• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Muss ich meine private Tel./Mail etc. dem AG mitteilen?

Aufstocki

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
9 Mrz 2010
Beiträge
83
Bewertungen
5
Hallo, ich hoffe ich bin hier nicht im falschen Forumsteil gelandet.

Ich bin ja noch bis 31.07. aus dem ALG 2 raus, muss dann aber wohl wieder beantragen. Meine Frage hat eigentlich so nichts damit zu tun, sondern mit folgendem.

Ich soll - nicht nur regulär, sondern auch spontan - einen Kollegen vertreten, der andere Arbeitszeiten hat als ich.

Wenn ich nun wieder auf 19,5 Stunden zurückfalle würde ich immer von Dienstag - Freitag 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr arbeiten.

Nun frage ich mich, was wird sein, wenn sich besagter Kollege montags krank meldet. Kann man von mir schon vorab verlangen, dass ich immer montags erreichbar bin und dann ganz schnell zur Arbeit kommen muss? Ich möchte meine privaten Nrn. nicht gerne bzw. freiwillig rausgeben wollen. Der Tag würde übrigens nicht bezahlt werden und ich muss im Vertretungsfalle - ob geplant oder plötzlich - immer von 07.00 bis 14.00 Uhr anwesend sein - an 5 Tagen in der Woche. Das wären dann immer etliche Überstunden. Deswegen möchte ich vermeiden, dass es noch mehr werden, in dem man mich so einfach anruft und hinbestellt.

Danke im Voraus und sorry, wenn ich falsch gepostet habe.
 

Sprotte

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
3 Mrz 2008
Beiträge
1.945
Bewertungen
1.283
Der Arbeitgeber ist nur während der vertraglich geregelten Arbeitszeit weisungsberechtigt,das heisst : Frei ist frei .Du musst nicht in der Freizeit erreichbar sein.Du musst weder Gespräche in deiner Freizeit mit dem AG führen noch begründen warum du nicht erreichbar bist.
Es ist nicht notwendig,das der AG deine private Telefonnummer hat.

Nichts im Leben ist umsonst,auch gearbeitete Stunden nicht,so wie Überstunden.

§ 12
Arbeit auf Abruf


(1) Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat (Arbeit auf Abruf). Die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von zehn Stunden als vereinbart. Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen.
(2) Der Arbeitnehmer ist nur zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage im Voraus mitteilt.
(3) Durch Tarifvertrag kann von den Absätzen 1 und 2 auch zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden, wenn der Tarifvertrag Regelungen über die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit und die Vorankündigungsfrist vorsieht. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die Arbeit auf Abruf vereinbaren.
....aus dem Teilzeit und BefristungsGESETZ.


Ich weiss nicht was in deinem Vertrag steht...aber du solltest denselben nehmen und dich auf die Socken zu Verdi machen (oder die Gewerkschaft,die für dich zuständig ist) : Vertrag überprüfen + Material zum Wehren gegen diesen schäbigen AG besorgen.

Letztendlich zahlst du die "Rechnung" wenn du dich wehrst,sei dir darüber im Klaren,deshalb besorg dir vorher einen Ansprechpartner,der dich im Ernstfall auch anwaltlich vertreten kann....denn dein geiziger AG,der seine Fürsorgepflicht nicht ernst nimmt und seine Personalprobleme auf dem Rücken seiner Angestellten austrägt,am besten unentgeltlich....wird nicht entzückt sein,wenn du sein Spiel nicht mitspielen willst.
 
Oben Unten