Muss ich Probearbeiten anmelden?

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S

SelfDelUser_59489

Gast
Hallo,

ich kann eventuell bei einem Betrieb Probearbeiten. Muss ich dem JC das melden? Habe eben gelesen, dass wenige Stunden nicht gemeldet werden müssen und das man über seine Haftpflichtversicherung versichert ist. Stimmt das?
 

erwerbsuchend

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Ein Probearbeiten, bei dem du auch tatsächlich arbeitest, muss dem JC aus versicherungstechnischen Gründen gemeldet werden. Zudem geht es dabei auch um die Vermeidung des Verdachtes der Schwarzarbeit, falls doch unverhofft in dem Moment der Zoll vor der Tür dort steht.

Etwas anders sieht es aus, wenn du dir nur den möglichen Arbeitsplatz ausführlich in natura ansehen und mit den möglichen Kollegen über die Arbeit sprechen kannst, aber nicht selbst tatsächlich arbeitest.
 

DoppelPleite

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Und... man nimmt gern Kontakt auf zu dem AG und erkundigt sich ob Du übernommen wirst, wenn nein warum nicht was Stress für den AG bedeutet, wenn ja und Du ablehnst würgt man gerne noch ne Anhörung rein. Das sind die Hauptgründe warum JC auf Anmeldung einer Probearbeit besteht! Sticheln, Stacheln, Stechen i.V.m. internen Auflagen zu vermitteln und zu sanktionieren. Versicherungstechnisch wird nur als Druckmittel genutzt, doch das ist nur die halbe Wahrheit!
 
S

SelfDelUser_59489

Gast
Mir wird nur bisschen was gezeigt damit ich alles kennenlerne und um fragen zu stellen. Kollegen beschnuppern usw. Es wird nicht bezahlt und geht nur paar Stunden. Also muss ich das nicht melden.
 

Imaginaer

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Der Unterschied zwischen Probearbeit und Probetag wurde Dir ja bereits von @erwerbsuchend erläutert. Um dem Verdacht der Schwarzarbeit aus dem Wege zu gehen, empfiehlt es sich dem Jobcenter eine kurze Mitteilung zu geben das man an diesem Tag einen Probetag/Probearbeit bei einem Arbeitgeber mitmacht. Dies per Fax mit Sendebericht ans Jobcenter schicken. Brauchst auch nicht auf eine Bestätigung/Erlaubnis zu warten. Nimm den ausgedruckten Fax Sendebericht mit. Sollte der der Zoll auftauchen dies vorlegen.

Doch du musst es melden. Aber den Arbeitgeber benennen musst Du nicht, nur wenn Lohn gezahlt wird. Dann ist es ein Zufluss und Angelegenheit der Sachbearbeitung des Jobcenters.
 

Gaestin

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ich würde es sehr vorsichtig melden, vielleicht am Abend nach den paar Stunden und ohne Angabe des Arbeitgebers. Allerdings, und das habe ich hier schon in einem anderen Thread geschrieben, hat ein junger Mann aus meinem Bekanntenkreis drei Tage probegearbeitet, er hatte keine Ahnung, dass er es hätte melden müssen. Er hat insgesamt sechs Wochen ALGII bekommen, ungefähr. Litt sehr darunter und schrieb so viele Bewerbungen, dass seine SB meinte, es sei mehr als genug. Nach den drei Tagen bekam er die Stelle. Es ist eine halbe Stelle im öffentlichen Dienst Vertrag für zwei Jahre. Die Aussicht danach auf die ganze. Er hat es wirklich nicht gewusst, dass er es hätte melden müssen. Untypisch, aber mal gibt es auch etwas Gutes.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Aber den Arbeitgeber benennen musst Du nicht, nur wenn Lohn gezahlt wird.
Wie soll eine Probearbeit gemeldet werden, wenn der AG unbenannt bleibt? Versicherungsschutz bei einem unbekannten AG?
Auch wenn es sich tatsächlich nur um ein Einfühlungsverhältnis handelt, steht der AN für diese Zeit der Vermittlung nicht zur Verfügung
und hat gegenüber dem LT zu begründen warum. Zur Prüfung der Umstände benötigt der LT die Benennung des AG.

Der Unfallversichrungsschutz für den LE greift über den Absatz 1 Punkt 14 b) § 2 SGB VII erst, wenn die Probezeit als Maßnahme der BfA deklariert wird.
Egal, ob diese dann dem LE mit einer RFB nachträglich auferlegt wird, sollte jede Probearbeit rechtzeitig beim LT angemeldet werden.
Selbst ein Abbruch der Probearbeit ist trotzt RFB nicht sanktionierbar, da die Eigeninitiative zur- und Eigenschaft der Probearbeit einem Vorsatz widerspricht.
Der Unfallversicherungsschutz bei Einfühlungsverhältnissen besteht allerdings nur,
wenn der Bewerber Leistungsempfänger der Bundesagentur für Arbeit ist
und die Schnupperphase auf Veranlassung der Arbeitsverwaltung durchgeführt wird.
(LSG NRW, Urteil v. 16.2.2000 L 17 U 290/99) » Quelle & Link zum Artikel.
 
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