen angesehen?

:icon_pause:
 

flandry

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Ist das wirklich sozialversicherungspflichtiges Einkommen oder Kostenersatz???
Ich würde mich beim Amt auf jeden Fall schon jetzt danach erkundigen, wie das mit Aufstockung geht.
So wie ich das sehe müssen die das dann JEDEN MONAT NEU berechnen, auch wenn sich der Betrag nur um einen Zehner ändert.
Solltest Du nicht in einer Gegend mit ganz vielen Hochhäusern leben wirst du wohl kaum davon leben können
 

Neudenkender

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Und so einen Job würde ich mit allen Mitteln abwehren.

Absolut. Solche üblen Drückerjobs muss man als normaler Mensch, wenn man nur einen Funken Anstand hat, auf jeden Fall verhindern. Sie führen, wenn man kein absoluter Abzocker ist, ganz schnell in viele Abseitse.

Also ich würde mir Montag einen gelben Schein holen. Möglichst für länger ...
 
E

ExitUser

Gast
Noch ein Gedanke dazu, selbst die Provision steht auf "schwachen Füßen", weil wenn der Kunde von seinem Widerrufsrecht/Storniert gebrauch macht, ist auch die Provision
weg.

Hat dein Bekannter auch sich mal die Vertragsbedingungen angesehen?

:icon_pause:

Die wird man ihm aus gutem Grund womöglich nicht mit nach Hause geben. Bei Handelsvertretern (vor allem bei Versicherungen) ist die "Stornohaftung", also die Rückforderung bereits gezahlter Provisionen, der direkte Weg in die Privatinsolvenz, denn das Geld wurde ja für den Lebensunterhalt verbraucht.

Und in die Stornohaftung läuft man meistens nicht, weil der Kunde sofort widerspricht oder eine schwarze Schufa hat (da hat man schlicht für lau gearbeitet), sondern weil er während einer gewissen Zeit kündigt (man muß sich tatsächlich genau angucken, unter welchen Umständen die Provision verdient ist) oder weil man Leute angeschleppt hat, die insolvent sind und bei denen sich die Forderungen später nicht realisieren lassen.

Inwieweit das Verhältnis zwischen Fixum und Provision ingesamt in Ordnung ist, steht noch auf einem anderen Blatt. Wenn er das Fixum nicht einspielt, wird man den Bekannten ohnehin schnellstens wieder rauswerfen.
 

schwanenritter

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Das Einkommen ist ein minimales Grundgehalt, der Rest Provision.
Das ist nicht wichtig, unter diesen Bedingungen arbeiten so gut wie alle Außendienstmitarbeiter. Viel wichtiger ist die Frage: Arbeitet die Person als Handelsvertreter nach § 84 HGB? Dann wäre nämlich eventuell ein Gewerbe anzumelden, und dazu würde ich mich nicht zwingen lassen. Ich glaube auch nicht, dass das überhaupt möglich ist, dazu gezwungen zu werden. Ob es sich um eine solche Arbeit handelt, das lassen die Anbieter derselbigen immer gerne im Dunkeln, erst, wenn der Vertrag auf dem Tisch liegt, dann kommt Butter bei de Fische. Und dann sitzt man schon in der Falle und kann sich nur ganz schlecht wieder rauswinden. Mir hat man einen solchen Job auch vor kurzem angeboten, und der Anbieter hat hin- und hergeschwafelt, irgendwann habe ich ihn dann gefragt, ja, aber, das ist doch anscheinend ein Job nach § 84, und nach leichtem Zögern kam dann ein Ja. Ich könnte von zu Hause arbeiten, sollte u. a. mein eigenes Auto nutzen. Ist klar, jede Woche 4.000 km quer durch Deutschland, und das mit einem Auto, das seine besten Zeiten seit längerem hinter sich hat. Guckst Du: Handelsvertreterrecht
 

Lilastern

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Hallo,

ein Bekannter hatte gestern ein Vorstellungsgespräch aufgrund eines Stellenvorschlags der Arge bei einer Firma, die Geschäftskunden und teilweise auch Privatkunden im Auftrag von Telefonfirmen, Stromfirmen etc. Verträge aufquatschen tut. Das Einkommen ist ein minimales Grundgehalt, der Rest Provision. Die Person hat drei kleine Kinder und ist verheiratet.
Muß er einen Job annehmen, bei dem der größte Einkommensanteil provisionsabhängig ist?
Am Montag hat er einen Probearbeitstag, danach wird weiter geschaut, wahrscheinlich kann er den Job bekommen, da niemand einen solchen Müll freiwillig macht.
Gibt es zu dem Sachverhalt Gesetze oder Urteile die hier weiter helfen könnten?
Er hat innerhalb von zwei Monaten schon fast 100 eigene Bewerbungen geschrieben, leider bisher ohne Erfolg. Also faul ist er nicht

Gruß
Simon


Solche Stellen sind mit Vorsicht zu genießen. Im Kleingedruckten, steht nämlich sehr oft, dass diese Geschäfte auf selbständige Basis abgewickelt werden. Das würde bedeuten freiwillige/Private Krankenversicherung usw. Keine billige Angelegenheit.
 
R

Rounddancer

Gast
Muß er einen Job annehmen, bei dem der größte Einkommensanteil provisionsabhängig ist?

Ja.
Denn: Er hat ja durch diese Arbeit die Chance, sein Einkommen wieder selbst zu verdienen.

Und er hat, wenn die beim Amt richtig rechnen, immer mehr, als er jetzt mit reinem Alg II hätte, als Aufstocker eben.

Schon über das Fixum tut er ja wieder etwas, was nachhaltig gesehen, ganz wichtig ist: Er bekommt Beitragszeiten und -Punkte für die Rente und auch für die Arbeitslosenversicherung.

Verschulden tut er sich deswegen noch lange nicht.
Natürlich kann er ne Weile keine großen Sprünge machen, aber Alg II plus die Freibeträge hat er immer,- und eben plus Renten-, und Arbeitslosenversicherung.

Klar ist es nicht unbedingt so attraktiv, im "Ostfriesennerz" bei Wind und Wetter Privathaushalte abzuklappern, um dann dort, wenn, dann auf Rentnerinnen 70 oder 75 plus zu treffen, denen er aber immer öfter, selbst wenn sie umstellungswillig wären, nicht mehr helfen kann, da die Strom/Gas-Anbieter immer mehr nur jüngere Kunden annehmen.

Aber schon Gewerbetreibende umstellen zu können,- kann richtig Spaß machen,- auch bei ausländischen Gaststätten, aber auch bei den vielen Gewerbetreibenden im Rotlichtviertel,- zudem die ja alle außer dem Betrieb auch noch ein, zwei oder mehr private Strom-/Gas-/Telekommunikationsanschlüsse haben ...

Da kann es dann recht schnell Scheine regnen, also unterschriebene Aufträge.

Also ruhig bewerben. Die Entscheider, die heute noch jemanden auf Fixum einstellen (und nicht nur als Vertriebspartner auf selbstständiger Basis), die sehen gleich beim ersten persönlichen Kontakt, ob der Bewerber verkaufen kann, brennt zu verkaufen, oder ob er sich verängstigt in die hinterste Ecke verzieht, wenn es heißt: "Kunde droht mit Auftrag!"

Und wenn so ein Entscheider merkt, daß der Bewerber sich bewerben muß, und vielleicht gar will, aber nicht verkaufen kann,-
dann landet der Bewerber schnell entweder auf dem Absagestapel, oder er wird mal ein paar Tage mit auf Tour genommen und dann wieder heimgeschickt.

Es ist ja so: Wer bei einem Energie-/Telekommunikationsvertrieb angestellt ist, der kriegt sein Fixum, und pro geliefertem Schein so 25-40 Euro. Das Fixum muß er so auch wieder hereinbringen, klar.

Macht es jemand -wie ich- auf selbstständiger Basis, dann gibts kein Fixum, aber je nach Schein/Auftragswert/Anbieter zwischen 25 und 300 Euro. Da aber mit Stornohaftung (in der Regel sechs Monate), jedenfalls bei uns. Wobei bei uns man 80 Prozent der Provision nach Annahme des Auftrags durch den Anbieter ausbezahlt bekommt, 20 Prozent gehen in eine Stornorücklage, und werden, wenn der Auftrag durchgeht, pünktlich nach sechs Monaten ausbezahlt.

Natürlich kriegt man die Provision auch auf die Eigenbedarfs-Aufträge,- wenn ich mal wieder, wie jetzt, den Stromanbieter wechsle, dann spare ich so nicht nur durch den Wechsel in den günstigeren Tarif, sondern ich krieg auch noch die Provision davon. Und daß mein Auftrag nicht ins Storno läuft, das ist ja Ehrensache.

Größere Probleme mit der Stornohaftung haben übrigens die Care Energy Berater,- denn nicht nur, daß die nur die CE-Angebote verkaufen dürfen, nein, sie hatten schon von Anfang an ein glattes Jahr Stornhaftung und ich erfuhr, daß diese irgendwann auf drei Jahre ausgebaut wurde.
Noch schlimmer sind die Versicherungsagenten dran, die haben nun oft eine Stornohaftung von fünf Jahren.

Also, wie gesagt: Einfach bewerben,- dann ist das Amt zufrieden. Dann sich die Produkte und das Konzept zeigen lassen, mal den Kundenkontakt probieren. Und dann entscheiden, bzw. den Entscheider entscheiden lassen.

Übrigens: Wenn es ihm gefällt, zu verkaufen,- aber er nicht eingestellt wird, dann kann es das auch -ohne Kosten- selbst nebenberuflich machen.
Freiwillig.
 
L

LMAARGE

Gast
Hallo,


Er hat innerhalb von zwei Monaten schon fast 100 eigene Bewerbungen geschrieben, leider bisher ohne Erfolg. Also faul ist er nicht

Gruß
Simon

Nur wissen das die Arbeitgeber ja nicht, weil die immer nur eine Bewerbung
auf den Tisch bekommen. Ist dein Bekannter schon länger arbeitslos/ älter?
:icon_kinn:

Dann wird nur das schreiben von Tonnen von Bewerbungen NICHTS bringen.
Wenn man wirklich einen bestimmten Job will, muss man den Firmen
(weil die das auch erwarten) entgegen kommen und erst mal Kontakt
aufnehmen. Bestes Indiz ist die Telefonnummer von der Firma im
Stellenangebot. Da klärt man dann Grundsätzliches, schiebt dann, wenn
gewünscht, die schriftliche Bewerbung nach und hakt dann Tage oder nach
wenigen Wochen nach und erkundigt sich über die Sachlage.
Ein Vorstellungsgespräch kommt meist nur zu Stande wenn den AG auch
jemanden einstellen will und da spielt wohl der Gesamteindruck die größte
Rolle. Klinkenputzen hat daher auch Hochkonjunktur.:icon_rolleyes:
Ich würde es ruhig mal versuchen. Auf die Art hab ich schon so manchen
Job bekommen.:biggrin:


Was das Threadthema angeht, gab es mal vor Jahren so einen komischen
Strukturbetrieb hier der das auch so machte.
Ich hab da mal einen Tag unentgeltlich einem der Außendienstler
schnuppernd begleitet. Wir sind dann ungefähr 10km durch Fußgängerzonen
gelatscht und hab mir angesehen wie der Mann in verschiedenen Läden
da irgendwelche Kinderbücher zum Verkauf auf Kommissionsbasis anbot.
Der Außendienstler musste sogar noch richtig motiviert werden, weil
der nicht in alle Geschäfte rein gehen wollte. Ein paar Läden haben da
auch mitgespielt, aber die Ware war so minderwertig, das ich kaum glaube,
dass da irgendwelche Umsätze zu Stande gekommen sind.
Wenn, dann hat auch nur der Strukturvertrieb daran den Profit gehabt.
Am Ende des Tages war mir jedenfalls klar, das ich das ganz sicher NICHT
machen würde, denn ich hätte auch das ganze Risiko gehabt.
Dieser Strukturvertrieb prahlte sogar damit, dass dieses Geschäftsmodell
den Segen der Arbeitsagentur hätte, aber einen Beweis blieben die schuldig.
:icon_kinn:
 

Tetorya

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Solche Stellen sind mit Vorsicht zu genießen. Im Kleingedruckten, steht nämlich sehr oft, dass diese Geschäfte auf selbständige Basis abgewickelt werden. Das würde bedeuten freiwillige/Private Krankenversicherung usw. Keine billige Angelegenheit.


stimmt, habe ich auch angeboten bekommen.
die stelle habe ich nicht angenommen und das habe ich sb gesagt.
keiner kann ihn zwingen auf selbständiger basis zu arbeiten, vor allem das jc darf dich nicht dadurch in wirtschaflicher not, abstieg bringen......und zwar bewußt

und...egal , was er unterschreiben muss,.....ist das immer noch sein unterschrift und diesen gibt man nicht ohne mit etwas einverstanden zu sein ....sonst kann das jc gleich alles für ihn unterschreiben.

und wer sagt , dass er verkaufen kann, er ist doch schüchtern, und die voraussetzung für diesen job liegt gar nicht bei ihm vor....er ist nicht geeignet..
 
E

ExitUser

Gast
Ja.
Denn: Er hat ja durch diese Arbeit die Chance, sein Einkommen wieder selbst zu verdienen.

Und er hat, wenn die beim Amt richtig rechnen, immer mehr, als er jetzt mit reinem Alg II hätte, als Aufstocker eben.

Schon über das Fixum tut er ja wieder etwas, was nachhaltig gesehen, ganz wichtig ist: Er bekommt Beitragszeiten und -Punkte für die Rente und auch für die Arbeitslosenversicherung.

Wenn es denn ein SV-pflichtiger Job ist. Das Arbeitsamt wird niemanden zwingen, sich selbständig zu machen, das JC sowieso nicht. Die Zeiten sind derweil vorbei. Freilich werden solche Dinger gerne als "Stellenangebote" getarnt und wenn das Amt drauf reinfällt, versehen sie das sicher auch gerne mit einer RFB.

Also, wie gesagt: Einfach bewerben,- dann ist das Amt zufrieden. Dann sich die Produkte und das Konzept zeigen lassen, ...

Gut, "Punkte" für die Bewerbungsbemühungen kann man sich da holen und aus Prinzip Streit vom Zaun zu brechen, lohnt auch nicht. Aber wenn man denen gelaubhaft machen kann, daß das gar kein Job war, sondern auf eine hilfsbedürftige Selbständigkeit hinausläuft, dann ist das Thema schnell durch. Spätestens dann, wenn man bei denen nach § 16c Abs. 1 SGBII plötzlich 5.000 Euro Maximalzuschuss für ein neues Auto beantragt ...
 

sgrund

Elo-User*in
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Es soll sich um ein sozialversicherungspflichtiges Verhältnis handeln und angeblich sollen per Telefon, Email und in einem Ladenlokal vorhadenen Kunden neue (andere) Verträge aufgequatscht werden.
Das ganze Team besteht aus ganz jungen Typen die jedem alles aufquatschen würden.
 
R

Rounddancer

Gast
Es soll sich um ein sozialversicherungspflichtiges Verhältnis handeln und angeblich sollen per Telefon, Email und in einem Ladenlokal vorhadenen Kunden neue (andere) Verträge aufgequatscht werden.
Das ganze Team besteht aus ganz jungen Typen die jedem alles aufquatschen würden.

Klasse.

Wenn der dann nicht mitziehen kann, dann isser schnell wieder draußen, aber es gibt die Chance, sich da anzukoppeln und mitentflammen lassen.

Unser Innendienst in der Energie/Telekommunikationsagentur ist sowas von jung, aktiv, kreativ, Chef inklusive, das macht echt Spaß!
 

Texter50

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Klasse.
Wenn der dann nicht mitziehen kann, dann isser schnell wieder draußen, aber es gibt die Chance, sich da anzukoppeln und mitentflammen lassen.
Unser Innendienst in der Energie/Telekommunikationsagentur ist sowas von jung, aktiv, kreativ, Chef inklusive, das macht echt Spaß!
Hattest die nie vor der Tür? Grausam. Die haben dem Typ unter mir nen DSL-Anschluss vertickt. Is wat schönes - nur hatte der nicht mal nen Rechner. Nee, auch nicht die Absicht, sich so was anzuschaffen. :icon_kotz:
Sich da mitentflammen zu lassen, da sind wir nun wirklich unterschiedlicher Meinung. :icon_kinn:
 

Neudenkender

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Is wat schönes - nur hatte der nicht mal nen Rechner.:

Also ist der nächste Abschluss da zu holen! Samt Netzwerk und Software ohne Ende. Folgeabschlüsse sind immer leichter als Erstabschlüsse!

Während der schlechte, nach Afrika entsandte Schuhverkäufer zurückmeldet "absolut kein Markt hier, laufen alle barfuß!", meldet der motivierte Drücker zurück: "Alle barfuß hier - Riesenbedarf, Riesenmarkt!"

Wegen dieser ganzen "motivierten" Jungspunde da in diesen Drückerkolonnen samt dem künstlich erzeugten Gruppen- und Konkurrenzdruck in Verbindung mit dem Provisionssystem drehen die in absolut unethischster Weise allen Leute alles an. Alte, Willensschwache, Dumme sind die bevorzugten Opfer, die skrupellost abgezockt werden. Das Allerallerletzte!
 
R

Rounddancer

Gast
Nicht ganz. Denn wie erwähnt, kommen immer mehr Anbieter darauf, ältere Leute nimmer als Kunden unter Vertrag zu nehmen.
Selbst meine Kollegin, die ja bis August 2012 mit Fixum angestellt bei einem Vertrieb war, der nur einen einzigen Anbieter für Strom und Gas hatte, durfte niemandem 75 plus Strom oder Gas verkaufen,- d.h. wenn doch, hätte sie dafür keine Provision gekriegt. Eben um den leider auch unterwegs befindlichen Drückertypen unattraktiv zu machen, älteren Leuten was anzudrehen.

Anbieter Maximalalter
123 Energie
75 Jahre
EnviaM
70 Jahre
E wie einfach
75 Jahre
Goldgas/Goldstrom
75 Jahre
Greenyworld
75 Jahre
Mitgas
70 Jahre
PrimaStrom
77 Jahre
STW Troisdorf
75 Jahre
SWK Krefeld
75 Jahre
Vattenfall
75 Jahre
Yello Strom und Gas
70 Jahre
Danke für Ihr Verständnis.
Anbei ein Zitat eines Energieanbieters:
Eine Akquise bei D2D-Geschäft bei Rentner über 75 Jahre halten wir nicht für sinnvoll, da hier ein Betreuer existieren kann und wir dann vermehrt Fälle von Rückabwicklungen haben. Wir hatten ja schon Fälle, wo Untervertriebspartner Häuser im betreuten Wohnen/ Pflegeheime akquirierten hatten. Dies sollte nicht mehr passieren.
 

Tine2008

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Zwecks Außendienst-Tätigkeit liegt für mich noch ein gewisser Unterschied darin ob man nun für eine Firma arbeitet, wo man Ware von Geschäft zu Geschäft verkauft, oder ob man Telefon- oder Stromverträge aufquatscht.

Bei uns auf Arbeit kommen auch Vertreter, bei denen wir Alben, Rahmen und Kameras kaufen.

Wenn dort aber gesagt wird es wird auch an privat verkauft, bedeutet dies Haustürgeschäfte.

Sind diese nicht in Deutschland verboten ?

Und wenn es dann heißt:
Als Empfänger von Leistungen sind Sie verpflichtet, jede Arbeit anzunehmen, zu der Sie geistig, seelisch und körperlich in der Lage sind.
würde ich sagen das ich seelisch nicht in der Lage bin andere zu betrügen.


EDIT: Ich lese gerade - im Ladenlokal. Da hat bei uns in der Stadt auch neulich eine Firma aufgemacht. Erst sind alle durch die Stadt gerannt und haben jedem ein Los gegeben - man würde ein Handy gewinnen können.
Im Laden waren zwar etliche Handy´s, aber als ich die mir anschauen wollte, da ich sowieso auf der Suche nach einem neuen Handy war - kam die "Verkäuferin" und plötzlich wollte sie wissen was ich an Strom verbrauche.

Wusste ich nicht genau und statt mich weiter schauen zu lassen hing sie mir am Ärmel und fragte mich aus.
Z.B. was ich denn für Haustiere hätte, ... da fielen mir ganz unbewusst nur unsere Fische ein und da machte es bei ihr anscheinend beim Wort Aquarium Klick !
So aufdringlich, dass ich ihr tatsächlich meine Telefonnummer gab.
Und dann rief sie tatsächlich eine Woche später an.

Für solch einen aufdringlichen Job würde ich mich schämen, das wäre nicht mehr ich. Könnte mit ruhigem Gewissen nachts nicht mehr schlafen, wenn ich weiß das ich Gutgläubige damit ins Unheil stürze.
Zumal man dann kein Elektrogerät oder dergleichen besitzt, sondern einen Vertrag, den man meist 2 Jahre nicht los wird und der einem monatlich Geld aus der Tasche zieht.

Wie heißt es so schön - Dies über alles, Dir selber sei treu.

Würde ich dann nicht mehr sein.

MfG
 

Texter50

Super-Moderation
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Da würde ich ergänzend fragen:
Muss man einen Job annehmen, wenn per Geschäftsmodell klar ersichtlich ist, dass man andere Leute betrügen soll?
Was passiert einem, wenn man das mit den Betrügereien erst in der Firma feststellt und kündigt? Wird dann Ehrlickeit sanktioniert? :icon_cry:
 
A

alarmi

Gast
Hallo,


Muß er einen Job annehmen, bei dem der größte Einkommensanteil provisionsabhängig ist?

Ich sage NEIN !!!!!

Man ist nicht verpflichtet jeden S.c.h.e.i.ß Job anzunehmen !!!

Es kann dich niemand zwingen dein Gehirn auszuschalten nur weil du im Leistungsbezug bist.

Solche miesen Jobs braucht kein Mensch!

Nur weil ein paar Anzugträger solche unsinnige Gesetze erlassen haben aller

'Als Empfänger von Leistungen sind Sie verpflichtet, jede Arbeit anzunehmen, zu der Sie geistig, seelisch und körperlich in der Lage sind. ' :icon_laber:

Muß man noch lange nicht wie sonen devotes Schoßhündchen jeden Mist

glauben und mitmachen was vom Jobcenter kommt.....

Ich an deiner Stelle würde jedenfalls alles dafür tun dort nicht eingestellt zu

werden.....:icon_biggrin:

Viel Erfolg !!!

alarmi
 

sgrund

Elo-User*in
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Da würde ich ergänzend fragen:
Muss man einen Job annehmen, wenn per Geschäftsmodell klar ersichtlich ist, dass man andere Leute betrügen soll?
Was passiert einem, wenn man das mit den Betrügereien erst in der Firma feststellt und kündigt? Wird dann Ehrlickeit sanktioniert? :icon_cry:

Könnte passieren, da für das Jobcenter nur die Statistik zählt, weniger ein Einzelschicksal.:icon_motz:
 
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