Muss ich sinnlose Bewerbungen schreiben? (und eine andere Frage)

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Sanrasaa

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Hallo liebes ELO-Forum,

Seit einigen Wochen beschäftigt mich eine Frage bei der ich gern eure Meinung hören würde. Zusätzlich habe ich kürzlich etwas aufgeschnappt und würd dazu gern Klarheit haben, aber dazu später.

Die Sachlage ist das ich seit einigen Monaten aufgrund psychologischer Erkrankung AU bin.
Dies ist natürlich ordnungsgemäß gemeldet und wird fristgerecht verlängert.
Laut meiner EGV bin ich dazu verpflichtet mich monatlich zu bewerben (4 Bewerbungen an der Zahl sind mindestens gefordert) und über diese ist monatlich Auskunft zu geben was ich schriftlich bei meiner SB mache da ich dies mit Ihr so vereinbart habe.

Nun ist die Frage, meine AU wird bis auf weiteres noch viele Monate anhalten da ein Therapieplatz noch gesucht wird und auch die ausstehende Therapie viel Zeit in Anspruch nehmen wird.
Ich las aber das AU kein Grund ist keine Bewerbungen zu schreiben, was ich soweit nachvollziehen kann.
Dennoch wird mich ja niemand einstellen wollen wenn mein gesundheitlicher Status "AU bis auf weiteres" lautet. Wer stellt schon jemanden ein der 100% die nächsten Monate AU ist?
Somit empfinde ich es als sehr belastend mich dennoch bewerben zu müssen. Das ganze fühlt sich an wie eine pure Zeitverschwendung und aufgrund diverser Termine und Stress habe ich von Zeit nicht viel zu verschwenden über.
Ergibt es überhaupt Sinn das ich mich aktuell bewerben muss? Kann/sollte man das nicht umgehen können? Ich fühle mich auch den Firmen gegenüber dumm das ich mich in meiner Position bei ihnen bewerben muss.

Bonus Frage (was ich aufgeschnappt habe):
In meiner EGV steht etwas von "das Amt muss mich unterstützen solang auch ich Leistung erbringe" (u.a. in Bezug auf Bewerbungen).
Das Amt schickt mir seit vielen Monaten (noch bevor das mit meiner AU los ging) keine Jobvorschläge mehr. Ich habe mich mit einem Freund unterhalten der ebenfalls ALG2 bezieht und dieser meint "Ja denen sind die Vorschläge ausgegangen".
Nun habe ich gehört das Leistung meiner seits Teils ebenfalls erliegen darf wenn das JC mich nicht mit angeboten unterstützt??? Das klingt für mich sehr fraglich weshalb ich hier gern mal euer Wissen befragen würde.

Danke für eure Antworten.
Grüße: Sanrasaa
 

Sanrasaa

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Du schreibst du hast eine EGV. Hast du diese unterzeichnet oder handelt es sich um einen VA ?
Da meine EVG sehr nett verfasst wurde (4 bewerbungen im monat und laufzeit "bis auf weiteres" ohne verborgene Tricks die ich erkennen konnte) habe ich diese damals nach mehrmaligem genauem durchlesen unterzeichnet.
 

vidar

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Moin Allerseits,

@Sanrasaa

Wurde deine Leistungs- und Erwerbsfähigkeit schon mal durch den Ärztlichen Dienst der BfA überprüft
So lange nicht absehbar ist, wann du wieder atbeiten kannst, musst du dich nicht bewerben.
Hast du darüber eine Rechtsgrundlage?

Ich meine nämlich, solange man nicht körperlich behindert ist eine Bewerbung schreiben zu können und/oder/auch nicht fähig ist das Haus zu verlassen, dürfte durchaus eine Bewerbungspflicht bestehen.
.
 

Seepferdchen 2010

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Sagt mir mein Bauchgefühl auch aber ich finde gerade nichts rechtlich Greifbares dazu.

Hier mal zum Beispiel ein Zitat:

Ist der Leistungsberechtigte gesundheitlich nicht in der Lage, zu
arbeiten, muss er sich auch nicht bewerben; eine Sanktion darf nicht
verhängt werden

Quelle:LSG Nordrhein-Westfalen vom 12.03.2009 - L 7 B
414/08 AS; SG

und

/Die Bewerbungspflichten mindern sich bei Urlaub oder Krankheit
anteilig; fällt der Nachweistermin in eine Zeit von Urlaub oder
Krankheit, muss der Arbeitslose den Nachweis am Tage nach dem Die Bewerbungspflichten mindern sich bei Urlaub oder Krankheit
anteilig; fällt der Nachweistermin in eine Zeit von Urlaub oder
Krankheit, muss der Arbeitslose den Nachweis am Tage nach dem
Urlaub oder nach dem Ende der Erkrankung nachholen
Urlaub oder nach dem Ende der Erkrankung nachholen

1. Verpflichtet sich ein Hilfebedürftiger in einer Eingliederungsvereinbarung zu einer bestimmten Anzahl von Bewerbungen innerhalb eines Monats (hier: fünf), so ist diese Verpflichtung auch ohne ausdrückliche Bestimmung in dem Monat verhältnismäßig zu reduzieren, in dem er teilweise (hier: 19 Kalendertage) mit Genehmigung des Grundsicherungsträgers ortsabwesend ist. Ergeben sich bei dieser Reduzierung Bruchteile von Bewerbungen, so ist diese Zahl im Interesse der Klarheit kaufmännisch auf eine Ganzzahl zu runden.2. Die Verpflichtung des Hilfebedürftigen, seine Eigenbemühungen an einem bestimmten Tag nachzuweisen, verschiebt sich bei einer genehmigten Ortsabwesenheit und bei einer ärztlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit auf den ersten Arbeitstag nach deren Ende.


Quelle: SG Hildesheim vom 8.10.2009 - S 26 AS 1697/09 ER
 
Zuletzt bearbeitet:

HermineL

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Naja das ist die Sicht letztlich eines LSG. Man findet aber verschiedene Urteile die unterschiedlich bewerten. Dreh und Angelpunkt ist ob man die Tätigkeit auf die man sich bewerben soll mit der Krankheit ausgeübt werden kann oder nicht.

Hier der Beschluss des LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 12.03.2009 - L 7 B 414/08 AS den du zitiert hast. Den Satz den du da zitierst kann ich aber dem Urteil zumindest so nicht entnehmen.

Der Senat stimmt mit dem SG darin überein, dass die Antragstellerin noch in der Lage gewesen sein dürfte, die in der Einigungsvereinbarung festgelegte Mitwirkungsobliegenheit an sich zu erfüllen, weil nicht erkennbar ist, dass der Antragstellerin auch das bloße Sich-Bewerben (und nicht die vollschichtige Beschäftigung selbst) gesundheitlich nicht mehr möglich war. Die Regelung des § 65 Abs. 1 Nr. 2 Erstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB I) gelangt damit unmittelbar nicht zur Anwendung, wonach die Mitwirkungsobliegenheit nicht besteht, soweit ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann (zur grundsätzlich bestehenden subsidiären Anwendbarkeit der §§ 60 ff. SGB I im Grundsicherungsrecht des SGB II Bundessozialgericht (BSG), Urteil vom 19.09.2008, B 14 AS 45/07 AR, Juris).

Einem hilfebedürftigen Arbeitsuchenden kann ein Bewerbungsbemühen nach der Rechtsauffassung des erkennenden Senats jedoch auch dann nicht zugemutet werden, wenn nachgewiesen bzw. im einstweiligen Rechtsschutzverfahren glaubhaft gemacht ist, dass er die Tätigkeit, um deren Ausübung er sich bemühen soll, aus körperlichen oder seelischen Gründen (derzeit) gar nicht ausüben kann; jedenfalls darf die Nichterfüllung dieser Mitwirkungsobliegenheit dann nicht (mehr) sanktioniert werden. Denn die Sanktionsregelung des § 31 SGB II fußt erkennbar auf der Annahme, dass eine Sanktion deshalb angezeigt ist, weil Hilfebedürftige unter den dort genannten Voraussetzungen nicht alle "Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen" (so allgemein § 2 Abs. 1 Satz 1 SGB II). Stehen diese "Möglichkeiten" einem Hilfebedürftigen jedoch vorübergehend oder dauerhaft gar nicht offen, kann ihm eine mangelhafte Mitwirkung auch nicht vorgehalten werden (vgl. für das Zivilrecht und für Rechtspflichten im engeren Sinne die Regelung des § 275 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch über die Leistungsbefreiung bei insbesondere subjektiver Unmöglichkeit).

Der Senat lässt offen, ob in einem derartigen Fall bereits der Tatbestand des § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 b SGB II nicht erfüllt ist, oder ob ein wichtiger Grund gemäß 31 Abs. 1 Satz 2 SGB II vorliegt, der die Nichterfüllung der Mitwirkungsobliegenheit rechtfertigt.
 

Sowhat

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Da hat deine Frau grosses Glück und/oder ihr ein sehr humanes Jobcenter. Seid dankbar!
Das hängt nämlich immer vom JC, dem Bundesland (in meinem Fall Bayern) und dem Ermessen des SB ab.
Ich wurde nach einem knappen Jahr AU zum äD geschickt (bin 57 vielleicht liegt es auch an meinem Alter und wegen inzwischen sehr geringer psychischer Belastbarkeit AU, nach einem schweren Schlaganfall und einer fürchterlichen Scheidung) und nach einem halben Jahr dann noch einma, obwohl schon dauerhaft erwerbsunfähig geschrieben.
Inzwischen warte ich auf die "Abschiebung" zum Sozialamt.
Für EM-Rente erfülle ich trotz Ausbildung, 10 Jahre sozialversicherungspflichtige Berufstätigkeit, 10 Jahre Minijob in der Firma meines Erziehungszeiten meiner beiden Kinder und GdB 50 leider nicht.
 

Allimente

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Neine Frau ist älter, Schwerbehindert etc. Sie könnte längst die Erwerbsunfähigkeitsente haben, was wir aber gerne noch bis Oktober nächstes Jahr rauszögern möchten. Und wenn die sich nicht melden, melden wir uns auch nicht.
 

Vetter aus Dingsda

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Sprich doch mal mit der Sachbearbeiterin.

Ich halte derzeitig Bewerbungen von dir sogar für kontraproduktiv. Wäre ich Arbeitgeber und mich würde deine Bewerbung ansprechen und ich dich zum Vorstellungsgespräch einladen… du aber auf absehbare Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht beginnen könntest zu arbeiten…

kämest du mit deiner nächsten Bewerbung (trotz ihrer Ernsthaftigkeit) nicht in meine engere Wahl.

Jedenfalls würde ich an deiner Stelle derzeitig keine Bewerbung dort hinschicken, wo ich mir vorstellen könnte- und wünschen würde zu arbeiten.

Das leuchtet der Sachbearbeiterin sicherlich ein.

ÄD:
Da hat deine Frau grosses Glück und/oder ihr ein sehr humanes Jobcenter. Seid dankbar!...

Für mich wäre der ÄD momentan ein Segen. Der würde meiner neuen Fallmanagerin über mein Restleistungsvermögen Klarheit verschaffen.

Sie hat jedoch eine Änderung ihrer Statistik und ein Ende der Ruhe für mich beschlossen. Im letzten Gutachten (das vor 4 Jahren erstellt wurde) steht: „aufgehobene Leistungsfähigkeit …länger als 6 Monate aber nicht auf Dauer…“.

Meine neue Fallmanagerin ist der Meinung, dass genug Zeit vergangen ist und ich jetzt wieder gesund genug bin. Die entstehenden Kosten für ein aktuelles Gutachten vom ÄD könne sie nicht begründen.

Sie will mich in eine Maßnahme schieben, der ich nicht gewachsen bin.

Nähme ich an dieser Maßnahme teil, würde ich es der Rentenversicherung melden und die Rentenleistungen würden sicherlich halbiert werden. Das heißt, dass das JC durch die Halbierung der Leistungen von der RV höhere Leistungen an mich erbringen- und zusätzlich die sinnlose Maßnahme bezahlen müsste.

Meine Situation: 58 Lenze; inzwischen unbefristet GdB 50 und seit 6 Jahren Arbeitsmarktrente.

Jetzt liegt es an mir, eine Verschlechterung meiner Gesundheit unter Beweis zu stellen und wieder auf die Rentenversicherung zuzugehen. Fürs nächste viertel Jahr bin ich AU.
 

HermineL

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Meine neue Fallmanagerin ist der Meinung, dass genug Zeit vergangen ist und ich jetzt wieder gesund genug bin. Die entstehenden Kosten für ein aktuelles Gutachten vom ÄD könne sie nicht begründen.
Dieser anmaßenden SB würde ich den Zahn ziehen. Erstens ist sie keine Medizinerin um zu entscheiden wann du wieder gesund bist und wann nicht denn das hat zweitens nur ein dafür qualifizierter Mediziner festzustellen und keine selbstherrliche SB.

Was die Kosten betrifft so kann dir das so etwas von egal sein wie es nur geht. Informiere deine SB schriftlich und nachweislich darüber das du gesundheitlich eingeschränkt bist und das sie gem. § 44a SGB II den ÄD mit der Feststellung deiner Leistungsfähigkeit beauftragt.
 

Birt1959

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Sprich doch mal mit der Sachbearbeiterin.

Ich halte derzeitig Bewerbungen von dir sogar für kontraproduktiv. Wäre ich Arbeitgeber und mich würde deine Bewerbung ansprechen und ich dich zum Vorstellungsgespräch einladen… du aber auf absehbare Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht beginnen könntest zu arbeiten…

kämest du mit deiner nächsten Bewerbung (trotz ihrer Ernsthaftigkeit) nicht in meine engere Wahl.

Jedenfalls würde ich an deiner Stelle derzeitig keine Bewerbung dort hinschicken, wo ich mir vorstellen könnte- und wünschen würde zu arbeiten.

Das leuchtet der Sachbearbeiterin sicherlich ein.

Vom Standpunkt des Arbeitgebers aus ist das nachvollziehbar.

Ich hab das aber auch schon anders erlebt. Bei mir musste ein Psychiater einen mehr als deutlichen Brief schreiben. Erst dann war Ruhe, aber vermutlich nur, weil die behandelnde Klinik eine Uniklinik war und die Ärzte dort als Amtsärzte gelten. Wenn die JC Mitarbeiter*innen ihre Macht genießen, toben sie sich eventuell aus. Nicht jede*r der/die Macht hat, kann der Versuchung, sie auszuüben, widerstehen.


ÄD:

Für mich wäre der ÄD momentan ein Segen. Der würde meiner neuen Fallmanagerin über mein Restleistungsvermögen Klarheit verschaffen.

Sie hat jedoch eine Änderung ihrer Statistik und ein Ende der Ruhe für mich beschlossen. Im letzten Gutachten (das vor 4 Jahren erstellt wurde) steht: „aufgehobene Leistungsfähigkeit …länger als 6 Monate aber nicht auf Dauer…“.

Meine neue Fallmanagerin ist der Meinung, dass genug Zeit vergangen ist und ich jetzt wieder gesund genug bin. Die entstehenden Kosten für ein aktuelles Gutachten vom ÄD könne sie nicht begründen.

Sie will mich in eine Maßnahme schieben, der ich nicht gewachsen bin.

Nähme ich an dieser Maßnahme teil, würde ich es der Rentenversicherung melden und die Rentenleistungen würden sicherlich halbiert werden. Das heißt, dass das JC durch die Halbierung der Leistungen von der RV höhere Leistungen an mich erbringen- und zusätzlich die sinnlose Maßnahme bezahlen müsste.

Meine Situation: 58 Lenze; inzwischen unbefristet GdB 50 und seit 6 Jahren Arbeitsmarktrente.

Jetzt liegt es an mir, eine Verschlechterung meiner Gesundheit unter Beweis zu stellen und wieder auf die Rentenversicherung zuzugehen. Fürs nächste viertel Jahr bin ich AU.

Wie Hermine schrieb, die Begutachtung durch den ÄD (ich nehme an, es ist der der DRV) beantragen. Außerdem würde ich diese selbstherrliche Tante :sorry: vom JC mal fragen, warum sie glaubt, dass Dir die DRV eine Arbeitsmarktrente bewilligt hätte. Wärst Du quietschfidel und vollständig gesund, wäre die ja wohl nicht nötig.

Ansonsten: gute Besserung.
 

Kerstin_K

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Ich halte derzeitig Bewerbungen von dir sogar für kontraproduktiv. Wäre ich Arbeitgeber und mich würde deine Bewerbung ansprechen und ich dich zum Vorstellungsgespräch einladen… du aber auf absehbare Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht beginnen könntest zu arbeiten…

kämest du mit deiner nächsten Bewerbung (trotz ihrer Ernsthaftigkeit) nicht in meine engere Wahl.
Genau das mente ich. Was soll denn der Schwachsinn. Man bewirbst sich und wenn es dann zum VG kommt, ätschi bätsch, bis auf weiteres geht erstmal nichts. Sowas ist völlig sinnlos und sinnlose Bewerbungen muss niemand schreiben.
 

Sanrasaa

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sinnlose Bewerbungen muss niemand schreiben
Genau so denk ich auch. Nur ich würde da gern auch dem JC gegenüber auf sicheren Beinen stehen wenn ich diese Aussage treffe denn Sanktionen und Probleme kann und will ich mir aktuell nicht erlauben.
Alternativ würde ich nämlich sonst anfangen blind Bewerbungen an Jobangebote zu schreiben welche eh außerhalb meiner Ausbildungsbereiche liegen (also aussichtslose) und diese vorsätzlich so Formulieren das sie ohne weiteres direkt im Müll landen. Dann habe ich mich sicher beworben und zwar nirgends wo ich arbeiten wollen würde.
Das ist dann aber schon eher eine Gradwanderung in Richtung "ich denk mir einfach aus wo ich mich beworben hätte und reiche das dann ein" (aka lügen) aus meiner sicht. Und soetwas mache ich nicht.
 

Vetter aus Dingsda

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Dieser anmaßenden SB würde ich den Zahn ziehen. ...
Danke für deine Eischätzung der Dinge. Im Ziel gehen wir miteinander konform.

Nur habe ich mich vorerst aus der „Schusslinie“ dieser Person entfernt, um mir nicht nachsagen lassen zu müssen, dass ich zu meinen körperlichen und psychischen Defiziten jetzt auch noch unterm Tourette-Syndrom leide.

Sie will mich in einem Rahmen unterbringen, in dessen Räumlichkeiten ich bis vor 7 Jahren als Honorarkraft und Werkstattleiter Integrationskurse mit Langzeitarbeitslosen gehalten habe.

Das war eine prima Zeit. Denn diejenigen, die erschienen sind, waren voller Tatendrang, weil ihnen die Decke auf den Kopf fiel. Von deren Sozialverhalten können sich viele Menschen etwas abgucken.

Und diese Person von Fallmanagerin tritt mir noch so richtig hinterher.
 

vidar

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Alternativ würde ich nämlich sonst anfangen blind Bewerbungen an Jobangebote zu schreiben welche eh außerhalb meiner Ausbildungsbereiche liegen (also aussichtslose) und diese vorsätzlich so Formulieren das sie ohne weiteres direkt im Müll landen.
Es gibt im SGB II keinen Berufsstandschutz. Du müsstest dich insofern sowieso auch auf Stellen bewerben, die nicht deinem Ausbildungs- bzw. Berufsstand entsprechend. Achte aber bei deiner Aktion unbedingt darauf, dass dann deine Bewerbungen zumindest der „üblichen“ Form entsprechen, damit dir nicht der Vorwurf einer Negativbewerbung ggf. angelastet werden kann.
.
 

Birt1959

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Genau so denk ich auch. Nur ich würde da gern auch dem JC gegenüber auf sicheren Beinen stehen wenn ich diese Aussage treffe denn Sanktionen und Probleme kann und will ich mir aktuell nicht erlauben.
Alternativ würde ich nämlich sonst anfangen blind Bewerbungen an Jobangebote zu schreiben welche eh außerhalb meiner Ausbildungsbereiche liegen (also aussichtslose) und diese vorsätzlich so Formulieren das sie ohne weiteres direkt im Müll landen. Dann habe ich mich sicher beworben und zwar nirgends wo ich arbeiten wollen würde.
Das ist dann aber schon eher eine Gradwanderung in Richtung "ich denk mir einfach aus wo ich mich beworben hätte und reiche das dann ein" (aka lügen) aus meiner sicht. Und soetwas mache ich nicht.

Du kannst natürlich "Scheinbewerbungen" schreiben, die mich allerdings nerven würden. Da sind dann so versteckte kleine Fehler drin, ohne dass eine Schlechtbewerbung daraus würde. Der JC hätte was er wollte und Du hättest Zeit totgeschlagen.

Auch merken geschulte Personaler, ob eine Bewerbung jetzt wirklich ernst gemeint ist, sprich ob da sich einfach beworben wurde, ohne weiter nachzudenken oder ob sich der Bewerber ernsthaft mit der Stellenbeschreibung auseinandergesetzt hat. Wer sich einfach nur bewirbt, um eine Bewerbung nachweisen zu können, hat bei solchen Personalern schlechte Karten. Wenn Du Dir den Frust von vielen Absagen antun willst, kannst Du das dann ja machen.

Ich bin selbst in therapeutischer Behandlung und was ich in Reha und mehreren Klinikaufenthalten lernen musste, ist dass sich die seelische Lage auch in der Bewerbung widerspiegelt. Die strotzten da nicht gerade vor Selbstbewußtsein und Konzentrationsfähigkeit. Ein gewisses Selbstbewußtsein und Konzentration werden aber gebraucht, um Werbung für sich betreiben zu können. Bewerben enthält das Wort werben und werben ist letztendlich verkaufen...

Sie will mich in einem Rahmen unterbringen, in dessen Räumlichkeiten ich bis vor 7 Jahren als Honorarkraft und Werkstattleiter Integrationskurse mit Langzeitarbeitslosen gehalten habe.

Das war eine prima Zeit. Denn diejenigen, die erschienen sind, waren voller Tatendrang, weil ihnen die Decke auf den Kopf fiel. Von deren Sozialverhalten können sich viele Menschen etwas abgucken.

Und diese Person von Fallmanagerin tritt mir noch so richtig hinterher.

Leider gibt es keinen Berufsschutz im SGB II und damit ist die Zeit als Werkstattleiter nach 7 Jahren uninteressant. Du kannst also höchstens versuchen, durch ein (amts)ärztliches Attest, die Maßnahme abzubiegen.
 

Stauer

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Ich meine nämlich, solange man nicht körperlich behindert ist eine Bewerbung schreiben zu können und/oder/auch nicht fähig ist das Haus zu verlassen, dürfte durchaus eine Bewerbungspflicht bestehen.
Hallo,
oh, das scheint ein Irrtum zu sein. Wenn ich das richtig verstanden habe ist es ja eine psychische Erkrankung. Solche Leute bekommen aus Angst etwas falsch zu machen Panikattacken auch während des Schreibens. Manche haben auch Weinkrämpfe. Dann ist es nicht zumutbar 4 Bewerbungen jeden Monat zu schreiben, weil sich sonst die Besserung bzw. Heilung verzögern würde. Wenn man sich soetwas attestieren läßt, hat man einen wichtigen Grund das Bewerben erst mal zu lassen.
 
Status

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